16.8°СLeipzig

Clubkultur

- Anzeige -
Sachsens Clubs sind wieder geschlossen. Jetzt wollen sie klagen. Foto: Pixabay

Einzige Perspektive Lockdown? Sachsens Clubszene klagt gegen Corona-Schutzverordnung

Die Musik ist wieder aus, die Tanzflächen erneut leer. In den Clubs in Sachsen herrscht sozusagen bereits seit Anfang November wieder Lockdown. Denn mit der Verordnung, die am 8. November in Kraft trat, war es ihnen untersagt, Veranstaltungen ohne Maske und Abstand durchzuführen – der erneute „Todesstoß“ für die Häuser. Seit Montag, dem 22. November, und damit der Durchsetzung der aktuellen Corona-Schutzverordnung, ist schließlich gänzlich klar: Die Clubs bleiben zu.

Mittwoch, der 29. September 2021: Kritik an „Nachtbürgermeister“-Personalie und „Freie Sachsen“ verkaufen eigene „Presseausweise“

FDP und Grüne haben heute nicht nur mit einem Sondierungs-Selfie für Spaß (und wie immer etwas Spott) im Netz gesorgt, sondern auch erklärt, dass sie in ersten Gesprächen nach der Bundestagswahl am Sonntag bereits Gemeinsamkeiten gefunden haben. Beide wollen am Wochenende mit der SPD sprechen. Nachdem die Stadt Leipzig heute bekanntgab, mit wem die neue Koordinierungsstelle Nachtleben besetzt wird, wurde auf Twitter heftig über Personalie und Auswahlverfahren diskutiert. Und die rechtsextremen „Freie Sachsen“ haben angekündigt, eigene „Presseausweise“ ausstellen zu wollen. Die LZ fasst zusammen, was am Mittwoch, den 29. September 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Nils Fischer ist Leipzigs erster Fachbeauftragter für Nachtkultur. Foto: Katharine Hindelang

Leipzig hat jetzt einen „Nachtbürgermeister“

Nachdem sich am vergangenen Donnerstag bereits der neu gegründete NachtRat vorgestellt hat, ist nun auch Leipzigs erster Fachbeauftragter für Nachtkultur gefunden: Nils Fischer wird künftig die Schnittstelle sein zwischen den Akteur/-innen der Leipziger Nachtkultur, den Ordnungsbehörden, der Stadtverwaltung und der Politik. Der gebürtige Braunschweiger setzte sich im Auswahlverfahren gegen 118 weitere Bewerber/-innen durch.

Diskussionsrunde im Grassi. V.l.n.r.: Nils Straatmann (Livelyrix e.V.), René Hobusch (FDP), Paula Piechotta (Grüne), Sören Pellmann (Linke), Jessica Heller (CDU) und Holger Mann (SPD). Foto: LZ

Ein Herz für Clubs und Soloselbstständige: Rückblick auf eine lebendige Kulturdiskussion im Grassi + Videos

Natürlich müssen wir das noch nachreichen, weil es einfach wichtig ist, auch im Bundestagswahlkampf. Denn das war ja bekanntlich das späte und unerwartete Erschrecken, das mitten im ersten Corona-Jahr den Blick auf die Freie Szene und die Soloselbstständigen lenkte, die von den Allgemeinverfügungen regelrecht zum Nichtstun verdonnert wurden und auf einmal ohne Einnahmen dastanden. Aber ein Auffangnetz für sie gab es nicht. Auch das thematisierte das Livekommbinat am 9. September bei seinem Wahlpodium im Grassi.

Im Rahmen der Demonstration gegen den Umgang von Domino’s Leipzig mit seinen Angestellten gründete sich am Samstag eine Betriebsgruppe mit dem Namen „Dominoeffekt“. Foto: LZ

Das Wochenende, 19./20. Juni 2021: Reger Demo-Samstag und SPD Leipzig hat nun Doppelspitze + Videos

Das Wochenende in Leipzig war nicht nur heiß, sondern auch Schauplatz zahlreicher Demonstrationen, unter anderem gegen arbeitsrechtliche Missstände beim Pizzalieferanten Domino’s und gegen das Sterben von Clubs und Kultureinrichtungen während der Coronakrise. Letztere Demo endete an der Galopprennbahn, wo die Leipziger SPD am Samstag eine Doppelspitze Mann und Rudolph-Kokot wählte. Außerdem wurde im Landkreis Leipzig die Delta-Variante des Coronavirus' nachgewiesen und die Linke hat nun ein Programm für die Bundestagswahl. Die LZ fasst zusammen, was am Wochenende des 19. und 20. Juni in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Modellprojekt Kultur // Reallabor. Screenshot: LZ

Modellprojekt Kultur Leipzig: In der Distillery gibt es Deutschlands erste Tanzveranstaltung mit PCR-Testung und ohne AHA-Regeln

Wo die einen immer unruhiger werden und fordern, die Einschränkungen zur Corona-Pandemie einfach ganz abzuschaffen, ist auch Leipzigs Kulturszene lieber vorsichtig. Immerhin probiert man seit vergangener Woche aus, wie das ist, wieder Publikum mit den nötigen Vorsichtsmaßnahmen in den Saal zu lassen. Und am 12. und 19. Juni soll es sogar Tanz in der Distillery geben – ohne AHA-Regeln. Aber mit Tests.

