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Homeoffice

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Homeoffice in Leipzig – Klare Regeln für Heimarbeit gefordert

Schöne neue Arbeitswelt oder Rund-um-die-Uhr-Einsatz für den Chef? Das Homeoffice ist seit Beginn der Corona-Pandemie zum Alltag für viele Beschäftigte in Leipzig geworden. Doch die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) vermisst klare Regeln für die Heimarbeit – und fordert die nächste Bundesregierung zu Nachbesserungen auf.

Sascha Matzke bei Einbringung des Freibeuter-Antrags. Foto: Videostream, Screenshot LZ

Der Stadtrat tagte: Video-Zuschaltung soll künftig auch in Präsenzsitzungen des Stadtrates möglich sein + Video

Da dachte man eigentlich, das sei alles wie am Schnürchen organisiert auch zu den Ausschusssitzungen des Stadtrates. Aber da muss bei einigen Stadträt/-innen doch der Frust gewachsen sein über die nicht genutzten Möglichkeiten, auch Personen zuzuschalten, die man bei Präsenzsitzungen unbedingt gebraucht hätte, die aber irgendwo im Homeoffice saßen oder seit Stunden vor der Tür versauerten. Es braucht ein Regelwerk, beantragte deshalb die Fraktion der Freibeuter.

Bild: Leni und Tom/Pixabay

Homeoffice für Angestellte der Stadt durch digitale Teilnahme an Stadtratsgremien stärken

Die Fraktion Freibeuter im Leipziger Stadtrat beantragt, für die in Präsenz durchgeführten Sitzungen der Gremien des Stadtrates die Möglichkeit einer digitalen Zuschaltung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung zu schaffen. Entsprechendes soll auch für Stadträtinnen und Stadträte gelten, die nicht Mitglied des jeweiligen Gremiums sind, aber beispielsweise eigene Anträge einbringen.

Martin Dulig, Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und stellvertretender Ministerpräsident. Foto: Götz Schleser

Arbeitsschutzbehörde überprüft Angebot von Homeoffice

Am 27. Januar 2021 ist die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung (Corona-ArbSchV) des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales in Kraft getreten. Arbeitsminister Dulig: „Bedeutung des Arbeitsschutzes muss auch nach Pandemie im Bewusstsein der Menschen bleiben“

Frank Müller-Rosentritt. © Deutscher Bundestag / Achim Melde

Frank Müller-Rosentritt (MdB) zur Homeoffice-Pflicht

Frank Müller-Rosentritt, Mitglied des Bundestag aus Chemnitz und Landesvorsitzender der FDP Sachsen, zur Blitzumfrage der Chemnitzer Industrie- und Handelskammer (IHK) über eine Homeoffice-Pflicht: „Wenn mehr als 60 Prozent der befragten Unternehmen eine Pflicht zum Home Office ablehnen, wie sie Bundesarbeitsminister Heil vorschwebt, dann kann man das nicht einfach ignorieren.“

Martin Dulig, Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und stellvertretender Ministerpräsident. Foto: Götz Schleser

Arbeitsminister Dulig begrüßt Verordnung zum Homeoffice

Nach dem Bund-Länder-Beschluss für eine verbindlichere Regelung zum Homeoffice hat Bundesarbeitsminister Hubertus Heil am gestrigen Mittwoch (20.1.2021) eine entsprechende Rechtsverordnung unterzeichnet. Arbeitgeber sollen Homeoffice überall dort möglich machen, wo es die Tätigkeiten zulassen.

Experimentierfeld Homeoffice. Foto: Ralf Julke

Homeoffice in Leipzigs Stadtverwaltung und in den Eigenbetrieben: Zartes Pflänzchen Heimarbeit

Irgendwie wurde auch Leipzigs Verwaltung 2020 von Corona ziemlich überrascht in einem Prozess, die Verwaltung nach und nach zu mehr Homeoffice zu befähigen. Das war auch schon vor dem Lockdown so. Aber es ging der Verwaltung dann wie den Schulen: Als es ernst wurde, war man tatsächlich nur zu einem recht kleinen Prozentsatz bereit, tatsächlich ins Homeoffice zu wechseln. Eine SPD-Anfrage hat jetzt genauere Daten ans Licht gebracht.

Henning Homann, SPD Sachsen. Foto: Götz Schleser

Mehr Homeoffice und mehr Sicherheit am Arbeitsplatz

Henning Homann, Generalsekretär der SPD Sachsen, und Detlef Müller, Vorsitzender der sächsischen SPD-Landesgruppe im Bundestag, zum Thema Homeoffice: „Es ist unser gemeinsames Ziel ist, einen harten wirtschaftlichen Lockdown zu vermeiden. Zur Pandemiebekämpfung müssen deshalb die Ansteckungsrisiken am Arbeitsplatz deutlich eingeschränkt werden.“

Stadträtin Anja Feichtinger (SPD) im Leipziger Rathaus. Foto: Michael Freitag

Home-Office auch bei Stadtverwaltung und Eigenbetrieben verstärkt anbieten

Die SPD-Fraktion hatte im November eine Anfrage zu den Home-Office-Regelungen bei der Stadtverwaltung und den Eigenbetrieben gestellt, um zu erfahren, wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktuell von Zuhause aus arbeiten und bei wie vielen Arbeitsplätzen die technischen Voraussetzungen vorliegen, sodass die Mitarbeiter diese Möglichkeit auch nutzen können.

Bild: Leni und Tom/Pixabay

Homeoffice im Lockdown: Stromsparen leichtgemacht

Dieser Winter wird die Haushaltskasse in vielen Fällen höher belasten. Waren es anfangs nur die Maßnahmen zur Händehygiene, steigt der Stromverbrauch durch die lange Zeit mit Homeoffice, Online-Schule und Video-Chats zusätzlich an. „Zum Sparen gilt wie bei jedem technischen Gerät“, weiß Ulrike Körber, Energieberaterin der Verbraucherzentrale Sachsen. „benutzen Sie nur, was Sie wirklich brauchen und zwar nur so lange wie nötig.“

Treppenhaus im Neuen Rathaus. Foto: Ralf Julke

Über 1.600 Rathausmitarbeiter/-innen nahmen im Frühjahr die Möglichkeit des Homeoffice in Anspruch

Mit Beginn des Corona-Shutdowns Ende März gingen auch viele Leipziger/-innen ins Homeoffice. Auch und vor allem bedingt dadurch, dass sie ihre Kinder nun zu Hause betreuen mussten. Aber Kinder kamen in der CDU-Anfrage zum Homeoffice in der Leipziger Stadtverwaltung nicht vor. Was schon eine Menge über die Illusionen erzählt, die wir uns heute über die schöne neue Arbeitswelt machen. Homeoffice wird ja gar als Arbeitswelt der Zukunft gehandelt.

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