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Monat: April 2015

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Robert Claus ist Mitarbeiter der Kompetenzgruppe "Fankulturen und Sport bezogene Soziale Arbeit" an der Universität Hannover. Foto: Privat

Fanforscher Robert Claus: “Die unpolitische Kurve kann es nicht geben”

Homophobe Fangesänge, antisemitische Sprüche und Sympathiebekundungen für Legida. Diskriminierendes Gedankengut ist in Leipziger Stadien vereinsübergreifend präsent. Robert Claus ist Mitherausgeber des Sammelbands "Zurück am Tatort Stadion", dessen Beiträge sich mit Diskriminierung und Antidiskriminierung in Fußball-Fankulturen auseinandersetzen. Der Fanforscher erklärt im Gespräch mit L-IZ.de, warum Politik auch in Zukunft nicht aus den Kurven zu verbannen sein wird.

Die Tübke-Villa in Gohlis: die Leipziger Dependance der Galerie Schwind. Foto: Galerie Schwind

Galerie Schwind feiert 25 Jahre in Frankfurt und 10 Jahre in Leipzig mit Frühlingsfest am 2. Mai

Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Galerie Schwind, lädt die Galerie am Samstag, 2. Mai, zur Jubiläumsausstellung in die Tübke Villa in der Springerstraße in Gohlis ein. Vor 10 Jahren etablierte der Galerist Karl Schwind dort eine weitere Dependance der Galerie Schwind im ehemaligen Wohn- und Atelierhaus Werner Tübkes. Mit diesem Schritt gestaltete er die Kunst- und Kulturlandschaft Leipzigs entscheidend mit.

Vertreter des Teams der Muslimischen Hochschulgemeinde Leipzig. Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

Muslimische Hochschulgemeinde Leipzig: Kontakt und Dialog der Religionen

"Es wird immer über den Islam geredet. Jetzt können wir einfach mal sagen: Was denken eigentlich Muslime?" Seit dem Wintersemester 2013/14 gibt es an der Universität Leipzig die Muslimische Hochschulgemeinde. Sie ist das Netzwerk muslimischer Studenten, vertritt deren Interessen und bringt ihre Perspektiven in den gesellschaftlichen und interreligiösen Dialog ein. Sie ist eine Arbeitsgruppe des Student_innenRates der Uni.

Eingang zur Musikalischen Komödie. Foto: Gernot Borriss

Musik, Religionen und Märchen in der MuKo

Die großen Themen des Lebens werden vom Kinderchor der Oper Leipzig am 1. Mai in der Musikalischen Komödie bearbeitet: Wie, wo und was glauben Menschen eigentlich? Spielt Glauben überhaupt eine Rolle? Mona Ragy Enayat, ägyptische Sängerin und Erzählerin, präsentiert ausgewählte Märchen und Erzählungen. Es wird eine musikalische Weltreise: Legenden der Irokesen, arabische Märchen, deutsche Fabeln. Ausgesuchte religiöse Musikstücke umrahmen die Märchen.

Die Preisverleihung an Martin Groß bei der 21. Leipziger Jahresausstellung. Foto: Sylvia Schade

Preisträger Martin Groß zeigt am 1. Mai seine Personalausstellung “Transit”

"Zucht und Ordnung" war der Titel der 21. Leipziger Jahresausstellung im Juni 2014. Der Verein Leipziger Jahresausstellung e.V. hat dabei eine schöne kleine Tradition: Er vergibt auch noch Preise. Und ein Jahr später taucht der Preisträger dann mit einer eigenen Ausstellung auf. Das ist nun am Freitag, 1. Mai, wieder der Fall.

Noch hat die Leipziger Kleinmesse ihren Spielplatz am Cottaweg. Foto: Alexander Böhm

Kleinmesse-Vorstoß von RB Leipzig sorgt für Verwirrung im Leipziger Stadtrat

Seit dem 11. April sorgt das Thema für Furore: Der Fußballclub RB Leipzig möchte sein Terrain am Kleinmessegelände erweitern, möchte gern noch südlich seiner jetzigen Bebauung ein weiteres Trainingsgelände anlegen. Die Leipziger Stadtverwaltung hat die Interessenbekundung bestätigt. Aber nun zeigen sich die großen Leipziger Fraktionen verwirrt. Man hat das Kleinmessegelände doch gerade für teuer Geld saniert!

Spiel der Feuergeister. Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

Internationales Gespenstertreffen in der Albertina

In der ganzen Welt gibt es vielfältige Erzählungen und Berichte über Geister. Auch in Leipzig selbst wird man fündig. Etwa an einer Brücke über den Elstermühlgraben. Oder am Thomaskirchhof. Es ist also nicht ganz abwegig, hier ein internationales Treffen zu veranstalten, das dem Austausch von Gespenstergeschichten dient. Die Inklings-Gesellschaft für Literatur und Ästhetik e.V. lädt zu einer Konferenz über das (beinahe) Unsichtbare: 1. - 3. Mai in der Albertina.

Holger Gemmer: Leipzig. Foto: Ralf Julke

Neues Leipzig-Mini ist kein Muss, sondern leider voller Fehler

Es ist Jubiläumsjahr. Mit großem Tamtam feiert Leipzig das 1.000. Jahr der Erwähnung durch Thietmar von Merseburg. Und es plauzen allerlei Bücher auf den Markt, die dran teilhaben wollen. Manche witzig, viele redundant. Manche leider auch viel zu schnell hingeschrieben.

