Beiträge von Ralf Julke

Der Nahleberg an der Neuen Luppe. Foto: Ralf Julke
Politik·Brennpunkt

Warum dürfen keine Tische und Bänke auf den Nahleberg bei Möckern?

Der Stadtbezirksbeirat Leipzig-Nordwest lässt nicht locker. Im Juni hatte die Leipziger Stadtverwaltung den Antrag aus dem Leipziger Nordwesten rundweg abgelehnt, den Nahleberg - die einstige Möckernsche Deponie - zu einem „Balkon von Leipzig“ umzubauen. Dazu müsste mit zu vielen Altlasten und möglichen Erosionsschäden gerechnet werden. Aber einfach rundweg ablehnen? Das fanden die Stadtbezirksbeiräte aus Nordwest nicht zielführend. Sie legen nach.

Eine AN 225 bei der Landung auf dem Flughafen Leipzig / Halle. Foto: Flughafen Leipzig / Halle, Uwe Schoßig
Politik·Region

Warum hat der Flughafen Leipzig/Halle keinen eigenen Fluglärmschutzbeauftragten?

Wenn ein Thema wie die Fluglärmproblematik am Flughafen Leipzig/Halle zu lange ausgesessen wird, dann schaukelt sich der Konflikt logischerweise auf. Und immer öfter wird sich der Leipziger Stadtrat damit beschäftigen. Denn es fällt schon auf: Die größte betroffene Stadt im Fluglärmgebiet duckt sich komplett weg. Und die Frage ist berechtigt: Wer kämpft eigentlich für die Belange der Betroffenen? Wo ist der Lärmschutzbeauftragte?

Arundhati Roy: Die Politik der Macht. Foto: Ralf Julke
Leben·Gesellschaft

15 Jahre Panik-Modus in einem irrationalen Krieg gegen den Terrorismus

Es ist ja nicht so, dass die L-IZ mit ihrer Analyse der Gegenwart irgendwo allein verloren im Ozean ist. Es gibt noch eine ganze Menge denkender Menschen, die mit der Gegenwart ebenso kritisch umgehen. Und zu ganz ähnlichen Ergebnissen kommen, wenn sie die Sache mit Logik und Verstand angehen. Zum Beispiel diesen Affentanz rund um den „Terrorismus“.

Zumindest am Schulgebäude hübsch getrennt. Foto: Marko Hofmann
Bildung·Leipzig bildet

Sparkonzepte der sächsischen Regierung produzieren immer mehr Löcher bei der Sicherung des Lehrernachwuchses

Es ist nicht nur hochgradig peinlich, was Sachsens Kultusministerin zum Schuljahrsbeginn 2016 eingestehen musste, es ist das Eingeständnis eines systematischen Versagens. Dem Freistaat Sachsen gelingt es nicht mehr, genügend Lehrer für den Schuldienst einzustellen. Und das liegt nicht - wie Brunhild Kurth so selbstsicher erklärte - am Arbeitsmarkt, auf dem „wir nicht die Lehrerinnen und Lehrer, die wir benötigen – weder in Quantität noch in Qualität finden.“

Richtfest für den Neubau der Grundschule forum thomanum. Foto: forum thomanum Leipzig
Bildung·Leipzig bildet

In den Winterferien soll die neue Schule im forum thomanum fertig sein

So langsam nimmt der Campus forum thomanum an der Sebastian-Bach-Straße Gestalt an. Am Freitag, 12. August, wurde - ein Jahr nach der Grundsteinlegung - offiziell Richtfest für die neue Grundschule gefeiert. Das ehemalige Gemeindehaus der Lutherkirche in der Schreberstraße 5 wird zum Hort für die Grundschule forum thomanum umgestaltet. Die Grundschule wird auf dem angrenzenden Grundstück, Sebastian-Bach-Straße 1, derzeit neu gebaut.

2012 schon teilweise demontiert: Spielangebote auf dem künftigen Renftplatz. Foto: Ralf Julke
Politik·Brennpunkt

Wann wird der Renftplatz vor dem „Anker“ endlich wie versprochen neu gestaltet?

