Beiträge von Ralf Julke

Kraftwerk Boxberg in der Lausitz. Foto: Marko Hofmann
Wirtschaft·Metropolregion

Bis 2016 will Vattenfall sein ostdeutsches Braunkohlegeschäft gern meistbietend verkauft haben

Wie verkauft man einen ganzen Kraftwerkspark? Vor der Frage steht der schwedische Energiekonzern Vattenfall seit 2014. Die Verkaufspläne lösten geradezu hektische Aktivitäten in den Landesregierungen von Sachsen und Brandenburg aus. Noch gibt es keinen Käufer. Am Dienstag, 22. September, hat Vattenfall nun das Bieterverfahren für seine ostdeutschen Tagebaue, Kohlekraftwerke und - als Zugabe - zehn Wasserkraftwerke eröffnet.

Neues Rathaus am Martin-Luther-Ring. Foto: Ralf Julke
Politik·Leipzig

Leipzig schafft neue 139 Stellen, um die steigenden Fallzahlen der Asylbewerber meistern zu können

Leipzig stockt auf. 139 Stellen will Leipzigs Verwaltung neu einrichten, um die Aufgaben mit den zunehmenden Zahlen von Asylbewerbern zu bewältigen. Obwohl der Leipziger Doppelhaushalt erst im März beschlossen wurde, sind diese zusätzlich benötigten Stellen dort noch nicht enthalten. Dort hatte man eher an zusätzliche Erzieherinnen für die Kitas gedacht. 390 neue Stellen waren geplant.

Das Vocalconsort Leipzig. Foto: Thomas Mothes
Bildung·Zeitreise

Zum 400. Todestag von Thomaskantor Seth Calvisius lädt das Vocalconsort Leipzig am 27. September zum Konzert ein

Ein Universalgelehrter als Thomaskantor? Heute unvorstellbar. Aber vor der Bach-Ära war das durchaus nicht abwegig. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis Thomaskantoren sich reineweg aufs Komponieren und Musizieren spezialisieren konnten. Denn eigentlich waren sie ja Lehrer an der Thomasschule. Und einige der Bach-Vorläufer waren echte Gelehrte. Wie dieser hier, der vor 400 Jahren starb.

Neues Rathaus zu Leipzig. Foto: Ralf Julke
Politik·Leipzig

Ein Willkommenszentrum für alle Flüchtlinge und Migranten in Leipzig

Im Mai hatte Leipzigs Grünen-Fraktion einen Antrag vorgelegt, in Leipzig ein Willkommenszentrum für Flüchtlinge zu schaffen. Den Antrag hat die Fraktion jetzt überarbeitet. Denn je mehr Flüchtlinge nach Leipzig kommen, umso wichtiger wird ein zentraler Anlaufpunkt. Und man fragt sich dabei auch: Warum hat Leipzig so etwas nicht schon längst?

Die Kasematten unter dem Neuen Rathaus. Foto: Karsten Pietsch
Leben·Gesellschaft

Leipzigs Verwaltung will jetzt auch Eheschließungen in den alten Kasematten der Pleißenburg möglich machen

Wie bekommt man eigentlich den Titel "Hochzeitshauptstadt"? Doch eigentlich mit ganz vielen Hochzeiten. Und einem richtigen Hochzeitstourismus. Wie in Wernigerode, wo die Paare so gern auf der Rathaustreppe stehen. Die Leipziger Rathaustreppe hat noch nicht diesen Ruf. Aber dafür hat Leipzig wohl außergewöhnlich viele Örtlichkeiten, wo man heiraten kann. Auch gern im Keller.

Kurt Biedenkopf, hier bei einer Baumpflanzung in Leipzig. Foto: Ralf Julke
Politik·Sachsen

Kurt Biedenkopfs Sachsen sind immer noch gegen Rechtsextremismus immun

Der 3. Oktober naht, dieser gesichtsloseste aller Deutsche-Einheit-Termine. Und jeder, der glaubt, seinen Senf dazu geben zu müssen, prescht in die Öffentlichkeit. Die LVZ hat am Montag, 21. September, ein großes Interview mit Kurt Biedenkopf geführt. Der heute 85-Jährige war von 1990 bis 2002 Ministerpräsident Sachsens. Und von ihm stammt der Spruch, die Sachsen seien immun gegen den Rechtsextremismus.

