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Fälle & Unfälle

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Landgericht. Foto: Alexander Böhm

Pärchen wegen Kindesmissbrauch vor Gericht

Monika G. (42) und Mario W. (42) stehen seit Freitag vor dem Landgericht Leipzig. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, das Kind einer Nachbarin in Leipzig-Heiterblick sexuell missbraucht und Bildaufnahmen ihrer Handlungen weiterverbreitet zu haben.

Amtsgericht verurteilt OfD-Gegner zu Geldstrafe. Foto: L-IZ

Kein Kavaliersdelikt: Sechs Monate Haft fürs Schwarzfahren

Schwarzfahren ist kein Kavaliersdelikt. Schriftsteller Roland K. kann hiervon ein Lied singen. Das Amtsgericht verurteilte den 45-jährigen Leipziger am Montag wegen Erschleichens von Leistungen zu sechs Monaten Haft. Die Strafe ist zur Bewährung ausgesetzt.

Strafverteidiger Stefan Costabel vertritt den mutmaßlichen Betreiber des Drogenversands "Shiny Flakes". Foto: Martin Schöler

Drogenkriminalität: Interview mit Shiny-Flakes-Verteidiger Stefan Costabel

Leipzig erwartet einen der größten Drogenprozesse der Nachwende-Ära. Maximilian S. (21) soll aus seinem Gohliser Kinderzimmer über den Webshop "Shiny Flakes" mit über 900 Kilo Rauschgift gehandelt haben. Die Umsätze beliefen sich laut Anklage auf über vier Millionen Euro. Strafverteidiger Stefan Costabel äußert sich im Interview gegenüber L-IZ.de zu Zielen und Strategie seines Mandanten.

Drogenwebsite shiny-flakes.to

Webversand “Shiny Flakes”: Drogen aus dem Kinderzimmer

Im Herbst findet am Landgericht einer der spektakulärsten Drogenprozesse der Post-DDR-Ära statt. Ein 20-Jähriger soll von seinem Gohliser Kinderzimmer aus von Dezember 2013 bis Februar 2015 über das Internet mit hunderten Kilo Rauschgift gedealt haben. Sein Webshop „Shiny Flakes“ galt unter Konsumenten und Zwischenhändlern als zuverlässige Bezugsquelle für verbotene Betäubungsmittel und verschreibungspflichtige Medikamente.

Rettungswagen auf der Karl-Liebknecht-Straße. Foto: Ralf Julke

Sachsens Regierung kann nicht mal sagen, ob die neuen Rettungsleitstellen wirklich funktionieren

Was passiert eigentlich mit einem Land, in dem die Infrastrukturen ausgedünnt sind und ganze Regionen abgehängt werden von einer eigentlich ganz selbstverständlichen Versorgung? In den vergangenen Jahren haben die Grünen die sächsische Staatsregierung mit der Frage gequält, wie schnell denn überhaupt die Polizei noch am Einsatzort ist. Jetzt haben sie es mal mit Rettungsdiensten versucht. Mit verblüffendem Ergebnis.

Universitätsklinikum Leipzig. Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

Organspendeskandal: Staatsanwaltschaft klagt zwei ehemalige Oberärzte an

Die Leipziger Staatsanwaltschaft hat gegen zwei frühere Oberärzte des Universitätsklinikums Anklage wegen versuchten Totschlags erhoben. Die Mediziner sollen von 2010 bis 2011 in 31 Fällen Mitarbeiter angewiesen haben, der Stiftung Eurotransplant falsche Daten zu übermitteln, um die Dringlichkeitsstufe der betroffenen Patienten zu erhöhen. Das Verfahren gegen den damaligen Chefarzt des Transplantationszentrums wurde mangels Tatverdacht eingestellt.

Pharmahändler Peter-Philipp F. (34) soll Chlorephedrin an ein deutsch-tschechisches Crystal-Netzwerk verkauft haben. Foto: Martin Schöler

Chlorephedrin-Fall: Angeklagte bleiben auf freiem Fuß

Die beiden Angeklagten im Chlorephedrin-Fall bleiben auf freiem Fuß. Das Oberlandesgericht Dresden verwarf am Dienstag eine Beschwerde der Staatsanwaltschaft gegen die Freilassung von Peter-Philipp F. (33) und Saur S. (47). Die beiden Männer sollen den Crystal-Grundstoff Chlorephedrin gewerbsmäßig an ein tschechisches Drogen-Kartell verkauft haben. Ein erster Prozess war am 23. Juni vor dem Leipziger Landgericht wegen formaler Fehler der Staatsanwaltschaft geplatzt.

