Beiträge von Ralf Julke

Gründe für den Nachwuchsmangel aus Sicht derf ostdeutschen Maschinenbauer. Grafik: VDMA
Wirtschaft·Metropolregion

Ausbildung 2021: Für ostdeutsche Maschinenbauer wird es immer schwerer, Berufsnachwuchs zu bekommen

Der Blick allein auf die Corona-Pandemie und ihre Folgen könnte sich schon bald als viel zu eng erweisen, auch wenn die Pandemie tatsächlich noch einmal die Möglichkeiten der ostdeutschen Industrie massiv beeinträchtigt hat, an möglichen Berufsnachwuchs zu kommen. Denn der war ja schon vorher knapp nach den halbierten Ausbildungsjahrgängen ab 2010. Doch jetzt suchen die Maschinenbauer noch forcierter nach jungen Leuten, die bei ihnen ihren Beruf erlernen wollen.

Regionalzug auf dem Abstellgleis. Foto: Michael Freitag
Wirtschaft·Mobilität

PRO BAHN kritisiert Reaktivierungsstudie Sachsen: Das Denken für das ganze Schienennetz fehlt

Eine Ecke Kritik hat Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) ja bekommen, als er am 17. August endlich die Studie zur Reaktivierung sächsischer Bahnstrecken vorstellte. Auch der Fahrgastverband PRO BAHN kritisiert ihn – und das durchaus aus fachlichen Gründen. Aber Dulig hatte am 17. August auch etwas gesagt, was in der Diskussion fast immer vergessen wird: ÖPNV wurde vom Bund über die Jahre auch ganz gezielt kaputtgespart, verklausuliert in Phrasen von „Wirtschaftlichkeit“.

DHL-Werbung auf dem Leipziger Markt. Foto: Bürgerinitiative Gegen die neue Flugroute
Politik·Leipzig

Grüne zur Werbekooperation von DHL und Gewandhaus: Eine zynische Werbebotschaft für Fluglärmbetroffene

Früher war es nur eine Unart von Fußballvereinen, die die Namen der Unternehmen, die sie sponserten, auf Trikots und Bandenwerbung knallten. Mittlerweile hat diese Unart auch Kommunen und Kulturinstitutionen erfasst, selbst das Leipziger Gewandhausorchester, das seine beiden größten Sponsoren auch auf der Homepage kräftig bewirbt: die Sparkasse Leipzig und DHL. Aber mit der Werbeaktion zur „kleinen Frachtmusik“ wird es nur noch zynisch, stellt die Grünen-Fraktion im Leipziger Stadtrat fest.

Anna Maria Praßler: Hinterhoftage. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Hinterhoftage: Ein richtiger Kinderroman aus dem ersten Lockdown mit echten Kindern und verschwundenem Kaninchen

Es passiert den Kaninchen wie den Büchern: Da schickt uns der Klett Kinderbuch Verlag die neuen, liebevoll erarbeiteten Titel aus dem Herbstprogramm. Doch da der Paketbote spät kam, lag das Paket des abends unbeaufsichtigt im Haus der Demokratie und neugierige Zeitgenossen rissen es auf und entführten alle darin verpackten Kinderbücher. Bis auf eins, dieses hier. Ausgerechnet das mit dem verschwundenen Kaninchen Hannibal.

Nicolai Boudaghi, Alexander Leschik: Im Bann der AfD. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Im Bann der AfD: Zwei Kronzeugen berichten aus dem radikalisierten Innenleben der Partei

Wer könnte besser über das Innenleben einer Partei wie der AfD erzählen als zwei, die sechs bzw. acht Jahre dabei waren? Und zwar nicht nur als einfache Mitglieder, sondern höchst engagiert im Vorstand der JA. Mit dem Enthusiasmus, mit dem viele junge Leute in Parteien gehen, weil sie wirklich etwas verändern wollen. Oder ein Thema für so überwältigend halten, dass sie unbedingt aktiv werden wollen. Aber in der AfD?

