Artikel aus der Rubrik Bildung

Forscher schauen dem Gehirn dabei zu, wie es sich Räume merkt

Leipziger Forschung: Wie unser Gedächtnis unsere Orientierung in der Welt erst möglich macht

Grafik: Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften

Für alle LeserEigentlich sind es nur lauter kleine Puzzle-Stücke, die die Forscher/-innen des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig (auch in Kooperation mit anderen Forschungseinrichtungen) zusammentragen. Aber jedes einzelne macht deutlich, was für einen faszinierenden Denkapparat wir Menschen da bekommen haben. Einen, der sich unendlich viele Details aus der Umgebung merken und blitzschnell abrufen kann, wenn wir uns durch diese Umwelt bewegen. Weiterlesen

30 Jahre Währungsunion

Giesecke+Devrient druckte die Hälfte der neuen Geldscheine für den 1. Juli 1990

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserVielleicht wird ja 2020 einmal als das Corona-Jahr in die Geschichtsbücher eingehen, das Jahr, in dem die Menschheit lernte, kürzer zu treten und das wahnsinnige Rad der Geschäftigkeit zu verlassen, weil das Coronavirus gar nichts anderes zuließ. Ein stilles Jahr geradezu im Vergleich mit dem rasenden Jahr 1990, dessen 30. Jahrestag eigentlich gefeiert werden sollte: das sich überstürzende Jahr der Deutschen Einheit. Und der 1. Juli war der Tag, an dem alles unumkehrbar wurde. Weiterlesen

Ein Klimaforscher appelliert an Politik und verunsicherte Bürger

Heißzeit: Mojib Latifs vehementes Plädoyer, jetzt die rasende Fahrt in die Klimakatastrophe zu stoppen

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEinen flammenden Appell nennt Mojib Latif sein Buch, in dem er nicht nur davor warnt, dass wir mit Vollgas in die Klimakatastrophe rasen. Immer noch. Trotz all der Klimakonferenzen, auf denen Staatsoberhäupter regelmäßig Schritte zur CO2-Reduzierung vereinbaren, schöne Reden halten, nach Hause fahren – und dann wird weitergefeuert wie bisher, werden immer neue Treibhausgas-Rekorde vermeldet. Mojib Latif ist nicht irgendwer. Weiterlesen

Die unsichtbaren Spuren von Rassismus und Kolonialismus in Leipzig

Machtgefälle im Kopf. Die neue „Leipziger Zeitung“ Nr. 80 ist da: Was zählt …

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDarauf einen schönen schwarzen Kaffee. Zum Munterwerden. Und als Anstoß. Quasi der Kaffee des Anstoßes. Nicht ohne Grund thematisiert die neue Ausgabe der Leipziger Zeitung nach den großen „Black Lives Matter“-Demonstrationen die alten, fast „vergessenen“ Themen Kolonialismus und Rassismus auch für Leipzig. Die ach so weltoffene Stadt, in der Menschen, wenn sie nur fremd genug aussehen, trotzdem immer wieder Stalking, Mobbing und direkte Angriffe erleben. Man sieht es nicht – so aus weißhäutiger Perspektive. Weiterlesen

UFZ-Forschung in den Papitzer Lachen

Kammmolche leiden unter heißen Sommern, wurden vom asiatischen Bsal-Pilz aber bislang verschont

Foto: André Künzelmann, UFZ

Für alle LeserIm Projekt „Lebendige Luppe“ geht es nicht nur darum, alte Flussläufe in der Nordwestaue wieder mit Wasser zu beschicken. Hier bekommen Forscher auch die Möglichkeit, verschiedene Aspekte dieses Auenwaldes über mehrere Jahre zu untersuchen. So auch die Kammmolche in den Papitzer Lachen, bei denen schon die Befürchtung im Raum stand, sie könnten möglicherweise von einem aus Asien stammenden Pilz betroffen sein. Eine UFZ-Forscherin hat das untersucht. Weiterlesen

Die Scheffel-Katastrophe am Neckar

Heidelberg in one Day: Wie man die romantische Brille beim Blick auf old Heidelberg loswird

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSprache verändert unsere Sicht auf die Dinge, auch auf „romantische“ Städte und „romantische“ Burgen. Wer nach Videoclips über Heidelberg und sein Schloss sucht, wird von lauter „Romantik“ geradezu erschlagen. Daran ist nicht nur der „extremly popular writer of song lyrics“ Joseph Victor von Scheffel schuld mit seinem Lied „Alt-Heidelberg du feine, Du Stadt an Ehren reich ...“. Mit Romantik hat das übrigens nichts zu tun, nicht mal mit der deutschen. Weiterlesen

Wenn der Abschied vom Fleisch immer noch schwerfällt

Kleines Steak Buch: Die Faszination des Feuers und warum Steak nicht gleich Steak ist

