Artikel aus der Rubrik Gesundheit

Mitteldeutscher Appell für mehr Krankenhauspersonal

Auch in Sachsen rührt sich langsam der Widerstand gegen ein kaputtgespartes Krankenhaussystem

Foto: Ralf Julke

Es geht nicht mehr um Mal-Pause-Machen. Auch nicht um mehr Geld. Das Personal in den deutschen Kliniken leidet unter einem Kostendruck, der vor allem dazu geführt hat, dass zu wenige Schwestern und Pfleger sich um die Sicherung der Abläufe in den Kliniken kümmern. Sie arbeiten meist mehrschichtig, müssen viel zu viele Patienten betreuen und stehen unter enormem Leistungsdruck. Jetzt macht die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di mobil. Anmelden und weiterlesen.

Aufgeputscht, gestresst und überdreht

80 Prozent der Erwerbstätigen schlafen schlecht, jeder Zehnte leidet

Foto: Ralf Julke

Auch das ist ein Gruß aus der schönen neuen neoliberalen Arbeitswelt, einer direkt ins Bett: Immer mehr Erwerbstätige leiden unter Schlafstörungen. Der Job verfolgt sie bis ins Bett, lässt sie nicht los. Das Arbeiten bis ans psychische Limit sorgt dafür, dass auch der Schlaf keine Erholung mehr bietet. Und die Schlafstörungen nehmen zu, meldet die DAK. Anmelden und weiterlesen.

Dicke Luft in Leipzig

Grüne fragen nach dem schon für 2016 versprochenen neuen Luftreinhalteplan

Foto: Ralf Julke

Es gibt Themen, zu denen taucht Leipzigs Verwaltung lieber ab, um sie nicht ernsthaft anpacken zu müssen. Zu diesen gehört das Thema saubere Luft. Eigentlich Inhalt des Luftreinhalteplans, der zuletzt 2009 aktualisiert wurde. Ein Nachfolger ist nicht in Sicht. Dafür gibt es seit Wochen dicke Luft in Leipzig. Anmelden und weiterlesen.

Hohe Feinstaub-Belastungen in Sachsen seit dem 19. Januar

Bei solchen Wetterlagen ist ein Fahrverbot für viele Dieselfahrzeuge eigentlich das Gebot der Stunde

Foto: Ralf Julke

Es gibt ja solche Sonntage, da liest man die seltsamen Meldungen auf den Monitoren der Leipziger Straßenbahnen und fasst sich an den Kopf: Für wie dumm halten die Autoren dieser keineswegs besonders aufregenden Meldungen eigentlich die Fahrgäste? Am Sonntag war da die Klage zu lesen, der Feinstaub in der Leipziger Luft würde sich aufgrund der Hochdruckwetterlage nicht auflösen. Anmelden und weiterlesen.

DAK-Analyse zeigt deutliche Zunahme von Fehltagen wegen psychischer Leiden

Besonders Frauen leiden in Sachsen unter der steigenden psychischen Belastung im Job

Foto: Ralf Julke

Wenn Wirtschaftspolitik den Menschen zum reinen Kostenfaktor degradiert, dann entsteht eine Arbeitswelt, die Menschen kaputt macht. Nicht mehr so körperlich kaputt, wie das vor 100 Jahren die Norm war. Dafür leidet heute die Seele, weil Stress, Dauerbereitschaft und permanenter Leistungsdruck die aufs Effektive getrimmte Arbeitswelt dominieren. Die DAK meldet eigentlich Alarm. Anmelden und weiterlesen.

Studienbeihilfe löst den Ärztemangel auf dem Land nicht

Der Landarzt-Beruf in Sachsen muss endlich wieder attraktiv gemacht werden

Foto: Matthias Weidemann

Dumme Ideen, die ein Grundproblem nicht wirklich lösen, ploppen in der bundesdeutschen Politik immer wieder auf. Man lernt nichts draus, verkauft das Thema aber immer wieder neu. Denn dass angehende Ärzte keine Lust mehr haben, aufs Land zu gehen, hat ja eher weniger mit ihrer Großstadtverbundenheit zu tun, dafür viel mit einer verkorksten Gesundheitspolitik. Anmelden und weiterlesen.