Lisa Kohnert (SC DHfK) - hier vor dem Start ihres 100-Meter-Rennens - war die erfolgreichste Leipzigerin. Foto: Jan Kaefer

Drei Weltcup-Medaillen für DHfK-Flossenschwimmerin Lisa Kohnert

Vier Jahre musste Leipzig warten, bis der Weltcup-Tross der Flossenschwimmer wieder Station in der Uni-Schwimmhalle machte. Über 400 Sportler aus 18 Nationen glitten am vergangenen Wochenende durch's Wasser, unter ihnen auch 22 Flossis des Gastgebers SC DHfK. Erfolgreichste Leipzigerin war Lisa Kohnert, die zwei Einzel-Siege und einen dritten Platz erkämpfte.

Rechtanwalt Stephan Bonell und sein Mandant Thomas M. Foto: Alexander Böhm

Mutmaßlicher Sex-Täter schiebt minderjährigem Opfer Schuld in die Schuhe

Skurrile Einlassung eines mutmaßlichen Sex-Täters. Rainer M. (64) soll sich im Sommer 2014 mit dem damals 11-jährigen Joey angefreundet haben. Mehrmals traf sich der Pädophile mit dem geistig behinderten Jungen. Er nahm ihn auch mit in seine Wohnung. Dort soll er sein Opfer zwei Mal sexuell missbraucht haben. Die Verantwortung für die Taten versuchte er am Mittwoch dem Geschädigten und dessen Mutter unterzuschieben.

Bach-Porträt von Elias Gottlob Haußmann von 1748. Foto: Bach Archiv Leipzig

Jetzt sind beide Bach-Originale von Haußmann wieder in Leipzig

Mit Bach-Porträts hat das Leipziger Bach-Archiv in den vergangenen Jahren immer wieder für Furore gesorgt. 2012 zuletzt, als ihm der Erwerb einer Kopie des Haußmannschen Originalporträts gelang. Denn wenn, dann scheinen nur die beiden Porträts von Elias Gottlob Haußmann den richtigen Bach zu zeigen. Aber das erste Original, das im Alten Rathaus hängt, kann man eigentlich keinem mehr zeigen.

Politiker als "Volksverräter" - immer wieder mit brachialen Parolen auf der Suche nach der hohen Moral. Legida am 27. April in Leipzig. Foto: L-IZ.de

Legida richtet Spendenkonto ein: Im Zweifel nichts mit 89

Der im Frühjahr 2015 gegründete Legida e.V. braucht offenbar Geld und ruft immer wieder die kleiner werdende Zahl der Anhänger zu Spenden auf. Bis heute war eine Unterstützung des islamfeindlichen Vereins nur via Paypal möglich, mit der Sparkasse Leipzig befindet man sich über eine Kontoeinrichtung nach wie vor im Streit. Die Lösung: Ein anwaltliches Treuhandkonto, welches der Verein heute bekanntgab. Ob die Macher, welche so gern an die Wende 1989 erinnern, wenn sie „Wir sind das Volk“ skandieren und über den Leipziger Ring laufen, hier den richtigen Anwalt für diesen hohen Anspruch gefunden haben, dürfte fraglich sein.

Strafverteidiger Sven Kuhne und der Angeklagte Marcel S. Foto: Alexander Böhm

Siebeneinhalb Jahre für versuchten Totschlag in Leipzig-Grünau

Im Alkoholrausch stach Marcel S. (29) am 22. Oktober 2014 auf seinen Trinkkumpanen Uwe S. (48) ein. Am Dienstag fiel das Urteil: Siebeneinhalb Jahre Gefängnis. Die 1. Strafkammer sah es als erwiesen an, dass der 29-Jährige mit einem Messer auf seinen Bekannten einstach.

Tayyar Kocak, Regionalleiter des Forums Interreligiöser Dialog. Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

Muslime: Andere Religion, aber keine andere Heimat

Gehört der Islam zu Sachsen? Nein, findet der sächsische Ministerpräsident, Muslime aber seien willkommen. Das islamisch geprägte "Forum für interkulturellen Dialog e.V." (FID) lud am heutigen Mittwoch zusammen mit dem evangelischen Forum "Glaube – Theologie – Leben" zu dieser Frage nun zu einer Diskussionsveranstaltung in die evangelischen Fakultät. Der Regionalleiter des FID Tayyar Kocak setzte sich für islamischen Religionsunterricht und interreligiöse Begegnungen ein.

Einen der Kraftswerksblöcke im Kohlekraftwerk Lippendorf im Leipziger Südraum betreibt Vattenfall. Foto: Ralf Julke

Vattenfall sucht weiter nach Käufern für seine Kohlekraftwerke in Sachsen

Am Montag, 27. April, fand im Sächsischen Landtag die obskure Debatte "Arbeitsplätze schützen, Regionen stärken – für eine sichere, bezahlbare und nachhaltige Energieversorgung in Sachsen" statt. Am Dienstag, 28. April, stellte der schwedische Energiekonzern Vattenfall dann sein Ergebnis fürs erste Quartal 2015 vor. In dem er auch die Botschaft an die kohleversessenen Sachsen wiederholte: Nehmt Abschied.

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