Werbedisplay kurz vor der Breitenfelder Straße. Foto: Rajko Felgentreff
Wirtschaft·Mobilität

HauptnetzRad in Leipzig: Problemstelle Nr. 3, die Georg-Schumann-Straße

Wie verhindert man, dass Radfahrer auf den Fußweg ausweichen? Richtig: Man knallt den Fußweg mit Werbedisplays zu. Eigentlich sollte das ja keine Serie über das werden, was Leipzigs Stadtplaner den Fußgänger/-innen zumuten. Das wäre eine eigene Serie wert, die ebenso davon erzählen würde, dass Verkehr in Leipzig von Autofahrern geplant wird, die die Belange der schwächeren Verkehrsteilnehmer nicht wirklich begreifen können.

Das Plakat "Leipzig wählt" zur Bundestagswahl. Grafik: Stadtjugendring Leipzig
Politik·Engagement

Besonders für junge Wähler/-innen: Stadtjugendring Leipzig eröffnet digitales Portal zur Bundestagswahl

Der Bundestagswahlkampf startet in seine heiße Phase und verspricht noch einige Spannung für die kommenden Wochen. Aber auch jede Menge Verwirrung, wenn sich die Wahlkampagnen scheinbar gegenseitig widersprechen und der Ton immer rauer wird. Wie aber bekommt man da gerade als Erstwähler einen Überblick, was die Parteien wirklich wollen und wer wirklich zukunftsfähige Konzepte hat? In Vorbereitung der Wahl bietet der Stadtjugendring Leipzig e. V. ein umfangreiches digitales Wahlinformationsangebot für junge Leipziger Wähler/-innen.

Wirtschaft·Mobilität

HauptnetzRad in Leipzig: Problemstelle Nr. 2, die Arthur-Hoffmann-Straße

Eigentlich ist es schon keine Problemstelle mehr, sondern ein ganzes Problembündel, dem sich Radfahrende in der Arthur-Hoffmann-Straße gegenübersehen. Eigentlich hätte der Radverkehr schon seit zehn Jahren auf die parallel verlaufende Bernhard-Göring-Straße verlagert werden sollen, die zur Fahrradstraße ausgebaut werden sollte. Doch daran scheiterte Leipzigs Verkehrsverwaltung und auf der Arthur-Hoffmann-Straße geht das Hasard-Spiel weiter.

DHL-Werbung auf dem Leipziger Markt. Foto: Bürgerinitiative Gegen die neue Flugroute
Wirtschaft·Firmenwelt

Leipzigs Gewandhaus auf Abwegen: Wenn städtische Musiker für einen Frachtflugkonzern fiedeln

Für den Frachtlogistik-Konzern DHL mag es eine clevere Werbeidee gewesen sein, Musiker des Leipziger Gewandhauses einzuladen, um mal draußen auf der Frachtrampe zu musizieren und das wohl in den Köpfen der Manager geborene Bild eines fein orchestrierten Frachtgutumschlags zu illustrieren. Dass man damit den vom nächtlichen Fluglärm Geplagten geradezu öffentlich den Mittelfinger zeigte, thematisiert die Bürgerinitiative „Gegen die neue Flugroute“ jetzt in einem Protestschreiben ans Gewandhaus.

Kreuzung Berliner Straße / Kurt-Schumacher-Straße: Kein Radweg im „Hauptnetz Rad“. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Mobilität

Die Serie zum nicht existierenden HauptnetzRad in Leipzig: Problemstelle Nr. 1

Anfangs sah es noch so aus, als würde unsere neue Serie zu den Problemstellen im Leipziger Radwegenetz so etwas wie die Fortsetzung unseres Radwegetests von 2015 werden, also „Gefahrenstelle Nr. 33“ usw. Aber die vergangenen sechs Jahre haben auch gezeigt, dass es im Leipziger Radwegenetz eigentlich nicht um diese Problemstellen geht, sondern dass das Radnetz darunter leidet, dass es eigentlich keines ist. Und Leipzigs Verkehrsplaner nicht ansatzweise in einer sicheren Wegeführung für die Radfahrer/-innen denken.

