Artikel aus der Rubrik Gesellschaft

Ausländerhass und Gewaltfantasien

Audio – Legida intern: “Radio Blau” zeichnet Aussagen im Demonstrationszug auf

Foto: L-IZ.de

Man muss schon genau hinhören, wenn man den knapp über 5-Minuten-Mitschnitt von „Radio Blau“ vom Montag, den 23. Februar in seiner Gänze begreifen will. Ein Reporter des Leipziger Bürgerradios hat etwas getan, was Journalisten nur begrenzt offensteht. Er ist vor einer Woche mit einem laufendem Mitschnittgerät bei Legida in Leipzig mit“spaziert“. Was er dabei quasi illegal aufgezeichnet hat, veranlasste am 2. März Silvio Rösler auf der Bühne zu der Aussage, man möge sich nicht provozieren lassen. Provozierend sind jedoch einzig die Aussagen der Legida-Demonstranten. Weiterlesen.

Der zeitigste Ticker aller Zeiten & Statistik im Feldversuch

Liveticker vom 2. März 2015: Ein bisschen von 1989 gerettet

Foto: L-IZ.de

Da es seit etwa zwei Wochen aufgrund unveränderter Grundlagen in der Sache selbst nur noch wenig Neues über Legida zu berichten gibt, werden wir am heutigen Montag vor allem auf die zunehmenden Demonstrantenzahlen bei „LEGIDA-Das Original“ am Mendebrunnen und dann nach den Rechten schauen. Und, wie gewohnt, die Redebeiträge der Ausländer- und Flüchtlingsfeinde vor der Oper filmen. Warum wir "Ausländerfeinde" schreiben? Während auf der Mendebrunnnenseite des Augustusplatzes der Spaß regierte, kam man sich vor der Oper Woche um Woche vor, als ob bereits Lebensmittelkarten ausgeteilt würden. Die Humorlosigkeit bleibt das Privileg von Fanatikern. Weiterlesen.

Altersarmut und Bestattungskosten

Leipziger Zahlen bei Sozialbestattungen seit drei Jahren stabil

Foto: Ralf Julke

In der letzten Wahlperiode war es der Leipziger Linke-Abgeordnete Dr. Dietmar Pellmann, der die Landesregierung mit ganzen Serien von Fragen zur sozialen Lage der Sachsen nervte (und vielleicht sogar der Erfinder des Titels "Armutshauptstadt" für Leipzig war). Im Sommer verlor er ja bekanntlich das Duell mit dem CDU-Bewerber in seinem Wahlkreis. Doch in seine Rolle ist jetzt Susanne Schaper als nervende Fragerin geschlüpft. Anmelden und weiterlesen.

Eingeseifte Frühkommer

Gastmanns Kolumne: Wer hat an der Uhr gedreht?

Foto: L-IZ.de

Gestern stolperte ich über einen vergnüglichen Cartoon: Darauf begrüßte eine sich in unmissverständlicher Lage mit ihrem Liebhaber zwischen den Laken befindliche Frau ihren  - zum situationsgemäß ungünstigen Zeitpunkt - zuhause erscheinenden Ehemann mit den rügenden Worten, er sei ja schon wieder zu früh gekommen. Eine zweifellos offensive Sichtweise der Dinge. Wunderbar. Anmelden und weiterlesen.

Stahl, Beton und Zelt Gottes

Kirchenrundgang: Die Propstei am Rosental wird abgerissen

Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

Die Bausubstanz ist marode, das Erdreich gibt nach, Risse ziehen sich durch das gesamte Gebäude, die Sanierung ist zu teuer. So lautet das Todesurteil für die Propstei am Rosental. Am 9. Mai zieht die Gemeinde in den Neubau am Ring. Der Bau am Rosental, der einer Kirche möglichst unähnlich sein sollte, wird wahrscheinlich abgerissen. Und doch mischt sich in den Umzug Wehmut. Zeit für einen Rundgang durch einen der wenigen Kirchenneubauten der DDR - Zeit. Anmelden und weiterlesen.

Was glauben die denn?

Die Michaelis-Friedens-Kirchgemeinde in Gohlis

Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

Am 1. Januar 1999 wurden Friedens- und Michaelis-Kirchgemeinde zusammengelegt. 2013 gab es in der Kirche am Nordplatz ein Bürgerforum zum geplanten Moscheebau in Gohlis. Im TeeKeller „Quelle“ werden benachteiligte, wohnungslose und einsame Menschen zum Essen, zu Gesprächen und zu Ausflügen eingeladen. In der Friedenskirche finden Konzerte, Aufführungen, Foren und Ausstellungen statt. Anmelden und weiterlesen.