Als am 3. August der Neubau des soziokulturellen Zentrums „Anker“ und das dortige Kneipengebäude eigentlich vollständig der Öffentlichkeit übergeben werden sollten, wird offensichtlich: Es gibt weitere Bauverzögerungen. Viel zu optimistisch hatte die Stadt schon das Frühjahr 2016 als Ziel gesetzt gehabt. Und jetzt verschiebt sich zwangsläufig auch die Gestaltung des Renftplatzes in ferne Zukunft.

2013 eingeweiht: neu gestaltete Josephstraße. Foto: Ralf Julke
Politik·Brennpunkt

Stadtbezirksbeirat Altwest geht einmütig mit Appell zum friedlichen Dialog an die Öffentlichkeit

Das war schon etwas Ungewöhnliches, was der Stadtbezirksbeirat Leipzig Alt-West da bei seiner Sitzung am Mittwoch, 10. August, tat und beschloss. Einhellig beschloss er nach anderthalbstündiger intensiver Debatte eine Stellungnahme mit dem Titel „Sinnvolle politische Arbeit ist ohne Respekt vor anderen Meinungen nicht möglich.“ Denn seit einigen Wochen erlebt der Leipziger Westen etwas, was man so bislang noch nicht kannte.

Der alte Stasi-Kinosaal im heutigen Zustand. Foto: Bürgerkomitee Leipzig
Politik·Leipzig

SPD will der Runden Ecke den alten Stasi-Kinosaal komplett entziehen, die Stadt nur halb, geklärt ist nichts

Jahrelang ging alles gut, zeigten zwei wichtige Leipziger Erinnerungsstätten, dass sie ganz gut miteinander harmonieren: das Schulmuseum und die Gedenkstätte "Runde Ecke". Doch nun gibt es Ärger um den ehemaligen Kinosaal der Leipziger Stasi, den vor allem die Gedenkstätte "Runde Ecke" nutzte, um Filme einer überwachungsbesessenen Vergangenheit zu zeigen. Zwei SPD-Anträge im Stadtrat wollen damit Schluss machen.

Banddurchschnitt auf der erneuerten Treppenanlage zur Paul-Gerhardt-Kirche. Foto: Ralf Julke
Politik·Brennpunkt

Historische Treppenanlage an der Paul-Gerhardt-Kirche in Connewitz ist wieder wie neu

Seit 2014 wird an der Paul-Gerhardt-Kirche in Connewitz emsig gebaut und repariert. Der komplette Turm samt Turmhaube und Glockenstuhl wurde saniert. Am Portal sind die Arbeiten noch im Gang. Die Kirche bekommt - Schritt für Schritt - jene Kur, die so ein fast 120 Jahre altes Haus inzwischen braucht. Aber nicht nur die Kirche hat in den Zeiten und Witterungen gelitten. Im Januar stellte sich auch heraus, dass die Treppenanlage hinunter zum Gemeindehaus am Zusammenbrechen war.

Falschparker am Südplatz. Foto: Ralf Julke
Politik·Leipzig

Ist Leipzigs Umgang mit Falschparkern auf Geh- und Radwegen zu lax?

Es ist nicht ganz neu, dass die Grünen im Leipziger Stadtrat das Thema aufgreifen. Es hat sich aber auch nichts geändert in den letzten Jahren: Falschparker machen das Leben auf Leipziger Straßen gefährlich. Kreuzungen, Fußwege, Radwege werden zugestellt. Bei Großveranstaltungen im Sportforum herrscht das reine Chaos. Doch statt einzugreifen, zaudert die Stadt und verteilt bestenfalls Knöllchen.

Schwanenteich mit Opernhaus. Foto: Ralf Julke
Bildung·Zeitreise

Der Mann, der dem klassizistischen Leipzig ein Gesicht gab

Na gut, es war kein runder Geburtstag, der sich da am 13. Juli 2016 zum 200. Mal jährte, nur ein Todestag. Aber in diesem Fall bekamen wir den kleinen Erinnerungsanstoß aus dem Rathaus: Da war doch was! Natürlich. Und es wäre eigentlich auch in diesem Jahr eine kleine Jubiläumsausstellung wert gewesen. Denn kein anderer prägte das klassizistische Leipzig so stark wie der Stadtbaudirektor Johann Carl Friedrich Dauthe.

