Artikel aus der Rubrik Bildung

Ein reich bebilderter Band zu Mozarts Aufenthalt 1789 in Sachsen

Wolfgang Amadeus Mozart in Dresden und Leipzig: Akribische Spurensuche am Wegrand einer legendären Musikerreise

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDieses Buch hatte schon einen Vorgänger im Jahr 1991: „Mozart in Kursachsen“. Doch mittlerweile haben die Beteiligten emsig weitergeforscht und viele kleine Spuren weiterverfolgt, weil ihnen das Nacherzählen von Mozarts Besuch im Frühjahr 1789 in Sachsen einfach zu wenig war. Denn das ließ spannende Fragen völlig unbeantwortet. Zum Beispiel: Warum kam Mozart ausgerechnet nach Sachsen? Und warum nach Leipzig? Und was hat es mit der Glasharmonika auf sich? Weiterlesen

Das Hochschulgesetz von 2011 ist nicht modern, nicht flexibel und auch nicht gerecht

Landesstudierendenvertretung geht mit eigenem Forderungskatalog in die Verhandlungen zur sächsischen Hochschulreform

Foto: Alexander Böhm

Für alle LeserDie Coronakrise hat an einigen Stellen offengelegt, welche verheerenden Folgen die neoliberale Spar- und Privatisierungspolitik in den letzten Jahren angerichtet hat. Nicht nur im Gesundheitswesen, auch in Schulen, Gesundheitsämtern, in der Kultur. Fast übersieht man dabei, dass auch Bereiche wie die Hochschulen diesem wilden Kürzungsdiktat unterworfen wurden, in Sachsen 2011 mit dem sogenannten „Hochschulfreiheitsgesetz“, dessen Reform die Landesstudierendenvertretung jetzt dringend anmahnt. Weiterlesen

Blutige Morde in einem zunehmend von Argwohn geplagten Dresden

Blutrausch: Wolfs Team bekommt es mit einem eiskalten Serienmörder zu tun

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs ist vielleicht kein guter Zeitpunkt, diesen Krimi ausgerechnet jetzt zu besprechen, wo viele Leute wieder früh aufstehen und zur Arbeit müssen. Noch vor wenigen Tagen hätte man sich guten Gewissens in diesen sechsten Kriminalroman des Dresdner Autors Andreas M. Sturm mit seinem unverwechselbaren Ermittlerinnenduo Wolf und König stürzen können, einfach riskierend, dass man ihn vor dem ersten Hahnenschrei nicht würde aus der Hand legen können. Weiterlesen

Mit Früchten, Steinen, Blättern und Ästen

Kinder gestalten die Natur: Wie Kinder in der freien Natur zu kleinen Künstlern werden und die Vielfalt des Lebendigen entdecken

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie Kontaktsperren werden nach und nach gelockert. Viele Menschen haben schon vor Ostern begonnen, wieder mehr ins Freie zu gehen. Manche Familien ja auch aus purer Verzweiflung, denn Kinder brauchen Bewegung. Sie halten das Stillsitzen über Wochen am schwersten aus. Aber man muss ja mit den Kleinen nicht unbedingt gleich zum überfüllten Spielplatz gehen. Da draußen gibt es eine ganze Welt zu entdecken. Und Susanne Straßburgers Buch lädt dazu ein, das mit den Kleinen tatsächlich zu tun. Weiterlesen

Ein legendärer Polizeier, jede Menge Tote und ein paar dubiose Honoratioren im netten Dorf Untergestäng

Die fremde Ausländerin: Eine Kriminalgroteske, die ganz zufällig in der österreichischen Provinz spielt

