Artikel zum Schlagwort Sachsen-Monitor

Landtags-Debatte zum Sachsen-Monitor

Schönfärberei schafft keine Gerechtigkeit

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDer „Sachsen Monitor“ kann zwar nichts dafür, dass Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich das Feld räumte, denn befragt wurden die Sachsen für diese Studie ja schon im August, deutlich vor der Bundestagswahl am 24. September, die gerade die Ergebnisse der sächsischen CDU abschmieren ließ und die AfD prozentual zur Nr. 1 machte. Veröffentlicht wurde der „Sachsen-Monitor“ erst nach der Wahl, am 28. November. Am 14. Dezember wurde er dann im Landtag diskutiert. Weiterlesen

Der zweite Sachsen-Monitor

Wenn das Gefühl fehlender Gerechtigkeit sich in Fremdenhass und Nationalismus flüchtet

Grafik: Sachsen-Monitor 2017

Für alle LeserDie Töne, die am Dienstag, 28. November, zur Veröffentlichung des neuen „Sachsen-Monitors“ aus der Staatskanzlei zu hören waren, sind zumindest aus der Staatskanzlei so selten zu hören gewesen. „Die teilweise hohe Zustimmung zu Ressentiments und extremistischen Aussagen geben jedoch keinen Grund zur Entwarnung“, sagte Sachsens Staatskanzleichef, Staatsminister Dr. Fritz Jaeckel. Hätte er es dabei belassen, wäre es gut gewesen. Weiterlesen

Wenn das SMK von „Fake News“ redet

Wie viel Gemeinschaftskunde erleben Sachsens Schüler wirklich und wie dröge ist eigentlich der Unterricht?

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserVielleicht muss die Frage sogar anders gestellt werden. Vielleicht kann man mit reinen Stundenzahlen nicht beschreiben, was in Sachsens Schulen an politischer Bildung falsch läuft. Und wenn Sachsens Bildungsministerium demonstrieren wollte, wie man Kritiker lächerlich macht, dann ist es den Staatsangestellten bestens gelungen mit ihrem Beitrag „,Fake news‘ zur politischen Bildung in Sachsen“. Weiterlesen

Der „Sachsen Monitor 2016“ unter der Lupe, Teil 6

Paternalismus ist der beste Nährboden für Lebensängste und Menschenfeindlichkeit

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserIm „Sachsen Monitor 2016“ gibt es auch einen ganzen Fragekomplex zu „Ressentiments und demokratiegefährdenden Einstellungen“, insbesondere zu „gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“. Man kann es sich einfach machen und diese Einstellungen einfach als rechtsextrem klassifizieren. Fertig. Aber da verkennt man eines: Dahinter stecken immer auch Ängste. Wo die Vernunft schläft, toben die Ängste. Weiterlesen

Der „Sachsen Monitor 2016“ unter der Lupe, Teil 5

Die Sehnsucht nach einem paternalistischen Staat und einem Nichtbehelligtwerden mit Politik

Grafik: Sachsen Monitor 2016, Dimap

Das Beste hebt man sich bei einer Analyse so eines Teils wie des „Sachsen Monitor 2016“ natürlich für den Schluss auf. All diese Aussagen, über die sich Auftraggeber und Beirat am Ende zu Recht wunderten und ratlos zeigten, denn danach wären die Sachsen ja ganz ausgebuffte Menschenfeinde und Chauvinisten, aufgeladen mit rechtsextremen Ressentiments. Sind sie auch. Aber das hat Gründe. Weiterlesen

Der „Sachsen Monitor 2016“ unter der Lupe, Teil 4

Sächsischer Nachwuchs zwischen Effizienz-Wahn und Rechtsdrall

Grafik: Sachsen Monitor 2016, Dimap

Was passiert eigentlich in einer Demokratie, die 25 Jahre lang gehandhabt wird wie ein Gnadengeschenk, als freundliche Gabe der hohen Politik an ein dankbares Volk, das man nur alle fünf Jahre mal fragt, ob es zufrieden ist? Und da die meisten Sachsen alt sind und zufrieden, kommt eine Art Shangri-La dabei heraus: „So geht sächsisch!“ Weiterlesen

Der „Sachsen Monitor 2016“ unter der Lupe, Teil 3

Alle sind Mitte, oder was?

