Artikel aus der Rubrik Kassensturz

Schnellbericht zur Bürgerumfrage 2014 (3)

Wenn Medien ihren Fokus auf “Probleme” verstärken, verstärkt sich auch die Problembewertung der Leipziger

Foto: Marko Hofmann

Es ist ein brandheißes Thema: die Mietkosten in Leipzig. Seit 2007 steigen sie sanft, aber kontinuierlich. 2014 etwas stärker als in den Vorjahren. Manch einer sieht die Entwicklung als bedrohlich, andere finden, es sollte nicht so aufgebauscht werden. Aber ein Durchschnittswert sagt nichts über die konkreten Empfindungen der Leipziger. Was einer mit links wegsteckt, kann den anderen in finanzielle Nöte bringen. Weiterlesen.

Ortsteilkatalog 2014

Geballte Daten zu einer rasant wachsenden Stadt Leipzig aus dem fernen Jahr 2013

Foto: Ralf Julke

Es ist ein Monstrum: fast 350 Seiten, vollgestopft mit Tabellen und Grafiken. Der Leipziger "Ortsteilkatalog" erscheint alle zwei Jahre. 2012 gab's den letzten. Den nächsten hätte es eigentlich 2014 geben müssen. 2014 steht auch drauf. "Aber da kam uns wieder mal eine Wahl dazwischen", erklärte Dr. Ruth Schmidt, die Leiterin des Amtes für Statistik und Wahlen, am Donnerstag, 16. April. Und packte das Mordstrumm auf den Tisch. Weiterlesen.

Grundstücksmarktbericht 2014

Bevölkerungswachstum befeuert auch Immobilienverkäufe und Verkaufspreise in Leipzig

Foto: Michael Freitag

Es tut sich was. Nicht nur in Leipzig. Auch wenn es viele Politiker, die in der Bundesrepublik das Sagen haben, einfach nicht wahrhaben wollen: Deutschland ist ein Zuwanderungsland und für viele Menschen eine lebenswerte Alternative. Das bringt gerade die Großstädte zum Brodeln und Wachsen. An diesem Trend hat auch Leipzig teil. Weiterlesen.

Schnellbericht zur Bürgerumfrage 2014 (2)

Leipziger Mietkosten stiegen 2014 schneller als das Einkommensniveau

Foto: Ralf Julke

Natürlich klingt es mächtig gewaltig, wenn der Median der Leipziger Nettoeinkommen 2014 von 1.152 auf 1.207 Euro stieg. 55 Euro mehr im Monat, das sind immerhin 4,8 Prozent mehr. Geht's den Leipzigern damit nun besser? Kommen sie ein bisschen zu Wohlstand? Wohl eher nicht. Bei vielen wird der Einkommenszuwachs gleich wieder von der Miete aufgefressen. Anmelden und weiterlesen.

Hartz IV als Milgram-Experiment

Sanktionen in sächsischen Jobcentern erreichen 2014 einen neuen Rekordstand

Grafik: Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Sachsen

Am Dienstag, 14. April, versuchte die Sächsische Arbeitsagentur, das Thema Sanktionen in den sächsischen Jobcentern zu thematisieren. Diesmal unter dem Aspekt: "97 Prozent der in den Jobcentern gemeldeten Frauen und Männer verhalten sich richtig". Aber werfen die 3,4 Prozent sanktionierten "Leistungsbezieher" ein schlechtes Licht auf die "braven", oder ist es nicht doch die Jobcenter-Politik, die mit Sanktionen Menschen erst kriminalisiert? Anmelden und weiterlesen.

Schnellbericht zur Bürgerumfrage 2014

Leipzigs wirtschaftlicher Aufschwung macht sich auch bei den Einkommen bemerkbar

Foto: Ralf Julke

Am Dienstag, 14. April, packte das Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Leipzig schon mal was aus: ein 18 Seiten dünnes Heftchen. Eine kleine Beruhigungspille für alle Journalisten, die schon hibbelig auf die Auswertung der "Bürgerumfrage 2014" warten. Aber die große Auswertung dauert noch. Die wird's als dicken Bericht erst im Sommer geben. Als Appetithäppchen gab es jetzt erst einmal den kleinen "Schnellbericht". Anmelden und weiterlesen.

