Artikel aus der Rubrik Medien

Kommentar

Big Data: Abwiegeln, wegreden und negieren

Foto: L-IZ.de

KommentarFür alle LeserIch habe den derzeit heiß debattierten Artikel des Schweizer Magazins „Das Magazin“ nun drei bis viermal gelesen, mir das empfohlene Verkaufs-Video von „Cambridge Analytica“-Chef Alexander Nix angesehen. Und finde die sofort einsetzende Entwarnung durch Parteien und Medien ungerechtfertigt. Es geht bei den im Artikel dargestellten Manipulationsversuchen vor allem darum, unglaubliche Datenmengen verschiedenster Herkunft zu analysieren und einzusetzen. Und nicht darum, ob der Vorgang nachweislich ausschlaggebend für eine Wahl ist oder war. Weiterlesen.

Wenn Big Data Wahlen manipuliert

Der auslesbare Wähler und die fehlende Power des Journalismus im neuen Traumreich der Manipulateure

Foto: Ralf Julke

KommentarFür alle LeserWas heißt das eigentlich, was das in der Schweiz produzierte „Das Magazin“ am 3. Dezember aufgedeckt hat für den Journalismus von heute? Welche Rolle kann Journalismus noch spielen, wenn Politiker und Wahl-Optimierer ganze Wahlen manipulieren können, weil sie die riesigen Datenmengen aus Big Data filtern und für ihre Wahlstrategien nutzen können? Eins ist sicher: Ohne echte Unterstützung werden Journalisten nicht gegenhalten können. Weiterlesen.

Eine völlig missglückte Maischberger-Show und eine Studie, die es noch gar nicht gibt (2)

Wie deutsche Talkshows zur Frame-Schleuder werden und selbst die Stimmungsumschwünge herbeisenden

Screenshot: L-IZ

KommentarWas ist da aber im Spätsommer 2015 tatsächlich passiert? Geschah da ein ganz unabhängiger „Vertrauensverlust“ der Bürger in die Medien? Oder waren es „die Medien“ selbst, die für ein Kippen der Stimmung im Land sorgten, weil auf einmal auch Politiker meinten, jetzt wieder tüchtige Politik mit Worten machen zu müssen? Es deutet Vieles auf Letzteres hin. Anmelden und weiterlesen.

Eine völlig missglückte Maischberger-Show und eine Studie, die es noch gar nicht gibt (1)

Wie falsche Thesen zur Diskussionsgrundlage inhaltsloser Talkshows werden

Screenshot: L-IZ

KommentarAls die jüngste „Maischberger“-Talkshow am 30. November über die Bildschirme flimmerte, wurde auch wieder eine Studie zitiert, die noch gar nicht in der Welt ist: eine von der Hamburg Media School für die Otto-Brenner-Stiftung erstellte Studie zur Medienberichterstattung über die „Flüchtlingswelle im Sommer 2015“. Hoppla. Autsch. Ja, das war jetzt ein direktes Zitat vom NDR. Hoch lebe das deutsche Fernsehen. Anmelden und weiterlesen.

Medienbildung in Sachsen

Regierungskoalition in Dresden will ab 2018 nur ein kleines Medien-Pilotprojekt für 75.000 Euro

Foto: Ralf Julke

Am Montag, 28. November, verkündeten CDU- und SPD-Fraktion stolz, sie hätten gerade beschlossen, ein bisschen Geld für Medienkompetenzförderung auszugeben. Natürlich mit ganz großen Worten: „Im Rahmen der Haushaltsverhandlungen zum Doppelhaushalt 2017/2018 haben die Koalitionsfraktionen der Staatsregierung den klaren Auftrag erteilt, eine Gesamtstrategie zur Medienbildung im Freistaat Sachsen zu entwickeln.“ Das fanden dann gerade die Grünen sehr erstaunlich. Anmelden und weiterlesen.

Wenn Nachrichten nur noch Junkfood sind

Warum Journalismus mit Reichweite und News nichts zu tun hat oder warum „Spiegel Online“ in der Klemme steckt

Foto: Ralf Julke

KommentarFür alle LeserEs geht nicht um Nachrichten, auch wenn das Jens Rehländer so glaubt, früher mal selbst als Journalist tätig, seit 2010 in der PR zugange. Auf seinem Blog ging er auf die Gerüchte ein, dass „Spiegel Online“ mit seinem seit kurzem getesteten Produkt „Spiegel Plus“ wohl auf die Nase fällt und damit nicht die erhofften Einnahmen erzielt. Nachrichten, so Rehländer, verkaufen sich nun mal nicht. Weiterlesen.

