Beiträge von Redaktion

Das Wilde & Vogel-Stück „Songs for Alice“. Foto: Therese Stuber
Kultur·Lebensart

Ein Statement zur Corona-Krise aus Sicht der freien darstellenden Kunst

Im Bewusstsein, dass die Coronakrise viele Mitmenschen sehr hart trifft und wir nicht die einzigen sind, an denen die staatlichen Hilfen bislang vorbeigehen, haben wir folgenden Text verfasst um zu erläutern, woran es mangelt und wo wir Unterstützungsmöglichkeiten für freischaffende darstellende KünstlerInnen sehen. Wir beziehen uns dabei auf unsere eigene Situation in Leipzig, wo wir regelmäßig am Westflügel arbeiten, vor allem aber auch auf unsere Gastspieltätigkeit.

Christian Wolff (beim Brückenfest 2018). Foto: Michael Freitag
Leben·Gesellschaft

Gastkommentar von Christian Wolff: In angespannter Zeit – Drei Erinnerungen an Dietrich Bonhoeffer (1906-1945)

Am 9. April 1945, also vor 75 Jahren wurde Dietrich Bonhoeffer im Konzentrationslager Flossenbürg von den Nazis ermordet. Zuvor saß er zwei Jahre in Gestapo-Haft in Berlin. Bonhoeffer, gerade 39 Jahre alt geworden, gehört zu den bedeutenden Theologen des 20. Jahrhunderts – vor allem auch deshalb, weil er sehr frühzeitig die zunächst befürwortende, dann zögerliche Haltung der Evangelische Kirche gegenüber dem Nationalsozialismus scharf kritisierte. Und wegen dieser inneren Distanz zur eigenen Kirche in den politischen Widerstand gegen das Terrorregime des Hitler-Deutschland ging.

Prof. Dr. Thorsten Quandt. Foto: WWU - Matthias Hangst
Bildung·Medien

In der Corona-Pandemie dominieren in den Netzen Verschwörungstheorien statt Falschmeldungen

Schon in ganz normalen Zeiten sorgen Medienangebote, die es mit journalistischen Standards nicht wirklich ernst meinen, sogenannte „alternative Medien“ für Verunsicherung, Verwirrung und Berge von Falschmeldungen gerade in den sogenannten „social media“. Wie sie sich jetzt in Zeiten der Covid-19-Pandemie verhalten, haben Kommunikationswissenschaftler/-innen der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) untersucht.

Karl die Große. Foto: Heymo Studio
Kultur·Musik

Für das Publikum daheim: Karl die Große musizieren heute als erste Gruppe im Leipstream

Die Corona-Beschränkungen betreffen ja auch sämtliche Konzertveranstaltungen, die dieser Tage stattfinden sollten. Manche Bands und Veranstalter weichen – um das Publikum nicht ganz und gar im Regen stehen zu lassen – auf Livestreams aus. Das machen am heutigen Mittwoch, 8. April, auch die Cammerspiele Leipzig. Ab 21 Uhr sendet LeipStream das erste Mal live aus den Cammerspielen in der Kochstraße 132 und es wird gemütlich.

Der gerettete Höckerschwan. Foto: NABU Leipzig
Politik·Engagement

Wenn Wasservögel sich in Haken und Angelschnüren verfangen

Eigentlich denkt man sich ja, wenn man so vorbeiradelt an den Anglern an Fluss und See, dass sie wissen, was sie tun und dass sie ihr Besteck nach dem Angeln wieder einräumen und mitnehmen. Aber das ist bei einigen Zeitgenossen wohl nicht der Fall, wie der NABU Leipzig jetzt feststellen muss. Denn er findet immer wieder Angelhaken und Angelschnüre – und immer wieder verletzen sich auch die Wasservögel daran. Der Naturschutzbund appelliert an die Angler.

Bachfest Leipzig 2017: Eröffnungskonzert mit dem Thomanerchor in der Leipziger Thomaskirche. Foto: Bachfest Leipzig/www.malzkornfoto.de
Kultur·Musik

Wegen Corona: Bachfest 2020 in Leipzig abgesagt

Das war dann nur folgerichtig, denn auch im Juni werden die Folgen der Corona-Pandemie noch nicht ausgestanden sein. Am Montag, 6. April, wurde das Bachfest 2020 abgesagt. Und weitere Feste auch in Leipzig werden folgen. Denn auch das Ende der rigiden Ausgangsbeschränkungen bedeutet nicht das Ende der Epidemie. Das Bachfest Leipzig 2020 entfällt aufgrund der COVID-19-Pandemie, teilte das Bach-Archiv Leipzig am Montag mit.