FES-Autoren fordern sofortigen Kurswechsel von der Euro-Gruppe

Die Troika-Politik hat die griechische Katastrophe erst recht verschärft

Foto: Ralf Julke

Man kann sich ja schon richtig komisch vorkommen als Absolvent eines Schulsystems, in dem noch normale, anspruchsvolle Mathematik unterrichtet wurde. Auch wenn manche Leute behaupten, man brauche Mathematik im Leben nicht mehr, weil es überall diese kleinen Rechenmaschinen gibt, ist das Gegenteil der Fall. Am Beispiel Griechenlands zeigt sich zudem, dass gerade Journalisten dringend eine gute mathematische Bildung brauchen. Anmelden und weiterlesen.

Ingenieurwissenschaften ganz vorn

2014 stieg die Zahl der Studienanfänger in Sachsen wieder deutlich an

Foto: Ralf Julke

Mit Zahlen kann man hübsch jonglieren. Am 13. April packte das Sächsische Landesamt für Statistik die neuesten Zahlen zu Studierenden in Sachsen zusammen. Der Zuspruch ist ungebrochen. Nichts ist zu merken von den 2005 prognostizierten Rückgängen. Auch wenn sich dann im Detail deutliche Verschiebungen zeigen. Denn junge Leute studieren sehr gern das, was auch echte Berufschancen bietet. Anmelden und weiterlesen.

Sachsen wächst

Wann wird der Sächsische Traum zum Leitmotiv der Landespolitik?

Foto: Ralf Julke

Haben wir schon erzählt, dass Sachsen wächst? Haben wir. Die Zahlen werden von Monat zu Monat deutlicher, auch wenn das Statistische Landesamt um acht Monate mit der Zählung hinterher hängt. Jetzt hat es die Einwohnerzahlen für September 2014 vorgelegt. Um über 3.000 wuchs die sächsische Bevölkerung seit Dezember 2013. Anmelden und weiterlesen.

Einnahmen der sächsischen Kommunen 2014

Leipzig hat bei der Gewerbesteuer erstmals Dresden überholt

Foto: Ralf Julke

LeserclubSachsens Kommunen haben gut gewirtschaftet im Jahr 2014. Strikte Haushaltsdisziplin ist bei ihnen eigentlich die Regel und kaum eine Kommune hätte nach den harten Rütteltouren der letzten 25 Jahre wohl auch nur gewagt, ein finanzielles Risiko einzugehen. Auch ohne die vom Landtag beschlossene "Schuldenbremse". 2014 haben sie alle einen Überschuss erwirtschaftet. Zumindest auf dem Papier. Anmelden und weiterlesen.

Erhellende Antwort aus dem Wirtschaftsministerium

Sachsens Jobcenter haben auch 2014 die Eingliederungsmittel nicht ausgeschöpft

Foto: Ralf Julke

Zwei Kleine Anfragen stellte die sozialpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Sächsischen Landtag, Susanne Schaper, zu einem Thema, das eigentlich die Malaise der sächsischen Jobcenter deutlich macht, mit der sie freilich deutschlandweit nicht allein stehen. Augenscheinlich fehlen wirklich die Angebote für echte Eingliederungen. Anmelden und weiterlesen.

Studie des Bundesumweltamtes

Bundesbürger halten Umweltschutz für eine Selbstverständlichkeit und wünschen sich fahrradfreundliche Städte

Foto: Ralf Julke

Entweder hatte die "Zeit" am Montag, 30. März, nur die Hälfte des Papiers vorliegen. Oder sie hat nur die Hälfte gelesen und dann einfach drauflos getackert: "Umweltschutz? Gibt Wichtigeres: Nur noch jeder fünfte Deutsche findet, dass die Umweltqualität problematisch sei." Dabei besagt der von Bundesumweltministerium und Bundesumweltamt vorgelegte Bericht genau das Gegenteil. Anmelden und weiterlesen.

Leipzigs Arbeitsmarktpolitik im Stottermodus

In ganz Sachsen sanken im März die Arbeitslosenzahlen – nur in Leipzig stiegen sie

Foto: Ralf Julke

Da stand Nadia Arndt, die Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Leipzig, am Dienstag, 31. März, so ziemlich allein da auf sächsischer Flur, als sie erklärte: "Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im März ist nicht typisch für diesen Monat." Der Arbeitsagenturbezirk Leipzig war weit und breit der einzige in Sachsen, der im März eine steigende Arbeitslosenzahl vermelden musste. Anmelden und weiterlesen.

