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Insektenschutz

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Bringst du Leipzig mit uns zum Blühen?

Unsere Insekten sind in großer Not: In einer betonreichen Stadt wie Leipzig finden Wildbienen und Schmetterlinge kaum Nahrung und Lebensraum. Das trägt zu dem rasanten Insekten- und Artensterben, das wir derzeit beobachten können, noch weiter bei. Denn Insekten brauchen viele kleine Blühinseln, an denen sie sich erholen und Nahrung sammeln können – am besten über […]

Frisch angesäte Blühwiese im Johannapark. Archivfoto: Ralf Julke

Der Stadtrat tagte: Leipzig bekommt mehr Blühwiesen + Video

Es gibt Themen, bei denen kann man zuschauen, wie sich alte, als selbstverständlich betrachtete Sichtweisen nach und nach auflösen und Stadtratsanträge, die noch vor wenigen Jahren nicht mal ein Schulterzucken in der Ratsversammlung ausgelöst hatten, auf einmal selbst die Verwaltung in Bewegung bringen. So wie bei den Blühwiesen in Leipzigs Grünanlagen, die es vor vier Jahren überhaupt noch nicht gab. Aber dann kamen ja bekanntlich drei knackeheiße Jahre hintereinander.

Erstmals Auszahlungen nach Insektenschutz-Förderrichtlinie

Derzeit zahlt Sachsen an 226 Antragstellerinnen und Antragsteller insgesamt knapp 940.000 Euro für Insektenschutzmaßnahmen aus. Gefördert werden Maßnahmen auf etwa 1.260 Hektar. Damit unterstützt der Freistaat Landwirtschaftsbetriebe sowie andere Landbewirtschafterinnen und -bewirtschafter bei der Anlage von Blüh- beziehungsweise Brachestreifen auf Ackerrändern oder bei der insektenfreundlichen Mahd von Grünland.

Das Insektensterben geht weiter. Foto: Ralf Julke

Ein Kommentar: Umweltinstitut München kritisiert das „Insektenschutzpaket“ der Bundesregierung

Im Februar kündigte die Bundesregierung vollmundig ein Insektenschutzgesetz an, das eigentlich nur eine „Änderung in der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung im Bundesnaturschutzgesetz“ ist. Aber nicht einmal das ist eine gute Botschaft für die Insekten, stellt das Umweltinstitut München fest. Denn Glyphosat und andere Insektenvernichter bleiben auch nach 2024 im Einsatz. Das Insektensterben geht also weiter, wenn es nach dieser Bundesregierung geht.

Projekt „Unser Park“ beginnt: Der Johannapark bekommt jetzt 2,7 Hektar Langgraswiesen

Leipzig muss insektenfreundlicher werden. Gerade das Jugendparlament hat in den vergangenen Jahren immer wieder Druck gemacht, damit die Stadt mehr Schmetterlingswiesen anlegt und die Parks nicht mehr bewirtschaftet wie monotone englische Rasen. Mit der Anlage der ersten Blühstreifen 2019 deutete sich ein Wechsel in der Parkbewirtschaftung an. Jetzt folgen die ersten größeren Langgraswiesen.

AbL zum Insektenschutzgesetz: richtiges Anliegen, schlechte Umsetzung

Am kommenden Mittwoch soll das sogenannte Insektenschutzgesetz im Bundeskabinett beraten werden. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) e.V. äußert sich in einer bereits an das Bundeskanzleramt sowie das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) übersandten Stellungnahme in weiten Teilen kritisch zu dem vom BMEL kurzfristig vorgelegten Verordnungsentwurf der Pflanzenschutzmittelanwendungsverordnung.

Insekten im Einsatz für die Landwirtschaft

Weg von Pestiziden, hin zu einer naturverträglichen Landbewirtschaftung mithilfe von Insekten – das ist der Grundgedanke des Projekts „Gezielte Insektenförderung für die Landwirtschaft“, das nun im Bundesprogramm Biologische Vielfalt gestartet ist.

Umweltminister Wolfram Günther. Foto: Pawel Sosnowski

Sachsen unterstützt zusätzliche Maßnahmen zum Insektenschutz

Das sächsische Kabinett hat am Dienstag (02.02.21) die Förderrichtlinie Insektenschutz- und Artenvielfalt (FRL ISA/2021) verabschiedet. Damit unterstützt Sachsen Landwirtschaftsbetriebe sowie andere Landbewirtschafterinnen und –bewirtschafter bei der Anlage von Blüh- beziehungsweise Brachestreifen auf Ackerrändern oder bei der insektenfreundlichen Mahd von Grünland. Insgesamt stehen dafür in diesem Jahr 2,2 Millionen Euro zur Verfügung.