Refugees Welcome. Foto: L-IZ.de
Politik·Leipzig

Leipzig wäre bereit, 20 Kinder aus griechischen Flüchtlingslagern aufzunehmen

Das Herz sitzt nun einmal links. Egal, was die neuen politischen Krawallmacher so erzählen, die so gern den Linksterrorismus beschwören und gleich mal alles, was aus ihrer harten und egozentrischen Sicht „links“ ist, mit verteufeln. Aber links bedeutet nun einmal auch Empathie mit den Schwächeren. Auch mit den Menschen, die in griechischen Flüchtlingslagern gestrandet sind. Den Kindern erst recht. Der Leipziger Stadtrat hat sich Ende März mit einer Resolution zur Aufnahme von Kindern und Jugendlichen bekannt. Aber wie steht die Stadtverwaltung dazu?

Blick zum Altar der Thomaskirche.
Kultur·Musik

Die Johannes-Passion gibt es am Karfreitag als Live-Stream direkt aus der Thomaskirche + Update

Ostern ohne Besuch der Kirche ist für viele Familien kaum denkbar. Aber schon in den vergangenen Tagen erlebten viele Menschen, wie die Kirchen umdachten und Gottesdienste per Live-Stream anboten. Und die Corona-Pandemie zwingt jetzt auch die Thomaskirche und das Bachfest zum umdenken. Eine öffentlich besuchte Bach-Passion ist derzeit unmöglich. Was tun? Auch die Passionsmusik gibt es in diesem Jahr am Karfreitag im Internet.

Der Elbebiber fühlt sich an der Mulde wohl. Im Landkreis Leipzig haben sich zwischen 200 und 300 Nager angesiedelt. Foto: Sven Möhring, Untere Naturschutzbehörde Landkreis Leipzig
Politik·Region

Biberzählung im Landkreis Leipzig: Zwischen 200 und 300 Elbebiber leben an Mulde und Weißer Elster

Auch in Leipzig wurden ihre Spuren mittlerweile gesichtet – am Elsterbecken zum Beispiel und an der Paußnitz. Im Landkreis Leipzig werden die emsigen Wasserburgenbauer seit einigen Jahren systematisch gezählt. Zwischen 200 und 300 Elbebiber leben im Landkreis Leipzig. Diese Einschätzung basiert auf einer Zählung, die von ehrenamtlichen Naturschutzhelfern und -helferinnen im vergangenen Winter vorgenommen wurde.

Was ist das Wesentliche? Foto: L-IZ.de
Leben·Gesellschaft

Gastkommentar von Christian Wolff: Krise und Angst – Wir müssen aufpassen

Wir müssen aufpassen. Nicht nur, um einer möglichen Infektion durch das Coronavirus im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Weg zu gehen. Wir müssen vor allem aufpassen, dass wir in dieser Krise Haltung bewahren. Als einzelne Bürger, als Gesellschaft, als Demokraten. Denn in krisenhaften Zeiten gehen die Maßstäbe schnell verloren. Vor allem dann, wenn sich Krise und Angst paaren und zu einem in uns wild wuchernden Gestrüpp zusammenwachsen.

Die Zentrale der VNG AG in Leipzig. Foto: Eric Kemnitz / VNG AG
Wirtschaft·Firmenwelt

Jahresbilanz 2019: VNG meldet mehr Gewinn als erwartet und steigert die Investitionen

Mit Blick auf die positive Bilanz des Geschäftsjahres 2019 sieht sich die VNG AG mit Hauptsitz in Leipzig gut gerüstet für die Zukunft. Am Donnerstag, 2. April, stellte das in Leipzig heimische Unternehmen seine Bilanz fürs letzte Jahr vor. „Für 2019 blicken wir auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurück, in dem unsere harte Arbeit in allen Geschäftsbereichen mit überaus positiven operativen Resultaten belohnt wurde“, erklärte Vorstandsvorsitzender Ulf Heitmüller.