Doppeltes Honorar: ein ganzes Brötchen. Foto: Ralf Julke
Bildung·Medien

Wie viel Journalismus bekommt man eigentlich für ein trockenes Brötchen?

Es ist schon erstaunlich. Sogar ein englischer Komiker hat schon mitbekommen, dass da irgendwas kaputt ist im Regionaljournalismus. Auch in England. „Wir müssen für Journalismus bezahlen“, teilt John Oliver seinen Anhängern in einem Youtube-Video mit. Also für nass. Ein Widerspruch, auf den die „Süddeutsche“ in ihrem Beitrag zu Olivers berechtigter Mahnung hinwies.

Die neue Außenanlagengestaltung auf dem Eilenburger Burgberg. Foto: Stadt Eilenburg
Politik·Region

Außengelände auf dem Eilenburger Burgberg ist fertig und Heinzelmännchen lassen auf Knopfdruck von sich hören

Eilenburg versucht es märchenhaft. Wenn man nun schon einmal ein paar sagenhafte Heinzelmännchen hat, dann müssen sie auch oben auf dem Burgberg erlebbar sein. Die Burg ist zwar in Teilen perdu. Turmreste wurden in den 1970er Jahren gesprengt. Aber die Stadt an der Mulde hat sich alle Mühe gegeben, das Burgplateau wieder attraktiv zu machen. Samt Lauschgerät, damit man den Heinzelmännchen zuhören kann.

Polizisten im Einsatz auf dem Leipziger Hauptbahnhof. Foto: L-IZ
Politik·Sachsen

Für die BodyCams, die sich Sachsens Innenminister wünscht, gibt es nicht mal eine gesetzliche Grundlage

Wahrscheinlich reden sich die deutschen Innenminister gegenseitig in Panik, wenn sie sich treffen. Erst recht, wenn Unionsminister unter sich sind. Und danach preschen sie - wie Bundesinnenminister Thomas de Maizére und der sächsische Innenminister Markus Ulbig - mit markigen Forderungen vor, die das Gespenst des Terrorismus erst recht riesengroß an die Wand malen. Ulbig hat sein neues Kraftmenü nach der Kabinettssitzung am Dienstag, 9. August, (noch einmal) verkündet.

Ausstellung im Zeitgeschichtlichen Forum: Europa ohne Mythos? Foto: Ralf Julke
Leben·Gesellschaft

Schmeißt die Manager raus

KommentarDas war dann doch mal der richtige Kommentar zum Text: „Sieh ihm in die Augen und frage, was er in verantwortlicher Position tun würde. Nach kurzem Stutzen würde die Antwort kommen: dasselbe. So ist er eben, der Mensch, das Volk.“ - Wirklich? - Eigentlich trifft es den Nagel sogar auf den Kopf: Natürlich machen die Phantasielosen immer „dasselbe“. Wenn man etwas anders machen will - nicht nur in Europa - braucht man eine andere Erzählung.

Der letzte Engel. Foto: R. Schäffer
Theater

Statt Badewannenrennen gibt es Sommertheater mit letztem Engel

Der Sommer ist vorbei? Die Sachsen müssen wieder die Schulbank drücken und das Bruttosozialprodukt steigern? Kein Platz mehr für all die Sommerfreuden? Denkste. Es geht weiter. Auch die Serie der Sommertheatervorstellungen ist noch nicht zu Ende. Ab Mittwoch, 17. August, rückt das Völkerschlachtdenkmal in den Fokus. Nein, diesmal nicht als Ort des legendären Badewannenrennens. Das fand 2015 tatsächlich zum letzten Mal statt. Diesmal gibt’s wieder Theater.

