Beiträge von Ralf Julke

Regionalzug im Hauptbahnhof Leipzig. Foto: Ralf Julke
Politik·Sachsen

Die Landesverkehrsgesellschaft als Ping-Pong-Spiel kindischer Männer in verantwortlichen Positionen

Sachsen ist ein seltsames Land. Ein Bundesland, in dem provinzielles Denken dominiert. Nicht ganz zufällig. Denn dass es in Sachsen so viele eigene Zweckgesellschaften, Verkehrsverbünde, Planungsverbände und Kommunale Foren gibt, hat mit der lange Zeit geübten Teile-und-Herrsche-Politik zu tun. Das hat die Landräte stark gemacht und konservative Politik lange gestärkt. Aber wenn es um zukunftsfähige Lösungen geht, wird es zum Bremsklotz. Und verärgert die Bürger zu Recht.

Erinnerung an alte Läden in der Georg-Schumann-Straße. Foto: Ralf Julke
Politik·Leipzig

SPD-Fraktion beantragt ein Konzept für die Rettung der Ladenvielfalt in Leipzig

Seit geraumer Zeit hat Leipzigs Verwaltung die alten Leipziger (Einkaufs-)Magistralen im Blick. Hier gibt es Aufwertungskonzepte. Aber irgendwie wirkt sich das noch nicht so richtig auf die Handelsvielfalt in diesen Straßen aus, stellt die SPD-Fraktion fest. Das Problem ist: Händler mit kleinen Läden haben es unheimlich schwer, sich zu etablieren oder auch zu behaupten. Für den „Leipziger Laden“ sind das keine guten Aussichten. Was tun?

Markierter Baum in der Burgaue. Foto: NuKLA e.V.
Politik·Nachrichten

Seit dem 22. November ruhen die Fällarbeiten im Leipziger Auwald

Seit dem 22. November werden im Leipziger Auwald keine weiteren Bäume gefällt. Die Stadt Leipzig verzichte bis auf Weiteres auf Baumfällarbeiten im Leipziger Auwald, teilen die GRÜNE LIGA Sachsen e.V. und der Verein Naturschutz und Kunst Leipziger Auwald e.V. (NuKLA) mit. Dem vorausgegangen war der gerichtliche Eilantrag im Auftrag der GRÜNEN LIGA Sachsen e.V. als anerkannte Naturschutzvereinigung.

Ampel am Wilhelm-Leuschner-Platz. Foto: Ralf Julke
Politik·Leipzig

Leipzig plant eine deutliche Erweiterung der Verkehrsüberwachung

Nicht nur Leser/-innen der L-IZ haben seit Jahren das Gefühl, dass es auf Leipzigs Straßen rücksichtloser zugeht. Nun nimmt auch Leipzigs Verwaltung das Thema ernst und rückt dem wahrnehmbaren Fehlverhalten insbesondere der Raser zuleibe. Die Verkehrsüberwachung in Leipzig soll mit neuer Messtechnik erweitert werden. Dies geht aus der Dienstberatung des Oberbürgermeisters am Dienstag, 3. Dezember, hervor.

Wer verschlingt hier wen? Foto: Ralf Julke
Politik·Leipzig

Leipzig spart die Strukturen der Jugendhilfe kaputt + Update

Da braut sich Ärger zusammen. Leipzigs Verwaltung steckt noch immer im Spardenken der Vergangenheit, als auch bei der Personalausstattung drauflosgespart wurde, dass es richtig wehtat. Auch im Bereich der Jugendhilfe, wo sich schon seit Jahren Nachholbedarf abzeichnet. Weshalb sich gleich drei Fraktionen zusammengetan haben, um hier endlich ausreichend Geld zu beantragen. Doch die Verwaltung stellt sich im neuen Doppelhaushalt stur.

Erste Visualisierung von "Carolas Garten". Foto: Asisi
Kultur·Ausstellungen

Ab 26. Januar zeigt das Panometer Leipzig Yadegar Asisis „Carolas Garten – Ein Paradies auf Erden“

Es ist noch ein wenig Geduld vonnöten. Ab dem 26. Januar erst wird das neue Panorama „Carolas Garten“ von Yadegar Asisi im Panometer Leipzig präsentiert. Der volle Titel: „Carolas Garten – Ein Paradies auf Erden“. Das neue Rundbild präsentiert einen Garten wie aus der Sicht eines Pollenkorns. Als stünde man auf dem Stempel inmitten des Blütenkelchs einer Kamille erschließt sich eine faszinierend-fremdartige Szenerie.

