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Bücher

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Stephanie von Sesenheim: Zürich. Ein Stadtführer. Foto: Ralf Julke

Mit zwei Rundgängen auf den Spuren von Reformern, Rebellen und Dichtern in Zürich

Manchmal ist es eine kleine, ziemlich vernünftige Idee, die sich dann im Leben eines Verlegers zu einer richtig erfolgreichen Sparte mausert und einen Mann wie Mark Lehmstedt wohl mit der Zeit zum Karl Baedeker der Gegenwart macht. Dabei fing das mal mit einem Stadtführer für Leipzig ganz unscheinbar an. Und nun erobert er schon die Schweiz.

Jurij Koch: Abessinka, wo bist du? Foto: Ralf Julke

Die verschwundene Oma Abessinka und die Sache mit der blühenden Phantasie im hohen Lebensalter

Es gibt selbst in diesen so langweiligen Zeiten Geschichten zu erzählen, wenn man denn noch Sinn für Geschichten hat in diesem Land, das an seinen Regeln und Vorschriften gerade erstickt. Aber da in der Lausitz sitzt einer, der hat noch die Wolle zum Erzählen. Und dazu gehört natürlich auch die sorbische Freiheit, die Dinge nicht so bürokratisch deutsch zu nehmen, wie sie leider oft schon sind. Seniorenresidenzen zum Beispiel.

Grit Nitzsche: Mein geheimnisvoller Gemüsegarten. Foto: Ralf Julke

Wie ein kunterbunter Gemüsegarten zum Abenteuer und Bildungserlebnis wird

Im ersten großen Buch über ihren großen Kräutergarten hatte „Kräuterhexe“ Grit Nitzsche noch angekündigt, sie würde ihre Wunderwaffe gegen die grassierende Schneckenplage einsetzen. Doch das hat sie dann doch nicht übers Herz gekriegt und geht lieber nachts mit der Taschenlampe los, um hunderte fresslustiger Schnecken einzusammeln.

Matthias Hirth: Lutra lutra. Foto: Ralf Julke

Die Raskolnikow-Frage in einer Zeit des sexuellen Ramschverkaufs

Am Ende ist man froh, dass die Sache zu Ende ist – und das 730 Seiten dicke Buch auch. Aber irgendwie hatte Matthias Hirth wohl tatsächlich Dostojewski vor Augen, seinen eindrucksvollen Wälzer „Schuld und Sühne“, der seit 1994 in der deutschen Übersetzung „Verbrechen und Strafe“ heißt und satte 760 Seiten dick ist. Ein mörderisches Buch, wie man weiß. Mit einem am Ende ja bekanntlich einsichtigen Helden.

Paul Ernst: Polymeter. Foto: Ralf Julke

Wenn sich die Sehnsucht nach einer leiseren Welt noch heute so modern liest wie 1898

Der kleine Leipziger Verlag Reinecke & Voß mausert sich in einigen Sparten zum Wieder-Entdecker-Verlag. Das betrifft die Lyrik des Barock genauso wie die Lyrik jener Übergangszeit, die meist „vergessen“ wird, wenn von der „Moderne“ die Rede ist. Die Dichterschule des Arno Holz war schon Thema. Jetzt wird ein Mann gewürdigt, den Holz gern als „seinen Schüler“ begriffen hätte. Dabei hatte Paul Ernst das Zeug, selbst ein ganz Großer zu sein. Er hatte Pech.

Susanne Hahn: Leipzig und seine Orthopädie. Foto: Ralf Julke

Die Entstehungsgeschichte der Orthopädie in Leipzig mit vielen namhaften Akteuren

Die Bezeichnung „Heft“ trifft natürlich auf das, was im Sax Verlag als „Leipziger Hefte“ veröffentlicht wird, schon lange nicht mehr zu. Hefte waren es ganz zu Anfang mal, als die Reihe zu Leipziger Themen begann. Mittlerweile ist man bei Nummer 19 angelangt und das „Heft“ hat sich längst zu einem reich bebilderten 200-Seiten-Buch entwickelt. Das Thema ist natürlich sehr speziell.