No comment. Foto: Marko Hofmann
Bildung·Medien

Warum Journalisten immer öfter nur noch die halbe Geschichte erzählen

Man ärgert sich ja dieser Zeit immer wieder über Kollegen und Kolleginnen, die ihre Arbeit nur halb machen. Wie am Montag, 8. August, eine Kollegin bei „Zeit Online“, die aus aktuellem Anlass eine Geschichte schrieb mit dem Titel „Eine Welt ist nicht genug“. Es ging um den „Earth Overshoot Day“, der in diesem Jahr am 8. August war, fünf Tage früher als im Vorjahr.

Aus AfD-Sicht könnte da auch ein Kernkraftwerk rumstehen. Foto: Marko Hofmann
Politik·Sachsen

Sachsens Regierung ist gar nicht neugierig auf Erkrankungszahlen aus dem Kohlerevier

Natürlich kann man nicht auf Ortschaft und Einwohner genau berechnen, wo nun die gesundheitlichen Folgen von Kohlekraftwerken in der Gesundheitsstatistik sichtbar werden. Aber wenn man die Zahlen einfach im großen Rauschen verschwinden lässt, dann ist doch so ein Kohlekraftwerk gar nicht gesundheitsschädlich, oder? Zumindest kann man so die Antwort der sächsischen Staatsregierung auf eine Landtagsanfrage der Linken lesen.

Hochwasser am Elsterflutbett 2013. Foto: Marko Hofmann
Politik·Sachsen

2,4 Milliarden für Hochwasserschutz, aber nur lächerliche 0,4 Prozent für Überschwemmungsflächen

14 Jahre ist die große Flut von 2002 her. Sie löste damals in Sachsen so großes Entsetzen aus, dass die damalige Regierung ein milliardenschweres Hochwasserschutzprogramm auflegte, in dem nicht nur lauter neue Deiche und Rückhaltebecken steckten, sondern auch die Wiederherstellung von 7.500 Hektar Überschwemmungsflächen. Zumindest 2013 hatte man hoffen können, dass die tatsächlich bald da sind.

Die Europäische Verfassung. Foto: Ralf Julke
Leben·Gesellschaft

Der Versuch, Europa ohne die Europäer zu machen, ist gründlich in die Hose gegangen

KommentarWas Europa fehlt, ist die neue, tragende Geschichte. Menschen brauchen Geschichten. Nur so werden sie Teil einer großen Erzählung und fühlen sich auch darin aufgehoben. Die letzten acht europäischen Jahre aber haben gezeigt: Da, wo diese Geschichte erzählt werden müsste, ist ein riesiges Loch. Und aus diesem Loch stinkt es. Aber jemand sagt mir hier, ich soll diese Geschichte nicht erzählen. Dafür werden wir hier nicht bezahlt.

Die Plakatkampagne von Biomare: hier am Connewitzer Kreuz. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Leipzig

Anschlag auf Connewitzer Biomare-Markt

Das ist mittlerweile auch Leipzig: Der Betreiber mehrerer Biomärkte in Leipzig plakatiert mal etwas völlig anders als andere an Leipziger Litfaßsäulen, appelliert an die Klugheit der Leser und kritisiert dabei die Selbstgefälligkeit des Kapitalismus. Und dann werden ihm in Connewitz die Scheiben seines Marktes eingeschmissen.

Auf dem Parthe-Mulde-Radweg bei Seegeritz. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Mobilität

Von Plaußig bis nach Graßdorf und zurück in die große Stadt

ReportagePlaußig-Portitz? Da denkt man heutzutage nicht mehr an Parthe, Aue oder grüne Wiesen, sondern an Autos. Denn auf der Flur dieser beiden Dörfer - eigentlich der von Plaußig - hat BMW 2005 sein Leipziger Werk in Betrieb genommen. Das ist so dominant, dass man aus weiterer Entfernung gern rätselt: Gibt es eigentlich echte Dörfer mit diesen Namen?

