Artikel aus der Rubrik Lesungen

Ein Welt-Schriftsteller mit Karambolagen in Leipzig

Am 15. Juni wird die neue Fallada-Biografie im Haus des Buches vorgestellt

Buchcover: Aufbau Verlag

Seit einigen Jahren hat sich der Aufbau Verlag des großen Romanschriftstellers Hans Fallada besonders angenommen. Er veröffentlicht nicht nur sein umfangreiches Werk in lesenswerten neuen Ausgaben. Vor ein paar Jahren setzte der Verlag mit der Fallada-Biografie „Mehr Leben als eins“ der irischen Germanistin Jenny Williams schon ein Achtungszeichen. Auf einmal wurde Falladas Leben selbst als Abenteuerroman sichtbar. Jetzt gibt’s die Draufgabe. Weiterlesen

Freude bei Voland & Quist – ein sonar-Titel hat Erfolg

Autor und Übersetzer von „Mordor kommt und frisst uns auf“ für renommierten Preis nominiert

Foto: Voland & Quist, Sebastian Frackiewicz

Für alle LeserVorfreude, schönste Freude? Bei Büchern ist das manchmal so. Aber bevor wir hier eins der neuen Bücher aus dem Verlag Voland & Quist vorstellen, reichen wir noch die Meldung weiter, dass Autor und Übersetzer für einen Preis nominiert sind. Noch einen. Was zu erwarten war, denn in Polen ist der Roman „Mordor kommt und frisst uns auf“ schon mit höchsten Preisen bedacht worden. Es ist fast so etwas wie ein „On the road“ des Ostens. Weiterlesen

Vielfalt und Denkanstöße

Leipziger Buchmesse 2017 eröffnet

Foto: Sebastian Beyer

Für alle LeserVolle Messehallen, stark erwärmte Glastunnel trotz frischer Außentemperaturen und das Dröhnen tausender Gespräche in der Glashalle der Leipziger Messe. Warum noch mal tun sich Menschen so eine Buchmesse an? Vielleicht auch weil die vielen Veranstaltungen in ihrer Vielfältigkeit Denkanstöße bieten. Wer sich von Zeit zu Zeit nicht mit den eigenen sondern auch anderen Themen beschäftigt, der lernt und zwar nicht von der Schule sondern im Idealfall vom Leben, oder auch mal vom Lesen. Weiterlesen

Eine Buchpremiere aus dem Herzen des '89er Herbstes

Wie eine Gruppe junger Leipziger die Rebellion in der DDR wagte oder Die unheimliche Leichtigkeit der Revolution

Cover: DVA

Durchgelesen haben wir das dicke Buch noch nicht, immerhin hat es stolze 440 Seiten und ist im Grunde der erste richtige Roman über jene jungen Leipziger, die die Ereignisse des Herbstes 1989 so richtig ins Rollen brachten. Erschienen ist es am 13. März. Aber natürlich ist der Buchmessetermin, an dem es vorgestellt wird, nur zu empfehlen. Weiterlesen

Ab in den Norden

Georg-Schumann-Straße präsentiert zur Buchmesse ein eigenes Leseprogramm

Foto: Ralf Julke

Selbst abgehärteten Lesern ist das Leipziger Lesefest „Leipzig liest“, das parallel zur Buchmesse stattfindet, meist viel zu viel. Allein das Veranstaltungsbuch ist 300 Seiten dick. Man könnte irre werden, weil gleichzeitig an allen Ecken der Stadt Lesungen mit spannenden Autoren und Büchern stattfinden. Da wirkt so ein Tipp aus dem Nordwesten wie ein Rettungsring: Einfach mal um die Ecke gehen. Weiterlesen

Sabine Ebert hat 'nen Neuen

Am 4. März gibt es die Buchpremiere für „Schwert und Krone“ im Stadtbad Leipzig

Archivfoto: Gernot Borriss

Als hier in Leipzig 2013 der 200. Jahrestag der Völkerschlacht gefeiert wurde, da bezauberte Sabine Ebert die Leser mit ihrem großen historischen Roman „1813 – Kriegsfeuer“, mit dem die Autorin historischer Romane zeigte, dass ihr nicht nur das Mittelalter liegt. Mit ihren „Hebamme“-Romanen ist sie ja zur erfolgreichsten Autorin historischer Romane aus Mitteldeutschland geworden. Jetzt kehrt sie wieder ins Mittelalter zurück. Weiterlesen

Die koloniale Vergangenheit Deutschlands und die Folgen

Museum für Völkerkunde thematisiert den Kolonialismus mit der Reihe „(Un)-sichtbar?! – Koloniale Spuren in Museen und Gesellschaft“

Foto: GRASSI MVL

Zum neuen Jahr startet das GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig mit einer neuen Vortragsreihe: Die Reihe „(Un)-sichtbar?! – Koloniale Spuren in Museen und Gesellschaft“ rückt die nur wenig bekannte Kolonialgeschichte Deutschlands in den Blick. Zum Auftakt am 17. Januar, 19 Uhr, werfen die Gäste einen Blick auf postkoloniale Ansätze und den Umgang mit kolonialem Erbe im ethnologischen Museum. Weiterlesen

Diogenes in Leutzsch

Buchhandlung „Seitenblick“ lädt ein zur Premiere ihres Fritz-Rudolf-Fries-Buches

Foto: Ralf Julke

Denkt noch einer an Fritz Rudolf Fries? Ja, doch. In Lindenau gibt es die kleine, so quicklebendige Buchhandlung „Seitenblick“. Sie widmet dem Schriftsteller ein Buch. Das wird am 23. Januar vorgestellt und erinnert daran, dass Fries nicht nur in durchwachsenen Zeiten in Leipzig lebte und durch Leutzsch spazierte. Er hat hier auch ein Buch geschrieben, das die andere Seele der Stadt einfing, damals, 1966. Weiterlesen