Amtsgericht verurteilt OfD-Gegner zu Geldstrafe. Foto: L-IZ

Rechter Kampfsportler wegen übler Nachrede auf Facebook verurteilt

Kindesmissbrauch ist ein heikles Thema. Die Emotionen kochen hoch. Manche schalten ihren Kopf nicht ein, bevor sie etwas tun. Wenn allerdings ein gefälschter Polizeiaufruf in einem sozialen Netzwerk wie Facebook verbreitet wird, kann es für die derart attackierte Person schnell heikel werden. Der Wurzener Free Fighter Benjamin B. wurde nun durch das Amtsgericht Leipzig wegen übler Nachrede verurteilt. Er rief dazu auf, eine offensichtlich gefälschte Polizeimeldung zu verbreiten, die einen Journalisten von L-IZ.de beschuldigte, sich der sexuellen Belästigung von Kindern schuldig gemacht zu haben.

Landgericht Leipzig. Foto: L-IZ.de

Nach Messerangriff auf Vermieter: Angeklagter wird in der Psychiatrie untergebracht

Peter K. (47) ist sich bewusst, dass er Hilfe braucht. Mit einem Urteil des Landgerichts Leipzig vom Donnerstag bekommt er sie jetzt in einer psychiatrischen Klinik. Der 47-Jährige hatte im Dezember 2014 seinen Vermieter bei einem Streit um die Rückzahlung von Nebenkosten mit einem Messer angegriffen. Die Staatsanwaltschaft Leipzig legte ihm versuchten Totschlag zur Last.

Unbekannte feuerten Schüsse auf Böhlener Flüchtlingsunterkunft ab

Am letzten Wochenende gaben Unbekannte mehrfach Schüsse auf eine Flüchtlingsunterkunft in Böhlen (LK Leipzig) ab. Nach Angaben der Polizei wurde dabei niemand verletzt. Das Operative Abwehrzentrum (OAZ) hat die Ermittlungen übernommen, was auf einen rechtsextremen, mindestens ausländerfeindlichen Hintergrund hindeutet.

Systemausfall der Arbeitsagentur

Bei der Bundesagentur für Arbeit ist das komplette System ausgefallen. Gegen 11:45 Uhr wurde in der Leipziger Agentur durchgerufen, dass es eine technische Störung gibt, und daher einige Angelegenheiten nicht bearbeitet werden könnten. Auch die Homepage war vorübergehend nicht zu erreichen. Inzwischen steht dort noch der Hinweis, dass einige Funktionen systembedingt noch nicht funktionieren würden. "Ich warte auf den Anruf. Es müsste gleich wieder behoben sein", erklärte Olaf Bentlage, Pressesprecher der Bundesagentur für Arbeit, gegen 14:20 Uhr.

Der Connewitzer Polizeiposten erweist sich trotz Protesten als Erfolg. Foto: Alexander Böhm

Wie Deutschlands Schlapphüte beim Kaffeeklatsch den “Linksextremismus” aufblasen

Es ist nicht nur der sächsische Verfassungsschutz, der sich die Welt zurechtberichtet, wie es ins Links-Rechts-Schema der aktuellen Regierung gerade passt. Die Bundesregierung agiert nicht anders, wie nun die Bundestagsabgeordnete der Grünen, Monika Lazar, nach einer Kleinen Anfrage mal wieder erfahren durfte. Die Sprecherin für Strategien gegen Rechtsextremismus der Grünen-Bundestagsfraktion hatte der Regierung zwei Fragen gestellt.

Landgericht. Foto: Alexander Böhm

Zeuge am Landgericht erkennt seinen Freund nicht wieder

Mit Peter K. (47) ging es mehrere Jahre kontinuierlich bergab. Die Auswirkungen seines psychischen Verfalls durften die Hausbewohner erfahren, die mit ihm lebten. K.'s Stimmung wurde immer aggressiver und führte im Dezember 2014 zu einem Messerangriff auf seinen Vermieter. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm deswegen versuchten Totschlag vor. Am Freitag äußerten sich der Angeklagte und Zeugen zu seinem Zustand am Landgericht Leipzig.