Werner Franke mit dem Jubiläumskalender für Großzschocher. Foto: Ralf Julke
Kultur·Lebensart

Zum Ortsteiljubiläum 2017 gibt es nicht nur einen Kalender, sondern auch ein Lexikon und eine große Dia-Show

Was macht man nur, wenn man nun schon fast alles erzählt hat zur 800-jährigen Geschichte eines Dorfes wie Großzschocher? Und doch noch nicht alles, weil man beim Stöbern immer noch etwas findet? Eigentlich ist kein Leipziger Ortsteil mittlerweile so detailliert beschrieben worden wie Großzschocher-Windorf. Und keiner hat so regelmäßig auch noch einen Jahreskalender.

Parthenaue bei Thekla. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Mobilität

Vom Bagger über Thekla-Plösen durch die Partheaue nach Portitz

ReportageAuch wenn sich die Reiterallee bei Abtnaundorf scheinbar im Gebüsch verliert, führt der Radweg dennoch weiter. Tatsächlich nach wenigen Metern sogar asphaltiert. Man staunt immer wieder in Leipzig, wie sich rustikale Knüppelstrecken mit fein gebautem Asphalt abwechseln, als wäre beim Radwegebauen ein Patchwork-System die Grundlage. Der Asphaltweg führt uns in diesem Fall nicht nur unter der Eisenbahnstrecke durch, sondern direkt zum Bagger.

Startender DHL-Frachter. Foto: Uwe Schoßig / Flughafen Leipzig / Halle
Wirtschaft·Leipzig

Dr. Lutz Weickert fragt jetzt mal nach der Verantwortung der Leipziger Aufsichtsräte in der Mitteldeutschen Flughafen AG

So einfach will Dr. Lutz Weickert Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) und Wirtschaftsbürgermeister Uwe Albrecht (CDU) nicht davonkommen lassen. Eigentlich den Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal (Die Linke) auch nicht, der ja für Fluglärm qua Amt zuständig ist. Aber in den Aufsichtsräten von Mitteldeutscher Flughafen AG und Flughafen Leipzig/Halle sitzen Jung und Albrecht.

Der Parthe-Mulde-Radweg im Abtnaundorfer Park. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Mobilität

Über ein Flüsschen mit der Note 5, einen gelben Zauberweg und eine Mustersiedlung am Wege

ReportageAm Beginn des Teilstücks, das uns von der Volbedingstraße in den Abtnaundorfer Park führen wird, stören wir eine Katze beim Mäusejagen. Und die Parthe ist gefüllt mit riesigen Bergen grüner Schlinggewächse. Hier sieht es aus wie manchmal an der bretonischen Küste im Sommer: Die opulenten Düngermengen im Wasser lassen das Grün ins Kraut schießen. Wie waren eigentlich die Schadstoffmengen in der Parthe?

Die Parthe an der Brandenburger Straße. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Mobilität

Vom Hauptbahnhof über Mariannenpark nach Schönefeld

ReportageFür die einen ist es Kilometer 0, für uns ist es Kilometer 7 oder 9 auf dem Weg an der Parthe entlang. Wer nach all den Hosianna-Gesängen glaubt, am Leipziger Hauptbahnhof gäbe es irgendeine Art großen Schilderbaum oder eine riesige Informationstafel, die zeigen, wie man von hier auf die besten Leipziger Radrouten kommt, der irrt. Der Leipziger Hauptbahnhof ist eine Wüste.

Das sind die Werbeeinnahmen für Journalismus im Internet. Foto: Ralf Julke
Bildung·Medien

Wer bekommt denn eigentlich die 1,4 Milliarden Euro für Online-Werbung in Deutschland?

Wer macht denn nun den Reibach im Internet? Wo fließen die steigenden Werbeumsätze hin? Denn die gibt es. Von 1,054 Milliarden sind die Online-Werbeeinnahmen von 2012 bis 2015 in Deutschland auf 1,425 Milliarden gestiegen. Behauptet zumindest das Jahrbuch der Landesmedienanstalten. Und die haben wieder beim Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) abgeschrieben. Und wo haben die es her?

