14.3°СLeipzig

Erich-Zeigner-Haus e.V.

- Anzeige -
Träumer Henry Lewkowitz vom Erich-Zeigner-Haus. Foto: LZ

Wenn Leipziger/-innen träumen: Politische Bildung und Erinnerungskultur stärker verankern

Seit 2014 sitz die Alternative für Deutschland (AfD) im Sächsischen Landtag und dieses Jahr wurde sie zum zweiten Mal in den deutschen Bundestag gewählt. Dies sind Entwicklungen, die mich nicht überraschen, aber entrüsten. Mein Name ist Henry Lewkowitz und meine Träume für Leipzig entstehen nicht im luftleeren Raum, sondern werden stark von der gesamtgesellschaftlichen und politischen Situation unseres Landes geprägt.

Stolpersteine in Leipzig. Foto: Antonia Weber

8. Mai: Zwischen stillem Gedenken und lautem Protest + Video

An diesem Samstag, 8. Mai 2021, jährte sich zum 76. Mal der Tag der Befreiung durch die Alliierten und das damit verbundene Ende des Zweiten Weltkrieges. „Aber es ist nicht allein dieser Anlass des 8. Mai, an den wir an diesem wichtigen Tag erinnern möchten. Vielmehr steht dieses Datum für uns für die Bedeutung des Erinnerns an die Verbrechen der NS-Vergangenheit wie auch für das Einstehen gegen Rassismus, Antisemitismus, Ausgrenzung und Diskriminierung aller Art“, so Henry Lewkowitz, Geschäftsführer des Erich-Zeigner-Haus e. V.

Theodor Kranz. Foto: Erich-Zeigner-Haus e.V.

Erinnerung an einen stillen Helden: Gedenktafel erinnert ab 19. April an Theodor Kranz

Im Rahmen eines einjährigen Projektes haben sich 13 engagierte Schülerinnen und Schüler der elften Klasse des Maria-Merian-Gymnasiums Schkeuditz in Kooperation mit dem Erich-Zeigner-Haus e. V. in Leipzig mit dem Leben des „Stillen Helden“ Theodor Kranz auseinandergesetzt. Die intensive Recherche und Projektvorbereitung finden am Montag, 19. April, durch die Einweihung der Gedenktafel für Theodor Kranz und seine Taten im Leipziger Rettungswiderstand einen Abschluss.

Eine Straßenbahn der Linie 3 überquert die Gasthofbrücke. Foto: Ralf Julke

Am 1. September bekommt die Gasthofbrücke in Lindenau den Namen Georg-Elser-Brücke

Offizielle Nachweise über die Gasthofbrücke in Lindenau gibt es seit 1910. Da sorgte ein Unfall der Straßenbahn dafür, dass die Brücke repariert werden musste. Aber eine Brücke muss es hier schon viel früher gegeben haben, stellt Bettina Weil in ihrem Heft zu den Luppe-Brücken fest. Doch kaum ein Mensch denkt beim Befahren der Brücke mit der Tram-Linie 3 an die Gasthofbrücke. Der Name war auch nie offiziell. Am Weltfriedenstag bekommt sie jetzt tatsächlich einen offiziellen Namen.

Der Moment der geplanten Enthüllung der Tafel Foto:Sebastian Beyer

Gedenktafel für weitere „Stille Helden“ der NS-Zeit enthüllt

Ein Schülerprojekt an der Neuen Nikolaischule beschäftigte sich mit den Biographien von Anna Amalia und Isidor Zistler. Begleitet vom Erich-Zeigner-Haus e. V. und Ihrer Lehrkraft recherchierten die Schüler. Eigentlich sollte die Gedenktafel zu Ehren der beiden schon am 8. Mai, dem Tag der Befreiung enthüllt werden, Corona-Beschränkungen sorgten für die Verschiebung.

