Richtfest am Thomaskirchhof: "arcona Living Bach14" eröffnet im Herbst
Redaktion
11.05.2011
Richtkrone für "Living Bach14".
Foto: Ralf Julke
Das historische Gebäudeensemble am Thomaskirchhof 13/14 zählt zu den ältesten nichtkirchlichen Bauwerken der Musik- und Messe-Stadt Leipzig. Die Eröffnung des Stadthotels ist für das vierte Quartal geplant. Richtfest wurde am Freitag, 6. Mai, gefeiert.
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Die Rohbauarbeiten für das "arcona Living Bach14" in der historischen Innenstadt von Leipzig sind abgeschlossen. Das Stadthotel der Eigentümerin Hirmer Immobilien aus München feiert am Freitag Richtfest. Die Bauarbeiten laufen auf vollen Touren und liegen im Zeitplan: „Die Eröffnung unseres Hotel- und Boardinghauses mit 52 Zimmern und Suiten, Restaurant 'Weinwirtschaft' und Wellnessbereich haben wir für das vierte Quartal geplant“, sagt Alexander Winter. Der Geschäftsführer der Rostocker Hotelgruppe arcona Hotels & Resorts hat den Pachtvertrag für 20 Jahre mit Verlängerungsoptionen abgeschlossen.
Das Investitionsvolumen beträgt rund 9 Millionen Euro. Der Name des Boardinghauses "arcona Living Bach14" ist eine Reminiszenz an den international bekannten Komponisten Johann Sebastian Bach. Dies spiegelt sich ebenfalls thematisch in der Innenarchitektur und Ausstattung wider. Der Konzertmeister lebte von 1723 bis zu seinem Tod im Jahr 1750 in Leipzig. Das Kleinod zählt mit dem benachbarten Bach-Archiv und Bachmuseum zu dem historischen Gebäudeensemble am Thomaskirchhof.
Ein Rundgang durch die Baustelle des Gebäudeensembles zeigt: Das 1887 erbaute Haupthaus wurde für das Boardinghaus komplett entkernt und innen neu errichtet.
Seine vordere historische Fassade am Thomaskirchhof 13/14 erstrahlt kunstvoll saniert in neuem Glanz. Im Erdgeschoss zeigt das Restaurant „Weinwirtschaft“ seine ersten Konturen. Die Berliner Innenarchitekten Seeger Müller lassen sich in der inneren Gestaltung vom musikalischen Wirken Bachs inspirieren, insbesondere von der Orgel, dem wichtigsten Instrument der Kirchenmusik. Architektin Susanne Seeger arbeitet daran, eine Beleuchtung aus Orgelpfeifen zu zaubern. Darüber hinaus wird eine große Tafel erklären, dass Johann Sebastian Bach nicht nur Kaffee trank, sondern auch regelmäßig beeindruckende Mengen Wein.
In der Front des Hauses am Thomaskirchhof spiegelt sich schon die Thomaskirche.
Foto: Ralf Julke
Das um 1590 erbaute Renaissancehaus im Ostflügel des Ensembles bleibt erhalten und wird denkmalgerecht saniert. Die restauratorischen Untersuchungen belegen einen außergewöhnlichen Befund: das Gebäude zählt zu den ältesten nichtkirchlichen Bauwerken der Stadt Leipzig. Das schmale, fünfgeschossige Bürgerhaus „Lindwurm“, mit der Hausnummer Thomaskirchhof 13, zeichnet sich durch eines der berühmten Leipziger Hausbilder aus. Über der Tür war der Ritter St. Georg abgebildet, wie er den berühmten Drachen Lindwurm erlegte.
Der Thomaskirchhof gehört zu den frühesten Ansiedlungen in Leipzig, als erste dörfliche slawische Ansiedlung unmittelbar am Zusammenfluss von Elster und Parthe.
„Wir planen das Boardinghaus als einen Ort, an dem sich der Charme früherer Epochen mit modernem Design und dem exzellenten Komfort eines Hotels verbindet“, erklärt Alexander Winter. Das Konzept soll insbesondere internationale Geschäftsreisende, Eventveranstalter, Städte- und Kulturtouristen und in Leipzig gastierende Künstler ansprechen.
Das Haus ist nach dem "arcona Living Goethe87" in Berlin das zweite Boarding-Hotel der Gruppe.
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