Artikel zum Schlagwort Kohle

Mit Kohle macht man keine guten Geschäfte mehr

Kohlesparte reißt Vattenfall auch im zweiten Quartal 2015 in die roten Zahlen

Foto: Vattenfall / Uwe Dobrig

"Energiekonzern: Vattenfall macht rund drei Milliarden Euro Verlust", titelte der "Spiegel" gleich am Dienstag, 21. Juli, nachdem der schwedische Energiekonzern seine Halbjahresergebnisse vorgelegt hatte. Der Konzern selbst äußerte noch einen Zahn schärfer: "Hohe Abschreibungen und weiterhin niedrige Strompreise an der Börse beeinflussen Quartalsergebnis von Vattenfall". Vielleicht wird Magnus Hall, Präsident und CEO von Vattenfall AB, das Jahr 2015 verfluchen. Weiterlesen

Baden-Württembergs Umweltminister wird in der "Zeit" deutlich

Eine „Kapazitätsreserve“ mit Kohlemeilern ist „Hartz IV für alte Kraftwerke“

Foto: Ralf Julke

Vattenfall hat nur ganz leise geklatscht, die Mibrag etwas lauter. Und die sächsische Regierung hat beinah gejubelt, als die von Bundesenergieminister Sigmar Gabriel geplante "Klimaabgabe" gekippt wurde. "Versorgungssicherheit" hatten die Gegner der "Klimaabgabe" ganz fett in ihre Reden geschrieben. Das Gegenteil werden wir bekommen, stellt Franz Untersteller, der Umweltminister von Baden-Württemberg nun fest. Er bezieht Position zu abgeschalteten Kraftwerken, Stromkapazitäten und fehlenden Stromtrassen. Weiterlesen

Grüne: Vattenfall zerstört bedeutendes Biotop nahe Weißwasser gegen geltendes Umweltrecht

Aufgrund von Bürgerhinweisen wurde der Landtagsabgeordnete Wolfram Günther auf die aktuell beginnende Zerstörung einer Binnendüne im Bereich des nordwestlichen Tagebaus Nochten I in der Nähe von Weißwasser aufmerksam. In diesem Biotop kommen zahlreiche erhaltungswürdige Pflanzen- und Tierarten vor. "Der Vattenfall-Konzern zerstört nach meiner Auffassung rechtswidrig diesen geschützten Lebensraum", erklärt Wolfram Günther, umweltpolitsicher Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Sächsischen Landtag. Weiterlesen

Bis 2045 gehen die Kohlemeiler aus

Energieminister aus Sachsen und Brandenburg verwahren sich gegen die klaren Worte der Umweltministerin

Foto: Vattenfall / Uwe Dobrig

So richtig wollen sie es nicht wahrhaben: Das Kohlezeitalter geht zu Ende. Daran hat auch der in der vergangenen Woche zwischen Angela Merkel, Sigmar Gabriel, Horst Seehofer und Peter Altmaier ausgehandelte Kompromiss und der Verzicht auf die "Klima-Abgabe" nichts geändert. Auch nicht an dem Zeitraum, in dem die Kohlekraftwerke vom Netz gehen müssen. Trotzdem gab's in Potsdam und Dresden einen Aufschrei, als die Bundesumweltministerin die Zahlen nannte. Weiterlesen

Nach "Kompromiss" zur Klima-Abgabe

Wer bezahlt jetzt eigentlich die Milliarden Euro für den „Kompromiss“?

Foto: Vattenfall / Uwe Dobrig

Es ist schon erstaunlich, wie schnell ein Minister sich beruhigt fühlen kann, wenn ein Regierungstrio in Berlin ein drängendes Thema einfach vertagt. " Energiegipfel: Koalition beerdigt Klimaabgabe", titelte der "Spiegel" am Donnerstag, nachdem sich Angela Merkel, Horst Seehofer und Sigmar Gabriel darauf verständigt hatten, keine "Klima-Abgabe" für die ganz alten Kohlekraftwerke zu erheben. Was den sächsischen Wirtschafts- und Energieminister Martin Dulig (SPD) dann irgendwie beruhigte. Weiterlesen

Das wird teuer

Kompromiss der Bundesregierung zu Kohlekraftwerken wird Stromkosten der Bundesbürger steigen lassen

Foto: Ralf Julke

Einige Akteure in der mitteldeutschen Kohlewirtschaft wissen seit Donnerstag, 2. Juli, dass Kompromisse, um die man monatelang gerungen hat und die wie ein Sieg aussehen, richtig weh tun können. Und neue Unsicherheiten schaffen, auch wenn Sachsens CDU-Fraktion am Donnerstag noch felsenfest davon überzeugt war, dass für Sachsens Kohleunternehmen wieder alles hübsch in Ordnung wäre. Weiterlesen

Nach dem Aus für Nochten II

Vattenfall selbst benennt die niedrigen Börsenpreise für Strom als eigentliches Problem der Kraftwerksbetreiber