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDer Österreicher Paul Braunsteiner ist Maler, Musiker, Filmemacher, Schauspieler und auch Autor. Einer, der sich in seiner Lust am Kunstmachen nicht bremsen mag. Und der ein mittlerweile sehr angespanntes Verhältnis hat zu dem, was einem in deutschsprachigen Landen so als Krimi vorgesetzt wird, egal, ob als Buch oder als Abendfilm, wo Kommissare auch noch in der entlegendsten Provinz agieren, als wären sie ein Klon von Inspektor Columbo, mufflige Supergehirne, die mit stereotypen Sprüchen davon ablenken, dass sie den Täter längst im Visier haben. Weiterlesen

Die Suche nach gelingendem Leben

Weinberg: Frieder Burkhardt erweckt die legendären Treffen auf dem Weinberg in Dresden zu neuem Leben

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserHoppla: Den Begriff kennst du doch! Da war doch was. Der ist dir doch schon einmal untergekommen. Stimmt. In Thomas Mayers Biografie von Christoph Wonneberger, dem Mann, der die Friedensgebete nach Leipzig gebracht hat. Dort gibt es das Kapitel „Im Weinberg im Dresden“. 1977 wurde Christoph Wonneberger Pfarrer an der Weinbergkirche in Dresden und wurde damit zum Nachfolger eines Mannes, den nur wenige im Zusammenhang mit der Friedlichen Revolution kennen. Doch alles begann im Herbst 1970 auf dem Weinberg in Dresden. Weiterlesen

Fünf Sorten sind eher ein kläglicher Rest

Köstliche Birnen: Heike Mohr lädt ein, die faszinierende Fülle der Birnenwelt zu entdecken

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserVielleicht kriegen wir ja die Kurve und es gewinnen nach Abflauen der Corona-Epidemie nicht wieder die Hektischen und Gedankenlosen, sondern die Nachdenklichen, die sehr wohl wissen, dass diese Epidemie mit unserer gedankenlosen Weltübernutzung zu tun hat, gern als „Globalisierung“ verharmlost. Dabei wächst alles, was wir für eine gesunde Ernährung brauchen, direkt vor unserer Haustür. Wenn es noch wachsen darf und nicht plattgemacht wird. Weiterlesen

Die Krisen unserer Zeit sind die Krisen alter Machtpolitik

Power to the People: Wir brauchen eine neue, digitale Demokratie

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWir erleben gerade nicht nur eine Krise, auch wenn das in der ganzen Corona-Berichterstattung manchmal so aussieht. Doch egal wie schlimm sie ist: Diese Krise ist nur ein Symptom und erzählt von der multiplen Krise einer Wirtschaftsordnung, die gerade dabei ist, unser Klima zu zerstören, die Artenvielfalt auf der Erde, die Lebensgrundlagen der Menschheit und auch die Demokratie. Aber wie kommen wir da raus? Nur gemeinsam, sagen Georg Diez und Emanuel Heisenberg. Weiterlesen

Das verwirrende Sein zwischen Diesseits und Danach

Gottesanbieterin: Nora Gomringer erkundet den seltsamen Raum unserer Endlichkeit

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSie liebt die Doppelbödigkeit unserer Sprache und die unseres Lebens. Denn der Mensch ist gern ein bisschen schein-heilig, maskiert sich gern, tut so, als sei nichts, obwohl Leben nun einmal heißt: Es passiert ständig was, Unerwartetes, Ungewolltes, manchmal auch schrecklich Peinliches. Und nichts ist dem modernen Konsummenschen so peinlich wie das Ertapptwerden dabei, doch nur ein ganz normales Lebewesen zu sein, das einfach so von jetzt auf gleich auch sterben kann. Denn: Nichts ist sicher. Weiterlesen

Bitte lasst uns wieder in die Schule

Lehrer-Leben: Lernen in der Coronakrise

© Marko Hofmann

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 78, seit 24. April im HandelDie Umfrage war nicht sonderlich repräsentativ, aber immerhin: Ich hatte verschiedene Geschlechter und verschiedene Altersstufen gefragt. „Herr Hofmann, ich vermisse die Schule“, „Herr Hofmann, ich hätte nie gedacht, dass ich mal lieber in die Schule will“, „Ich hab Schule nie so zu schätzen gewusst, wie jetzt“. Das sind nur drei von circa 13 ähnlichen Antworten, die ich von den 20 9., 11. und 12. Klässern erhalten habe, die ich fragte, wie es denn zu Hause mit dem Lernen klappt. Weiterlesen