Spendenaktion für Annalisa

Lok-Fans: 3.850 Euro für die letzten Wünsche einer 15-Jährigen

Foto: Bernd Scharfe

Die Fans des 1. FC Lok haben am Samstag wieder die Spendierhosen angezogen. Für Annalisa Remane spendeten die blau-gelben Anhänger zum Heimspiel gegen Dynamo Dresden II insgesamt 3.850 Euro. Während Gleichaltrige von der ersten Liebe und großen Partys träumen geht die 15-Jährige mit vier Gehirntumoren ihrem Lebensende entgegen und will sich noch ein paar letzte Wünsche erfüllen. Kurzerhand legten die Fans zusammen. Weiterlesen.

Sächsische Innovation bei Jugendkriminalitätsbekämpfung

Haus des Jugendrechts feierlich eröffnet

Foto: Alexander Böhm

Am Freitag Mittag wurde das Haus des Jugendrechts in der Witzgallstraße 22 feierlich eingeweiht. Das Haus soll zu einer Intensivierung der Zusammenarbeit von Polizei, Staatsanwaltschaft, Gerichten und Gerichtshilfen führen und somit zu einer besseren Bekämpfung im Bereich Jugendkriminalität beitragen. Es ist das erste Projekt seiner Art in Sachsen. Anmelden und weiterlesen.

Was glauben die denn?

Neue Perspektiven durch Fasten entdecken

Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

Noch bis Ostern feiern Christen die vierzigtägige vorösterliche Bußzeit. Eigentlich sind es 46 Tage, doch die Sonntage zählen nicht mit. Fasten kommt in vielen Religionen vor. Besonders bekannt ist der islamische Ramadan. 2015 ist der vom 18. Juni bis 17. Juli. Doch auch ohne religiöse Vorstellung ist der Begriff für viele davon geprägt, dass Menschen auf etwas verzichten, was ihnen - sonst - wertvoll ist. Wozu aber soll es gut sein, sich selbst zu quälen ? Anmelden und weiterlesen.

Die Mücke bleibt ein Elefant

Leipzigs OBM stellt sich nicht hinter den Vorstoß, die Religion aus dem Sächsischen Schulgesetz zu streichen

Foto: Ralf Julke

Im Leipziger Stadtrat hat sich der politische Ton in den vergangenen Monaten ein wenig verschärft. Das liegt nicht nur an der neuen Truppe im Stadtparlament, der AfD, die einiges, was die politische Konkurrenz so tut, nicht für richtig hält. Auch ein Teil der CDU hat so seinen Kummer. Auch mit dieser erstaunlich atheistischen Haltung der Leipziger Stadtverwaltung zum Christentum in der sächsischen Schule. Anmelden und weiterlesen.

Wichtige Aufgabe für sächsischen Bischof

Bischof Koch fährt zur Familiensynode nach Rom

Bischof Heiner Koch. Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

Drei deutsche Bischöfe fahren im Herbst zu einem wichtigen Termin nach Rom: Der Dresdner Bischof Heiner Koch, der Vorsitzenden der Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx und der Vorsitzende der Pastoralkommission, der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode nehmen an der Familiensynode teil. Das teilte Marx am Dienstag vor Journalisten in Hildesheim mit. Viele Katholiken erwarten von dem Treffen wichtige Weichenstellungen. Anmelden und weiterlesen.

Stadt Leipzig verschläft Alternativen

Interview mit “Initiativkreis: Menschen. Würdig.”: Torgauer Straße 290 braucht keinen Ausbau

Foto: Ralf Julke

Viel Geld soll in die Flüchtlingsunterkunft Torgauer Straße 290 gesteckt werden. Den baulichen Zustand bezeichnen viele seit langem als menschenunwürdig. Der "Initiativkreis: Menschen. Würdig." hat seit der Positionierung der Stadt für ein dezentrales Unterbringungskonzept das Objekt im Blick. In einem kritischen. L-IZ.de hat mit der Initiative gesprochen, was sie für konkrete Vorbehalte gegenüber der Sanierung haben und wie eigentlich die Zukunft für Flüchtlinge aussehen müsste. Anmelden und weiterlesen.

Sterben müssen wir nun mal

Tanners Interview mit Claudia von „Juna und Norwin reisen durchs Leben“ (Hospizium bildet Kinder)

Foto: Volly Tanner

So ist es einfach. Ganz zum Schluss geht der Deckel zu. Trotzdem ist es wichtig, Kinder darauf vorzubereiten, ihnen liebe Menschen zu verlieren. Sonst können Traumata auftreten. In Leipzig geht Claudia mit einer Kollegin in die Kindergärten um gerade dies zu tun – ehrenamtlich, jedoch mit jahrelang angelerntem Know How. Tanner fragte nach. Anmelden und weiterlesen.