Raum für Kreativität: Auf dem Gelände des Eisenbahnkraftwerks im Leipziger Süden entsteht ein neues Kulturzentrum. Foto: Robert Schikor

Kickoff am Gleisdreieck: Beteiligungsprozess gestartet, Anregungen und Ideen ausdrücklich erwünscht

Am Donnerstagabend startete der Beteiligungsprozess des Projekts Gleisdreieck. In den nächsten Jahren soll auf dem Gelände des ehemaligen Eisenbahnkraftwerks, das zuvor der Deutsche Bahn AG gehörte, ein Kulturzentrum für Leipzig entstehen. In der Entwicklung sollen sich auch die Bürger/-innen aktiv mit Ideen und tatkräftiger Unterstützung einbringen können. Dafür ist ein breitgefächerter Beteiligungsprozess über 18 Monate angesetzt. Zur digitalen Auftaktveranstaltung schalteten sich über 170 Personen zu.

(Noch) gelassen durch die Krise: Jörg Folta, Betreiber des Felsenkellers. Foto: LZ

Zwischen Krisen-Stopp und Start: Der Felsenkeller-Betreiber Jörg Folta im Interview

Der Hashtag #Clubsterben machte bereits vor einer Weile die Runde, die Angst um die privaten Veranstaltungshäuser in Leipzig besteht bei vielen bis heute. Was wird nach der Coronakrise noch da sein, werden Eventhäuser gar verschwinden und wie überleben sie im Moment – ohne Konzerte, Diskos und Gastronomieumsätze? Jörg Folta, Bereiber des Felsenkeller in Plagwitz, wirkt gelassen, wenn man ihn darauf anspricht. Warum und wie lange noch? Ein Interview zum Stand in einem der größten Häuser des Leipziger Westens.

NightLive Vision Leipzig: EU-gefördertes Projekt will junge Leipziger Musikszene stärken

Kleine und mittlere Musikspielstätten stehen im Fokus des jüngst gestarteten Projektes NightLive Vision Leipzig, das während seiner Laufzeit in den kommenden 18 Monaten die Bedingungen für kleinere Konzertveranstalter verbessern will. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der besucherstarken Livemusikszene mit ihrer wichtigen Rolle für den künstlerischen Nachwuchs.

Erscheint am 6. November: der Sampler VAK 02. Cover: VAK

Zweites Soli-Album für die unabhängige Clubszene in Leipzig erscheint am 6. November

Auch die Leipziger Clubs leiden unter den Folgen von Corona und den Schließungsanordnungen. Aber auch Leipzigs Clubbetreiber lassen den Kopf nicht hängen. Im April haben sie schon einmal auf künstlerische Weise an ihr Lieblingspublikum appelliert und ein Soli-Album veröffentlicht. Natürlich damals noch hoffend, dass die Sache vielleicht bald ausgestanden wäre. Aber so sieht es nicht aus. Deshalb gibt es jetzt das zweite Soli-Album: VAK 02.

Christopher Zenker (SPD). Foto: Michael Freitag

Lebendiges Gleisdreieck – Clubkultur ermöglichen

Die kürzlich durch die Stadtverwaltung vorgelegten Pläne zur Nutzung des Gleisdreiecks in der Arno-Nitzsche-Straße stoßen innerhalb der SPD-Fraktion auf Zustimmung. „Auch wenn die Clubkultur durch Corona aktuell am Boden liegt müssen wir auch in die Zukunft blicken. Ich bin daher froh, dass Leipzigs lebendige Clubkultur in Form der Distillery und des TV-Clubs auf dem Gelände ein neues Zuhause finden sollen.”, so Fraktionsvorsitzender Christopher Zenker zu den Plänen.

