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Arndtstraße

Der Stadtrat tagt: Keine Umbenennung der Arndtstraße + Video

Nachdem der Stadtrat am 22. Januar 2020 beschlossen hatte die Arndtstraße in Hannah-Arendt-Straße umzubenennen, wurde dieser Entschluss nun in der Sitzung am 16. September aufgehoben. Vorerst wird die Straße in der Südvorstadt also nicht in Hannah-Arendt-Straße umbenannt und behält ihren Namen.

Petitionsausschuss des Leipziger Stadtrats knickt vor Arndt-Verfechtern ein und torpediert die Stadtratsentscheidung vom Juni

Die Diskussion um die Umbenennung der Arndtstraße in der Leipziger Südvorstadt schlägt immer neue Volten. Erst beschloss der Stadtrat deren Umbenennung auf Antrag des Stadtrats Thomas Kumbernuß (Die PARTEI), dann gründete sich um den Borsdorfer Lehrer Kai-Uwe Arnold eine Bürgerinitiative, um die Umbenennung zu verhindern, massiv unterstützt durch die LVZ. In seiner jüngsten Sitzung ist nun der Petitionsausschuss des Leipziger Stadtrates umgekippt und befürwortet Arnolds Petition.

Wer Rassismus verstehen will, muss sich auch mit dem Elite-Dünkel deutscher Professoren beschäftigen

Als Stadtrat Thomas Kumbernuß im Oktober 2019 seinen Antrag stellte, die Arndtstraße in der Leipziger Südvorstadt in Hannah-Arendt-Straße umzubenennen, war noch nicht zu ahnen, dass das Jahr 2020 im Zeichen von „Black lives matter“ stehen würde, dass die Tötung des Afroamerikaners George Floyd am 25. Mai durch einen weißen Polizisten die größten Anti-Rassismus-Proteste seit über 50 Jahren auslösen würde und auch in Deutschland endlich ernsthaft über den eigenen Rassismus diskutiert wird. Was das mit Ernst Moritz Arndt zu tun hat? Eine Menge.

Leipzigs Jugendparlament erklärt sich für die Umbenennung der Arndtstraße

Die Diskussion um die Umbenennung der Arndtstraße in der Leipziger Südvorstadt in Hannah-Arendt-Straße, die der Leipziger Stadtrat im Januar beschloss, wogt seitdem hin und her. Die einen poltern einfach los mit „Wollen wir nicht!“, ohne zu begründen, warum. Andere versuchen das Dilemma aufzulösen, das es ja durchaus gibt: Wie geht eine Stadt mit Straßenbenennungen aus einer ganz anderen Zeit um? Darf die heutige Stadtgesellschaft ihre moralischen Maßstäbe auch an die Straßenbenennungen des Jahres 1870 anlegen?

Leserbeitrag zur Diskussion um die Umbenennung der Arndtstraße

Als die Leipziger Ratsversammlung am 22. Januar 2020 mit knapper Stimmenmehrheit den Beschlussvorschlag des Stadtrates Thomas Kumbernuss (Die PARTEI) zur Umbenennung der Arndtstraße in Hannah-Arendt-Straße annahm, war der federführende Stadtrat wohl selbst ein wenig überrascht. Mit einer Mehrheit, die sich letztlich auf Stimmen der Fraktionen Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen, aber auch auf Stimmen der SPD (darunter auch OBM Jung) stützte, konnte Kumbernuss, der sein Ratsmandat seit September 2019 ausübt, nicht unbedingt rechnen.

Auch zu Arndts Zeiten war Antisemitismus keine entschuldbare Haltung

Eifrig trommelt die LVZ gegen die Umbenennung der Arndtstraße im Leipziger Süden, auch wenn das – wie am 20. Februar – wie eine hübsch ausgeglichene Berichterstattung aussieht. „Umbenennung der Leipziger Arndtstraße – Für und Wider unter Bewohnern“. Eifrig unterstützt man eine Petition gegen die Umbenennung, obwohl der Stadtrat diese am 22. Januar beschlossen hat. Selbst zur Überraschung von Thomas Kumbernuß (Die PARTEI), der den Antrag dazu geschrieben hatte.