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWohin geht die Reise? Immer mehr Menschen verzichten auf Fleisch. Die Fleischindustrie steckt in der Krise, nachdem immer mehr Details über die Massentierhaltung und die Bedingungen in den Schlachthöfen bekannt werden. So richtig schick ist der Auftritt der Grillmeister an ihren Grills ja nicht mehr. Und sie werden sich künftig viele Fragen gefallen lassen müssen – zur Herkunft des Fleisches und auch zur Klassifikation des Steaks, das sie da gerade brutzeln. Nichtwissen entschuldigt nichts mehr. Weiterlesen

Zu Besuch in der Kulturhauptstadt von 2010

Essen an einem Tag: Mal ohne Mittelaltercharme zwischen Zeche Zollverein und Villa Hügel

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserKeine Region in Deutschland erinnert so sehr an das vergangene industrielle Zeitalter in Deutschland wie der Ruhrpott. Nicht einmal das mitteldeutsche Industriedreieck, obwohl hier die Essen noch viel länger qualmten als an der Ruhr. Aber während sich Mitteldeutschland in eine Seenplatte verwandelt, verschmelzen in einer Stadt wie Essen tatsächlich Industrielandschaft und Kultur. Nur eins findet der Essen-Reisende nicht wie anderswo: mittelalterliche Stadtromantik. Weiterlesen

Wer die Wahrheit nicht hören möchte, wechselt den Doktor

Kluge Köpfe rollen am schnellsten: Der herrlich sarkastische Blick eines Thüringer Arztes auf das Treiben der jetzt lebenden Menschheit

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAls der in Ilmenau heimische Rhino Verlag diesen Aphorismen-Band des in Erfurt lebenden Arztes Siegbert Kardach ins Frühjahrsprogramm nahm, war von Corona noch nichts zu merken, der Shutdown noch nicht mal zu ahnen. Aber wer die Zeit mit zugespitzten Gedanken begleitet, der ist selbst dann aktuell, wenn so etwas passiert. Denn mit dem Auftauchen eines Virus kann man nicht so genau rechnen, mit der Einfalt der Menschen schon. Weiterlesen

Wie die Corona-Pandemie Europa verändert

Ist heute schon morgen? Ivan Krastev denkt über die sieben Paradoxa des Corona-Shutdowns nach

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserOrakel, Orakel – kaum ein Tag vergeht, an dem die großen deutschen Zeitungen nicht irgendeine neue Zukunftsvermutung in wortgewaltigen Kommentaren verbreiten. Oft mit einem besorgten Unterton, dem man anmerkt, dass er direkt aus diversen Konzernzentralen kommt, wo man einfach nicht wahrhaben will, dass das alte Geschäftsmodell gerade den Bach runtergeht. Und die Coronakrise hat das nicht ausgelöst, sondern nur ein bisschen verstärkt. Auch das europäische Drama, mit dem sich Ivan Krastev schon seit Jahrzehnten beschäftigt. Weiterlesen

Menschenleere Straßen, Gerüchte, flüchtende Reiche

Als Heinrich Heine für die Augsburger Allgemeine über die Cholera-Epidemie in Paris schrieb

Foto: Patrick Kulow

Für alle LeserIm Corona-Shutdown haben doch einige Leute mal wieder Bücher in die Hand genommen, einige auch ganz gezielt jene großen Geschichten aus der Weltliteratur, die von den Epidemien der Vergangenheit erzählen. Manche wurden auch in Büchern fündig, die man unter dem Aspekt gar nicht in Erinnerung hat. Tim Jung zum Beispiel, der bei Hoffmann & Campe jetzt einen „neuen“ kleinen Band Heine vorgelegt hat: „Ich rede von der Cholera. Ein Bericht aus Paris von 1832“. Eine Neuentdeckung? Nicht ganz. Weiterlesen

Das Audi-Forum gibt's ganz zum Schluss

Ingolstadt an einem Tag: Ein Besuch in Bayerns alter Festungsstadt

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserBei Ingolstadt denkt man eigentlich nur an Autos, eine riesige Autofabrik und lauter Audis, zu deren Verteidigung der bayerische Ministerpräsident schon einmal anruft bei der Bundeskanzlerin, weil die schicken Autos für Bayern systemrelevant sind. Für Ingolstadt sind sie es tatsächlich. 44.000 Menschen sind rund um Ingolstadt in der Autoproduktion beschäftigt. Das Audi Forum Ingolstadt ist dann auch die letzte Station in Franziska Reifs kleiner Besuchsempfehlung für das 1.200 Jahre alte Ingolstadt. Eine Entdeckung auch ohne Auto. Weiterlesen

Musikstadt, Messestadt, Universitätsstadt und die eine oder andere Schlacht der Weltgeschichte

Kleine Geschichte der Stadt Leipzig: Steffen Raßloff versucht, die Bürgerstadt in aller Kürze auf den Punkt zu bringen

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSie kommen ganz bestimmt alle wieder, auch wenn die Leipziger Tourismuszahlen 2020 einbrechen werden. Denn alle großen Festivals sind ja abgesagt. Und große Konzerte und Theateraufführungen sind noch selten. Aber die Stadt ist noch da und lädt ein zum Erkunden. Und fast alle Museen sind wieder geöffnet, die Steffen Raßloff in seinem Büchlein den Leser/-innen auch wärmstens ans Herz legt. Weiterlesen