Elipandemie auf Startnext. Foto: Elipamanoke

Leipziger Clubkultur: Elipamanoke startet Crowdfunding und sucht Unterstützer

Die massiven Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie haben auch Leipzigs Clubszene mit voller Breitseite getroffen. Nichts erscheint unter Corona-Bedingungen so unmöglich, wie wieder hunderte tanzende Menschen auf engem Raum die Nächte durchfeiern zu lassen. Da helfen auch bei den Organisatoren des Elipamanoke in Plagwitz alle Grübeleien nichts: Bevor der Club wieder aufmachen kann, braucht es noch einige kluge Ideen und vor allem Unterstützung von Freunden.

Jürgen Kasek (Grüne) setzte sich bereits für die Aufhebung der Sperrstunde ein, nun gehts ans Clubs-Retten. Foto: L-IZ.de

Der Stadtrat tagt: Leipzig will seine Clubs retten + Video

Fast alle Geschäfte und Einrichtungen dürfen nach wochenlangen Verboten wieder öffnen – wenn auch mit Einschränkungen. Doch bei einigen sorgt die Coronakrise noch immer für geschlossene Türen: den Clubs zum Beispiel. Die Stadt Leipzig hat sich nun auf Antrag der Grünen und mit Unterstützung der CDU zu den Clubs bekannt und wird diese bei der Suche nach alternativen Veranstaltungsformen unterstützen – möglicherweise auch finanziell.

Sören Pellmann, Die Linke. Foto: LZ

Leipzig ohne Nachtleben – wie sehr leidet die Clubkultur unter Corona?

Am Dienstag, den 16. Juni hat sich der Leipziger Bundestagsabgeordnete Sören Pellmann (Die Linke) den Geschäftsführer des Leipziger Veranstaltungsortes „Felsenkeller“, Jörg Folta, zum Gespräch eingeladen. Sie widmen sich der problematischen Situation für Veranstalter und Clubbetreiber im Zuge der Corona-Pandemie.

Stadtrat Jürgen Kasek (B 90/Die Grünen) am 20. Mai 2020 in der Kongresshalle zur Ratsversammlung. Foto: L-IZ.de

Clubkultur und Livemusikspielstätten erhalten

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Stadtrat Leipzig hat einen Antrag eingereicht, der die Stadtverwaltung beauftragen soll, ihre Anstrengungen zum Erhalt der Clubkultur und Livemusikspielstätten zu intensivieren und zeitnah auch Flächen für Open Air Veranstaltungen zu benennen, um auch in Zeiten der Pandemie den Kultureinrichtungen Veranstaltungsmöglichkeiten zu geben.

Ute Elisabeth Gabelmann (Piraten und Freibeuterin). Foto: L-IZ.de

Der Stadtrat tagt: Clubs sollen bei Stadtplanung mehr berücksichtigt werden

Mit Ausnahme der AfD hat der Stadtrat am Mittwoch, den 22. Mai, einstimmig dafür gestimmt, die Interessen der Clubs zukünftig stärker zu berücksichtigen, beispielsweise bei großen Bauvorhaben. Ausgangspunkt war ein Antrag der SPD, zu dem es Änderungsanträge von Linksfraktion und Stadträtin Ute Elisabeth Gabelmann gab.

Jürgen Kasek (B90/Die Grünen). Foto: L-IZ.de

Stirbt die Clubkultur in Leipzig?

Der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen Leipzig lädt heute, am 03.05.2019 um 19 Uhr zur Podiumsdiskussion „Stirbt die Clubkultur in Leipzig“ ab 19 Uhr ins Peter K. (Ludwigstr. 81) ein. Auf dem Podium diskutieren: Steffen Kache (Distillery und Vorsitzender der IG LiveKOmm), Rene Hobusch (Haus und Grund), Norma Brecht (Stadt für Alle), Prof. Dr. Dieter Rink (Stadtforscher UFZ), Jürgen Kasek (Rechtsanwalt, Spitzenkandidat Wahlkreis 2) und Tobias Peter (Pöge-Haus, stadtentwicklungspolitischer Sprecher, Spitzenkandidat Wahlkreis 2).

Der Innenhof des Kulturzentrums "So&So". Foto: So&So

IG LiveKommbinat: Übergabe der Petition zum Schutz der Clubkultur

Vor 3 Wochen hatte die Interessengemeinschaft LiveKommbinat (IG LiveKomm) als Vertreter der Livemusikspieltstätten in Leipzig eine neue Petition gestartet, um Freiräume und Clubkultur in Leipzig zu schützen. In nur 3 Wochen kamen so bislang 4.500 Unterschriften digital zusammen und weitere 1.000 Unterschriften analog. Im Ergebnis 5.500 Unterschriften, die von der Stadt fordern, dass diese sich für die Umsetzung des mittels Bürgerbeteiligung entstandenen Bebauungskonzept für den ehemaligen Freiladebahnhof Eutritzsch und damit für den Erhalt des So&So einsetzt.

Scroll Up