Konrad Hoffmeister: Von Panik keine Spur. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Mit Konrad Hoffmeister wird ein großer Meister der Berlin-Fotografie wiederentdeckt

Zum Glück gibt es Archive, in denen der Nachlass großer Fotografen gesammelt werden kann. Und das 20. Jahrhundert war reich an großen Fotografen. Doch nicht immer fanden und finden ihre Glasplatten, Filme und Abzüge den Weg ins Archiv. Viel zu vieles geht verloren. Und umso schöner sind dann Wiederentdeckungen, die dann auch mal echte Neuentdeckungen sein können - wie hier mit Konrad Hoffmeister.

Warum nicht auch noch zehn Hausboote auf dem Cospudener See? Foto: Ralf Julke
Politik·Region

Brot & Kees will zehn Hausboote auf dem Cospudener See fahren lassen

Und weiter geht's mit der Durchsetzung von Spezialinteressen im Leipziger Neuseenland. Die Bewohner des Neuseenlandes haben sich mehrheitlich gegen Motorboote und Privatisierung der Ufer ausgesprochen? Was kümmert es die gewählten Abgeordneten? Oder zumindest die Mehrheit. Jetzt träumt Markkleeberg den Traum von Hausbooten auf dem Cospudener See.

Die Linie 9 macht gerade Halt an der Mathildenstraße in Connewitz. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Mobilität

Ein paar Zahlen zu Fahrgästen und möglichen Kosten auf der Linie 9

Immerhin hat die Leipziger Grünen-Fraktion in einem Offenen Brief nach der Stadtratssitzung am 16. September sehr ausführlich erklärt, warum sie gegen den Antrag der Linksfraktion gestimmt hat, die Straßenbahnlinie 9 bis zum Forsthaus Raschwitz zu erhalten. Dafür ernten die Grünen Spott und Häme. Aber wer hat da eigentlich geschlafen die ganze Zeit?

Sven Felix Kellerhoff: "Mein Kampf". Die Karriere eines deutschen Buches. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Der Historiker Sven Felix Kellerhoff erzählt die durchaus lehrreiche Geschichte des Hitler-Buches „Mein Kampf“

Ist "Mein Kampf" gefährlich? Werden die Deutschen wieder alle zu Nazis, wenn im Januar möglicherweise Berge von Neuauflagen von Hitlers Kampfschrift in die Buchläden kommen? Denn dann läuft das Urheberrecht für das Monsterbuch des Herrn Hitler aus, der sich am 30. April 1945 das Leben nahm. Dann kann auch der Freistaat Bayern die Veröffentlichung nicht mehr unterbinden.

Kassensturz. Foto: Ralf Julke
Politik·Kassensturz

Mindestlohn lässt Zahl der Aufstocker sinken – dafür werden arbeitsuchende Ausländer zu einer echten Integrationsaufgabe

Alle halbe Jahre muss das Jobcenter dem Leipziger Stadtrat einen Bericht vorlegen, in dem gezeigt wird, ob die Ziele, die Bund und Stadt gesetzt haben, erreicht wurden, wie sie erreicht wurden, und wenn nicht - warum nicht. Im Grunde kann man die Wünsche von Bund und Land auf einen Nenner bringen: Zahl der Geldempfänger senken und die Kosten für Lebensunterhalt und Wohnung senken.

Zuwanderung in die Bundesrepublik Deutschland von 2004 bis 2014. Grafik: L-IZ
Politik·Kassensturz

Wäre die Bundesrepublik ein Einwanderungsland, wären wir heute schon 100 Millionen

Wo hat denn nun die deutsche Zuwanderungsdebatte ihren Knacks? Erst bei den Nixmehrmerkern in der ostsächsischen Provinz? Bei überforderten Landesministern? Nein. Der Knacks sitzt viel weiter oben in der deutschen Regulierungsmaschine, die die Bevölkerungszahl so zu regulieren versucht, als sei es eine Art Raumtemperatur: 80 Millionen, das scheint gerade so richtig. 81,5 geht noch. Und dann beginnt die Panik.