Frosttage sorgen für hohe Feinstaubbelastung in Sachsen

Alle drei Leipziger Messstationen melden hohe Feinstaubwerte

Foto: Ralf Julke

Die ausgeprägte Hochdruckwetterlage über Sachsen sorgt dieser Tage in Verbindung mit Emissionen aus Industrie, Heizung und Verkehr für eine hohe Luftbelastung, meldete das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) am Freitag, 20. Januar. Seit Tagen hängt das Frostwetter über Mitteleuropa fest und überall wurden die Kohleessen angeschmissen. Das sorgte für miese Luft auch in Leipzig. Anmelden und weiterlesen.

Drogenpolitik in Leipzig

Wie holt man die Drogensüchtigen im Leipziger Osten von der Straße?

Foto: Ralf Julke

Das sind dann so Kloppermeldungen fürs Volk: „,Fixerstube‘ in Leipzig“ titelte der MDR am 18. Januar, dem Tag, an dem der Leipziger Stadtrat erst einmal hören wollte, was die Leipziger Verwaltung von dem Thema eigentlich hält. Die Linksfraktion hatte angefragt. Denn „Fixerstuben“ sind in Sachsen gar nicht erlaubt. Da müsste der Freistaat erst mal ein paar Gesetze ändern. Anmelden und weiterlesen.

Hochkonzentrierte Dialoge

Leipziger Forscher suchen wirksame Methoden gegen unsere soziale Einsamkeit

Foto: MPI CBS

Was man nicht mehr so ganz selbstverständlich hinbekommt in seinem stressgeplagten Leben, das könnte man ja mit ein paar mentalen Übungen wieder einbauen. Das finden zumindest die Forscher des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften (MPI CBS). Denn die heutige Vereinsamung hat ihren Preis. Wir leiden auch psychisch unter fehlenden menschlichen Kontakten. Anmelden und weiterlesen.

2017 – was kommt?

Der 1. Deutsche Kongress für Compliance im Gesundheitswesen findet in Leipzig statt

Foto: Ralf Julke

Compliance – das ist so ein hübsches englisches Wort für Regeln, die man eigentlich versprochen hat einzuhalten. Aber in den letzten Jahren machten immer wieder Geschichten über Ärzte die Runde, die den Verlockungen der kleinen Geschenke nicht widerstehen können. Korruption im Gesundheitswesen? Ein ganz heißes Eisen. Und Thema für einen Kongress, der im Januar erstmals in Leipzig stattfindet. Anmelden und weiterlesen.

2017 – was kommt?

Lauter gute Vorsätze, an die sich keiner hält

Grafik: DAK

Für alle LeserAlle Jahre wieder gibt es Umfragen. Alle möglichen Leute werden zu allem Möglichen gefragt, meist nach guten Vorsätzen. Das ist irgendwie Tradition, weil irgendwann mal ein Redakteur, dem nichts einfiel, die leere Neujahrsspalte mit blumigen Worten zu all dem füllte, was man sich im neuen Jahr so alles vornehmen könnte. Dabei hält sich niemand dran. Es ist einfach zu schwer. Weiterlesen.

2017 – was kommt?

Ein neuer Ansatz zur Heilung von Leukämie wird in Leipzig erprobt

Foto: Privat

Jedes Jahr erhalten in Deutschland rund 12.000 Menschen die Diagnose Leukämie. Fast die Hälfte der Patienten stirbt in vielen Fällen an der akuten Form der Krankheit. Eine Wissenschaftlerin der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig erforscht Grundlagen für einen neuen Therapieansatz. Für die Publikation dieser Ergebnisse erhielt Dr. Daniela Bräuer-Hartmann nun den 10.000 Euro dotierten José-Carreras-Best-Paper-Award. Anmelden und weiterlesen.

Wachsende Schulden, schwindende Gerechtigkeit

Ein Arbeitskreis der Friedrich-Ebert-Stiftung macht sich Gedanken über einen Weg zur Bürgerversicherung

Cover: FES

Es ist ein Anfang. Das Thema Bürgerversicherung hat die SPD zwar nun seit ein paar Jahren auf der Agenda, scheitert aber bei der Durchsetzung immer wieder, oft genug auch an sich selbst. Aber das Thema ist nicht vom Tisch. Die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) hat zum Thema einfach mal einen Arbeitskreis nachdenken lassen. Ist nun einmal so: Wenn man nicht mehr weiter weiß ... Herausgekommen sind zumindest Ideen für einen „Übergang zur Bürgerversicherung“. Anmelden und weiterlesen.

