Artikel aus der Rubrik Gesellschaft

Aktion „Proteststaffel“

Leipziger „Seebrücke“ demonstriert mit einem Schlauchboot für Seenotrettung

Foto: Lucas Böhme

Für alle LeserNoch immer sterben jährlich mehrere hundert bis tausend Menschen im Mittelmeer, weil sie während ihrer Flucht nach Europa in Seenot geraten und nicht gerettet werden können. Private Seenotretter werden von einigen europäischen Staaten nicht wie Helden, sondern wie Kriminelle behandelt. Gegen solche und ähnliche Zustände protestierte die „Leipziger Seebrücke“ erneut am Montag, den 13. Mai. Zudem rief die Organisation zur Teilnahme an einer Demonstration am Sonntag auf. Weiterlesen

Eine andere Nationalhymne für Deutschland

Linker Fraktionsvorsitzender plädiert für Brechts „Kinderhymne“

Foto: DiG/Trialon

Für alle Leser„Es geht nur mit einer Anti-Hymne“, schrieb uns ein Leser. Und die gäbe es natürlich, nämlich von Bertolt Brecht die „Kinderhymne“. In der vergangenen Woche hatte Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow für eine neue Nationalhymne plädiert. Er ist nicht der Einzige, der mit dem Restbestand aus dem „Lied der Deutschen“ so herzlich unzufrieden ist. „Die Diskussion ist überfällig, und der Anstoß von Bodo Ramelow kommt zur rechten Zeit“, meinte auch Rico Gebhardt, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Sächsischen Landtag. Weiterlesen

Ein Leserbief zu „Spaß und Tod“

Schusswaffen – Nur ein paar Fälle, die nicht ins Gewicht fallen?

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm 9. Mai besprachen wir hier das engagierte, hochemotionale aber auch faktenreiche Buch von Roman Grafe „Spaß und Tod“ über die Sportschützenszene in Deutschland, die Bewaffnung mit tödlichen Sportwaffen und die tödlichen Folgen für die Gesellschaft, von denen die Amokläufe in Winnenden oder Erfurt nur die Spitze des Eisbergs sind. Logisch, dass es dazu auch Reaktionen aus der Schützenszene gibt. Weiterlesen

Nachdenken über ... eine unsingbare Nationalhymne

Auch die dritte Strophe ist falsches Pathos mit juristischer Hintertür

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserBodo Ramelow singt die dritte Strophe, sagt er. Aber eigentlich wäre es Zeit für eine neue Nationalhymne, eine, die Ostdeutsche genauso begeistert mitsingen können wie Westdeutsche. Aber wie das so ist in Deutschland: Ein Sturm der Entrüstung fegte über den thüringischen Ministerpräsidenten hinweg. Vielleicht muss man das Blechgeschmetter von Hymnen mögen, um dieses Lied nach Kaisermelodie irgendwie toll zu finden. Dann aber bitte mit allen drei Strophen. Weiterlesen

Gastkommentar von Christian Wolff: Brauchen wir eine neue Nationalhymne?

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserPünktlich zum Jubiläum des Grundgesetzes plädiert der Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow (Die Linke), für eine neue Nationalhymne. Der Grund: „Ich singe die dritte Strophe unserer Nationalhymne mit, aber ich kann das Bild der Naziaufmärsche von 1933 bis 1945 nicht ausblenden. … Ich würde mir wünschen, dass wir eine wirklich gemeinsame Nationalhymne hätten.“ Weiterlesen

Hitschfeld zur Diskussion um die Einführung einer CO2-Steuer

Ineffizienz, Widersprüche und Überregulierung führen Deutschlands Energiepolitik ad absurdum

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserPolitik ist eben leider nur zu oft reine Lobbypolitik. Mit Vernunft hat sie eher weniger zu tun. Das wissen nicht nur die Schüler und Schülerinnen, die bei „Fridays for Future“ demonstrieren. Eine vernünftige Politik hätte schon längst umgesteuert, wohl auch längst eine ordentliche CO2-Steuer eingeführt. Und – so betont der Leipziger Strategieberater Uwe Hitschfeld – das völlig widersprüchliche System aus Steuern und Abgaben entfilzt. Weiterlesen

Linkes Bündnis

Kritische Einführungswochen: Uni Leipzig dementiert Zusammenarbeit mit Verfassungsschutz