Stütze auch noch nach 45 Arbeitsjahren. Foto: NGG
Politik·Kassensturz

26 Prozent der Leipziger Beschäftigten drohen Mini-Renten

Es war schon immer wieder Thema: Nach wie vor arbeiten viele Leipziger zu so niedrigen Gehältern, dass sie mit Renteneintritt zwangsläufig in die Armut abrutschen und auch noch unter der gesetzlichen Grundsicherung von 710 Euro landen. Leipzig droht Altersarmut – in einem größeren Ausmaß als bislang angenommen, befürchtet die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG).

Lichtfest 2018. Foto: L-IZ.de
Politik·Leipzig

Wer war denn nun eigentlich verantwortlich für den Themenzirkus beim Leipziger Lichtfest?

Der Kampf um das Lichtfest und seine Deutung geht munter weiter. Gerade hat ja der Stadtrat das Kuratorium gewählt, das künftig über den Kurs des Lichtfests wachen soll. Aber irgendwie scheint das auch wieder mit einigem Holterdipolter passiert zu sein. Nun bezeichnet die Verwaltung auch eine Petition als erledigt, die auch nach dem Lichtfest 2018 die dortige Schwerpunktsetzung massiv angriff. 100 Jahre Frauenwahlrecht fand der Petent als Thema ziemlich lächerlich.

Plakat zum Klimakongress. Grafik: Grüne Fraktion Sachsen
Politik·Sachsen

Sachsen muss raus aus der Kohle, so schnell wie möglich

Am Samstag, 1. Dezember, veranstaltete die Grünen-Fraktion im Sächsischen Landtag ihren mittlerweile 12. Sächsischen Klimakongress in Dresden: Mehr als 300 Besucherinnen und Besucher folgten den Vorträgen und diskutierten in verschiedenen Foren. Und mit dem Astrophysiker Harald Lesch hatten sich die Grünen auch einen Prominenten Redner eingeladen. Einen, der die Warnungen der Grünen teilt: Wir sind die letzte Generation, die den Laden noch retten kann. Er kam via Skype.

Weg in der Burgaue. Foto: Ralf Julke
Politik·Engagement

Die Leipziger Auenlandschaft ist eine schwerkranke Patientin

Am Wochenende veröffentlichte nicht nur NuKLA e.V. seine Sicht auf das, was derzeit wieder im Leipziger Auenwald, insbesondere im Waldgebiet an der Friesenstraße passiert. Der Ökolöwe veröffentlichte parallel seine neue „Löwenpost“, mit der der Umweltbund über seine Aktivitäten berichtet. Diesmal war auch der Auenwald Thema. Aus Sicht des Ökolöwen gab es diesmal ein paar „Lichtblicke im Auwald“.

Markierter Baum in der Burgaue. Foto: NuKLA e.V.
Politik·Engagement

Chaos und Vandalismus mit Kettensägen im Leipziger Auwald

Am 19.11.18 begann die Umsetzung des Forstwirtschaftsplanes 2018/19 im Leipziger Auwald mit fast 100-prozentiger Zustimmung des Leipziger Stadtrates. Im Vorfeld hatten Ehrenamtliche, alles andere als willkürlich, sondern eindeutig mit hohem naturschutzfachlichen Sachverstand an der Friesenstraße und in der Burgaue Starkbäume (teilweise älter als 200 Jahre, mit Stammumfängen von mehr als 3 Metern) und Biotopbäume (Lebensraum geschützter Arten z. B. mit Spaltenquartieren für die Mopsfledermaus) mit Paragraphenzeichen versehen, dem Symbol für vom Holzeinschlag aus Naturschutzgründen zu verschonenden Bäumen.