Rekonstruktion des kreidezeitlichen Regenwaldes in der Westantarktis. Foto: J. McKay/Alfred-Wegener-Institut
Bildung·Forschung

Das erstaunliche Ergebnis einer „Polarstern“-Expedition von 2017: Die Spuren eines richtigen Regenwaldes in der Westantarktis

Jetzt, da so viele Menschen gezwungen sind, zu Hause zu bleiben – auch Forscher und Dozenten – ist natürlich auch ein guter Zeitpunkt, ein paar spannende Forschungsergebnisse zu veröffentlichen. Das tut auch die Universität Leipzig, wo sich einige Institute auch mit der Klimaforschung beschäftigen. Nicht nur in der Gegenwart, sondern auch tief in der Vergangenheit. Dass man dabei einen richtigen Regenwald in der Antarktis entdeckte, war durchaus eine Überraschung.

Damit der Einkaufskorb nicht leer bleibt: Beschäftigte in der Ernährungsindustrie und im Lebensmittelhandwerk arbeiten aktuell auf Hochtouren. Foto: NGG
Wirtschaft·Leipzig

Gewerkschaft warnt davor, das Arbeitszeitgesetz in der Lebensmittelbranche auszuhebeln

Wahrscheinlich braucht es tatsächlich solche einschneidenden Krisen, damit auch die Politik wieder sieht, wer in unserer Gesellschaft tatsächlich systemrelevant ist. Das sind tatsächlich die Menschen in den Berufen, ohne die auch in Ausnahmezeiten nichts läuft. Darunter auch die Beschäftigten in der Lebensmittelproduktion. Sie sorgen für Nachschub im Supermarkt: Die rund 800 Leipzigerinnen und Leipziger, die in der Lebensmittelindustrie arbeiten.

Die Corona-Krise beschleunigt das Sterben der Lokalzeitungen in den USA. Grafik: L-IZ
Bildung·Medien

Auszüge aus Francis Neniks „Tagebuch eines Hilflosen“ #25

Der Teufel scheißt auf den größten Haufen, auch wenn es ein Haufen Viren ist. Scheißegal. Der Teufel sagt sich: Geschäft ist Geschäft – und legt los. In diesem Fall plumpsen die Goldtaler, die aus der Berichterstattung über die Coronakrise entspringen, auf Google, Facebook und die großen Medienhäuser darnieder, derweil Lokalzeitungen nur ein paar Spritzer abkriegen.

Dota: Kaléko. Cover: Dota
Kultur·Musik

Am 3. April erscheint das neue Album von Dota: „Kaléko“

Am 21. März begrüßte ein Gedicht von Mascha Kaléko die Besucher des Rewe-Supermarkts am Connewitzer Kreuz und wir nutzten die Gelegenheit, auch einen Videoclip von Dota Kehr und Felix Meyer zu empfehlen, in dem sie das Gedicht „Zum Trost“ von Mascha Kaléko interpretieren. Die 1907 geborene Dichterin spielt auf dem neuen Album von Dota eine ganz zentrale Rolle. Und wenn alles gut geht, gastiert Dota am 15. August open air auf der Bühne des Geyserhauses mit den Liedern des neuen Albums „Kaléko“, das am 3. April erscheint.

Dr. Hendrik Träger. Foto: Swen Reichhold
Leben·Gesellschaft

Kein Masterplan in den Schubladen, bedachtsames Agieren und die Sache mit dem Föderalismus in einer Krisensituation

Die Corona-Pandemie stellt bisher nie dagewesene Anforderungen an das Krisenmanagement der Bundesregierung. Obwohl es für eine solch schwierige Situation keinen Masterplan gibt, handele sie im Vergleich zu anderen Regierungen fokussiert und agiere bedacht, ohne Panik zu verbreiten, sagt Politikwissenschaftler Dr. Hendrik Träger (38) von der Universität Leipzig. Aber: „Bei der Kommunikation besteht noch Potenzial nach oben.“

Ein Joch wird zum Turm der Thomaskirche hochgehoben. Foto: Thomaskirche - Bach e.V.
Kultur·Lebensart

Die neuen Holzjoche für die Glocken der Thomaskirche Leipzig sind jetzt auf dem Turm

Trotz aller Beschränkungen aufgrund der Corona-Kontaktsperre laufen natürlich viele Projekte weiter, wo es ohne großen Menschenauflauf zugeht. So wie beim Glockenprojekt der Thomaskirche. Am vergangenen Freitag, 27. März, hat die Thomaskirche den nächsten Meilenstein im Zuge der Restaurierung des historischen Geläuts der Thomaskirche erreicht. Die neuen Holzjoche und Klöppel für die beiden großen Glocken, Gloriosa und Hilliger, wurden per Kran in die untere Glockenstube gehoben.