Freikäufer-Aktion - Stufe 1

In eigener Sache (Stand Ende November 2016): Wir knacken gemeinsam die 250 & kaufen den „Melder“ frei

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Für alle LeipzigerIm Gegensatz zu manchen Beobachtern wussten wir, dass es schwer werden würde. Und länger dauern, als mancher vielleicht gehofft hatte. Noch ist das „Bezahlen im Netz“ bei Medien neu, dennoch nimmt es leider immer mehr zu. Deshalb wollen wir mit der „Freikäufer“-Aktion in absehbarer Zeit versuchen, mit gesamt 1.500 Freikäufern wieder für alle offen und frei zugänglich über alle Themen berichten lokal berichten zu können. Dabei haben uns bislang – neben den bereits 760 früheren Abonnenten bereits vor der Freikäufer-Aktion – weitere 250 Menschen geholfen und 99 Euro beigetragen (Stand 24.11.2016). Vielen Dank dafür! Damit ist Weiterlesen.

Leos Kaffeepause, Nr. 2

Nichts ist so kalt wie der Kaffee aus den Talkshows

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Für alle LeserNa, mach du mal, Leo. Du hast hier noch am meisten Zeit von allen. Erklär’ mal den Leuten, warum wir an all diesen Fragebogenaktionen nicht teilnehmen. – Stimmt ja. Seit ein paar Monaten ist das Postfach verstopft. Alle möglichen Medienlehrstühle wollen auf einmal wissen, wie es uns geht. Uns als Journalisten in Zeiten, wo so ein selbsternanntes Volk da draußen „Lügenpresse“ skandiert. Ehrlich? Weiterlesen.

Firmenphilosophie Verantwortungslosigkeit

Mark Zuckerbergs lächerliche Reparaturliste für ein Medienunternehmen, das keins sein will

Grafik: L-IZ

KommentarFür alle LeserAch Gottchen, jetzt freuen sie sich wieder: „Facebook will gegen gefälschte Meldungen vorgehen“, titelt die FAZ. „Schluss mit Fakebook“, meint Zeit Online. Bei „Spiegel“ ist es Zuckerberg, der „gegen erfundene Nachrichten“ vorgehen will. Und man lobt den Knaben auch noch für seine lächerliche Liste der Ankündigungen. Die nichts, gar nichts bewirken wird. Weiterlesen.

Frisches Lesefutter für kritische Menschen

Die LEIPZIGER ZEITUNG Nr. 37 kümmert sich mal um knappe Haushalte, fehlende Weichenstellungen und ein paar Gründe für den Frust in der sächsischen Provinz

Foto: Ralf Julke

Für alle LeipzigerDas war so nicht geplant. Ehrlich nicht. Als die neue LEIPZIGER ZEITUNG Nr. 37 in Druck ging, war nicht abzusehen, dass die 43 Staaten des „Climate Vulnarable Forum“ (CVF) auf der Klima-Konferenz in Marrakesch bekanntgeben würden, dass sie so schnell wie möglich auf Kohle, Öl und Erdgas verzichten wollen. Als Erste, die von den Folgen des Klimawandels direkt betroffen sind, wissen sie, dass man der Katastrophe mit windelweichen Versprechungen nicht mehr ausweichen kann. Und Sachsen? Weiterlesen.

Medienmachen in Zeiten der Gier und der Robots

Wer Journalisten durch Algorithmen ersetzt, zerstört die Gesprächsbasis der Demokratie

Grafik: L-IZ

Nein, auf die Nase gefallen ist Mark Zuckerberg noch nicht. Aber unangenehm aufgefallen. Sein Netzwerk war es, das zur großen Müll- und Lügenschleuder im amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf geworden ist. Es wurde zur „Fake News“-Schleuder. Das als „Social Media“ verkaufte Privatnetzwerk entpuppt sich als riesige Nachrichtenplattform, deren Inhaber so tut, als sei er für die Inhalte gar nicht verantwortlich. Gier hat Verantwortung gefressen. Anmelden und weiterlesen.

Und was passiert jetzt? - Teil 29

Herr L. wird mal für ein Telefonat zum Miezekätzchen

Grafik: L-IZ

LeserclubWie redet man mit einem Sprecher der Staatsanwaltschaft, der niemals zugeben würde, dass er über das Ziel hinausgeschossen ist? Den man aber auch nicht verärgern durfte. Staatsanwälte können so schrecklich nachtragend sein. Und so hübsch zynisch, wenn sie sich am Telefon verweigerten. „Es ist doch alles gesagt, Herr L.“ Anmelden und weiterlesen.

Und was passiert jetzt? - Teil 28

Vorsicht, Haie!