Karin Reich: Der Briefwechsel Emil Artin - Helmut Hasse. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Der Briefwechsel Emil Artin – Helmut Hasse und die Frage nach dem Anständigbleiben in finsteren Zeiten

So langsam mausert sich die Archiv-Reihe in der Edition am Gutenbergplatz zu einer kleinen historischen Bibliothek der Mathematik in Deutschland. Ausgehend von den großen Mathematikern, die zum Teil auch in Leipzig wirkten, wird die Reihe zu einem Puzzle der Mathematik in den vergangenen 200 Jahren. Und manchmal auch eine, die die Grenzen der Mathematik überschreitet. Mathematiker sind auch nur Menschen. Oder auch: Mathematiker sind auch Menschen.

Aufgereihter Wagenpark vor der Hauptfeuerwache. Foto: Ralf Julke
Politik·Leipzig

Die Sanierung der Hauptfeuerwache wird ein Eckchen teurer als geplant

Das Leipziger Ordnungsdezernat hätte gut daran getan, nicht nur zehn Jahre lang die unfinanzierbare Sanierung der Hauptfeuerwache zu beklagen, sondern die Sanierung schon einmal fachmännisch durchzuplanen und die Bausubstanz genauer zu untersuchen. Denn den emsigen Sanierern ist auch bei der Hauptfeuerwache passiert, was zum Beispiel auch beim Anker passierte: Erst bei Sanierungsbeginn merkte man, wie marode die Bausubstanz ist.

Buchstabenstau. Foto: Ralf Julke
Politik·Kassensturz

Bis 2025 wachsen die Schülerzahlen in Sachsen um mindestens 40.000

An den allgemeinbildenden Schulen in öffentlicher und freier Trägerschaft lernten im Schuljahr 2017/18 insgesamt 369.000 Schülerinnen und Schüler. Der steigende Trend der Schülerzahlen in den letzten Schuljahren wird sich auch in Zukunft weiter fortsetzen. Aber wie viel werden es? Das Statistische Landesamt hat jetzt zumindest zwei sehr eigenwillige Prognosen vorgelegt.

Alle gleich ... Foto: Ralf Julke
Bildung·Leipzig bildet

Kopfnoten verstoßen nicht nur gegen die Verfassung, sie pressen Kinder in völlig falsche Schablonen

Die Debatte um Kopfnoten ist in Sachsen nach der Wende nie abgeflaut. Wende diesmal ohne Gänsefüßchen. Denn gerade Sachsens Politik zeigt, wie viel man vom obrigkeitsstaatlichen Denken der DDR übernommen hat. Man gängelt und maßregelt die Bürger lieber, als sie wirklich zu selbstbewusster Demokratie zu befähigen. Dass die Kopfnoten sogar gegen die Verfassung verstoßen, musste jetzt erst ein Gericht feststellen.

Poesiealbum 339: Utz Rachowski. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Ein spätes Poesiealbum für den nachdenklichen Dichter aus dem Vogtland

Mit seinem Hamlet-Gedicht war Utz Rachowski auch in der jüngst in der Reihe „Poesiealbum neu“ erschienenen Auswahl „Worthaft. Texte politischer Gefangener“ vertreten. Er war nie so präsent als dissidentischer Dichter wie etwa Lutz Rathenow oder gar Wolf Biermann. Und wahrscheinlich würde er sich auch verwahren, in dieser Schublade zu landen. Denn eigentlich ist er ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie schnell sensible Dichter in die Mühlen der DDR-Behörden gerieten.

Hier will die Stadt mit ihrem Pleißemühlgraben lang. Foto: Ralf Julke
Politik·Engagement

Verein Neue Ufer appelliert ein letztes Mal an den Sachverstand der Leipziger Ratsfraktionen

Heinz-Jürgen Böhme vom Förderverein Neue Ufer Leipzig e.V. hat eigentlich die Nase voll. In einem Aufruf wendet er sich jetzt noch einmal direkt an die Ratsfraktionen, um für eine vernünftige Variante der Pleißemühlgrabenöffnung an der Hauptfeuerwache zu werben. Denn die Kostenkeule der Stadt empfindet nicht nur er als Foulspiel der Stadtverwaltung. Denn zu Recht fragt er: Warum waren die 15 Millionen eigentlich in der Bürgerbeteiligung kein Thema? Hat sich das jetzt schnell mal einer ausgedacht?

