Beiträge von Ralf Julke

Lothar-Reher-Spezial-Schaufenster bei Hugendubel an der Thomaswiese. Foto: Ralf Julke
Kultur·Ausstellungen

Einige Schaufenster der Leipziger Innenstadt zeigen noch Bücher aus dem „Messegastland DDR“

2012 feierte eine der beiden ganz großen Bücherreihen, die in Leipzig geboren wurden, ihren 100. Geburtstag. Die andere ist die Reclam Universalbibliothek. Diese hier war (und ist) die Insel-Bücherei. Was seinerzeit die Leipziger Buchwissenschaftler zum Anlass nahmen, mit dem Thema die ganze Innenstadt zu bespielen. Seitdem zeigen sie jedes Jahr in großen Schaufenstern, was Bücher aus Leipzig eigentlich für ein Kulturgut sind. Nicht nur die alten.

Nahaufnahme von Rico Gebhardt.
Politik·Sachsen

Wie schafft man mehr Chancengleichheit in einer vom Markt besessenen Welt?

Am 20. März veröffentlichte der Vorsitzende der sächsischen Linken, Rico Gebhardt, ein recht langes Papier mit dem Titel „Aus der Mitte der Linken dem Rechtstrend die Stirn bieten – in Sachsen Weichen stellen, wie’s mit Deutschland weitergeht“. Darüber berichteten wir an dieser Stelle, etwas schnippischer auch mit der Frage: Geht das auch kürzer? – Geht es, signalisierte die Linke. Nun gibt’s die Thesen kompakter auf zwei Seiten.

Gruppenbild mit allen Beteiligten am Connewitzer Kreuz. Foto: Ralf Julke
Politik·Brennpunkt

Nun stehen zwei neue Säuleneichen auf der grünen Insel am Connewitzer Kreuz

Vielleicht glaubten die nächtlichen Spaßvögel, die in der Nacht vom 20. zum 21. März 2015 am Connewitzer Kreuz einfach mal Toilettenpapierrollen über die dort stehende Platane und die Fahrleitung der Straßenbahn warfen, dass es wirklich nur ein Dumme-Jungen-Streich war. Einer mit Folgen: Die Platane brannte ab. Nun, ein Jahr später, bekam die kleine Verkehrsinsel neue Bewohner.

Dieter Kürschner: Totschweigen ist die passive Form von Rufmord. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Über 500 Leipziger Opfer der NS-Justiz werden in diesem Buch in kurzen Porträts gewürdigt

Ohne all die fleißig forschenden „Hobby“-Historiker in Leipzig wären viele Kapitel der Stadtgeschichte überhaupt nicht oder nur oberflächlich erforscht. Manche stürzen sich in ihr Themengebiet, wie es Dieter Kürschner tat, nachdem sein Leben als Offizier der NVA durch die Zeitenwende 1990 komplett umgekrempelt wurde. Fortan wurde er zum Fachmann für Leipziger Militärgeschichte, Denkmale und die Opfer des NS-Regimes.

LVB-Haltestelle Hauptbahnhof. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Mobilität

Mitteldeutscher Verkehrsverbund (MDV) legt die steigenden Kosten auch 2016 auf die Fahrgäste um

Rechnen, knausern, Preise steigern. So ungefähr muss das beim MDV funktionieren, dem Mitteldeutschen Verkehrsverbund, wo man sich jedes Jahr einen schönen Schluck aus der Pulle genehmigt und die Tarife im Nahverkehr steigert, als wären nur noch die Fahrgäste dafür verantwortlich, dass der Laden läuft. Schluck aus der Pulle heißt: Auch in Leipzig steigen die Tarife im August wieder um 3,5 Prozent.

Geldsäckel und Münze.
Politik·Kassensturz

In Sachsen geht vor allem die Zahl der aufstockenden Mini-Jobber deutlich zurück

Die SPD ist zwar manchmal eine etwas konfuse Partei, was die Wirtschaftspolitik betrifft. Aber mit dem Kampf um den Mindestlohn hat sie eine gewisse Beharrlichkeit gezeigt, die seit dem 1. Januar 2015 tatsächlich spürbare Wirkung entfaltet. Deutschlandweit verschiebt sich das Einkommensgefüge. Viele, die vorher mit einem Mini-Job vorlieb nehmen mussten, sind in deutlich höhere Einkommensgruppen gewechselt.