Jan Groh: Colón. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Colón: Ein beklemmender „Narren“-Roman über den Sommer 1989 aus westdeutscher Perspektive

Wenn Arne Born mit seinem Buch „Literaturgeschichte der deutschen Einheit 1989–2000“ 2019 etwas gelungen ist, dann etwas, was der Literaturwissenschaftler eigentlich gar nicht beabsichtigt hatte: zu zeigen, dass es ein deutsch-deutsches Gespräch auf Augenhöhe nie gegeben hat. Literatur ist ein sehr guter Seismograph für die Missstände einer Gesellschaft. Auch dann, wenn die Bücher nie in den „Spiegel“-Bestseller-Listen auftauchen. Gerade dann.

Michael Bartsch: Das System Biedenkopf. Foto: Ralf Julke
Leben·Gesellschaft

Nachdenken über … König Kurt

Die Nachrufe sind alle veröffentlicht. Fast alle rühmten sie den „Glücksgriff“ (Christian Hartmann, CDU), den „charismatischsten, erfolgreichsten und beliebtesten Politiker nach der Wiedervereinigung in Sachsen“ (Burkhard Jung, SPD) oder den „großen Menschen und bedeutenden Politiker“ (Martin Dulig, SPD). Nur die Grünen hielten sich sichtlich zurück, während die Linksfraktion durchaus auch Kritisches in ihren Nachruf auf Kurt Biedenkopf schrieb.

Am Ostufer des Kulkwitzer Sees. Foto: Ralf Julke
Politik·Brennpunkt

Verunsicherung am Kulkwitzer See: Linksfraktion schlägt mit neuem Antrag Bestandsschutz für Wochenendgrundstücke vor

Die Auflösung des Zweckverbandes Kulkwitzer See, in dem die Stadt Leipzig mit der Stadt Markranstädt eigentlich die Seeentwicklung vorantreiben wollte, hat auch juristische Folgen. Die verunsichern aktuell einige der Pächter am Seeufer, die ihre Verträge bislang mit der LeipzigSeen Projektmanagement GmbH geschlossen haben. Darauf machte jüngst SPD-Stadtrat Heiko Bär aufmerksam. Die Linksfraktion im Stadtrat nimmt das zum Anlass, einen Antrag dazu ins Verfahren zu bringen.

Cornelia Lotter: Schwarzer Mohn. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Schwarzer Mohn: Ein Roman über eine fast vergessene Leipziger Widerstandsgruppe

Vielleicht gibt es sie ja. Irgendwo versteckt in den Archiven der Bibliotheken: die Bücher über den Leipziger Widerstand im Nazi-Reich, Romane über all die Männer, die in Leipzig bis heute mit Straßennamen gewürdigt werden: Schumann, Engert, Kresse, Lehmann … Gehört hat man jedenfalls nichts davon. Und so ist auch Cornelia Lotters Buch „Schwarzer Mohn“ eine Premiere.

Die Querungsinsel in Verlängerung der Creuzigerstraße zur Schlippe. Foto: Ralf Julke
Politik·Brennpunkt

Baumaßnahme Dieskaustraße 2023: Ob die Windorfer Straße noch eine Querungshilfe braucht, wird noch geprüft

2023 kommt auf den Leipziger Südwesten eine riesige Baustelle zu: Dann wird die komplette Dieskaustraße vom Adler bis nach Großzschocher umgebaut. Und es ist, als hätten die städtischen Verkehrsplaner überhaupt keine Zeit gehabt, vorher noch abzusichern, dass die Verkehrsteilnehmer irgendwie noch durchkommen. Der Stadtbezirksbeirat Südwest hat jetzt den dritten Antrag gestellt, daran wenigstens ein bisschen was zu ändern.

Radfahrer auf der Könneritzstraße. Foto: Lucas Böhme
Wirtschaft·Mobilität

Leipzigs Radverkehrsdrama: Der LZ-Radwegetest von 2015 und die Frage nach einem Hauptnetz, das seinen Namen verdient

Stürzen wir uns nun ins Vergnügen oder überlassen wir es jetzt mal der beliebten Autofahrerzeitung der Stadt, herauszubekommen, was alles im Leipziger Radwegenetz kaputt, unlogisch, lückenhaft und für die Nutzer hochgefährlich ist? Dass die Zeitung jetzt überhaupt mal auf die Idee kam, das Thema aufzugreifen, hat ja mit dem höllisch verspäteten Radverkehrsentwicklungsplan zu tun. Zu dem die Bürgerbeteiligung eigentlich längst begonnen haben sollte.