Tino H. beim Prozessauftakt auf dem Weg zur Anklagebank. Foto: Martin Schöler

Verdurstetes Kleinkind: Polizisten schildern Hausbesuch bei Kieron-Marcels Mutter

Im Prozess um den Tod des kleinen Kieron-Marcel (2) sagten am Freitag zwei Polizeibeamte aus. Die Ausführungen zeugten von einem unglücklich verlaufenen Einsatz am 9. Februar 2012, der die tragische Ereigniskette, die zum Tod des Jungen und seiner drogensüchtigen Mutter führte, hätte unterbrechen können. Allerdings belasteten die Aussagen nicht den angeklagten Jugendamtsmitarbeiter Tino H. (43).

Landgericht. Foto: Alexander Böhm

Nach Messerstichen und Schusswaffeneinsatz der Polizei: Bewährungsstrafe für Angeklagten

Jörg T. (44) war schuldunfähig. Darin waren sich die Prozessparteien im Landgericht einig. Die Staatanwaltschaft Leipzig warf dem 44-Jährigen versuchten Totschlag in zwei Fällen vor. In der Nacht zum 8. Juni 2014 hatte er einen Türsteher mit einem Messer in einer Disco angegriffen. Beim Versuch der Polizei, ihn zu entwaffnen, schossen die Beamten ihn nieder, weil sie sich in Lebensgefahr sahen. Die 1. Strafkammer des Landgerichts verhängte am Mittwoch eine Bewährungsstrafe.

Tino H. beim Prozessauftakt auf dem Weg zur Anklagebank. Foto: Martin Schöler

Verdursteter Junge: Trägt der Notarzt eine Mitschuld an Kieron-Marcels Tod?

Im Prozess gegen einen früheren Mitarbeiter des Jugendamts sagten am Dienstag eine Internistin sowie eine Drogenberaterin aus. Die Staatsanwaltschaft legt Tino H. (43) fahrlässige Tötung zur Last, weil der Sozialpädagoge den zweijährigen Jungen einer heroinabhängigen Mutter nicht hatte in Obhut nehmen lassen. Im Juni starb Christine F. (25) an den Folgen einer Überdosis. Weil niemand den plötzlichen Tod der Mutter bemerkte, verdurstete ihr Sohn qualvoll im Kinderzimmer.

Verteidiger Stephan Bonell mit Altenheim-Mörder Silvio T. vor der Urteilsverkündung. Foto: Martin Schöler

Mord im Altenheim: Zehn Jahre Haft für den Angeklagten

Silvio T. (43) soll für zehn Jahre hinter Gitter. Dies urteilte am Montag das Landgericht. Die Richter wiesen den psychisch kranken Mann zudem in ein psychiatrisches Krankenhaus ein. Der Alkoholkranke hatte am 25. November 2014 im Seniorenpflegeheim "Am Rosental" seinen hilflosen Bettnachbarn Dieter W. (66) mit Mundwasser überschüttet und angezündet.

Foto: L-IZ.de

Selbstjustiz beschäftigt Leipziger Kriminalpolizei

Zwei Diebe sollen Ende April auf dem Wagenplatz „Scherbelburg“ in der Küchenholzallee unterwegs gewesen sein. Sie wurden erwischt und der Spieß umgedreht. Einem ertappten Dieb wurde anschließend vermeintliches Diebesgut und Werkzeug aus seiner Wohnung entwendet. In einem E-Mail-Verteiler berichtete man über den Vorfall, mit dem sich nun die Kriminalpolizei beschäftigt. „2 Umverteiler erwischt“ titelt eine Nachricht eines E-Mail-Verteilers am 27. April 2015, die für einige Leipziger unangenehme Folgen haben dürfte. Darin wird ein Fall von Selbstjustiz gegenüber zwei Dieben geschildert.

Silvio T. neben Strafverteidiger Stephan Bonell. Foto: Alexander Böhm

Altenheim-Bewohner gesteht tödlichen Angriff auf Bettnachbar

Weil er unter Schlafstörungen litt, zündete Silvio T. (43) am 25. November 2014 im Seniorenpflegeheim "Am Rosental" seinen Zimmergenossen Dieter W. (66) an. Der Schwerstpflegebedürftige hatte aufgrund seiner Bettlägrigkeit keine Chance, den Flammen zu entrinnen. Sein Bettnachbar gestand am Freitag die Tat.

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