Ein Termin für alle, die es wirklich wissen wollen

Matthias Weik und Marc Friedrich sind mit „Kapitalfehler“ bei Lehmanns zu Gast

Foto: Ralf Julke

Seit neun Jahren steckt Europa in der Krise. Man hat sich so daran gewöhnt, dass es kaum noch irgendwo thematisiert wird. Dabei hat es schon längst dramatische Folgen. Allerorten feiern Nationalisten Erfolge. Und zwei kritische Autoren schreiben Buch um Buch. Jedes wird zum Bestseller. Am 24. Januar sind Matthias Weik und Marc Friedrich in Leipzig zu Gast. Weiterlesen

Ein Geschenk zum 800-jährigen

Lexikon Großzschocher-Windorf hat am 6. Dezember Buchpremiere

Cover: Pro Leipzig

Was schenkt man sich so als heimeliger Leipziger Ortsteil eigentlich zum 800. Geburtstag? Gibt es da etwas, was man sich wünschen darf? Darf man. In Großzschocher-Windorf sowieso. Da hat man eigentlich schon seit über zehn Jahren auf diesen Tag gewartet, der sich 2017 jährt. Die mehrbändige Ortschronik war ja darauf angelegt. Am Dienstag, 6. Dezember, gibt es das Geburtstagsgeschenk in der Apostelkirche. Weiterlesen

Leipzig-Premiere für John Eliot Gardiners Bach-Buch

Ein mächtig gewaltiges Buch über den berühmten Thomaskantor aus Leipzig

Cover: Hanser Verlag

Da kommt etwas zu auf Leipzig, und zwar mächtig gewaltig. Die Leipzig-Premiere für Sir John Eliot Gardiners Buch „Bach. Musik für die Himmelsburg“. Ein mächtig gewaltiges Buch, nicht nur vom Umfang her. Deshalb gibt es die Buchbesprechung auch erst in den nächsten Tagen auf der L-IZ. Aber wer bei der Buchpräsentation mit dem Autor dabei sein will, sollte sich rechtzeitig Karten sichern. Weiterlesen

Die Friedliche Revolution in Dokumenten

Das Buch mit den Tönen vom 9. Oktober 1989 wird am 17. Oktober in der Nikolaikirche vorgestellt

Foto: Ralf Julke

Auf diesen Fund ist das Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V. stolz: zwei heimlich mitgeschnittene Reden aus dem Neuen Rathaus vom 9. Oktober 1989, die miterleben lassen, wie die Funktionäre damals die Parteimitglieder in der Verwaltung auf den 9. Oktober einschworen. Dass die Hardliner damals tatsächlich um „die Macht“ kämpfen wollten, ist heute fast vergessen. Auch heute Abend wird wieder das Friedliche an der Friedlichen Revolution gefeiert. Weiterlesen

20. Leipziger Literarischer Herbst

Jetzt diskutieren in Leipzig doch noch ein paar kluge Köpfe über Leibniz und die beste aller möglichen Welten

Foto: Ralf Julke

Gottfried Wilhelm Leibniz ist ein problematischer Bursche. Ein kluges Kerlchen, keine Frage. Ein Universalgenie, auch das. „Digitalpionier“, irgendwie schon. Aber wie ist das eigentlich mit der „besten aller möglichen Welten?“ Für Regine Möbius und Stefen Birnbaum ist sie eine Steilvorlage für den 20. Leipziger Literarischen Herbst. Der findet vom 25. Oktober bis zum 1. November statt. Motto: „Beste aller möglichen Welten“. Weiterlesen

Die Frage aller Fragen stellen

Am 30. August gibt es jetzt auch die Leipziger Buchpremiere für das Luther!-Buch

Foto: Ralf Julke

Über Joachim Köhlers Luther-Biografie „Luther! Biographie eines Befreiten“ haben wir schon im Juni berichtet. Eine Biografie, die vor allem deshalb heraussticht, weil sie diesen suchenden Martin Luther nicht religiös versucht zu erklären, sondern aus handfesten menschlichen Motiven. Dieser Sucher ist ein Mensch der Moderne, der schier verzweifelt, weil er partout nicht eins werden kann mit sich selbst. Weiterlesen

Leipzig liest 2016

Lauter Literaturerlebnisse auf dem Schiff, in alten Villen, in Bank und Stelzenhaus

Foto: Konfuzius-Institut Leipzig

Das Spannende am Leipziger Lesefest ist natürlich immer auch: An was für seltsamen Orten wird da eigentlich gelesen? Dass die üblichen Prominenten in den üblichen prominenten Hallen lesen, ist klar. Aber wo lesen die anderen? - Einige Tipps, so richtig schön durcheinander, gibt's hier mal im Paket. Weiterlesen

Freihandelsabkommen, Revolte, Demokratie

Ein paar politische Lesungen im Programm von Leipzig liest

Foto: Ralf Julke

Das Spannende an der Leipziger Buchmesse ist eigentlich ihr großes Leseprogramm „Leipzig liest“. Zumeist in attraktiven Innenstadt-Lokalitäten stellen sich hier Autoren und Verlage auch mit Büchern vor, die wichtiges Kopffutter zur Gegenwart bieten. Für Leute, die sich nicht einlullen lassen und wissen wollen, wie alles funktioniert. Oder warum es nicht funktioniert. Ein paar kleine Tipps zum politischen Buch. Weiterlesen