Eltern-Kind-Konflikte betreffen nicht nur finanziell schwache Familien. Foto: Ralf Julke
Politik·Kassensturz

Seit 2005 befindet sich Leipzig in der Stabilisierungsphase nach der Depression

Auch der neue Quartalsbericht beschäftigt sich mit der Beschäftigungssituation in Leipzig. Die Zahl der Beschäftigten wächst ja seit 2006 kontinuierlich. Das hat viele Gründe. Wahrscheinlich heißt kein einziger „Hartz IV“. Im Grunde markiert das Jahr 2005 den Zeitpunkt, an dem die gravierendsten Folgen der deutschen Vereinigung endlich überstanden waren. Auch wenn die üblichen Kommentatoren damals lieber über „den kranken Mann Europas“ philosophierten.

Veränderte Verkehrsmittelwahl zwischen München und Berlin. Grafik: Deutsche Bahn
Wirtschaft·Mobilität

Die Bahn hat ihre Fahrgastzahlen zwischen München und Berlin mehr als verdoppelt

Vor einem Jahr wurde die neue ICE-Strecke von München über Halle/Leipzig nach Berlin endlich in Betrieb genommen. Und sie zeigte schon im ersten Jahr – trotz einiger Holperer mit der sensiblen Elektronik – wie Zugverkehr eigentlich funktioniert: Ein Jahr nach Eröffnung der Schnellfahrstrecke Berlin–München hat die Bahn das Flugzeug als Verkehrsmittel Nummer 1 zwischen München und Berlin abgelöst.

Gleisbau - hier in der KarLi. Foto: Ralf Julke
Politik·Leipzig

SPD stellt Antrag zur Sicherung der Investitionsfähigkeit der L-Gruppe

Nach der unverhofften Entscheidung im Leipziger Stadtrat am 24. Oktober waren so einige Ratsfraktionen ratlos. Da hatte der OBM vorgeschlagen, die Leipziger Stadtholding LVV solle das ihr von der Stadt gewährte Gesellschafterdarlehen jedes Jahr mit 5 Millionen Euro abtragen und das Geld solle gleich wieder für Investitionen bei den Leipziger Verkehrsbetrieben (LVB) genommen werden. Aber drei Fraktionen sahen das anders.

Läufer im Park. Foto: Ralf Julke
Politik·Kassensturz

Männer leben ungesünder, verdienen mehr und bevorzugen das Auto

Mit den jährlichen Bürgerumfragen in Leipzig werden auch immer wieder Lebenseinstellungen abgefragt. Lebenseinstellungen haben gravierende Auswirkungen – bis hin zur Zufriedenheit, politischen Entscheidungen und jenen oft irritierenden Machtkämpfen in Leipziger Medien, in denen übergewichtige alte Männer mit Verbissenheit ihre Interessen versuchen durchzusetzen. Zum Beispiel an der Jahnallee.

1989 - Lieder unserer Heimat. Szenenbild: Schwarwel
Kultur·Film & TV

Heute Nacht erstmals im MDR-Programm zu sehen: 1989 – Ein flimmerndes Geschichtsbuch

In der Doppelvorpremiere am sächsischen Buß- und Bettag warten im jeweils gut gefüllten Kinosaal des Leipziger Werk II die Zuschauer zwischen 7 und 77 gespannt auf den Film aus dem Hause „Glücklicher Montag“. 29 Jahre nach der politischen Wende von 1989 erscheint der neue Film von den Leipziger Trickfilmmachern um Schwarwel und Sandra Strauß: „1989 – Lieder unserer Heimat: Trickfilme von Schwarwel zwischen Diktatur und Demokratie, Schießbefehl, Mangelwirtschaft und Friedlicher Revolution“.

Die Leipzig-Karte der Grünen-Fraktion. Screenshot: L-IZ
Politik·Leipzig

Grüne zeigen jetzt auf einer bunten Karte, was sie in den letzten vier Jahren alles erreicht haben

Es gibt ja so eine Legende, die derzeit gerade von Populisten durch die Lande getragen wird: Die anderen Parteien seien alle irgendwie Elite und würden eh alle dasselbe machen. Was man ja durchaus mal sagen kann, wenn man sich nicht wirklich dafür interessiert, was die einzelnen Parteien so tun und auch schaffen, politisch durchzusetzen. Leipzigs Grüne haben sich jetzt hingesetzt und ihre erfolgreichen Initiativen auf eine Leipzig-Karte gepackt.