Ist der „Franzosenfresser“ noch akzeptabel? Betroffene Leipziger können jetzt vier Wochen Widerspruch anmelden

Anfangs war auch Stadtrat Thomas Kumbernuß (Die PARTEI) nicht ganz so zuversichtlich, dass sein Antrag, die Arndtstraße in der Leipziger Südvorstadt in Hannah-Arendt-Straße umzubenennen, im Stadtrat eine Mehrheit finden würde. Auch die Leipziger Verwaltung hätte gern an der Namensgebung mit dem von Heine so benannten „Franzosenfresser“ Arndt festgehalten. Und eine Petition versucht, Arndt jetzt gar als typischen Vertreter der deutschen Romantik zu verkaufen. Noch können Betroffene ja Einspruch erheben.

Der Tag: Widerstand gegen die Hannah-Arendt-Straße und „Leipzig kippt nicht“ kippt nicht

Die Ministerpräsidentenwahl in Thüringen hat weitere Konsequenzen: Nun hat die CDU-Bundesvorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer ihren Rückzug angekündigt. In Leipzig gibt es unterdessen Widerstand gegen die Umbenennung der Arndtstraße und ein Sturmtief, das offen Wahlkampf für Burkhard Jung betreibt. Die L-IZ fasst zusammen, was am Montag, den 10. Februar 2020, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.

Steht mit Arndt tatsächlich die gesamte deutsche Romantik am Pranger?

Am 22. Januar staunte Thomas Kumbernuß, der für Die PARTEI im Leipziger Stadtrat sitzt, nicht schlecht, dass eine Stadtratsmehrheit seinem Antrag zur Umbenennung der Arndtstraße in der Leipziger Südvorstadt zustimmte. Zuvor hatte die Verwaltung sich gegen den Antrag ausgesprochen, der Straßenname würde nun einmal seit 1870 zum Straßenbild gehören. Doch kaum hat der Stadtrat sich gegen den schäumenden Patrioten ausgesprochen, melden sich die heutigen Patrioten zu Wort und starten eine Petition dagegen. Freundlichst unterstützt von der LVZ.

Der Stadtrat tagte: Der Süden bekommt eine Hannah-Arendt-Straße + Video

So richtig hat er vorher selbst nicht dran geglaubt und nun ist es seit dem 22. Januar Tatsache. Der PARTEI-Politiker Thomas Kumbernuß (Linksfraktion) brachte am 22. Januar 2020 seinen ersten eigenen Antrag durch das Stadtparlament. Er hatte nach einer Petition von Alexander John seit 2019 dafür gekämpft, dass die die Kochstraße kreuzende (Ernst Moritz) Arndtstraße anders, nämlich nach der Publizistin Hannah Arendt benannt werden sollte. Bis zum Schluss blieb unklar, ob er die Stimmen dafür gegen den Standpunkt der Verwaltung durchbekäme.

Leipzigs Verwaltung will Ernst Moritz Arndt nicht in die Wüste schicken

Erst war es eine Petition, mit der Alexander John dafür warb, die Arndtstraße in der Leipziger Südvorstadt umzubenennen. Dann wurde daraus ein Stadtratsantrag der Linksfraktion, der sich Thomas Kumbernuß (Die PARTEI) nach der Wahl angeschlossen hat und die eine Benennung nach der streitbaren Publizistin Hannah Arendt wünschte. Jetzt hat die Verwaltung dazu Stellung genommen, möchte sich von Ernst Moritz Arndt aber nicht trennen.

Aus der Arndtstraße in der Südvorstadt sollte eine Hannah-Arendt-Straße werden

126 Unterstützer, 109 davon aus Leipzig, hat Alexander Johns Petition „150 Jahre sind genug – Arndtstraße in Leipzig umbenennen“ bis jetzt gefunden. Nicht gerade viel. So richtig scheint das Thema die Leipziger im Allgemeinen und die Südvorstädter im Besonderen noch nicht aufzuregen. Obwohl es eigentlich ein sehr heutiges Anliegen ist, das dahintersteckt. Jetzt hat Thomas Kumbernuß, Stadtrat für Die PARTEI, das Thema aufgegriffen.

Informationsabend zur Neugestaltung der Arndtstraße

Die Neugestaltung der Arndtstraße ist Thema eines Informationsabends am 23. August, 18:30 Uhr, im Haus der Demokratie (Bernhard-Göring-Straße 152, Café im Erdgeschoss). Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich dazu eingeladen. Mitarbeiter des Amtes für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung sowie des Verkehrs- und Tiefbauamtes stellen die Planung vor und stehen für Fragen zur Verfügung.

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