Prognose, Hochrechnung, Orakel?

Wenn das BIP steigt, steigt auch die Beschäftigung in Sachsen, nicht wahr?

Foto: Ralf Julke

Wir leben in einer Gesellschaft, die gern so tut, als könne sie in die Zukunft sehen und alles berechnen. Auch Wirtschaftswachstum und Arbeitslosigkeit. Breitbrüstig vermeldete nun am Montag, 23. März, die Arbeitsagentur Sachsen: "Arbeitsmarkt 2015 weiter auf Erfolgskurs". Grundlage sind Hochrechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Hochrechnung, nicht Prognose. Anmelden und weiterlesen.

Höchste Zeit, die Schrumpfpolitik zu beenden

Sachsens Bevölkerungswachstum wird von den Großstädten befeuert

Foto: Ralf Julke

Sachsen wächst. Das haben wir an dieser Stelle schon ein paar Mal erzählt. Die drei Großstädte sind zum Schrittmacher der Entwicklung geworden. Allen voran Leipzig. Das bestätigen auch die Zahlen aus dem August 2014. Und die ländlichen Räume verlieren immer weiter. Höchste Zeit für eine andere Politik. Anmelden und weiterlesen.

Equal Pay Day am 20. März

Heute geht es um Lohngerechtigkeit für Frauen und Männer und eine ehrlichere Sicht auf Karrieren

Foto: Ralf Julke

Heute ist Equal Pay Day. Eine hübsche (aber wichtige) PR-Maßnahme, die erst einmal simpler klingt, als die tatsächlichen Verhältnisse, um die es geht. Auch bei den 22 Prozent, die der Berechnung des Equal Pay Days zugrunde liegen. Eigentlich ist es ein westdeutscher "Feiertag". Und das auch nur für westdeutsche Frauen. Auch wenn die Rechnung so simpel klingt. Anmelden und weiterlesen.

Kommentar: Ohne Marshallplan bleibt die Troika-Politik Murks

Drei durchaus diskutable Meinungen des DIW zur Griechenland-Misere

Foto: Ralf Julke

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) macht in letzter Zeit auf unterschiedlichste Weise mit Kommentaren zur Griechenland-Krise von sich reden. Zuletzt war es der Präsident Marcel Fratzscher, der die Welt mit der Nachricht erfreute, Griechenland könnte ja so etwas wie ein "Graccident" passieren - also ein Unfall, der das Land ganz unabsichtlich aus dem Euro katapultieren würde. Aber das ist nur eine von drei Meinungen im DIW. Anmelden und weiterlesen.

Erst fernsehen, dann Meinung bilden

Kommentar: Wochenlanges Griechenland-Bashing hat Folgen beim Stimmungsbarometer des ZDF

Screenshot: L-IZ

Auch der "Spiegel" griff am Freitag, 13. März, eine Meldung des ZDF auf und verwandelte sie in die Überschrift: "Griechenlands Euro-Austritt: Mehrheit der Deutschen für Grexit". Binnen zwei Wochen, so suggeriert diese Umfrage für das "ZDF-Politbarometer", sei die Stimmung in Deutschland völlig gekippt. Ach ja? Oder doch besser: Vorverurteilende Berichterstattung zeigt Wirkung. Das ZDF natürlich mit dabei. Anmelden und weiterlesen.

Aus dem Quartalsbericht Nr. 4/2014 (4)

Niedrige Diskriminierungsquote und die wichtige Rolle als Integrationsmotor

Foto: Ralf Julke

Wenn man der Methode von Laura Schmid trauen kann, dann ist Leipzig - zumindest nach deutschen Maßstäben - (noch) eine weltoffene Stadt. Dann werden Ausländer - zumindest dann, wenn sie nicht Müller, Lehmann oder Meier heißen - hier weniger diskriminiert als in anderen deutschen Großstädten. Zumindest, wenn es um die Suche nach einer Wohnung geht. Anmelden und weiterlesen.