Artikel zum Schlagwort Treuhand

"Dicke Bretter" - die Treuhand-Akten im Visier

Zu treuen Händen: Interview mit dem Treuhand-Forscher Marcus Böick (Uni Bochum)

Foto: Michael Freitag

Für FreikäuferLZ/Auszug aus Ausgabe 51Die junge Wissenschaftlerin schaut etwas verunsichert, dann lacht sie. Schnell ist man sich einig an diesem Abend im Leipziger „Telegraph“: das Wort „Treuhand“ ist ihr als 28-jährige Neuleipzigerin vollkommen fremd. Und so einfach würde sie sich wohl nun, wo sie es verstanden hat, nicht mehr in „treue Hände“ begeben. Zwischen einem Ostdeutschen und einer jungen Westdeutschen ersteht eine Zeit wieder auf, in welcher sie gerade erst geboren wurde und mit welcher sie sich bislang nie beschäftigen musste. Weiterlesen

Kleine Anfrage zur sächsischen Unternehmensgeschichte

Wo sind eigentlich die alten Betriebsarchive der DDR-Unternehmen geblieben?

Fotomontage: L-IZ

Für alle LeserImmer wieder wundern sich Forscher zur sächsischen Wirtschaftsgeschichte, dass ganze Unternehmensarchive nicht mehr aufzufinden sind. Selbst von einst namhaften Leipziger Unternehmen mit Weltgeltung. Die Diskussion über die Politik der Treuhand hat ja auch dieses Thema wieder aktuell gemacht. Jetzt hat der Vorsitzende der Linksfraktion im Sächsischen Landtag, Rico Gebhardt, sich ganz offiziell danach erkundigt, was aus diesen alten Aktenbeständen geworden ist. Weiterlesen

Petra Köpping meldet sich zur Treuhand-Studie zu Wort

Eigentlich geht es nicht nur um die Treuhand, sondern um die ganze nicht aufgearbeitete Nachwendezeit

Foto: Kerstin Pötzsch

Für alle LeserAm Montag, 27. November, meldete sich auch Petra Köpping, sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, zu den Ergebnissen der Treuhandstudie der Bundesregierung zu Wort. Sie sieht sich in ihrer Arbeit bestätigt: „Es braucht eine wissenschaftliche Aufarbeitung der Geschichte und eine neue Erinnerungskultur über die Nachwendezeit.“ Weiterlesen

Höchste Zeit für eine ehrliche Inventur

Treuhand-Studie zeigt die verhärteten Fronten und die Chancen für eine transparente Aufarbeitung

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie Treuhand-Geschichte liegt wieder auf dem Tisch. Seit der Ärger vieler Ostdeutscher sich in diffusen „Wir sind das Volk“-Bewegungen artikuliert, sind zumindest auch Teile der Bundesregierung aufgewacht. Die Ost-Beauftragte Iris Gleicke hat 2016 extra eine Studie zur Bewertung der Treuhand in Auftrag gegeben. Am 24. November hat sie das Ergebnis öffentlich vorgestellt. Aber was Rico Gebhardt sich wünscht, wird es wohl nicht geben. Weiterlesen

Nachwende-Ungerechtigkeiten, Pegida und der Osten

Ein Interview mit Petra Köpping, Staatsministerin für Gleichstellung und Integration in Sachsen (Teil 1)

Foto: Kerstin Pötzsch

LEIPZIGER ZEITUNG/Ausgabe 46Für alle LeserWer sich heute an das Thema „Nachwendezeit“, Fehler der Treuhand und die Langzeitfolgen für die Ostdeutschen wagt, sollte sich auch im Sommer warm anziehen. Oder bereits eine Position im Politikbetrieb erreicht haben, die es erlaubt, im Jahr 27 nach „der Kehre“ auch mal kritisch in die frühen 90er und Nullerjahre zu blicken. Petra Köpping (SPD) hat sich gut gerüstet, war immerhin zweimal Bürgermeisterin in Großpösna – einmal vor und einmal nach der Wende – und kämpft gern mit Herz und Schnauze. Weiterlesen

Archiv-Besuch in Leipzig

Staatsministerin Petra Köpping fordert zeitnahe Aufarbeitung der Treuhand-Geschichte

Foto: Gernot Borriss

Geschehen Zeichen und Wunder? Oder wird auch der Vorstoß von Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) wieder ins Leere laufen, endlich die Treuhandakten auszuwerten und Licht ins Dunkel der frühen 1990er Jahre zu bringen? Zumindest thematisierte es die Ministerin am Montag, 15. Mai, bei einem Pressetermin in der Konsumzentrale in Plagwitz. Weiterlesen

Wem gehört der Osten?

15 bekannte Fälle aus der Glücksritterzeit der Nach-„Wende“-Jahre

Foto: Ralf Julke

Wer kein Geld hat, kann nicht mitbieten. So einfach ist das. Und wer nicht an der Quelle sitzt, weiß auch nicht, was die ganze Sache wert ist. Es ist nicht das erste Buch, das über die Glücksritter- und Raffer-Zeit der "Wende"-Jahre geschrieben wurde. Aber es gehört natürlich in die sonst etwas inhaltsleere Erinnerung an 25 Jahre deutsche Einheit. Weiterlesen

Köhler, Breuel, Sarrazin

Die große Enteignung (2): Horst Köhler, Thilo Sarrazin und der große Schweinsgalopp zur Währungsunion

Foto: Ralf Julke

Horst Köhler hatte zwei Mitarbeiter, von denen einer 2010 (just im Jahr von Köhlers Rücktritt als Bundespräsident) noch zu ganz besonderem Ruhm kommen würde: Thilo Sarrazin, Leiter des Referats "Innerdeutsche Beziehungen". Er war es, der Köhler am 21. Dezember 1989 das Papier zuarbeitete, das alle bisherigen Lösungsansätze über den Haufen warf und den "offensiven Lösungsweg" vorschlug: die "Wirtschafts- und Währungsunion" zum frühestmöglichen Zeitpunkt. Weiterlesen

Köhler, Breuel, Sarrazin

Ein Treuhand-Klassiker mit zwei neuen Stars: Die große Enteignung (1)

Foto: Ralf Julke

Eigentlich wollte der Hamburger Journalist Otto Köhler sein 1994 erschienenes Standardwerk über die Treuhand "Die große Enteignung" nur durchsehen und für eine Neuveröffentlichung auf den neuesten Stand bringen. Doch dann merkte er, dass er eigentlich nicht viel ändern musste. Bis auf ein kleines Detail. Jeder Krimi-Autor kennt es: Wer waren eigentlich die Täter? Weiterlesen