Staatsleistungen an Sachsens Kirchen auf Rekordniveau

Über 400 Millionen Euro flossen seit 1993 aus dem Landeshaushalt an die beiden großen Kirchen in Sachsen

Foto: Ralf Julke

Da kannte André Schollbach, Landtagsabgeordneter der Linken, nichts: Wenn schon über einen mit 4 Millionen sächsischen Euro gesponserten Katholikentag in Leipzig diskutiert wird, dann müssen auch die anderen staatlichen Fördergelder für Sachsens große Kirchen auf den Tisch. Vier Anfragen stellte er dazu. Und kann nun feststellen: Die Staatsleistungen des Freistaates Sachsen an die Katholische Kirche und die Evangelischen Kirchen haben im Jahr 2014 ein Rekordniveau erreicht. Anmelden und weiterlesen.

Alle Demos, Polizeiplanungen und ein Rückblick

Legida und Nolegida am 16. Februar: Die Lage in Leipzig bleibt heikel

Foto: L-IZ.de

Drei Ergebnisse zeichneten sich im Vorfeld der erneuten Demonstration von Legida am Montag, den 16. Februar am heutigen Freitag seit Mittag final ab. Das rechts-nationalistische Bündnis Legida bekommt am Montag aus Sicherheitsgründen nur eine stationäre Kundgebung auf dem Augustusplatz, Leipzig erhält dafür mehr Einsatzbeamte und Innenminister Markus Ulbig muss eine Glaskugel besitzen, mit welcher er die Zukunft sehen kann. Anmelden und weiterlesen.

Das religiöse Leben in Leipzig

Was glauben die denn? Mehr als ein Spiel von Molekülen am Rande des Nichts

Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

Für die meisten Leipziger spielen Religion und Glaube im Alltag keine bestimmende Rolle. Katholikentag, Reformationsjubiläum und die jüngsten Debatten um den Islam sorgen jedoch dafür, dass Glaube zum öffentlichen Thema wird. Das ist Grund genug, in Leipzig jene aufzusuchen, die an Gott oder etwas Göttliches glauben, und die Frage zu stellen: "Was glauben die denn?" - eine Reihe zum vielfältigen religiösen Leben in Leipzig. Anmelden und weiterlesen.

Breslau 1933 bis 1941: „Kein Recht – nirgends“

Die Tagebücher des jüdischen Historikers Willy Cohn

Foto: Marko Hofmann

Breslau 1933: Die jüdische Gemeinde ist die drittgrößte im Deutschen Reich. Noch. Binnen weniger Jahre zerfällt das Gemeindeleben, flüchten die, die können, verschwinden die, die nicht mehr weg können oder wollen. Nach und nach werden die Bleibenden entrechtet und entnervt. „Kein Recht - nirgends“, Willy Cohns Tagebücher sind ein eindrucksvolles Zeugnis dieses Absturzes bis in gesellschaftliche Ächtung und Ermordung. Anmelden und weiterlesen.

"Nicht die Dinge beunruhigen uns, sondern die Deutung der Dinge"

Kommentar: Macht die Kanzel das Paulinum christlich?

Foto: Ralf Julke

Während der Altar bereits seinen Platz im Paulinum gefunden hat, gibt es um die Kanzel noch Diskussionsbedarf. Das zeigt der Kommentar einer Bürgerinitiative, der vor wenigen Tagen in der L-IZ veröffentlicht wurde. Hinter der Auseinandersetzung um die Kanzel steht die Frage, ob und wie stark der christliche Einfluss auf die Universität sein darf. Gehören zwar Christen zu den Studenten, aber die christlichen Kirchen nicht zur Universität? Anmelden und weiterlesen.

Epilog im Wanderhurenstreit

Voland & Quist spendet 12.500 Euro an das Kurt Tucholsky Literaturmuseum

Cover: Voland & Quist

Am Ende war es eine Reklame für sein Buch, wie sie sich Julius Fischer nicht mal hätte träumen können: Ein kleiner, augenzwinkernder Verweis auf eine der beliebtesten Buchserien im historischen Schmöker-Regal - und schon landete sein Buch "Die schönsten Wanderwege der Wanderhure" vor Gericht. Der Verlag Droemer Knaur sah eine verkaufsträchtige Marke in Mitleidenschaft gezogen. Was darf Kunst, war die Frage. Anmelden und weiterlesen.