Cerstin Gammelin: Die Unterschätzten. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Die Unterschätzten: Warum der Osten noch heute die Fehler des Einigungsvertrages ausbaden muss

Es ist schon erstaunlich, wie sich in den letzten Jahren die Bücher zum Zustand des deutsch-deutschen Familiendramas gemehrt haben. Der Osten wird begutachtet wie eine Versuchsanordnung, bei der man einfach nicht versteht, was da eigentlich schiefgegangen ist und warum sich ein Haufen Leute dort 30 Jahre nach der Wiedervereinigung wie „Bürger zweiter Klasse“ fühlen. Manchmal hilft der Blick von draußen zurück.

Demonstration in Leipzig zur Aufnahme von Flüchtlingen. Archivfoto: L-IZ.de
Politik·Sachsen

Auch Duldung ist ein Recht: OVG stoppt Willkür in der sächsischen Abschiebepraxis

Seit Jahren steht die Abschiebepraxis des Freistaats Sachsen in der Kritik. Immer wieder holten die beauftragen Polizisten nachts Menschen aus ihren Wohnungen, die längst integriert waren, in Beruf und Ausbildung standen. Oder die gar nicht abgeschoben werden durften. Oft ganze Familien, und das nur, weil Sachsens CDU beim Thema Asyl unbedingt „Härte“ zeigen wollte. Nun hat das OVG in Bautzen erstmals deutlich gemacht, dass diese Praxis in vielen Fällen inakzeptabel ist.

Menschen besetzen Straße.
Politik·Engagement

#cancelLEJ: Polizei und Staatsanwaltschaft untersuchen immer noch aufgrund der falschen Vorwürfe von DHL

Es war nicht nur Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, der nach der kurzzeitigen Besetzung einer Zufahrtsstraße zum Flughafen Leipzig/Halle und dem harschen Vorgehen der Polizei eine Verurteilung der Demonstranten öffentlich aussprach, die so gar nichts mit der Wirklichkeit zu tun hatte. Eigentlich wäre eine Entschuldigung überfällig. Aber eine Antwort von Innenminister Roland Wöller (CDU) zeigt nun, dass die Staatsanwaltschaft überhaupt nicht daran denkt, das Verfahren einzustellen. Und an eine Entschuldigung denkt in Dresden auch keiner.

Polizisten im Demo-Einsatz. Foto: LZ
Politik·Sachsen

Von wegen Einzelfälle: Inzwischen 49 „Verdachtsfälle mit Bezug zum Rechtsextremismus“ bei der sächsischen Polizei

So richtig zum Thema wurden Polizisten, die sich in rechtsextremistischen Kreisen bewegen, erst mit den mit „NSU 2.0“ gekennzeichneten Mails. Obwohl es vorher schon immer wieder Vorfälle mit Beamten – auch in Sachsen – gab, die erstaunliche Nähe zu rechtsextremem Gedankengut hatten. Von Einzelfällen kann da schon lange keine Rede mehr sein, bestätigt eine neue Antwort aus dem Innenministerium.

Das Baugebiet für die "Hartweide" im Frühjahr 2021. Foto:; Stadt Zwenkau
Politik·Region

Wie weiter im Baugebiet Harthweide in Zwenkau? Stadt Zwenkau will den Bebauungsplan jetzt nachbessern

Das Oberverwaltungsgericht Bautzen hatte im Juli den Bebauungsplan Nr. 35 Zwenkauer Harthweide für unwirksam erklärt. Was nicht das Ende für das Bauprojekt am Zwenkauer See bedeutet. Aber die Stadt und der Stadtrat müssen jetzt nachsitzen und den Bebauungsplan rechtskonform korrigieren. Was eben auch bedeutet: Realistische Naturausgleichsflächen für das in Anspruch genommene Gebiet zu finden. Das freilich kann dauern.