Startseite der Datenbank zur Kirchenpolitik Friedrich des Weisen und Johann des Beständigen. Screenshot: L-IZ
Bildung·Forschung

Friedrich der Weise und Johann der Beständige: Wie Luthers Fürsten zu seiner Zeit Kirchenpolitik machten

Wer die Zeit der Reformation erforschen möchte, kommt an den beiden Kurfürsten, die Martin Luther beschützten, nicht vorbei. Und auch nicht an ihren Staatsarchiven. Auch wenn es dann doch wieder so ein großes Jubiläum braucht wie das 500-jährige von Luthers Thesenanschlag 2017, dass die Forscher der Sächsischen Akademie der Wissenschaften sich die kurfürstlichen Archive vornahmen unter der Fragestellung: Wie änderte sich damals die Kirchenpolitik?

Dasistleipzig.de. Grafik: Kreatives Leipzig e.V.
Politik·Engagement

Auf Dasistleipzig.de sammelt Leipzigs Kultur- und Kreativszene jetzt alle Unterstützerangebote in der Corona-Krise

Die Not der Leipziger Kultur- und Kreativszene ist aktuell groß. Egal ob Künstler/-innen, Kultur- und Kreativschaffende, Club- und Kulturhausverantwortliche oder Inhaber/-innen von Unternehmen der Kreativwirtschaft – sie allen kämpfen mit Corona-bedingten Veranstaltungsabsagen, Honorarausfällen und Auftragsverlusten mit enormer wirtschaftlicher Auswirkung. Jetzt soll eine Seite alle Aktivitäten zur Unterstützung der Leipziger Kulturszene bündeln.

Shutdown. Foto: Marko Hofmann
Leben·Gesellschaft

Gastkommentar von Christian Wolff: Der Exit aus dem Shutdown – nicht das „Wann“, das „Wie“ ist entscheidend

Menschen im Ausnahmezustand werden schnell ungeduldig. Kaum sinkt das Fieber, möchte der Kranke wieder aufstehen. Kinder wollen nach einer Grippe so schnell wie möglich wieder zum Spielen nach draußen. Die Arbeit ruft, auch wenn das Herz noch schmerzt. So werden auch noch in der Krankheit die STOP-Signale überfahren. Genau dieses jedem Menschen sehr vertraute Verhalten spiegelt sich in der seit Tagen entbrannten Diskussion darüber wider, wann der sogenannte „Shutdown“, also das systematische Herunterfahren des öffentlichen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen Lebens, beendet werden kann.

Verkehrssituation am Johannisplatz. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Mobilität

Bundesstiftung will auch Leipzig bei der Erforschung der Verkehrswende unterstützen

„Um die Verkehrswende in Deutschland zu erreichen, muss die Anzahl der Autos verringert und der öffentliche Personennahverkehr ausgebaut werden. Das setzt viele Kommunen unter Druck, weil sie nicht wissen, wie sie das schaffen sollen“, erklärt Prof. Dr. Andreas Knie vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB). Für drei Kommunen sollen deshalb modellhaft Maßnahmenpakete entwickelt werden, die Akteure schulen und beim Erreichen der Ziele unterstützen. Eine davon ist Leipzig.

Wortsalat. Foto: Ralf Julke
Bildung·Forschung

Schlaganfall: Was passiert, wenn das System zum zweiten Mal ausfällt?

Schlaganfälle treffen die menschliche Persönlichkeit im Zentrum. Und zwar so hart, dass das Gehirn auf Notbetrieb schaltet. Was selbst die Forscher am Leipziger Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften verblüfft, die seit einigen Jahren immer genauer erforschen, wie das Gehirn mit solchen Beeinträchtigungen umgeht. Und welche erstaunlichen Wege es findet, wichtige Funktionen am Laufen zu halten.