Die Mulde mit ihren angrenzenden Lebensräumen ist einem ständigen Wandel unterworfen. Diese Dynamik bestimmt den Grad der Natürlichkeit. AFoto: Nele Klimmer/WWF
Bildung·Forschung

Projekt „Wilde Mulde“ wird mit UN-Dekade-Preis ausgezeichnet

Was an der Mulde möglich ist, sollte eigentlich in der Elsteraue auch möglich sein. Denn Flüsse werden erst dann wieder lebendig, wenn man ihnen wieder Raum zur Ausbildung artenreicher Biotope gibt. Davon sind die Leipziger Auengewässer mit ihrem abgesperrten Auenwald weit entfernt. An der Mulde wird jetzt ein Revitalisierungsprojekt ausgezeichnet – das Projekt „Wilde Mulde“.

Campus der Uni Leipzig am Augustusplatz. Foto: Ralf Julke
Bildung·Leipzig bildet

Grüne beantragen 31,4 Millionen Euro mehr für Leipzigs Hochschulen

Es ist wie in allen anderen staatlichen Bereichen auch: Wenn man meint, die Arbeit dort „sparsamer“ verrichten zu können und Gelder kürzt, leiden darunter die Arbeitsverhältnisse der Beschäftigten – entweder wird dann sinnloserweise Personal gekürzt wie bei Lehrern, Polizisten, Planungsämtern. Oder die Beschäftigten landen in befristeten, schlecht bezahlten Verträgen wie an Leipzigs Hochschulen. Das hätte auch Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange ändern können. Die Grünen rechnen ihr jetzt vor, um wie viel Geld es genau geht.

Der Leipziger Elsterstausee. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Das dicke, reich bebilderte Buch zur kompletten Geschichte des Elsterstausees

Das Aus für den Elsterstausee kam 2017, als Leipzigs Stadtrat der Argumentation der Stadtverwaltung folgte, dass eine Rettung des Elsterstausees viel zu teuer wäre – 4 Millionen Euro allein wegen der neu zu bauenden Dämme. Damit scheiterten auch die Bemühungen des Fördervereins Elsterstausee, diesen einst beliebtesten Leipziger See zu retten. Aber wer erinnert sich noch? Das Buch hilft jetzt dabei.

Wenn der Strom zu teuer wird ... Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Verbraucher

Noch immer gibt es einige tausend Stromsperren in Leipziger Haushalten

Die Zahlen differieren, aber die Aussage bleibt im Grunde dieselbe: Ob es einer Stadt gutgeht, kann man nicht an Einkommensdurchschnitten ablesen. Die Not merkt man erst dort, wo es den Menschen ans Elementarste geht – an Wohnung, Strom, Wärme. Und auch 2018 hat sich nichts daran geändert, dass Leipzig die Stadt in Sachsen ist, wo besonders viele Menschen ihre Not auch mit abgedrehtem Strom bezahlen.

Lauter genussvoll geleerte Gläser. Foto: Marko Hofmann
Politik·Kassensturz

Warum Leipzig so viele Heimzentrierte hat und eindeutig zu wenig liberales Bürgertum

Da waren wir noch nicht mal ganz durch mit der „Bürgerumfrage 2017“, da kommt schon der Quartalsbericht, der sich in einem Aspekt direkt auf die Bürgerumfrage bezieht. Denn 2017 haben Leipzigs Statistiker versucht, die Lebensstiltypen der Leipziger zu ermitteln. Denn einfach mit Begriffen wie Mittelklasse, Oberklasse, reich oder arm kommt man den Lebenswelten der Menschen nicht wirklich auf die Spur.

Besonders von Finanzkürzungen betroffen: die Uni Leipzig. Foto: Ralf Julke
Bildung·Leipzig bildet

Interview von Eva-Maria Stange zu Sachsens Hochschulen wirkt wie die Satire auf die tatsächliche Hochschulpolitik

Einen Bärendienst hat sich Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) am 28. November geliefert, als die LVZ und DNN ein Interview mit ihr zur Lage der sächsischen Hochschulen veröffentlichten. Denn während bundesweit neue Rekorde bei den Studierendenzahlen gemeldet werden, läuft Sachsens Hochschulsystem immer noch auf Sparflamme und die Hochschulen werden bestraft, wenn sie ihre Studierendenzahlen nicht senken. Freiheit halt in der sächsischen Variante.