Uwe Schimunek, Uwe Voehl, Günther Zäuner: Wien morbid. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Wien Morbid: 21 mörderische Geschichten mit durchaus ernst zu nehmenden Hintergedanken

Während die in Leipzig geborene „edition krimi“ vor geraumer Zeit nach Hamburg abgewandert ist, pflegt der hier heimische Lychatz Verlag in aller Stille seine kleine, feine Krimi-Abteilung, die jetzt auch einen Band als Bereicherung erhielt, der durchaus an Klassiker der „edition krimi“ erinnert, solche wie „Mörderisches Sachsen“. Aber diesmal geht es nach Österreich: „Wien morbid“.

Jogger im Clara-Zetkin-Park. Foto: Ralf Julke
Kultur·Lebensart

Am 14. August wieder im Clara-Zetkin-Park: „Distanz Kundgebung“ mit fünf Bühnen, Musik und Reden

Am nächsten Samstag, 14. August, findet in Leipzig im Clara-Zetkin Park eine durchaus ungewöhnliche Kundgebung namens „Distanz Kundgebung“ statt. Distanz ist ein Kulturprojekt, welches die Bereitstellung von Veranstaltungsflächen für unkommerzielle Veranstaltungen im städtischen Raum Leipzigs fordert. Auf fünf Bühnen präsentieren sich die Kulturschaffenden an diesem Samstag mit einem abwechslungsreichen Programm aus Musik- und Redebeiträgen.

Kultur·Ausstellungen

Held oder Hassfigur? Eine Ausstellung im Böttchergässchen widmet sich dem derzeit völlig unterschätzten Karl Liebknecht

Da war selbst Anselm Hartinger, Direktor des Stadtgeschichtlichen Museums, verblüfft, dass sich augenscheinlich kein anderes großes Museum in Deutschland in diesem Jahr für Karl Liebknecht interessiert hat. Obwohl der Mann am 13. August 150 Jahre alt geworden wäre. Augenscheinlich haben die Historiker bundesweit derzeit eher Bismarcks Reichsgründung im Kopf. Auch 2019 kam er schon zu kurz als 100 Jahre Novemberrevolution gefeiert wurden.

Hélia Correia: Tänzer im Taumel. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Tänzer im Taumel: Wie die Welt aussieht, wenn man sie auf der Flucht durch die nicht endende Wüste erlebt

Vielleicht sollten all die Menschen, die sich heutzutage von den schrillen Meldungen in den „social media“ irremachen lassen, einfach mal all die technischen Spielzeuge ausschalten, sich einen Tee zur Beruhigung holen und dann ein Buch lesen. Denn wie es in der Welt aussieht, wissen oft die Dichter/-innen deutlich besser als all die überdrehten Kommentatoren. Sie können sich nämlich noch einfühlen in die Menschen, über die sie schreiben. Auch in die Fliehenden, Vertriebenen, Zufluchtsuchenden.

Rauchende Schlote des Kraftwerks Lippendorf.
Wirtschaft·Metropolregion

Raus aus der Kohle: Der Chemnitzer Abschied von der Braunkohle könnte der Anfang vom Ende der Meiler in Sachsen sein

Der Kohleausstieg in Sachsen ist längst im Gang. Nur hat sich bislang kaum einer getraut, öffentlich zu sagen, dass er deutlich vor dem Jahr 2030 stattfinden muss – und wohl auch stattfindet. Und das sogar aus simplen ökonomischen Gründen. Denn mit den steigenden Preisen für CO2-Zertifikate wird Kohleverstromung schon lange vor 2030 unrentabel. Was Sachsens Umweltminister jetzt erst einmal der dpa erklärte und der „Spiegel“ griff es staunend auf.