Peter Hinke mit Rainald-Goetz-T-Shirt im "Wörtersee". Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Firmenwelt

Connewitzer Verlagsbuchhandlung darf sich jetzt „Hervorragende Buchhandlung“ nennen

Es ist etwas in Bewegung im Land. Leser laufen wieder öfter in die Buchhandlung um die Ecke. Ein fast schon verabschiedetes Relikt in Zeiten der riesigen Sortimentsbuchhandlungen und gar des alles erdrückenden Online-Buchhändlers. Am Donnerstag, 17. September, setzte Kulturstaatsministerin Monika Grütters in Frankfurt ein Zeichen und lud 108 Buchhändler zur Preisvergabe ein - darunter auch zwei Leipziger.

Was bedeutet der Verlust der Straßenbahn eigentlich für die Wolfgang-Heinze-Straße? Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Mobilität

Leipzigs Grünen-Fraktion versucht, mit einem Offenen Brief ihre Entscheidung zur Linie 9 zu erklären

Für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen war es ganz heikel am Mittwoch, 16. September. Heftig warf die Linksfraktion den Grünen vor, regelrecht umgefallen zu sein in der Abstimmung zur Einstellung der Linie 9 in Markkleeberg. Und entsprechendes Echo bekam die Fraktion auch von den Grünen-Mitgliedern. So heftig, dass sich die Fraktion genötigt sah, einen Offenen Brief zu schreiben.

Thomas Bachmann: Um was es geht. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Eine Kinder-Geschichte aus einer gar nicht so vergessenen Zeit

"Eine Erzählung für große Kinder" hat Thomas Bachmann seine Geschichte genannt, die irgendwie in einer Zeit spielt, die eben noch vertraut war. Es wird noch in D-Mark bezahlt, Lücken zwischen ergrauten Häusern prägen das Bild. Der Handel mit Buntmetallen ist gerade so richtig in Schwung gekommen. Und das Entsorgen von Denkmälern war gerade groß in Mode.

Windräder am BMW Werk im Leipziger Norden. Foto: Ralf Julke
Politik·Sachsen

Grünen-Abgeordneter liest im Sächsischen Landtag der AfD für ihre krumme „Bürger“-Rhetorik die Leviten

Vielleicht ist es ein Fehler, über die diversen Vorlagen, Anfragen, Anträge der AfD - ob im Stadtrat oder im Sächsischen Landtag - nicht zu berichten. Auch wenn man dabei das Gefühl hat, dass der geballte Blödsinn eigentlich keine Erwähnung wert ist. Aber wenn 13 Prozent der Sachsen meinen, sie müssten die AfD wählen, wenn am Sonntag Landtagswahlen wären, dann gibt das schon zu denken.

Die Linie 9 in der Wolfgang Heinze-Straße unterwegs. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Mobilität

Was lief in der Abstimmung zur Linie 9 im Leipziger Stadtrat am Mittwoch eigentlich ab?

Am Mittwoch, 16. September, erlebte Leipzigs Stadtrat tatsächlich so etwas wie eine Sternstunde - oder einen Blackout. Zwei Anträge der Linksfraktion standen zur Abstimmung, einer davon betraf direkt die drohende Einstellung der Linie 9 nach Markkleeberg im Dezember. Ein Thema, das mindestens 11.500 Leipziger brennend interessierte, denn sie hatten die Petition gegen die Einstellung unterschrieben. Und dann?

Wahlergebnisse 2014 (blau) und MDR-Umfrage 2015 (rot). Grafik: L-IZ
Politik·Sachsen

Das Baggern am rechten Rand hat nicht der CDU genützt, sondern der AfD

Eigentlich wäre erst einmal die Staatsregierung drangewesen mit ihrer Meinungsumfrage - aber die hat man sich erst einmal gespart und lieber nur den Lobgesang auf die eigene Politik abgefragt im Juni. Also ist der MDR die erste Institution, die die Sachsen befragt zur politischen Wetterlage ein Jahr nach der Sachsenwahl. Die man durchaus kritisch betrachten kann, finden die Grünen.