Universität Leipzig. Foto: L-IZ.de

Für alle LeserSchon seit Monaten ist bekannt, dass sich Unirektorin Beate Schücking im vergangenen Jahr mit Gordian Meyer-Plath, dem Präsidenten des sächsischen Verfassungsschutzes getroffen hat. Thema waren die von linken Studierenden organisierten „Kritischen Einführungswochen“ an der Universität. Auf Nachfrage teilte die Hochschule nun mit, dass es keine Zusammenarbeit und keine weiteren Treffen mit dem Geheimdienst gegeben habe. Weiterlesen

Nachdenken über ... den Umgang mit Kevin

Warum eine dysfunktionale Marktwirtschaft mit Gerechtigkeit nichts zu tun hat

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDas dürfte den Kollegen von der „Zeit“ dann doch etwas sauer aufgestoßen sein. Nicht dass jetzt die halbe Republik über die vermeintlichen Enteignungs-Forderungen von Juso-Chef Kevin Kühnert diskutiert. Das war ja sogar beabsichtigt mit dem Interview. Aber dass die Konkurrenz auch noch das Interview kritisieren würde – und zwar sehr berechtigt – das dürfte eine kleine Überraschung gewesen sein. Und das auch noch aus der eigentlich doch konservativen F.A.Z. Weiterlesen

Gastkommentar von Christian Wolff

Erneuerung sieht anders aus: Zum ZEIT-Interview mit Kevin Kühnert

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserEin Interview mit dem Juso-Vorsitzenden Kevin Kühnert in der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung DIE ZEIT (Nr. 19 vom 2. Mai 2019, Seite 8) sorgt für Furore. Weniger, weil das Interview auf hohem Niveau geführt wird oder programmatisch besonders inhaltsreich ist. Es sind die Reizworte, die fallen und auf die sich eine mediale und politische Meute gierig stürzt: Sozialismus, Kollektivierung, Eigentumsbeschränkung – eben Kapitalismuskritik pur. Weiterlesen

Nachdenken über ... Kevin

Warum wir zu viele TINAs haben und viel zu wenige Auguste

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDa hat sich der Kevin mal was getraut, hat das schreckliche S-Wort in den Mund genommen. Und die „Zeit“ hat das Interview mit dem Juso-Chef Kevin Kühnert am 1. Mai auch noch veröffentlicht. Ganz bestimmt damit rechnend, dass ein Geschrei anheben würde bei all den Leuten, die es sich so gemütlich gemacht haben in Angelas „alternativlos“. Wer was anderes denkt, gehört ja irgendwie ins Irrenhaus. Weiterlesen

Verstoß gegen das Versammlungsgesetz?

Der „III. Weg“ in Plauen: Neonazis demonstrieren mit Fackeln und in Uniform

Foto: René Loch

Für alle LeserNicht nur in Leipzig nutzten Rechtsradikale den 1. Mai für Demonstrationen. Unter anderem in Dresden und im Vogtland gingen mehrere hundert Neonazis auf die Straße. Besonders die Demonstration des „III. Weg“ in Plauen sorgt für Diskussionen. Linke und Grüne kritisieren, dass die einheitliche Kleidung der Teilnehmenden gegen das sächsische Versammlungsgesetz verstoße. In Chemnitz sorgte die Polizei mit einem Platzverweis für einen Journalisten für Kritik. Weiterlesen

Internationales Leipzig

In English please – Leipzig from a different perspective

Foto: Sarah Alai

Für alle LeserLeipzig has been a hotspot for English speaking people for quite a time now. Especially in Plagwitz and Schleußig, close to the Leipzig International School, English mother-tongue speakers are to be heard regularly. Why is that, we asked Dr. Ana Ribeiro, founder and editor-in-chief of leipglo.com and so to say the voice of the English speaking community in Leipzig. Weiterlesen

Kundgebung

Poggenburgs ADPM auf dem Simsonplatz: Klingt wie ein Nazi, singt wie ein Nazi, will aber keiner sein + Video

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserVideoSchon in seiner Zeit als AfD-Politiker fiel André Poggenburg wiederholt mit sprachlichen Anleihen beim Nationalsozialismus auf. Das setzt seine neue Partei „Aufbruch deutscher Patrioten – Mitteldeutschland“ (ADPM) konsequent fort. So auch bei einer Kundgebung auf dem Simsonplatz am Mittwoch, den 1. Mai. Passend dazu durfte der Leipziger Neonazi Alexander Kurth die Nationalhymne anstimmen. Der ADPM kündigte zudem weitere Demonstrationen in Leipzig an – im Bündnis mit Legida. Weiterlesen

Gastkommentar von Christian Wolff: Verlorene Mitte? Nein: Haltung ist gefragt!

