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OBM-Kandidat Burkhard Jung antwortet auf Leserfragen: CarSharing & Verkehrsprojekte/-ideen

Redaktion
Durch 1 CarSharing-Auto werden mindestens 5 PKW ersetzt werden. Allerdings: CarSharing-Stellplätze sind in Sachsen bisher nur auf Privatgelände möglich.


Befürworten Sie die dauerhafte Einrichtung von Carsharing-Stellplätzen im öffentlichen Straßenraum, wenn ja, wie werden Sie dies und in welchem Umfang durchsetzen, wenn nein, warum nicht?

Die Verwaltung erarbeitet in meinem Auftrag eine Konzeption zur Entwicklung von Mobilitätsstationen. Zukünftig soll es möglich sein, auch in den dicht bebauten Wohnquartieren Carsharing in hinreichender Dichte anzubieten und somit einen Beitrag für den Stellplatzmangel zu leisten. Darüber hinaus nutzt die Stadtverwaltung selbst Carsharing. Diese Nutzung wurde nach der erfolgreichen Testphase ausgebaut.

Haben Sie Vorstellungen oder auch Visionen, wie der Leipziger Promenadenring im Jahr 2020 aussehen und funktionieren könnte? An welcher Stelle des Promenadenrings würden Sie versuchen, etwas kurzfristig zu verändern? Was würden Sie ändern?

Zusammenfassende Antwort: Derzeitig wird der Stadtentwicklungsplan Verkehr und Öffentlicher Raum unter großer Bürgerbeteiligung fortgeschrieben.

Die Hochstraße über dem Agra-Park (B2/B95) wird während ihrer Amtszeit abgerissen. Für welche neue Variante werden Sie sich einsetzen? Die sächsische Staatsregierung möchte die A 72 bis auf Höhe Richard-Lehmann-Straße ins Stadtgebiet von Leipzig verlängern. Werden Sie diese Überlegungen unterstützen? Wie weit soll Ihrer Meinung nach die A 72 ins Stadtgebiet führen?

Zusammenfassende Antwort: Wie schon mehrfach kommuniziert, favorisiere ich eine Anbindung bis maximal zur A38. Dies ist aus gesamtstädtischer Sicht vertretbar und völlig ausreichend. Auch wenn die Brücke sich vorrangig auf dem Territorium von Markkleeberg befindet und die Straßenbaulast beim Freistaat Sachsen liegt, spreche ich mich für eine Variante Trog mit Deckel durch den AGRA-Park aus.

Bei einem Verzicht auf einen Ausbau auf Autobahnstandard halte ich die Mehrkosten gegenüber der Sanierung der Brücke für vertretbar, da der AGRA-Park dann endlich wieder als ein Park und nicht als zwei Parkteile wahrgenommen wird.

Verkehrsprojekte/-ideen

Unterstützen Sie den Vorschlag auf Einrichtung eines autofreien Stadtquartiers, wenn ja, mit welchen Schritten möchten Sie dies erreichen, wenn nein, warum nicht? Wo könnten Sie sich ein autofreies Stadtquartier vorstellen?

Ich halte autofreie Quartiere als wenig erstrebenswert. Gerade Taxis und Fahrzeuge von Carsharern sollten auch weiterhin für alle Quartiere erreichbar sein. Darüber hinaus muss auch immer ein Anlieferverkehr möglich sein. Dennoch denken wir über autoarme Quartiere nach, ein solches ist westlich vom Hauptbahnhof in der Diskussion.

Mit der Inbetriebnahme des Leipziger S-Bahnnetzes wird der Bahnbogen im Leipziger Osten nicht mehr für den Bahnverkehr benötigt. Es gibt Überlegungen, den Bahnbogen als Bestandteil der Grünverbindungen im Leipziger Osten einzubinden. Welche Maßnahmen werden Sie ergreifen, dass aus der Idee des »Parkbogen Ost« Wirklichkeit wird?

Der Parkbogen Ost ist eine tolle Idee, die auch im Bürgerwettbewerb zum Stadtentwicklungsplan Verkehr und Öffentlicher Raum für große Resonanz sorgte. Mit der Inbetriebnahme des Mitteldeutschen S-Bahnnetzes durch den Leipziger City Tunnel, steht die Frage aus, wie mit den nicht mehr betriebsnotwendigen Bahnanlagen sinnvoll umgangen werden kann.

Vor allem die Brückenbauwerke müssen vor Verwitterung und Abnutzung gesichert werden, hier bieten sich Radverkehrsanlagen als probates Mittel an.


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