Grafik: L-IZ

Leserclub„Eure Sorge kann erdrückend sein“, maulte Herr L. hinten auf der Rückbank des „Tschaika“, der mitten am Tag hinausschnurrte ins Grüne, dorthin, wo hinter (oder vor) der Stadt noch ein paar Bäume standen, Schilf raschelte, Enten schnatterten und sich ein paar Seen tummelten. Oder eher gelangweilt herumlagen, weil gerade Werktag war. „Gibt neue Nachricht von Chaifisch.“ Anmelden und weiterlesen.

Und was passiert jetzt? - Teil 27

Herr L.s zweites Stelldichein auf dem Friedhof

Grafik: L-IZ

LeserclubManchmal fühlte er sich dann doch wie Stülpner Karl, mit schlechtem Gewissen im Wald unterwegs, auf Schwarzkitteljagd. Nur der Oberförster durfte ihn nicht erwischen. Nur dass für Stülpner die Lage überschaubar war. Die Obrigkeit näselte und setzte Kopfprämien auf ihn aus. Nur mit seinen erlegten Schweinen durfte er sich nicht erwischen lassen. Anmelden und weiterlesen.

Öffentlichkeitsfahndungen im Netz und verletzte Persönlichkeitsrechte

Menschenjagd im Boulevard

Foto: Alexander Böhm

Für alle LeserDie Veröffentlichung von Bildern von Menschen ist und bleibt presserechtlich ein schwieriges Thema. Besonders heikel wird es, wenn Personen schwerwiegende Straftaten vorgeworfen werden. Es ist daher immer eine Abwägungsentscheidung der Staatsanwaltschaften und Richter, ob es der polizeiliche Ermittlungsstand und der Tatvorwurf selbst rechtfertigen, Abbildungen mutmaßlicher Täter der Öffentlichkeit zu zeigen. Und die Art und Weise, wie diese, angefangen bei den verbreitenden Medien, damit umgehen wird, in die Überlegungen mit einzubeziehen. Weiterlesen.

Kinder, ahoi!

Die Umweltbibliothek im Haus der Demokratie hat jetzt eine eigene KinderLeseInsel

Foto: Rald Julke

Mit Kindern fing alles an, 1828, als der königlich-sächsische Rentamtmann Karl Benjamin Preusker (1786-1871) am 24. Oktober 1828 in Großenhain eine Schulbibliothek für Lehrer, Schüler und den „gewerblichen Bürgerstand“ gründete. Kinder spielten auch am „Tag der Bibliotheken“, dem 24. Oktober 2016 die Hauptrolle. In der Leipziger Umweltbibliothek wurde an diesem Tag die KinderLeseInsel ereöffnet. Anmelden und weiterlesen.

Und was passiert jetzt? - Teil 26

Die zarte Seele des Stachelschweins

Grafik: L-IZ

LeserclubUnd so entdeckte Herr L. an diesem unverhofften Morgen – etwas spät, das musste er zugeben – dass sein wohlgeschätzter Kollege Stachelschwein so etwas wie Herz hatte. Ein verstocktes zwar, ganz gewiss keines aus Marzipan. Aber auch er hatte tief in den Verliesen seiner schwarzen Seele eine Geschichte versteckt, die nie zu Ende erzählt wurde. Anmelden und weiterlesen.

Die neue „Leipziger Zeitung“ ist da

Staatsversagen in Sachsen, Armut in Leipzig, pralles Leben in Plagwitz, Reudnitz und Connewitz

Foto: L-IZ

Für alle LeipzigerDie Überschrift war klar nach all den Pleiten und Pannen in der sächsischen Politik, die in den letzten Monaten die Öffentlichkeit erfreuten: „So geht sächsisch“. Warum so Vieles schiefläuft in Sachsen, damit beschäftigen sich gleich mehrere Artikel in der neuen „Leipziger Zeitung“, die heute an den Kiosken der Stadt ausliegt. Weiterlesen.

Universelles Design schon in der Schule

Wie man bessere Bücher für blinde und sehbehinderte Schüler bekommen kann

Foto: Johannes Ernst/HTWK Leipzig

Man muss nicht immer extra Bücher für Blinde und Sehschwache machen, dann, wenn die Bücher für alle anderen schon fertig sind. Viel sinnvoller ist es, Bücher von Anfang an so zu konzipieren, dass sie auch ganz leicht für besondere Bedürfnisse umgesetzt werden können. Das war die Dissertationsidee der HTWK-Studentin Julia Dobroschke. Dafür hat sie jetzt einen Preis bekommen. Anmelden und weiterlesen.