Cover: Friedrich-Ebert-Stiftung

Für alle LeserDerzeit wird so getan, als sei ein Wahlsieg der Rechtsnationalisten von Pegida/AfD bei den anstehenden Wahlen in Ostdeutschland, insbesondere in Sachsen, beschlossene Sache. Die politische Mitte sei verloren, titelt eine Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung und zeigt auf, wie weit rechtsnationalistisches Denken ins bürgerliche Lager eingedrungen ist. Landauf, landab finden Diskurse statt, in denen die AfD die Themen zu bestimmen scheint – im vollen Wissen darum, dass die Rechtsnationalisten nichts, aber auch gar nichts zur Lösung irgendeines gesellschaftspolitischen oder sozialen Problems beitragen können oder werden. Weiterlesen

Tag der Arbeit

Gewerkschafter, Rechtsradikale, Tierschützer und Antirassisten wollen am 1. Mai in Leipzig demonstrieren

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserWer am 1. Mai, dem „Tag der Arbeit“, demonstrieren möchte, hat in Sachsen eine große Auswahl: Allein in Leipzig rufen Gewerkschafter, Rechtsradikale, Tierschützer und Antirassisten zur Teilnahme an ihren Versammlungen auf. Unter anderem planen der DGB und die neue Partei des ehemaligen AfD-Politikers André Poggenburg Demonstrationen. Das Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ mobilisiert derweil zum Protest gegen rechte Aufmärsche in Plauen und Erfurt. Weiterlesen

Neue Studie „Verlorene Mitte – Feindselige Zustände“ der Friedrich-Ebert-Stiftung

Die wenigsten Deutschen sind rechtsextrem aber die Marktradikalität der Politik hat unübersehbare Folgen

Cover: Friedrich-Ebert-Stiftung

Für alle LeserEs gibt ja seit ein paar Jahren zwei parallel laufende Extremismus-Studienreihen, beide zeitweilig unter dem Titel „Mitte-Studie“ laufend. Die ältere ist die Leipziger Studienreihe, die mittlerweile unter dem Begriff „Autoritarismus-Studie“ firmiert. Die Friedrich-Ebert-Stiftung setzt ihrerseits die Mitte-Studien fort. Am Donnerstag, 25. April, wurde der jüngste Band unter dem eher irritierenden Titel „Verlorene Mitte – Feindselige Zustände“ veröffentlicht. Weiterlesen

Nachdenken über ... transformierte Landschaften

Warum eine Aufarbeitung der Treuhand allein die Probleme des Ostens nicht lösen kann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserWerden sich Linke und SPD jetzt darüber zerstreiten, ob das ostdeutsche Dilemma nun an der Treuhand liegt oder nicht? Auf eine Forderung der Linkspartei für einen weiteren Untersuchungsausschuss zur Treuhand reagiert jetzt Martin Dulig, Ostbeauftragter der SPD und Vorsitzender der SPD Sachsen. In einem Punkt stimmt er der Linken sogar zu: „Wir brauchen eine Aufarbeitung der Nachwendezeit.“ Weiterlesen

Gastkommentar von Christian Wolff: Osterfeuer

Foto: Kurt Muehmel, Wikipedia

Für alle LeserWenn Gotteshäuser wie Synagogen, Kirchen, Moscheen aus welchen Gründen auch immer geschändet, beschädigt, zerstört werden, fühlen sich Menschen im Innersten getroffen – unabhängig davon, ob sie selbst religiös gebunden sind oder nicht. Denn mit Gotteshäusern verbinden viele Menschen das, was ihrem Leben Fundament, Halt und Identität jenseits aller materiellen Absicherungen, Zugehörigkeit zu Religionsgemeinschaften und Nationalismen verleiht: Gott, die ganz andere, unverfügbare Macht, der ich mich in aller Hilflosigkeit anvertrauen kann, ohne dass sich irgendjemand dazwischenschaltet. Weiterlesen

Europawahl

Interview mit Demokratie direkt: „Bei uns behalten die Menschen während der Legislaturperiode ihre Stimme“

Foto: René Loch

Für alle LeserDie Partei „Demokratie direkt“ existiert erst seit Dezember 2018. Im März wurde sie zur Europawahl zugelassen. Das Konzept: Alle Bürger/-innen dürfen online mitdiskutieren und abstimmen. Die Abgeordneten in den Parlamenten müssen dann dem Willen der Mehrheit folgen. Im Gespräch mit der L-IZ erklären Chris, Lukas und Elena, wie das praktisch funktionieren soll. Weiterlesen