Protest mit Traktoren auf der Eutritzscher Straße. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Metropolregion

Bauern-Protesttag am 23. März auch mit 100 Traktoren in Leipzig

Wie kommt man eigentlich aus einer Sackgasse wieder raus, in die alle Beteiligten noch immer mit voller Kraft hineinrammeln? Auch wenn am Mittwoch, 23. März, bei großen Bauernprotesten in Dresden, Bautzen, Chemnitz, Annaberg-Buchholz und Leipzig mit großer Treckerkraft vor allem gegen die zu geringen Abnahmepreise der großen Handelsriesen protestiert wurde.

Mo Willems: Du hast einen Vogel auf dem Kopf! Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Was macht man eigentlich mit einem Vogel auf dem Kopf?

Manchmal ist es ganz einfach, wieder in die Welt der Kinder einzutauchen. Der amerikanische Zeichner und Geschichtenerzähler Mo Willems macht es vor. Mit Elefant und Piggie hat er sich zwei Gestalten erschaffen, die das Leben noch so naiv annehmen, wie man es als Kind selbst mal getan hat vor undenklichen Zeiten. Bevor einem die Anderen klar machten, wie leicht sich Naivität missbrauchen lässt.

Sylvia Kolbe - hier mit dem Naubert-Band ”Elisabeth. Erbin von Toggenburg“ im Messeregal (grün-gelber Einband). Foto: privat
Bildung·Bücher

Wer war eigentlich Christine Benedikte Naubert? Und was hat es mit ihrem „Bund des armen Konrads“ auf sich?

Zur Buchmesse legte Sylvia Kolbe den neuesten Roman der Leipziger Schriftstellerin Christiane Benedikte Naubert (1752-1819) vor: „Der Bund des armen Konrads. Getreue Schilderung einiger merkwürdigen Auftritte aus den Zeiten der Bauernkriege des sechzehnten Jahrhunderts.“ Erschienen 1795 im Leipziger Verlag Weygand. Seit 2006 holt sie das Werk der fast vergessenen Autorin wieder ans Licht. Warum macht sie das? Die L-IZ hat mal nachgefragt.

Der Felsenkeller in Plagwitz. Archivfoto: Ralf Julke
Politik·Brennpunkt

Felsenkeller bekommt 400.000 Euro Förderung für die Sanierung von Dach und Fassade

Die Leipziger müssen nur vorausgehen und die Dinge anpacken: Irgendwann reagiert dann auch die Stadt. So geschehen auch beim legendären Felsenkeller in Plagwitz. Jahrzehntelang ein Stiefkind im Leipziger Westen. Aber seit ein paar Wagemutige hier 2014 begannen, die Spielstätte wieder bespielbar zu machen, hat das Haus auch wieder Rückenwind aus dem Rathaus. Und bekommt jetzt auch Geld für die Sanierung.

Protestaktion der Leipziger Wagenleute vorm Neuen Rathaus. Foto: Ralf Julke
Politik·Brennpunkt

SPD-Stadtrat Christopher Zenker beantragt einen Vertragsabschluss der Stadt mit den Wagenleuten der Focke 80

Man könnte sich - irgendwann vielleicht - mal einen Schulneubau vorstellen an der Fockestraße 80. So äußerte sich die Leipziger Verwaltung auf einen CDU-Vorstoß, das Gelände an der Fockestraße, wo nun seit Jahren ein Wagenplatz etabliert ist, vielleicht anderweitig zu nutzen. Ist ja ein städtisches Grundstück. Zwar ist zeitnah gar kein Schulbau vorgesehen. Aber was macht die Stadt jetzt mit den Wagenleuten? - Die SPD klinkt sich ein.

Sächsische Polizisten in einem ihrer vielen Einsätze. Foto: Martin Schöler
Politik·Sachsen

Linke fragt nach Präventionsbeamten, Grüne schlagen Kampagne zur Rückholung pensionierter Polizeibediensteter vor

Da muss sich auch Innenminister Markus Ulbig (CDU) beim Wort nehmen lassen: Mehrfach in letzter Zeit hat er gesagt, dass er mehr Polizisten brauche. Mindestens zwei Mal hat er auch noch verkündet, der Stellenabbau bei der Polizei werde sofort beendet. Aber getan hat er nichts. Jetzt nehmen ihn Grüne und Linke beim Wort, die einen sogar mit einem Vorschlag zur Lösung.