Foto: Matthias Weidemann

Am liebsten hätte Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) am Freitag, 26. Juni, wohl nur gehört, was er hören wollte: Das Problem für Vattenfall sei eben nur die Gabrielsche Klimaabgabe. Wenn die deutsche Energiepolitik wieder im alten Fahrwasser ist, ist alles gut. Dabei stellt selbst Vattenfall fest, dass das bestenfalls ein Nebenkriegsschauplatz ist. Weiterlesen

Lippold: Wie auch immer das Bundeskabinett entscheidet - die Kohle bleibt ein Auslaufmodell

Grüne: Nach Vattenfall muss sich auch die Staatsregierung endlich der Realität stellen

Nach der Ankündigung des Bergbaubetreibers Vattenfall, seine Umsiedlungsvorbereitungen für die Erweiterung des Tagebaus Nochten in Sachsen zu stoppen, erklärt Gerd Lippold, energiepolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Sächsischen Landtag: "Nach Vattenfall muss sich auch die sächsische Staatsregierung endlich der Realität stellen und ihre Träume vom Kohlebergbau bis zum Ende des Jahrhunderts begraben. Die Unsicherheit für die betroffenen Anwohner muss beendet werden; die Pläne für neue Tagebaue müssen vom Tisch." Weiterlesen

Nochten II kommt nicht

Vattenfall beendet die Umsiedlungsvorbereitungen für einen Tagebau, den niemand in der Lausitz braucht

Devastierung durch Kohle-Aubbau. Foto: Matthias Weidemann

Was haben sie geredet, Studien und Gutachten erstellen lassen, über die Pläne des Bundesenergieministers Sigmar Gabriel (SPD) gewettert, der eine Klimaabgabe auf die alten Kohlekraftwerke einführen wollte. Erst am Mittwoch, 24. Juni, hatte die sächsische CDU gejubelt, dass Gabriels Klima-Abgabe nun vom Tisch sei. Und dann polterte am Donnerstag die Nachricht in den Raum: Vattenfall wird Nochten II nicht eröffnen. Weiterlesen

Kraftwerksstudie für Sachsens Staatsregierung

Prof. Erdmann ist in der Lausitz schon durch seine Gutachten bekannt

Foto: Ralf Julke

Dass das von Prof. Dr. Georg Erdmann für die sächsische Staatsregierung erstellte Gutachten zu den ostdeutschen Kohlekraftwerken gewaltige Löcher hat und quasi nur im Kosmos der technischen Machbarkeit schwebt, darüber hat die L-IZ am Wochenende schon berichtet. Aber für die sächsischen Grünen ist Prof. Erdmann schon ein alter Bekannter. Für die LVZ eher nicht. Weiterlesen

Ein Gutachten mit blinden Flecken

Sachsens Kohlekraftwerke zwischen Amortisation, Klimabeitrag und den täglichen Börsenpreisen

Foto: Ralf Julke

Gutachten sind ja so etwas wie eine Blaupause für die Politiker, die das Papierstück in Auftrag gegeben haben: Sie können sich herauslesen, was sie gern wollen. Den Rest ignorieren sie einfach. Das trifft auch auf das Gutachten zu, das der Professor für Energiesysteme der TU Berlin, Prof. Dr. Georg Erdmann, für die sächsische Staatsregierung erstellt hat. Die hat ihn gleich mal zum Energieexperten ernannt. Klingt ja immer gut. Weiterlesen

Positionspapier der CDU-Fraktion zur Braunkohle

BUND, Grüne und Linke mahnen Sachsens CDU, endlich aufzuwachen

Foto: Ralf Julke

Am Donnerstag, 18. Juni, beschloss die CDU-Landtagsfraktion ein Positionspapier zur Energiepolitik. Immerhin acht Seiten, in denen sich die Christdemokraten recht ausführlich mit dem Thema Energiepolitik beschäftigten und vor allem für eine Beibehaltung der Braunkohleverstromung aussprachen. Und das sogar unter dem Slogan "Verlässlich, bezahlbar und nachhaltig". In ihrer Mitteilung sprach die CDU-Fraktion sogar von "sächsischen Energieinteressen". Weiterlesen

Die fetten Zeiten sind vorbei

Die Milliardenkosten zur künftigen Tagebausanierung in Sachsen sind keineswegs gesichert

Foto: Matthias Weidemann

Ein wenig von seinen Ängsten in Bezug auf den Bergbau in Sachsen ließ Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) am 11. Juni in der Fragestunde des Landtages gucken. Der Grünen-Abgeordnete Dr. Gerd Lippold, der auch energiepolitischer Sprecher seiner Fraktion ist, hatte ihn zu den Rückstellungen für die Tagebausanierung gefragt. Ein ganz heißes Eisen. Konzerne und Bergbaugewerkschaft reden zwar zumeist von den bedrohten Arbeitsplätzen in der Region. Weiterlesen

