600 Bäume zum Uni-Jubiläum: Morgen pflanzt der Rektor den Baum Nr. 1
Redaktion
22.04.2009
Schwanenteich hinterm Opernhaus.
Mit einer Robinie geht's los am Donnerstag, 23.April, gegen 12:30 Uhr am Schwanenteich hinter der Oper Leipzig. Uni-Rektor Franz Häuser wird diesen ersten Baum einer Initiative starten, die Studenten zum 600-jährigen Jubiläum der Universität gestartet haben: "600 Bäume zum 600. Jubiläum der Universität Leipzig".
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Das Ganze ist ein Projekt des Vereins Studierende 2009 e. V., der das Symbolische der Baumpflanzung verbinden möchte mit dem Ziel, einen nachhaltigen und aktiven Umweltschutz zu leben.
„Umweltschutz darf keine Floskel sein", sagt Projektleiter Thomas Seifert. „Darum gibt es dieses Projekt. Es soll vielen Menschen die Möglichkeit geben, für ihre Umwelt Verantwortung zu übernehmen. Jeder kann Baumpate werden und das schon ab fünf Euro, die bereits zehn Setzlinge ermöglichen."
Wobei die 5 Euro für einen Setzling im Grunde das Starter-Paket für Studenten sind. Die Summe wird von der Stiftung Wald für Sachsen auf 10 Euro aufgestockt, die Summe, die tatsächlich nötig ist, um einen Setzling zu finanzieren. Wer etwas mehr Geld in der Tasche hat – wie in diesem Fall die Universitätsleitung – kann auch 125 oder 250 Euro beisteuern für einen schon ausgewachseneneren Baum mit 7 Zentimeter Stammdurchmesser.
Zum Uni-Jubiläum gibt's jetzt ein paar neue Bäume.
Fotos: Ralf Julke
Prominente Unterstützung erhält die Umweltinitiative von drei Politikern, die für ihren Einsatz im Bereich des Umweltschutzes bekannt sind und die Schirmherrschaft übernommen haben. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel: "Ich wünsche dem Projekt viel Erfolg und bin überzeugt, dass viele Menschen an dieser beispielhaften Aktion teilnehmen werden."
Auch Johannes Lichdi, Mitglied des Sächsischen Landtags, würdigt die Initiative als Projekt "mit Vorbildfunktion". Er wird sich mit einem Redebeitrag an der Auftaktpflanzung genauso beieiligen wie Heiko Rosenthal, Bürgermeister und Umweltbeigeordneter der Stadt Leipzig.
Klaus Töpfer, Bundesumweltminister a. D. und Stellvertretender Vorsitzender des Rates für Nachhaltige Entwicklung, bezeichnet es als eine "glänzende Idee, da diese 600 Bäume noch über viele Jahre hinweg die Erinnerungen an diese besondere Jubiläumsfeier wach halten werden".
Für das Stadtgebiet Leipzig sind bis zu 100 Starkbäume – unter anderem Linde, Ahorn und Esche – vorgesehen, die vor allem die Straßen säumen werden. Ein weiterer Pflanzort ist das Oberholz in Großpösna, das sich als Universitätswald von 1544 bis 1933 in Besitz der Universität Leipzig befand. Bis zu 15 Bäume sollen dort symbolisch für die 14 Fakultäten und das Rektorat der Universität Leipzig gepflanzt werden und künftig an die Geschichte der universitären "Zweigstelle" erinnern.
Im Herbst werden dann 25 Kilometer von Leipzig entfernt, in Großzössen, Setzlinge (u. a. Traubeneiche, Hainbuche, Winterlinde) zu einem Jubiläumswald gepflanzt. Hierfür ist ein großer, studentischer "Pflanzflash" geplant. Für jeden gespendeten Euro gibt die Stiftung Wald für Sachsen einen Euro dazu.
Thomas Seifert: „Damit schließt sich der Kreis – Leipziger Bürger, Hochschullehrer und Studierende, alle sollen an einem Strang ziehen, um sich hier in ihrer Region für die Umwelt einzusetzen. Umweltschutz soll erleb- und spürbar werden." Die Möglichkeit, Baumpatenschaften zu erwerben, besteht bis zum 31. Dezember 2009. Pflanzungszeitraum ist von Oktober 2009 bis April 2010.
Alle Informationen zur Übernahme einer Baumpatenschaft finden sich unter: www.600baeume.de
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