Das Erich-Zeigner-Haus in Plagwitz. Foto: LZ

Spannender Beitrag zur Arbeitsmarktintegration von MigrantInnen

Im Erich-Zeigner-Haus e.V. kann am kommenden Freitag, dem 14.09. um 19:00 Uhr erneut eine Veranstaltung der vom Verein ins Leben gerufenen Reihe „Sich Erinnern ist ein Politischer Akt!“ besucht werden, im Rahmen dieser seit April 2018 monatlich Vorträge, Lesungen oder Diskussionen stattfinden. An diesem Abend soll in der historischen Bildungsstätte, die als Wohn- und Arbeitsort Erich Zeigners diente, über die Integration von Migranten und Migrantinnen in verschiedene Arbeitsverhältnisse informiert und diskutiert werden.

Andrea Röpke, Andreas Speit (Hrsg.): Blut und Ehre. Cover: Ch. Links Verlag

Vortrag und offene Diskussion: Wie neu ist die Neue Rechte? Lifestyle, Denken und Botschaften in alter Tradition und Neuen Medien

KennerInnen der Nationalsozialismus reiben sich die Augen. Vieles, was im aktuellen Rechtsextremismus und Rechtspopulismus in der Öffentlichkeit als überraschend neu diskutiert wird, hat seine Wurzeln in der Weimarer Republik, in der Zeit zwischen 1933 bis 1945 oder in der sogenannten „Alten Rechten“. Seien es Strategien, Lifestile oder Inhalte. Es stellt sich also die Frage: Wie neu ist die sogenannte Neue Rechte und warum gibt es überhaupt noch rechtes Gedankengut nach dem Holocaust?

Das Erich-Zeigner-Haus in Plagwitz. Foto: LZ

Musikalische Lesung am 20. Juni: „Widerstand in Ton und Wort gegen den Nationalsozialismus in der Nachkriegszeit“

Am Mittwoch, den 20.06., findet um 19 Uhr im Erich-Zeigner-Haus die musikalische Lesung „Widerstand in Ton und Wort gegen den Nationalsozialismus in der Nachkriegszeit“ statt. Dies ist die dritte Veranstaltung der Reihe „Widerstand in Ton und Wort. Wie künstlerische Ästhetik politische Dimensionen in der NS-Diktatur und Gegenwart erlangt“. Die musikalische Lesung wird Texte und Musik aus der Nachkriegszeit vorstellen, die sich in ihrem Inhalt gegen die Diktatur aussprechen und den Krieg, die Zerstörung und die Vernichtung anprangern.

Dritte Musikalische Lesung im Erich-Zeigner-Haus mit Werken der Nachkriegszeit

Im April begann im Erich Zeigner-Haus die Veranstaltungsreihe „Widerstand in Ton und Wort. Wie künstlerische Ästhetik politische Dimensionen in der NS-Diktatur und Gegenwart erlangt“. Seitdem fanden bereits zwei musikalische Lesungen statt, die sich mit der künstlerischen Form des Widerstandes vor und während der NS-Zeit beschäftigten. Hierbei wurden exemplarische literarische und musikalische Werke vorgelesen und live von jungen Musikerinnen und Musikern aufgeführt.

„Mahnwache und Stolpersteine putzen“ am 9. November 2017

Auch in diesem Jahr ruft der Erich-Zeigner-Haus e.V. zum inzwischen 10. Mal zur gemeinsamen Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine putzen“ am 9. November auf. Damit soll an die Verfolgten der NS-Diktatur sowie an die Opfer der Reichspogromnacht vom 9. November 1938, mit der eine beispiellose Verfolgung und Entrechtung von Mitbürgerinnen und Mitbürgern begann, erinnert werden. In Leipzig steht die Gedenkaktion unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Cornelius Weiß, dem Rektor a. D. der Universität Leipzig.

Henry Lewkowitz: Stolpersteine in und um Leipzig. Foto: Ralf Julke

Leipzigs erstes Buch über die Stolpersteine und die Schicksale der ermordeten Leipziger

Über 600 Stolpersteine hat der Kölner Künstler Gunter Demnig mittlerweile in Leipzig verlegt. Es müssten eigentlich noch ein paar mehr sein. Aber auch so ein Projekt will Zeit haben, Geduld und Spender. Zeit vor allem, um den Schicksalen jener Menschen nachzuforschen, die in den Mühlen der NS-Zeit zu Tode kamen und mit den kleinen Messingtafeln im Pflaster gewürdigt werden.

- Anzeige -
Scroll Up