Mehr als 100 Menschen formen Symbol des Widerstands

Kohlegegner demonstrieren in Proschim gegen Braunkohletagebaue

Mehr als 100 Kohlegegner aus der Lausitz und ganz Deutschland bilden am morgigen Samstag ab 12:30 Uhr in Proschim ein riesiges gelbes X als Zeichen des Widerstands gegen den Braunkohletagebau. Zusammen fordern sie von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) den schrittweisen Ausstieg aus der Braunkohle und einen Strukturwandel in der Region. Das gelbe X, ursprünglich ein Symbol der Anti-Atom-Bewegung, ist spätestens seit der Anti-Kohle-Kette am Tagebau Jänschwalde im August 2014 auch ein Zeichen des Kohlewiderstands. Weiterlesen

Kasek: "Wir stellen uns der klimaschädlichen Braunkohle in den Weg!"

Grüne beteiligen sich am Protest „Lausitz ohne Kohle“

Am Samstag, den 20.06.2015, nehmen der Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Sachsen Jürgen Kasek und der energie- und klimapolitische Sprecher der Landtagsfraktion Gerd Lippold ab 12:30 Uhr in Proschim (Welzow) an den Protesten der Bürgerinnen und Bürger gegen die klimaschädliche Braunkohle und gegen die geplante Abbaggerung des Ortes durch Vattenfall teil. Weiterlesen

Arbeitsplätze sind dauerhaft nur auf Basis von Innovation sicher

Marco Böhme (Linke): Tillichs Anti-Klimaschutz-Spruch ist von vorgestern

Zur Aussage von Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU), "es versteht doch kein Mensch, dass wir in der Lausitz Strafabgaben für Kohlekraftwerke einführen sollen, aber zum gleichen Zeitpunkt ein paar Kilometer hinter der Grenze ein weiterer Block im größten Braunkohlekraftwerk Polens ans Netz geht" (siehe heute "Frankfurter Allgemeine Zeitung": "Tillich: Arbeitsplätze sind wichtiger als Klimaschutz") erklärt Marco Böhme, klimapolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Sächsischen Landtag: Hätten alle Menschen hierzulande immer so gedacht wie Herr Tillich heute, gäbe es noch Kinderarbeit, 12-Stunden-Arbeitstage und das Vieh würde zum Fressen in den Wald getrieben. Weiterlesen

Katze ist aus dem Sack

Kraftwerksbetreiber würden ihre Kohlekraftwerke für 800 Millionen Euro zur Nationalen Reserve machen

Foto: Ralf Julke

Seit Monaten tobt nun der Kampf gegen die von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel geplante Klimaabgabe für alte Kohlekraftwerke. Ein Kampf, der besonders heftig geführt wird, weil nicht nur einzelne Kraftwerksbetreiber und die Gewerkschaft IG BCE miteinander auf Schulterschluss sind. Auch der finanzstarke Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) mischt mit. Gemeinsam mit der IG BCE hat er jetzt eine Studie beauftragt - in London. Weiterlesen

Jürgen Kasek: "Tillich ist der Kapitän auf der Kohle-Titanic"

Tag der Umwelt – Grüne: Kritik an fehlender Klimaschutzpolitik in Sachsen

Bündnis 90/Die Grünen kritisieren zum Tag der Umwelt, die sächsische Staatsregierung für ihre mangelnden Anstregungen für einen wirksamen Klimaschutz. Jürgen Kasek, Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen warnt eindringlich: "Es fehlt an Zielstellungen für verpflichtenden Klimaschutz und am politischen Willen der Staatsregierung." Weiterlesen

Sitzen wie auf Kohlen

Mibrag hat noch keine Abbaurechte für die Kohle unter Pödelwitz beantragt

Foto: Matthias Weidemann

Abschied für Pödelwitz? Oder spielt hier der Braunkohlegigant Mibrag einfach auf Zeit und macht die Bewohner des kleinen Ortes im Leipziger Südraum mürbe, auch wenn das Unternehmen die Kohle unter Pödelwitz gar nicht braucht? Zumindest nicht für seine mitteldeutschen Kraftwerke? Ab und an lässt man so einen Luftballon steigen - wie Mibrag-Geschäftsführer Bernd-Uwe Haase am 11. April in der LVZ. Weiterlesen

Kohle-Debatte um Vattenfall-Kraftwerke

Sachsens Regierung hat gar keine eigenen Zahlen zu Arbeitsplatzeffekten in der Lausitz

Foto: Bernd Schnabel / Vattenfall

Dass Sachsens Regierung in Sachen Braunkohle auf einem ganz seltsamen Weg ist, darüber hat die L-IZ ja schon mehrfach berichtet. Dass man dabei direkt im Fahrwasser von Vattenfall tuckert, war schon mehrfach zu hören, auch dass man gern die PR-Zahlen des Konzerns benutzte. Aber hat denn Sachsens Regierung keine eigenen Zahlen, wollte nun Dr. Gerd Lippold, energiepolitischer Sprecher der Grünen im Landtag, mal wissen. Weiterlesen