Am Karl-Heine-Kanal. Foto: Marko Hofmann
Leben·Familie & Kinder

Wer ist systemrelevant? Und für welches System?

Hallo Ihr da draußen, Ihr „Normalos“, wisst Ihr überhaupt, dass Autist/-innen Euch so nennen? – Warum? – Na, weil Eure neuronalen Gehirnstrukturen und Euer Verhalten als „normal“ gelten. Autisten hingegen werden als „unnormal“ und „asozial“ empfunden. Die meiste Zeit verbringen viele von ihnen in ihren eigenen vier Wänden. Händeschütteln ist den meisten ein Graus, ebenso wie Umarmungen, Küssen usw. was nicht heißt, dass wir es nicht zuließen, vor allem dann nicht, wenn wir selbst gar nicht wissen, dass wir dem Spektrum angehören oder uns nicht „outen“ wollen.

Künstlerische Darstellung des Ökosystems im Geiseltal vor 47 Millionen Jahren mit dem kleinwüchsigen Urpferd Propalaeotherium links im Bild, dem frühen Tapir Lophiodon in der Mitte und einem jungen landlebenden Krokodil Bergisuchus im Hintergrund. Foto: Márton Szabó
Bildung·Forschung

Vor 47 Millionen Jahren schrumpften kleine Pferde, große Tapire legten noch zu

Der Braunkohletagebau in Mitteldeutschland hatte auch ein paar gute Seiten: Er ermöglichte – zum Beispiel im Geiseltalgebiet – die Ausgrabung eindrucksvoller Fossilien aus einer über 40 Millionen Jahre zurückliegenden Zeitschicht, dem Eozän. Das dort gefundene Geiseltalpferdchen ist heute berühmt. Und es gibt neue Forschungsergebnisse, die sich nicht nur mit dem Pferdchen aus der Kohle beschäftigen.

Fossilindustrie im Gegenlicht. Foto: Marko Hofmann
Wirtschaft·Firmenwelt

Auszüge aus Francis Neniks „Tagebuch eines Hilflosen“ #24

Unter der Dornenkrone, die das Coronavirus der Welt aufgesetzt hat, lässt sich so manches verbergen. Das geschieht nicht absichtlich, es ist schlicht eine Frage des Nachrichtenwerts. Und der ist unterhalb einer drohenden Apokalypse aktuell nicht mehr zu haben. Aber in den Behörden, diesen großen Mahlströmen der Geschichte, mahlen sie weiter, die Mühlen der Macht.

Museumsdirektor Dr. Ronny Maik Leder. Foto: Naturkundemuseum Leipzig
Kultur·Ausstellungen

Unter dem Titel „School’s out!?“ startet das Naturkundemuseum Leipzig kurzerhand seinen eigenen Videopodcast

Da schlug die Corona-Pandemie gleich doppelt zu: Die Schulen haben geschlossen, also fallen auch alle Exkursionen ins Museum aus. Und das Naturkundemuseum selbst muss auch die Türen geschlossen halten. Das brachte jetzt ein Projekt viel schneller ins Laufen, als es sich Museumsdirektor Dr. Ronny Maik Leder selbst hätte träumen lassen: Das Museum startet seinen virtuellen Schulbetrieb.

Bach-Ort Nikolaikirche im virtuellen Bachrundgang. Foto: Screenshot www.jsbach.de/Bach-Archiv Leipzig
Kultur·Ausstellungen

Am Bach-Geburtstag trotzdem virtuell auf den Spuren des Thomaskantors

Jährlich am 21. März feiern Bach-Liebhaber weltweit den Geburtstag des Komponisten mit Konzerten, wissenschaftlichen Vorträgen und Flashmobs. Aufgrund der COVID-19-Pandemie müssen in dieser Saison alle Feierlichkeiten im öffentlichen Raum entfallen. Das Bach-Archiv Leipzig lädt dennoch zu einem Spaziergang durch Bachs Leipzig: Eine neue Anwendung auf jsbach.de macht ab sofort die Dienstwege des Komponisten mittels 3-D-Anwendung erlebbar.