Hilfsfrist wird in Sachsen nur in 86,5 Prozent der Fälle eingehalten

Sind die Wissenslücken der sächsischen Regierung auch Lücken im sächsischen Rettungsnetz?

Foto: Ralf Julke

Da wird nun in Sachsen emsig an modernen Strukturen für das Rettungswesen gearbeitet, werden neue Leitstellen installiert und die Hubschrauber fliegen, dass die Wände wackeln. Und trotzdem werden die Löcher im System nicht kleiner. Die Linksfraktion im Sächsischen Landtag hatte das zum Thema einer Großen Anfrage gemacht. Am Freitag, 16. Dezember, hat der Landtag darüber diskutiert. Anmelden und weiterlesen.

Die großen Süchte unserer Zeit

Immer mehr junge Männer haben Entzugserscheinungen, wenn sie nicht am Computer spielen können

Foto: Ralf Julke

Noch zwei Meldungen prallten in den vergangenen Tagen beinah aufeinander, die so nebenbei sichtbar machten, wie weit Realität und politische Wahrnehmung auseinanderklaffen. Am 23. November veröffentlichte das Statistische Landesamt die Meldung „Internetnutzung in Sachsen – sechs von zehn Personen in sozialen Netzwerken aktiv“. Nicht ein Schimmer steckte in der Meldung, dass die Sache zwei Seiten haben könnte. Anmelden und weiterlesen.

Sonderforschungsbereich zu krankhaftem Übergewicht kann weitermachen

Leipziger Adipositas-Forschung bekommt wieder 14 Millionen Euro

Foto: Christian Hüller / Universität Leipzig

Es war einer der wichtigsten Forschungsbereiche, die in den letzten Jahren in Leipzig betrieben wurden: der zum Übergewicht, das in unserer Gesellschaft zu einem verbreiteten Problem geworden ist. Dass die Ergebnisse wichtig sind, anerkennt jetzt auch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) wieder: Sie fördert den Sonderforschungsbereich (SFB) 1052 „Mechanismen der Adipositas“ für weitere vier Jahre. Anmelden und weiterlesen.

Haptik-Forschungslabor der Universität Leipzig rät zu menschlicher Nähe

Gegen die November-Trübsal helfen Kuscheln und Knuddeln

Foto: Medizinische Fakultät, Universität Leipzig

Es wird spät hell und früher dunkel, der Himmel ist wolkenverhangen, die Stimmung ist gedrückt. Das ist eigentlich normal im November. Aber für viele Menschen wird es besonders spürbar, weil ihnen der Ausgleich fehlt: Wärme, Bewegung und regelmäßiger Körperkontakt. Berührungen und Körperinteraktion rufen komplexe neurobiologische Prozesse hervor. Eine erstaunlich vertraute Botschaft aus dem Haptik-Labor der Uni Leipzig. Anmelden und weiterlesen.

Wenn Zeitumstellung krank macht

Die Hälfte der Bundesbürger findet die Umstellung auf Winterzeit völlig sinnlos

Foto: Ralf Julke

In der Nacht vom 29. auf den 30. Oktober werden die Uhren um zwei Uhr wieder um eine Stunde zurückgestellt. Es ist die sinnloseste Prozedur unter vielen sinnlosen Prozeduren, die mittlerweile Europa für seine Bewohner bedeutet. Und es ist wie bei den sturen Verhandlungen zu CETA: Der große bürokratische Apparat macht einfach immer weiter, obwohl die Mehrheit das ganze Uhrenumstellen für Blödsinn hält. Anmelden und weiterlesen.

Bundesweite Aufklärungskampagne „schwere(s)los“ startet

DAK-Studie zeigt, wie die Stigmatisierung von Fettleibigen in einer wettbewerbsbesessenen Gesellschaft wirkt

Foto: Matthias Weidemann

Für Leipziger ist das Thema nicht ganz neu. Das hier ansässige IFB AdipositasErkrankungen beschäftigt sich mit dem Thema des krankhaften Übergewichts und seiner Folgen genauso wie die groß angelegte LIFE-Studie. Massives Übergewicht kann krankhafte Ursachen haben. Aber es kollidiert auch mit von Werbung geprägten Schönheitsidealen einer Gesellschaft, die sich über sich selbst nach Strich und Faden belügt. Anmelden und weiterlesen.