Ehemalige LVZ-Druckerei von außen.
Wirtschaft·Leipzig

Die Stadtverwaltung will tatsächlich erst am 1. Oktober von der geplanten Schließung der LVZ-Druckerei erfahren haben

ver.di spricht von Tarifflucht, der Betriebsrat schrieb Offene Briefe an die SPD, der Leipziger Stadtrat hat sich schon mit der geplanten Schließung der LVZ-Druckerei in Stahmeln beschäftigt. Und die Linksfraktion wollte genauer wissen, ob sich der OBM denn nun einsetzt, um die 260 Arbeitsplätze in Stahmeln doch noch zu retten. Die Verwaltung hat jetzt geantwortet.

Poesiealbum neu: My generation. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

My generation: Poetische Spurensuche nach lauter Schubladen, die es gar nicht gibt

Dichter sind die Nachdenklichen unter uns, die beim Treppeputzen Bob Dylan hören und über das Wohlwollen der Nachbarn sinnieren, die bei alten Armeejacken über deren Träger im Vietnamkrieg nachdenken oder beim Kauf einer Jeans über die biologische Abbauarbeit von Hosen, Flugblättern und rechtsradikalen Parteien. Sie wissen, wozu man die riesige Bibliothek im Kopf nutzen kann.

Blick über Leipzig. Foto: Ralf Julke
Politik·Kassensturz

Die 600.000 Einwohner erreicht Leipzig in diesem Jahr nicht mehr

Im Frühjahr lösten wir damit noch einen kleinen Sturm im Wasserglas aus, als wir vermeldeten, dass es mit Leipzigs großem Bevölkerungswachstum vorbei sei und man sich die 600.000 für dieses Jahr in den Wind schreiben könne. Mit dem neuen Quartalsbericht Nr. 3/2018 bestätigen jetzt auch Leipzigs vorsichtige Statistiker diese Entwicklung.

Aus AfD-Sicht könnte da auch ein Kernkraftwerk rumstehen. Foto: Marko Hofmann
Politik·Sachsen

Sachsen hat gar keinen Druck, die Kohlekraftwerke bis 2040 laufen zu lassen

Die sächsische Kohlepolitik wird immer irrealer. Statt die Strukturkommission als Chance zu begreifen, mit Bundeshilfe den Strukturwandel im sächsischen Kohlerevier tatsächlich in Gang zu kriegen und somit eine belastbare Planungsperspektive zu schaffen, setzte sich Ministerpräsident Michael Kretschmer am Dienstag, 27. November, vor die Presse und erzählte augenscheinlich Dinge, die mit der Realität wenig zu tun haben. Was nicht nur Dr. Jana Pinka seltsam vorkam.

Wolfgang Stoiber mit Programm zum Auensymposium. Foto: Ralf Julke
Politik·Engagement

Wolfgang Stoiber hat vom selbstgerechten Ämterstammtisch die Nase voll

„Die Erwartungen, die die GRÜNE LIGA Sachsen e.V. und NuKLA e.V. an diesen sogenannten ‚Runden Tisch‘ hatten, waren angesichts der bisherigen WTNK-Dynamik eher sehr gering. Doch selbst diese geringen Erwartungen konnten noch unterboten werden“, schreibt Wolfgang Stoiber, Vorsitzender des NuKLA e.V. jetzt in einem Offenen Brief an OBM Burkhard Jung und Wasserbürgermeister Heiko Rosenthal.

Flotter Radfahrer von oben.
Wirtschaft·Mobilität

Metropolregion Mitteldeutschland beauftragt Studie zum Radschnellweg Halle-Leipzig

Mit dem Fahrrad direkt und schnell von Halle nach Leipzig und umgekehrt – die Idee schwebt schon seit fünf Jahren über der Region. Jetzt wird sie konkret, denn die Metropolregion Mitteldeutschland hat jetzt eine Potenzial- und Machbarkeitsstudie zu einem möglichen Radschnellweg Halle-Leipzig in Auftrag gegeben. Die Studie soll bis Mai 2019 den zu erwartenden Bedarf, den möglichen Streckenverlauf sowie die notwendigen Kosten für das Vorhaben untersuchen.

Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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