Ein Gespräch mit Fred Gimpel über die Neuerfindung als Versicherungsvertreter

Wendegespräch: Der wohltuende Sprung ins kalte Wasser

© privat

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 78, seit 24. April im HandelHeute lebt Fred Gimpel als Rentner, Ehemann, Großvater und passionierter Gärtner ein recht ruhiges Leben. Vor 30 Jahren hatte er selten vor 22 Uhr Feierabend. Gemeinsam schaue ich mit ihm auf diese Zeit zurück. Ein Gespräch mit Fred Gimpel über seine Neuerfindung als Versicherungsvertreter. Weiterlesen

Wer über deutsche Juden im 19. Jahrhundert schreibt, sollte das Wort Emanzipation verwenden

Dichter, Denker, Direktoren: 17 Geschichten darüber, wie Menschen sich entfalten, wenn ihre Gettoisierung beendet wird

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWir leben ja in einer Zeit, in der die Besitzstandswahrung und die Angst vor Veränderungen die Gesellschaft regelrecht lähmt. Populisten trommeln für ein Zurück in abgeschottete Provinzialität und die Barrieren zwischen den Schichten werden immer schwerer überwindbar. Ein Land aber wird erst lebendig, wenn Menschen darin wirklich Aufstiegschancen sehen und sie auch ergreifen. Und die Geschichte der deutschen Juden im 19. Jahrhundert ist dafür exemplarisch. Weiterlesen

Mehr als Barock, Semperopernball und Pegida

Dresden: Ein Büchlein, das erzählt, warum die Dresdner so von ihrer Stadt schwärmen

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserIn der Mini-Bibliothek des Buchverlags für die Frau finden auch immer wieder kleine kompakte Städteporträts ihren Platz. Sie werben nicht nur für einen touristischen Besuch der Stadt, der ja gerade jetzt in der Corona-Ausnahmesituation eher nicht möglich ist. Auch Dresden wird in diesem Jahr keine Rekord-Besucherzahlen melden. Aber Holger Kretzschmar mag die Stadt eigentlich aus ganz anderen Gründen. Sie ist deutlich mehr als das, was Touristen für gewöhnlich sehen. Weiterlesen

Damit auch Kinder aus armen Haushalten digital lernen können

Leipzigs Grüne fordern zügige Beschaffung von Leih-Tablets für Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Haushalten

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserIm März wurden auch alle Schulen in Leipzig geschlossen. Lehrer/-innen und Schüler/-innen mussten lernen, wie Unterricht auch im „Homeschooling“ funktioniert. Und es funktionierte gerade in den höheren Klassen und an den Gymnasien recht gut. Aber echte Probleme bekamen gerade Kinder aus armen Haushalten, die nicht über die nötigen Geräte verfügen. Der Bund will zwar 150 Euro pro Kind zur Verfügung stellen, damit die Technik beschafft werden kann. Aber das dauert viel zu lange, kritisieren die Grünen. Weiterlesen

Süßwasserinsekten zeigen, dass sich Lebensräume auch erholen können

iDiV meldet: Bislang umfassendste Studie bestätigt den massiven Rückgang landlebender Insekten

Foto: Gabriele Rada

Für alle LeserSeit drei Jahren hat das Thema Insektensterben ja endlich die Aufmerksamkeit der Medien erreicht. Wichtigster Auslöser war die berühmte Langzeitstudie aus dem Raum Krefeld, die eigentlich nur bestätigte, was alle längst erlebten: Die Insektenmasse im Naturschutzgebiet ist massiv zurückgegangen, genauso wie in Städten und Landwirtschaft. Doch weil es nur eine Studie war, bestimmten auch gleich wieder die Kritiker das Feld, die die Aussagekraft der Studie abstritten. Das iDiV hat jetzt einen ganzen Berg von Langzeitstudien ausgewertet. Und die bestätigen, was in Krefeld offenkundig wurde. Und zwar weltweit. Weiterlesen