Schaum auf der Pleiße am Connewitzer Wehr. Foto: Ralf Julke
Bildung·Forschung

Nur 10 Prozent der Gewässer in Deutschland sind in einem guten Zustand

Nein, nicht nur in Sachsen glänzten die verantwortlichen Ministerien und Behörden jahrelang durch Untätigkeit. Die Null-Politik zur Reinhaltung der Gewässer galt genauso in anderen Bundesländern und auf Bundesebene. Das Ergebnis: Die Wasserqualität hat sich aufgrund hoher Belastungen nicht verbessert. Und zum Weltwassertag am 22. März stellen Leipziger Umweltforscher der deutschen Umweltpolitik ein ganz schlechtes Zeugnis aus.

Max Klinger. Foto: MdbK
Kultur·Ausstellungen

KLINGER 2020: Eine kleine virtuelle Reise durch die große Max-Klinger-Ausstellung im Bildermuseum

Es sollte der Paukenschlag im Ausstellungsjahr 2020 werden: die große Max-Klinger-Ausstellung zum 100. Todestag des Leipziger Künstlers. Am 6. März wurde sie im Museum der bildenden Künste eröffnet. Am 14. März musste sie aufgrund der Corona-Pandemie wieder schließen. Und es ist völlig offen, ob das Museum im April wieder öffnen kann. Wenigstens eine kleine virtuelle Reise durch die Ausstellung können wir anbieten.

Die Betonelster im Leipziger Südraum. Foto: NABU, Birgit Peil
Politik·Region

Höchste Zeit, weite Teile der alten Elsterauen wieder zu reaktivieren

Man kann zwar allerlei Dinge zum Ding des Jahres ausrufen, auch Seen oder Flüsse. Aber das muss nicht heißen, dass sie auch einen Wettbewerb gewonnen haben. Manchmal machen die ausrufenden Verbände damit nur deutlich, dass es riesigen Handlungsbedarf gibt: so wie beim Auensystem der Weißen Elster. Die NaturFreunde Deutschlands und der Deutsche Angelfischerverband haben die Weiße Elster zur Flusslandschaft des Jahres 2020/21 gewählt.

Die Wiederherstellung von Ökosystemen durch „Rewilding“ ermöglicht die Rückkehr wilder Tiere. Foto: Stefano Unterthiner / Rewilding Europe
Bildung·Forschung

iDiV-Forscher fordern: Europa braucht wieder große, unzerschnittene Naturräume

Jetzt starrt zwar alle Welt gebannt auf die Folgen des Ausbruchs der Corona-Pandemie. Aber dabei gerät völlig aus dem Blick, dass diese Pandemie überhaupt nicht überraschend kommt. Denn sie entspringt dem menschlichen Machbarkeitswahn: Kein natürlicher Lebensraum wird verschont. Wo aber der Mensch auch noch in die letzten Rückzugsräume der Tiere vordringt, gerät er logischerweise auch mit Erregern in Kontakt, auf die sein Immunsystem nicht eingestellt ist. Auch in Europa fehlen die natürlichen Schutzräume, mahnen die Forscher des iDiV.

Bildung·Leipzig bildet

Die neu gegründete Fakultät Digitale Transformation bezieht den Hopper-Bau in Plagwitz

Das Ende der Hochschule für Telekommunikation sorgte ja vor drei Jahren für erhebliche Diskussionen in Leipzig. 2018 gab es ja das Folgekapitel mit der Ankündigung einer neu zu gründenden Fakultät an der HTWK gleich nebenan. Aber diese neue Fakultät wird nicht in die alten Räume der Telekom-Hochschule ziehen, sondern nach Plagwitz. Dort wird im Oktober der Studienbetrieb aufgenommen.

Prof. Dr. Thomas Arendt. Foto: Universität Leipzig, Swen Reichhold
Bildung·Forschung

Die Ursache der Alzheimerschen Erkrankung liegt direkt in der Hirnevolution des Menschen

Kaum eine Krankheit trifft unser Menschsein so direkt wie die Alzheimer-Erkrankung. Sie zerstört genau das, was uns letztlich von allen Tieren unterscheidet: unsere kognitiven Fähigkeiten. Und deshalb lässt sich auch in Tierexperimenten kaum ein Mittel dagegen finden. Hier hat man es direkt mit genau jenen genetischen Veränderungen zu tun, mit denen der Mensch zu Bewusstsein kam. Das hat Folgen für die Forschung und die Suche nach einem Heilmittel.

Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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