Grafik: Sachsen Monitor 2016, Dimap

Wenn Politiker Bockmist erzählen, kommt meistens auch Bockmist dabei heraus. Seit Jahren geistert die Beschwörung der deutschen Mittelschicht durch alle Medien, fast jede Partei kämpft um sie, will ihr Gutes tun, verortet sich politisch bei ihr. Und wenn man dann die Sachsen fragt, wo sie sich mit ihren Einkommen einordnen, dann sagen sie mit voller Inbrunst: Wir sind alle Mittelschicht. Weiterlesen

Der „Sachsen Monitor 2016“ unter der Lupe, Teil 2

Schwindendes Vertrauen in eine Politik der medialen Boxkämpfe

Grafik: Sachsen Monitor 2016, Dimap

Wie Politik in Deutschland und Sachsen wahrgenommen wird, hängt stark von ihrer medialen Inszenierung ab. Ist es nur eine Inszenierung, so, wie wir es derzeit nicht nur in diversen Sendeanstalten erleben, sondern auch in einstmals seriösen Zeitungen und Magazinen, die jedes kleine Hickhack emotionalisieren und politische Diskussionen aufs Niveau eines Boxkampfes reduzieren? Oder ginge es auch anders? Weiterlesen

Der „Sachsen Monitor 2016“ unter der Lupe, Teil 1

Wenn Demokratie als abgezäunte Spielwiese für Regierung und Parteien begriffen wird

Grafik: Sachsen Monitor 2016, Dimap

Immerhin war es eine Premiere, dass die sächsische Staatsregierung im Herbst einen „Sachsen-Monitor“ vorgelegt hat, der erstmals so ausführlich wie das Thüringer Vorbild die Stimmungslage im Freistaat erfasst. Der Abgeordnete der Linken im Sächsischen Landtag, André Schollbach, hat auch gleich mal gefragt, was der Spaß gekostet hat. Weiterlesen

LSU Sachsen kommentiert Ergebnisse des Sachsen-Monitors 2016

Foto: LSU Sachsen

Am 22.11.2016 wurden die Ergebnisse des Sachsen-Monitors 2016 öffentlichkeitswirksam präsentiert. Neben zahlreichen anderen Ergebnissen gaben hierbei 32 Prozent der Befragten an, dass sie sexuelle Beziehungen zwischen Personen desselben Geschlechts als unnatürlich empfinden. Die LSU Sachsen kommentiert dieses Ergebnis und richtet ihre Arbeit entsprechend aus. Weiterlesen

Dulig: Probleme benennen und Gutes verteidigen

SPD Sachsen gründet Expertenkommission Innere Sicherheit und ruft zur Mitarbeit auf

Foto: Götz Schleser

Nach dem SPD-Landesparteitag im Oktober sind Landesvorstand und Parteirat am Freitag in Dresden zu ihren konstituierenden Sitzungen zusammengekommen. Mit einer Grundsatzrede eröffnete der SPD-Landesvorsitzende Martin Dulig diese erste, gemeinsame Sitzung. Die letzten Wochen seien geprägt gewesen vom sichtbaren Erstarken des Rechtspopulismus, so der Parteichef. Dulig: „Wir stehen vor einer schwerwiegenden Auseinandersetzung um den Charakter unserer Demokratie und das Wesen unserer Gesellschaft“. Weiterlesen

Die SPD zum Sachsen-Monitor

Wie kommt man nun raus aus dem Schlamassel mit lauter ressentimentgeladenen Sachsen?

Foto: Ralf Julke

Die in Sachsen dauerregierende CDU tut sich schwer, aus dem am Dienstag, 22. November, vorgelegten „Sachsen-Monitor“ irgendwelche Lehren für die eigene Regierungsarbeit zu ziehen. Fraktionsvorsitzender Frank Kupfer sah nicht mal einen Grund, am wonniglichen Kurs etwas zu ändern. Deutlich kritischer sieht Fraktionspartner SPD die Ergebnisse. Sie hatte die Ausweitung der Befragung ja auch extra beantragt. Weiterlesen

Wer die Angst vor Fremden schürt, bekommt kein weltoffenes Sachsen

Wie ein CDU-Fraktionschef die Rolle der eigenen Regierungspolitik bei der Radikalisierung der Sachsen völlig verkennt

Foto: Ralf Julke

Gar nichts ist gut in Sachsen. Das hat der von der Sächsischen Landesregierung am Dienstag, 22. November, vorgestellte „Sachsen Monitor“ nur zu deutlich gezeigt. Das Erstaunliche ist, dass der Fraktionsvorsitzende der CDU, Frank Kupfer, noch am selben Tag erklärt hat, wie es zum mentalen Rechtsrutsch der Sachsen kommen konnte. Denn dazu gehört erstaunlicherweise eine Regierungspartei, die eifrig rechts blinkt und Vorurteilen erst eine Bühne verschafft hat. Weiterlesen

„Sachsen-Monitor“ schockt die sächsische Politik

Sachsen verachten Politiker, träumen von einer Volksgemeinschaft, haben aber hohes Vertrauen zu ihren Parteien

Grafik: Dimap, Freistaat Sachsen

Am Dienstag, 22. November, hat Sachsens Staatsregierung die Meinungsumfrage „Sachsen-Monitor“ vorgestellt. Eine Umfrage, die deutlich macht, wie schizophren die Sachsen eigentlich sind – sie sind zufrieden mit ihrem Leben, verachten aber Politiker. Kann es sein, dass es an den Medien liegt, die sie konsumieren? Dass gleichzeitig der MDR so eine Art neue Meinungsumfrage zum möglichen Wahlverhalten veröffentlicht hat, ergänzt das Ganze nur. Weiterlesen