Mittlerweile heiß begehrte Orte in Leipzig - die Ladestationen für E-Autos. Foto: LZ
Wirtschaft·Mobilität

10.000 E-Autos bis 2025: Reicht das Leipziger Ladeinfrastrukturkonzept überhaupt aus?

Wie schnell geht das eigentlich mit dem Umstieg auf Elektromobilität? Kann man das planen? Oder hätte man das lieber planen sollen? Auch Leipzig hat sich jahrelang schwergetan mit dem Thema. Auch hier kam erst 2020 ein bisschen Druck auf die Kombüse und das Wirtschaftsdezernat legte erstmals ein „Ladeinfrastrukturkonzept für die Stadt Leipzig“ vor. Das aktuell gerade umgesetzt wird. Danach haben die Grünen jetzt vorsichtshalber gefragt.

Eingang zum Leipziger Zoo. Foto: Zoo Leipzig
Leben·Gesellschaft

Exotische Abendveranstaltungen im Zoo: Wer spricht eigentlich für wen?

Es ist eine durchaus nicht einfache Diskussion, die da ganz zum Anfang mit der Debatte über Ernst Pinkert und die Völkerschauen im Leipziger Zoo begann und dann im Frühjahr 2021 auch die Dschungelnächte im Leipziger Zoo zum Thema machte. Diese Debatte initiierte vor allem der Migrantenbeirat. Wird im exotischen Blick auf die auftretenden Künstler/-innen nicht wieder der alte Kolonialherren-Blick sichtbar?

Auch der Radverkehr wird zunehmend elektrisch. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Mobilität

Antwort auf Grünen-Anfrage: Ladestruktur für E-Bikes ist noch Zukunftsmusik

Elektro-Autos werden zwar nach und nach etwas umweltfreundlicher. Aber sie sind nicht wirklich die Verkehrslösung für eine Stadt wie Leipzig, wo heute schon die Stellplätze knapp sind. Für manchen Liebhaber der Elektromobilität wäre ein Pedelec oder ein batterieunterstütztes Lastenrad daher viel praktischer. Aber mal abgesehen von der miserablen Radwegesituation: Wo kann man die Räder eigentlich auftanken?

Julius Fischer: Ich hasse Menschen. Eine Art Liebesgeschichte. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Ich hasse Menschen: Wie Julius Fischer in Ostsachsen seine Liebe findet

Schon vor drei Jahren hat Julius Fischer ein Buch mit dem herzerweichenden Titel „Ich hasse Menschen“ vorgelegt, damals mit dem Untertitel „Eine Abschweifung“. Das war so eine Art Reiseroman auf die Fischersche Art. Nun folgt ein entsprechender Liebesroman, der eigentlich auch eine Art Reiseroman ist. Denn diesmal verschlägt es den Helden Julius Fischer direkt nach Ostsachsen. In ein Nest namens Sucknitz.

Wo ein Fußweg am Elstermühlgraben sein sollte, stehen lauter geparkte Autos. Foto: Ralf Julke
Politik·Brennpunkt

Fußweg am Elstermühlgraben: Slalomlaufen statt Barrierefreiheit

Im November 2020 beschäftigte der Fußweg auf der Nordseite des Elstermühlgrabens zwischen Friedrich-Ebert-Straße und Elsterstraße kurz mal den Leipziger Stadtrat. Die Grünen-Fraktion hatte angefragt, wann das Drama um den dort anzulegenden Fußweg endlich beendet wird. Aber es wird wohl vorerst kein Ende finden, auch wenn zumindest der Streifen direkt am Geländer seitdem wieder begehbar ist. Irgendwie. Im Slalom. Ein Stück weit.

Windpark im Leipziger Südraum. Foto: Michael Freitag
Wirtschaft·Metropolregion

Windkraftausbau mit Vogelschutz: BUND, BWE und VEE Sachsen veröffentlichen Stellungnahme zum Entwurf des sächsischen Vogelschutzleitfadens

Beim Ausbau der Windenergie liegt Sachsen selbst im Bundesvergleich meilenweit zurück. Wäre da nicht das winzige Saarland, Sachsen wäre das absolute Schlusslicht unter den Flächenländern. Selbst in Brandenburg und Sachsen-Anhalt steht ein Vielfaches der installierten Leistung. Nur 0,2 Prozent der sächsischen Landesfläche stehen nach den aktuell geltenden Regeln für Windkraftanlagen zur Verfügung. Jetzt rollen die Verbände der Regierung den roten Teppich aus.

Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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