Thomas Mayer: Hier stehe ich ... Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Stehe ich hier und kann nicht anders oder geht die Zeit der Standhaften gerade wieder zu Ende?

Der Mann hat das Land verändert und geprägt. Einfach, weil er so war, wie er war, und die Mauscheleien der römischen Kirche einfach nicht richtig fand. Dieser Luther, der eigentlich nur über Missstände disputieren wollte. Und dann setzte er ein Zeichen für eine neue Haltung, die bis heute Bewunderung hervorruft: Nicht mehr wegducken und bereuen, sondern hinstellen und sagen: Ich kann nicht anders.

Kurt Biedenkopf und das Cover des ersten Tagebuchbandes „Von Bonn nach Dresden“. Foto: Ralf Julke / Cover: Siedler Verlag
Politik·Sachsen

Linker-Abgeordneter zieht jetzt nach Nicht-Beantwortung seiner Biedenkopf-Anfrage vor den Verfassungsgerichtshof

Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) kennt das schon. Weil er immer öfter Anfragen im Landtag nicht mehr beantworten wollte, zogen drei Landtagsabgeordnete der Linken vor den Sächsischen Verfassungsgerichtshof - und bekamen Recht. Die Regierung muss Landtagsanfragen nach bestem Wissen beantworten. Nun erlebt Dr. Fritz Jaeckel, Chef der Sächsischen Staatskanzlei, dasselbe - diesmal geht es um die Biedenkopf-Tagebücher.

Der Zuwachs der Erneuerbaren Energien in Sachsen (ab 2014 als Prognose). Grafik: SAENA
Wirtschaft·Metropolregion

Sachsen braucht dringend ein Energieprogramm 2020

Am 10. März veröffentlichte die Sächsische Energieagentur (SAENA) mal wieder eine kleine Statistik zu den Erneuerbaren Energien in Sachsen. 2015 als Bezugsjahr. Aber die Statistik zu den Erneuerbaren Energien hängt in Sachsen noch viel weiter zurück als andere Statistiken. Eigentlich weiß man derzeit nur, wo man 2013 stand. Alles andere ist nur geschätzt.

Nahaufnahme von Rico Gebhardt.
Politik·Sachsen

Linke-Vorsitzender Rico Gebhardt versucht mal ein Rezept gegen den Rechtsstrend in Sachsen zu finden

Da schaute am 14. März nicht nur Wulf Gallert, der kurz darauf ehemalige Fraktionsvorsitzende der Linken im Landtag von Sachsen-Anhalt, bedrippelt aus der Wäsche: Über 7 Prozent hatte die Linke verloren, war auf 16 Prozent - und damit deutlich hinter die 24 Prozent der AfD - zurückgefallen. Und das mit deutlichen Verlusten ausgerechnet bei Arbeitern und Arbeitslosen. Ein Signal auch für Sachsen, findet Rico Gebhardt.

Kreuzung Georg-Schumann-Straße/Lützowstraße: Und wieder hat es die 12 erwischt. Foto: Ralf Julke
Leben·Fälle & Unfälle

Das Fahren bei Rot hat in Leipzig auch die Unfallzahlen mit dieser Ursache steigen lassen

Manchmal will man eigentlich nur aktuelle Zahlen finden - etwa zum Verkehrsunfallgeschehen 2015 in Leipzig. Aber es gibt keine. Jedenfalls noch keine bis Dezember 2015. Aber dann stolpert man über eine kleine Perle aus dem Frühjahr 2015. Da hat augenscheinlich ein ziemlich flotter Leipziger einfach mal eine Petition verfasst, Leipzig möge doch bitte seine Blitzer einsparen. Kosten doch nur Geld die Dinger.

Jan Novak, Jaromir 99: Zátopek. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Ein Comic über den tschechischen Olympiasieger und Nationalhelden Emil Zátopek

An der spannendsten Stelle hört es auf. Könnte man sagen. Aber im Grunde ist dieser Comic aus der Werkstatt von Jaromir 99 auch so etwas wie eine Ouvertüre für ein ganzes Projekt „Zátopek 2016“. 2016 sind ja bekanntlich wieder Olympische Spiele. Und Emil Zátopek ist bis heute einer der berühmtesten Sieger dieser Spiele. Logisch, dass die Tschechen auf den Burschen richtig stolz sind. Und zwar nicht nur wegen der Lauferei.