Was die Ergebisse der „Vermächtnis“-Studie über den Zustand unserer Gesellschaft verraten

Die Vertrauensfrage: Ohne Chancengleichheit und echte Solidarität bröckelt der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser2015 war das, da gab es auf einmal eine erstaunliche Verwirrung in deutschen Medien. Da gab es nicht nur die große Hilfsaktion für 1 Million Flüchtlinge, die Asyl in Deutschland suchten, sondern auch die heftige Gegenbewegung: einen massiven Auftrieb für die populistischen Bewegungen, anschwellende Pegida-Demonstrationen und vor allem eine ausufernde Debatte, ob die Ostdeutschen nun völlig durchgedreht wären. 2015 startete deshalb auch eine große Studie, die als „Vermächtnisstudie“ in die Forschung einging. Weiterlesen

Von Homeschooling, Helfern, Verschwörungstheoretikern und Gedanken über die Zeit nach dem Shutdown

Die neue Leipziger Zeitung Nr. 78: Wie Corona auch das Leben der Leipziger verändert hat

Foto: L-IZ

Für alle LeserDa draußen in der Leipziger Straßenwildnis gibt es noch ein paar emsige Läden, die neben den Notrationen für einsame Großstädter auch noch Zeitungen verkaufen für Leute, die auch im Corona-Shutdown Futter für ihre grauen Zellen brauchen. Denn eins fährt man auch in so einer Ausnahmesituation lieber nicht herunter: Seine Lust am Lernen und Neugierigsein. Weiterlesen

Wir sind gerade dabei, den Reichtum unserer Welt für immer zu zerstören

Schöpfung ohne Krone: Eileen Crists vehementer Appell, unseren Wachstumswahn endlich zu beenden

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie Coronakrise überdeckt zurzeit die eigentlich viel drängenderen Krisen, die die Zukunft der Menschheit auf der Erde tatsächlich bedrohen: die Klimaerwärmung, die Überbevölkerung und das Artensterben. Auch wenn sie alle miteinander zu tun haben, mit dem menschlichen Machbarkeitswahn, dem falschen Wachstumsdenken und dem, was Eileen Crist das menschliche Überlegenheitsdenken nennt. Weiterlesen

Evolutionäre Wurzeln des Sprachnetzwerks im Gehirn entdeckt

Der Millionen Jahre lange Weg bis zur menschlichen Sprache

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserNicht nur Wissenschaftler staunen ja über den Menschen, der so erstaunliche Fähigkeiten hat, dass er scheinbar mit der ganzen sonstigen evolutionären Entwicklung nichts (mehr) zu tun hat. Aber das Staunen relativiert sich, je intensiver sich die Forschung mit der Menschwerdung beschäftigt. Denn bevor der Mensch all diese Fähigkeiten entwickelte, verging doch eine gewaltige Menge an Zeit. Auch was unsere Sprachentwicklung betrifft. Weiterlesen

Das große Krimi-Treffen fiel aus, die Kurzgeschichten erschienen trotzdem

Tod unterm Schwanz: Die Krimi-Anthologie, die zur ausgefallenen CRIMINALE in Hannover erschien

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserIn der Woche nach Ostern sollte die CRIMINALE 2020, das jährliche Krimifestival des Syndikats mit fast 300 Krimiautoren, in Hannover stattfinden. Doch aufgrund der Corona-Beschränkungen musste auch dieses Lesefest ausfallen. Selbst der Glauserpreis musste online verliehen werden. Die extra für die CRIMINALE in Hannover geplante Anthologie mit Kurzkrimis ist natürlich trotzdem erschienen. Weiterlesen