In Leipzig ist PreCops jetzt im Testeinsatz. Montage: L-IZ
Politik·Sachsen

Sachsens Innenminister schmettert indiskrete Grünen-Anfrage zu PreCops wortgewaltig ab

Wenn es darum geht, den Bürgern eine fiktive Sicherheit vorzugaukeln, sind deutsche Innenminister erfindungsreich. Am 16. Juni zum Beispiel trafen sie sich, um hinterher eine sorgenvolle „Schengener Erklärung“ abzugeben. Was Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) noch nicht reichte: Er verkündete am 17. Juni seinen Traum, seine Polizei jetzt auch noch mit Body-Cams und einer „Vorhersagesoftware“ namens PreCops auszustatten.

Künftiger Bauplatz des SAB-Sitzes an der Gerberstraße. Foto: Ralf Julke
Politik·Sachsen

SAB-Neubau steckt noch in der Entwurfsplanung und das Standortegesetz ist zur Luftnummer geworden

Alles neu macht der Mai. So ungefähr regierten CDU und FDP 2009 drauflos. Die FDP wollte Sachsen noch einmal so richtig durchliberalisieren. Das ging, wie man weiß, in einigen Bereichen gründlich schief - wenn man etwa an die „Polizeireform 2020“ denkt. Aber man hatte seinerzeit auch die hübsche Idee, die Standorte der sächsischen Regierungsbehörden noch einmal völlig neu zu stricken. Leipzig sollte den Rechnungshof verlieren, dafür die Sächsische Aufbaubank bekommen.

Auf dem Leibnizweg im Rosental. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Mobilität

Vom Gohliser Schlösschen bis zum Zöllnerdenkmal

ReportageWir sind drauf. Und doch nicht drauf. Man merkt schon, dass die Radweg-Erfinder in Leipzig noch nicht fertig sind damit, den Parthe-Mulde-Radweg zu Ende zu denken. Dabei bietet er gerade im Teil zwischen Parthe-Mündung und Hauptbahnhof jede Menge Gelegenheit, Leipziger Kleinode zu entdecken. Hat man Gohliser Mühle und Schillerhaus bewundert, bietet sich schon nach dem nächsten Stück durchs schattige Rosental Gelegenheit zum Abschweif.

Gohliser Wehrbrücke. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Mobilität

Kurzer Halt an der Gohliser Mühle und ein falscher Fluss im Bett der Parthe

ReportageSchon das erste Stück der Route an der Parthe zeigt: Hier wird Abwechslung geboten. Und es ist eher schwer verständlich, warum dieses Stück weder offiziell zur Parthe-Mulde-Radroute gehören sollte, noch, warum es so schlecht ausgeschildert ist. Gut fahren (mit entsprechender Vorsicht bei schlammigen Wegen) kann man bis hierher. Hinter der Sportanlage der SG Olympia führt der Weg direkt zur Gohliser Wehrbrücke.

Kettenbrücke am Hinteren Rosentalteich. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Mobilität

Froschteich, Rosentalturm und das erste Lebenszeichen des Parthe-Mulde-Radwegs

ReportageWer den Anfang sucht, findet ihn nicht. Der Tourismusverein Leipziger Neuseenland e.V. empfiehlt zwar, mit der Parthe-Mulde-Radroute irgendwo im Rosental anzufangen. Aber das Rosental ist groß. Gestartet sind wir ja direkt an der Mündung der Parthe in die Weiße Elster. Und nach wenigen Metern erfahren wir zumindest eines: Wir befinden uns auf dem Leipziger Teilstück des Jakobspilgerweges.

Facebook-Preise für alle? Grafik: L-IZ
Bildung·Medien

Der Online-Werbemarkt für Medien existiert nicht mehr

Es geht nicht ohne. Wir haben jetzt zwölf Jahre lang versucht, ein journalistisches Webangebot auf die Beine zu stellen, das sich vor allem aus Werbeerlösen finanziert. Das war mal ein zukunftsträchtiges Geschäftsmodell. Und viele Verlage, die zwischen 1995 und 2004 reichweitenstarke Websites betrieben haben, haben davon auch profitiert. Doch spätestens seit 2008 ist der Wurm drin. Manche sagen: noch länger.

Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

Scroll Up