Thomas Fabian (SPD). Foto: L-IZ.de
Bildung·Leipzig bildet

1.649 Schüler lernen schon in Leipziger DaZ-Klassen, Bedarf wächst weiter

Leipzigs Schulen sind ja nicht nur voll, sie sind rappelvoll. Und eigentlich reichen die verfügbaren Klassenräume schon längst nicht mehr, so dass Sozialbürgermeister Thomas Fabian gleich ganze Ladungen von Modulen bestellt hat, die an diversen Schulen zusätzlich aufgebaut werden, um vor allem DaZ-Klassen unterzubringen: Schulklassen im Rahmen von „Deutsch als Zweitsprache“. Ein CDU-Stadtrat hatte da mal ein paar Fragen.

Aus AfD-Sicht könnte da auch ein Kernkraftwerk rumstehen. Foto: Marko Hofmann
Wirtschaft·Metropolregion

Grüne und Linke appellieren an die Regierung, sich um die Risikovorsorge für den Kohlesausstieg in Sachsen zu kümmern

Am Mittwoch, 16. März, ging das Bieterverfahren für das Braunkohlegeschäft von Vattenfall in Brandenburg und Sachsen zu Ende. Noch weiß niemand, was die zwei letzen Bieter tatsächlich angeboten haben, ob es für Vattenfall überhaupt noch ein Geschäft ist. Aber am Donnerstag, 17. März, tagte auch der sächsische Landtag zum Thema. Und die Warnungen an die Staatsregierung waren deutlich.

Zugeparkte Straßen - hier die Arno-Nitzsche-Straße - sind für Leipzig normal. Foto: Ralf Julke
Politik·Leipzig

Grüne beantragen eine Stellplatzsatzung für Leipzig

Sachsen war im Dezember 2015 das letzte Bundesland, das die Stellplatzpflicht von 1939 aus der Bauordnung strich. Seitdem können Kommunen selbst regeln, ob und wie viele Stellplätze sie von Bauherren fordern. Eigentlich. Denn obwohl auch in Leipzig seit Jahren über das Thema diskutiert wird, hat die Stadt weder am 16. Dezember einen Vorschlag in petto gehabt noch seither einen vorgelegt. Berechtigterweise fragen jetzt die Grünen nach.

Neugründungen in Sachsen 2015 nach Kreisen. Karte: Freistaat Sachsen, Statistisches Landesamt
Wirtschaft·Metropolregion

Mit den Einwohnern wandern auch die sächsischen Unternehmen verstärkt in die großen Städte

Dass in Sachsen die Zahl der angemeldeten Gewerbe im Jahr 2015 von 171.587 auf 171.031 sank, das haben wir eben gerade schon berichtet. Auch dass es erstmals seit Jahren mit einem leichten Rückgang der Erwerbstätigenzahl einherging. Und dass vor allem im Baugewerbe deutlich mehr Betriebe abgemeldet als angemeldet wurden. Und natürlich hat das mit der oft und gern beschworenen „demografischen Entwicklung“ zu tun.

Jagdrevier der Jäger und Sammler: der schöne mitteleuropäische Wald. Foto: Ralf Julke
Bildung·Forschung

Blaue Augen erzählen von einer 40.000 Jahre langen Geschichte von Jägern in nördlichen Breiten

Wir und unsere Vorfahren! Das ist eine Geschichte, eine aus lauter Einwanderungen. Immer wieder diese Versuche, aus wärmeren Gefilden in die so langsam vom Eise befreiten Gegenden im Norden zu kommen. Das gelang nicht allen und nicht immer. Aber irgendwann so um 50.000 vor unserer Zeit schafften es die ersten Jäger und Sammler, sich in den Steppen nahe der Permafrostgrenze festzusetzen und durchzuhalten. Und sich anzupassen.

Der Lindenauer Markt mit Blick zur schmalen Haltestelle auf der Nordseite. Foto: Ralf Julke
Politik·Brennpunkt

Stadträte aus vier Fraktionen beantragen Geld, Personal und baldige Lösungsvorschläge für den Lindenauer Markt

Wenn Stadtbezirksbeiräte rührig werden, dann haben sie durchaus Chancen, Stadtpolitik auch zu verändern. Jüngstes Beispiel: die Situation am Lindenauer Markt. Eigentlich schon seit Neugestaltung des Platzes völlig unmöglich. Der Stadtbezirksbeirat Leipzig-Altwest hat die unmögliche Situation vorm Theater der Jungen Welt zum Thema gemacht. Am 3. März gab es die erste Bürgerinformation der Verwaltung. Das Ding wird zum Selbstläufer.