Christian Gottlob Frege. Porträt von Anton Graff (vor 1781). Foto: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
Bildung·Zeitreise

Leipzigs berühmter Bankier Christian Gottlob Frege bekommt eine Ausstellung zum 300. Geburtstag

Noch ein berühmter Leipziger feiert in diesem Jahr seinen 300. Geburtstag: Christian Gottlob Frege, der Gründer des berühmten Bankhauses, an das heute noch die Fegestraße, die Liviastraße und das Fregehaus erinnern. Das Fregehaus ist in der Katharinenstraße 11 zu finden. Schmiedeeiserne Gitter im Treppenaufgang erinnern noch daran, dass das mal ein Bankhaus war. Zumindest zu Goethes Zeit.

Garagendächer eignen sich ideal für Begrünung - wie hier am Haus der Demokratie in Connewitz. Foto: Ralf Julke
Politik·Leipzig

Grüne fordern ein schnelles Dachbegrünungsprogramm für Leipzig

Der Klimawandel ist längst im Gang. Selbst die ersten zarten Ausläufer verändern auch das Leben in der Großstadt. Die Wärmebelastung steigt und Rezepte sind gefragt, die Hitze irgendwie zu lindern. Mehr Grün - das war der Grundtenor der Bürgerumfrage, die die Stadt Leipzig dazu durchgeführt hat. Die Grünen-Fraktion macht's an einem Projekt konkret: Mehr Grün auf die Flachdächer.

Martina Badstuber: So ein Quatsch! Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Ein Quatsch-Aufklärungsbuch für Eltern und Rabauken

Das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern ist manchmal nicht ganz einfach. Die kleinen Rabauken testen aus, wie weit sie gehen können, bis Papa und Mama entweder an die Decke gehen oder verzweifeln. Und damit sie damit aufhören, versuchen die Großen, die Kleinen ein bisschen zu erschrecken. Mit schielenden Augen, schwarzen Füßen und Fingern, die in Nasen stecken bleiben.

Die Paul Gehardt Kirche von Nordwesten. Foto: Ralf Julke
Politik·Brennpunkt

Landesdirektion Sachsen bewilligt noch einmal 300.000 Euro für die Sanierung der großen Connewitzer Kirche

Die Sanierung der Paul-Gerhardt-Kirche in Connewitz kann weitergehen. In den vergangenen Monaten konnten die Connewitzer miterleben, wie mit rund 477.000 Euro aus den Förderprogrammen von Bund und Freistaat der beachtliche Turm der 115 Jahre alten Kirche saniert wurde. Am Montag, 14. September, teilte die Landesdirektion Sachsen nun mit, dass es weitere Denkmalmittel für die Kirche gibt.

Die alte Einhausung, die auf dem Gelände neu aufgestellt wurde - hier als Rasenmodell. Foto: Stiftung "Ecken wecken"
Politik·Brennpunkt

Das große Spielgelände am Plagwitzer Gleis-Grünzug wird am Samstag eingeweiht

Die Stadt Leipzig lädt ein, die Stiftung "Ecken wecken" lädt ein. Und sie hat es ja geschafft, eine Ecke zu erwecken: das alte Bahnhofsgelände um den Bahnhof Plagwitz, jetzt: Bürgerbahnhof. Denn als Bahnhof wird er ja nicht mehr genutzt. Die Bahn hat für den S-Bahn-Haltepunkt völlig neue Zugänge gebaut. Dafür entstand jetzt ein neues Grünquartier. Und am Samstag wird gefeiert.

So sollen die Dachterrassen aussehen. Visualisierung: Die Ansicht des neuen Hochhauses von der Gartenseite her. Visualisierung: Fuchshuber Architekten
Wirtschaft·Firmenwelt

Wohnungsgenossenschaft Lipsia kündigt den nächsten Neubau in Grünau für 2017 an

Leipzigs Bevölkerung wächst. Und das Wachstum hat längst die meisten Ortsteile erfasst. Auch in Grünau, wo noch vor fünf Jahren weitere Abrisse diskutiert wurden, hat sich die Entwicklung stabilisiert. Der Ortsteil erlebt wieder Zuzug. Und die erste Wohnungsgenossenschaft, die darauf mit einem Neubauprogramm reagiert hat, ist die Lipsia eG. Jetzt hat sie die Entwürfe für einen vierten Neubau vorgestellt.

Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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