Junge Lyrik mal von drei Seiten betrachtet

Denkzettelareale: Der Versuch zu erfassen, was 33 heutige Dichter/-innen eigentlich machen, wenn sie schreiben

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie Lyrik ist tot. Es lebe die Lyrik! Kein Mensch liest mehr Gedichte. Kein Mensch versteht mehr, was Dichter schreiben. Lyrik hat es schon nicht einfach in unseren Tagen. Und trotzdem erscheinen – zumeist in kleineren, mutigen Verlagen – Gedichtbände, liebevoll aufgemacht, in zumeist kleinen Auflagen. Und trotzdem stellen sich Herausgeber alle paar Jahre die weltbewegende Frage: Was ist denn eigentlich die aktuelle zeitgenössische Lyrik? Wie ist der Stand der Dinge. Ja, wo laufen sie denn? Weiterlesen

Jubiläum

120 Jahre Leichzeit: Das Institut für Rechtsmedizin und seine (alltägliche) Geschichte(n)

Foto: Sabine Eicker

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 79, seit 29. Mai im HandelEgal ob Quincy, Bones, Professor Boerne: Die Rechtsmedizin ist fester Bestandteil der Medienwelt. Seit 120 Jahren gibt es auch ein entsprechendes Institut in Leipzig, was einst dem Kultusministerium regelrecht abgeschwatzt werden musste. Spätestens seit 1961 ist das Institut eines der besten in Deutschland. Institutsleiter Prof. Jan Dreßler im Gespräch über seine medialen Ebenbilder, die tägliche Leichenarbeit und den Umgang mit den Grausamkeiten auf der Arbeit. Weiterlesen

Die Koffer packen und ab in eine echte Cittaslow

Nördlingen an einem Tag: Auf runder Stadtmauer mitten im Nördlinger Ries

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEgal, wohin man in Deutschland reist, man trifft auf Geschichte. Richtig lange Geschichte. Und gerade jetzt, wo der Massentourismus mit Fliegern und Ferienressorts so ins Zwielicht geraten ist, dürfte sich mancher eher wie Kurt Tucholsky fühlen im Jahre 1912: Um der großen Stadt zu entfliehen, setzt man sich einfach mit Claire in den Zug und fährt vielleicht nicht nach Rheinsberg (was man ja später nachholen kann), sondern beispielsweise nach Nördlingen. Natürlich mit kleinem Stadtführer in der Tasche. Weiterlesen

Lehrer-Leben

Lehrer-Leben: Drauf auf die Lehrer – Ich kann mich nur entschuldigen

Foto: privat

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 79, seit 29. Mai im HandelWar Ihr Kind auch schon wieder in der Schule? Wenn ja, wie lang? Und wie sind die Tage angelaufen? Gleich volle Bude Notenhatz oder entspanntes Ankommen in der neuen Zeit? Liegen die Schleusenzeiten für Ihre Kinder ungefähr gleich oder müssen Sie eine Weile warten, bis nach Kind eins auch Kind zwei noch ins Gebäude durchhuschen darf? Die Fragen kommen nicht von ungefähr. Die „neue“ Schulzeit – sie hat unterschiedlich an den weiterführenden Schulen in Leipzig begonnen. Weiterlesen

Warum Krisen tatsächlich die Welt verändern und „Alternativlosigkeit“ Menschen wütend und verzweifelt macht

Die Zukunft nach Corona: Matthias Horx wirft einen Blick in die Zukunft in unseren Köpfen

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserKann man die Zukunft voraussagen? Es gibt einen Haufen Leute, die tun so, als könnten sie es. Seit Ausbruch der Corona-Pandemie gibt es kaum noch einen Tag, an dem nicht irgendein Kommentator, Politiker, Ökonom oder sonstiger Kaffeesatzleser aus voller Brust behauptet zu wissen, dass nach Corona alles anders wird. Oder sich gar nichts ändert – was dann sozusagen die Variante für gutverdienende Zyniker ist. Oder für Blender. Aber was kommt wirklich danach? Nur eins ist sicher, stellt Matthias Horx fest. Weiterlesen

Canaletto-Blick, Tom-Pauls-Theater und ein zwiespältiger Aufstieg zum Sonnenstein

Pirna an einem Tag: Die Stadt, in der der kleine Tetzel die falsche Berufswahl traf

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWohin nur am Wochenende? Das fragen sich ja viele Leute, die dann aus lauter Verzweiflung wieder am Cossi landen. Oder in der City Schlange stehen für ein Eis. Dabei ist Sachsen voller Reiseziele, für die sich auch ein kurzer Entschluss lohnt. Zug raussuchen, Rucksack packen und einfach mal nach Pirna fahren. Das wäre so ein Zielvorschlag, wenn einem Delitzsch, Torgau und Grimma schon zu nahe sind. Weiterlesen