Harald Fritzsch: Flucht aus Leipzig. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Die Sprengung der Paulinerkirche, der Husarenstreich in der Kongresshalle und die spektakuläre Flucht übers Schwarze Meer

Mancher wird dieses Buch 1990 vielleicht verpasst haben. Da legte es der Piper Verlag vor - mitten in einer Zeit, als sich die Bücher, die sich kritisch mit der gerade absaufenden DDR beschäftigten, gegenseitig heftige Konkurrenz machten. Dabei ist es eine Leipzig-Geschichte, die ihre Faszination auch 26 Jahre später nicht eingebüßt hat. Immerhin erzählt es von einer der spektakulärsten Fluchten aus der DDR. Und nicht nur das.

Das LEAG-Kraftwerk Boxberg in der Lausitz.
Wirtschaft·Metropolregion

Aktionsbündnis Ende Gelände fordert Vattenfall auf, den Kohleausstieg selbst zu meistern

Ob der Rückzug von zwei potentiellen Käufern der Lausitzer Braunkohlesparte des Energiekonzerns Vattenfall tatsächlich nur ein Erfolg der Kampagne „Wir sind das Investitionsrisiko“ des Aktionsbündnisses „Ende Gelände“ ist, darf bezweifelt werden. Denn rechnen können auch die Bieter. Es hat ein ganz anderes Gewicht, wenn sie sagen: Kohle rechnet sich nicht mehr. Aber dringt das auch in Dresden und Potsdam durch?

Mit Leihbooten an der Schleuse Connewitz. Foto: Ralf Julke
Politik·Leipzig

Kann es sein, dass Leipzigs Bootsverleiher ihr Geschäft seit 2011 schon illegal betreiben?

Es ist nicht das erste Mal, dass der grüne Landtagsabgeordnete Wolfram Günther die Regierung fragt und eine Antwort bekommt, die ihn erst mal stutzen lässt. Nicht weil Umweltminister Thomas Schmidt (CDU) etwas Falsches geantwortet hätte, sondern weil dessen Antwort ein gewaltiges Loch im Raum Leipzig sichtbar macht: ein großes Genehmigungsloch in Sachen Bootsverleihe. Denn die Verleiher sind augenscheinlich seit fünf Jahren ohne Genehmigung tätig.

Blick über das brachliegende Gelände von Südosten. Foto: Ralf Julke
Politik·Brennpunkt

Leipzigs Grüne beantragen sofortige Einleitung einer städtebaulichen Entwicklung auf dem einstigen Bahngelände

Erst waren es CDU-Fraktion und SPD-Fraktion, die vorpreschten. Im Januar 2016 haben sie für das Plangebiet „Freiladebahnhof Eutritzscher Straße/Delitzscher Straße“ die Aufstellung eines Bebauungsplanes beantragt. Kein Monat verging und die Stadtverwaltung teilte mit, dass die Beschlussvorlage zur Aufstellung eines Bebauungsplanes umgehend vorbereitet wird. Schon zur nächsten Ratsversammlung am 23. März könnte der Stadtrat die Aufstellung beschließen.

Straßenbau - hier bei der Verlegung der B176. Archivfoto: Matthias Weidemann
Wirtschaft·Mobilität

Sachsen hat den Zeitenwechsel beim Bundesverkehrswegeplan noch immer nicht realisiert

Die FDP regiert in Sachsen zwar nicht mehr mit, findet es aber unmöglich, was der SPD-Nachfolger im Amt des Verkehrsministers, das vorher FDP-Mann Sven Morlok bekleidete, bei der ganzen Anmelderei für den Bundesverkehrswegeplan zustande bekommt. „Der jetzt vorgelegte Bundesverkehrswegeplan ist eine riesige Enttäuschung für Sachsen. Zentrale Schienenprojekte werden bis 2030 nicht realisiert, der Straßenbau kommt an wichtigen Stellen zum Erliegen“, poltert Holger Zastrow von der Seitenlinie.

Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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