Umweltminister Wolfram Günther. Foto: Pawel Sosnowski

Sachsens Umweltminister Günther: Insektenvielfalt ist lebensnotwendig

Anlässlich des Welt-Bienentags hat Sachsens Umweltminister Wolfram Günther am Mittwoch (20.5.) in Hohendubrau (Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft) ein Blühflächenprojekt besucht und sich über die Aktivitäten zum Erhalt der Insektenvielfalt informiert. Bei dem Projekt handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt der Reservatsverwaltung mit dem Agrarbetrieb Budissa AG, Niederkaina.

Hosenbienen sind relativ groß. Die Weibchen haben eine deutliche Haarbürste an den Hinterbeinen. Foto: NABU/Hans-Jürgen SessnerHosenbiene - dasypoda hirtipes, Foto: NABU

Fleißig und unverzichtbar: NABU Leipzig informiert über Schutz von Wildbienen

Mehr als 500 Wildbienenarten gibt es in Deutschland, aber ihre Lebensräume werden mehr und mehr vernichtet, womit sich der Mensch selbst schadet, denn die fleißigen Bienen sind für die Bestäubung unzähliger Kultur- und Wildpflanzen unverzichtbar. Um sie zu schützen, ist an vielen Stellen ein Umsteuern nötig, denn die Bienen finden nicht genug Nahrung und kaum noch geeignete Nistplätze, zudem leiden sie unter Umweltgiften.

Wilde Wiese im Vorgarten. Foto: L-IZ.de

Stadt setzt auf Wildblumenwiesen

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bauhofes kümmern sich rührend um die öffentlichen Grünflächen der Gemeinde. Dabei verfolgen sie auch neue natürliche Pflanzkonzepte, um Schmetterlingen, Hummeln, Bienen und anderen Insekten zu helfen.

Früher auf jedem Acker zu sehen, heute ein seltenes Bild. Foto: L-IZ

2. Sächsisches Naturschutzforum am 1. Juni 2019 in Oederan

Am 01.06.2019 richten die GRÜNE LIGA Sachsen e.V. und der Naturschutzverband Sachsen e.V. (NaSa) das 2. Sächsische Naturschutzforum aus. Getreu dem Veranstaltungsmotto „Naturschutz von unten“ bietet das Forum auch 2019 die Austauschplattform für aktive Naturschutzkräfte, unabhängig von parteipolitischen oder behördlichen Vorgaben.

Männliche Schmuckbiene (Epeoloides coecutiens). Foto: Wolf-Harald Liebig

Auwaldtier 2019: Schmuckbiene zu Besuch im Stadtbüro

Die Schmuckbiene, Leipziger Auwaldtier 2019, ist derzeit im Stadtbüro zu Gast. Das von Grafikerin Angelika Pohler angefertigte Modell hat vorerst einen festen Platz im Schaufenster des Stadtbüros erhalten. Zudem können sich die Bürgerinnen und Bürger auf Plakaten und Flyern näher informieren.

Mark Benecke setzt sich für den Insektensommer ein © Tomas Rodriguez/NABU

Zählen, was zählt – NABU startet zweiten Insektensommer

Unter dem Motto „Zählen, was zählt“ startet der NABU vom 31. Mai bis zum 9. Juni die erste Zählphase der diesjährigen Aktion Insektensommer. Naturfreunde sind auch im zweiten Jahr der Zählung sachsenweit aufgerufen, die Summer, Brummer und Krabbler in ihrer Umgebung zu beobachten und unter www.insektensommer.de online zu melden. Das geht auch über die kostenlose NABU-App „Insektenwelt“, die Infos über 120 in Deutschland häufige vorkommende Arten bereithält.

Insektenhotelbau im Obstgaertchen, Quelle: erleb-bar

Eigene Insektenhotels für 2019 bauen in der erleb-bar

Neben Honigbienen oder Hummeln übernehmen vor allem Wildbienen wichtige Bestäuberaufgaben in der Natur. Lernen, wie sich funktionstüchtige Möglichkeiten zum Nisten und Unterschlüpfen für solche Insekten herstellen und anbringen lassen.

Foto: LaNU

Tag der offenen Schmetterlingswiese in Eilenburg

Im Zuge der seit einigen Jahren sachsenweit laufenden Mitmachaktion „Puppenstuben gesucht – Blühende Wiesen für Sachsens Schmetterlinge“ beteiligt sich der LPV Nordwestsachsen am landesweiten „Tag der offenen Schmetterlingswiese“ mit einer Info-Veranstaltung am Freitag, 17. August von 10 bis 14 Uhr in Eilenburg.

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