Karen Lark (Hrsg.): Shakespeare für Verliebte. Foto: Ralf Julke

Ein Shakespeare-Büchlein für Verliebte und solche, die es nicht vermeiden können

2016, das ist Shakespeare-Jahr. Am 23. April 1616 ist der berühmte Dichter und Dramenautor in Statford-upon-Avon gestorben. Und bis heute werden seine Dramen um Könige, Verschwörer, Verliebte und Betörte auf den Bühnen gespielt. „Romeo und Julia“ kennt jeder, „Hamlet“, „Macbeth“ und „König Lear“ sowieso. Aber war er eigentlich ein Liebes-Dichter?

Ute Scheffler: Schick mit Sibylle. Foto: Ralf Julke

Warum die bekannteste Modezeitschrift der DDR noch heute berühmt und manchmal teuer ist

Es war mal ein Flaggschiff im Verlag für die Frau: die Modezeitschrift „Sibylle“, 1956 aus der Taufe gehoben und bis zum Ende der DDR eine der Zeitschriften, die an den Kiosken des Landes im Handumdrehen ausverkauft waren. Eigentlich ein guter Grund, den 60. Geburtstag dieses beliebten Heftes zu feiern – auch wenn es die „Sibylle“ heute nicht mehr gibt.

Andreas M. Sturm: Trauma. Foto: Ralf Julke

Der dunkle Schatten der Vergangenheit, die Moral der Macht und ein eiskalter Jäger in der Dresdner Nacht

Andreas M. Sturms neuer Dresden-Krimi heißt nicht nur „Trauma“ und ist damit bedrohlicher benannt als die drei vorhergehenden Krimis um Kriminalkommissarin Karin Wolf, in denen es gerade für die Ermittlerin immer wieder heikel und brandgefährlich wurde. Diesmal hat ein Opfer, um das sie sich kümmern muss, tatsächlich ein Trauma erlitten, kann sich nicht mehr an seinen Namen und sein Leben erinnern.

Wolfgang Hocquél: Architektur der Region Leipzig. Foto: Ralf Julke

Wolfgang Hocquél zeigt mit 300 Denkmalen einen kleinen Ausschnitt des gebauten Reichtums in der Leipziger Region

Mit Denkmalen kennt sich Wolfgang Hocquél aus, jahrzehntelang hat er als hauptamtlicher Denkmalpfleger gearbeitet, war 1991 bis 2008 der zuständige Referatsleiter in der Landesdirektion. 1990 war er Initiator der 1. Leipziger Volksbaukonferenz: „Ist Leipzig noch zu retten?“ hieß damals die Frage. Die genauso auch für tausende wertvoller Baudenkmale in der Leipziger Region galt.

Olav Heinemann: Das Herkommen des Hauses Sachsen. Foto: Ralf Julke

Wie emsige Gelehrte im 15. und 16. Jahrhundert die ruhmreiche Geschichte des Hauses Sachsen konstruierten

Der Obertitel trügt ein wenig, auch wenn er den Kern dieses Buches trotzdem trifft: „Das Herkommen des Hauses Sachsen“. Ja, woher kommt es denn? Oder woher kam es mal? Der Historiker Olav Heinemann nimmt die Leser mit diesem Buch mit in eine Zeit, in der deutsche Adelsgeschlechter sich um das richtige Wappen, die richtigen Vorfahren und um Stammbäume prügelten, die richtig tief in die Vergangenheit zurückreichen. Am besten bis Troja.

Leszek Dziemianko, Marek Halub, Matthias Weber (Hrsg.): Heinrich Laube (1806 - 1884). Leben und Werk. Foto: Ralf Julke

Der begnadete Theatermann, Heine-Freund und Erfinder des Jungen Deutschland: Heinrich Laube

Es gibt eine ganze Reihe berühmter Leipziger, die in der Erinnerungskultur der Stadt so gut wie keine Rolle spielen. Dazu gehört auch Heinrich Laube: Schriftsteller, Herausgeber, Theaterintendant. Und die zentrale Gestalt in einem Phänomen, das sich mal „Junges Deutschland“ nannte. Eine zerrissene Gestalt, genauso zerrissen wie das Deutschland der Metternich-Zeit.

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