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Bildung

Leipzig im Jahr 1914: Die Kaffeehäuser spielen Nationallieder – aber nicht für Serben

Die Werbung der Firma Eulitz am 29. Juli 1914 in den LNN.
Österreich-Ungarn hält die serbische Antwort auf das gestellte Ultimatum für ungenügend und bricht am 25. Juli die diplomatischen Beziehungen ab. In Leipzig wird das frenetisch gefeiert. Kaffeehäuser passen ihr Musikrepertoire der Situation an. Für „die Söhne des Balkans“ wird es in Leipzig plötzlich ungemütlich. Immerhin: Die Rosen-Ausstellung im Palmengarten läuft ganz gut. mehr…


Leipzig im Jahr 1914: Wer hat den schönsten Balkon?

Die Zeitgenossen wissen es nicht, dass es noch zehn Tage bis Kriegsbeginn sind. Dass der Verkehrsverein den schönsten Balkon sucht, ist für sie deshalb nicht außergewöhnlich. Im Amtsgericht wird noch mal durchgewischt, der sächsische König meldet sich aus Südtirol und in Leipzig herrscht Vollbeschäftigung. mehr…


Leipzig im Jahr 1914: Hochwasser in Leipzig

Nach der langen Hitzewelle kommt nun der Regen. Hochwasser bedroht die Bauarbeiten am Elsterbecken. Derweil ist große „Ball-Zeit“ in unserem Vorkriegs-Leipzig, wo auch vor den Ernsten Bibelforschern gewarnt wird. mehr…


Leipzig im Jahr 1914: Der Männerchor erhält Antwort von der Erzherzogin, ein Kraftdroschkenfahrer verurteilt

Eine Kraftdroschke am Leipziger Markt 1912.
Das Rote Kreuz sieht das Unheil wohl kommen. Die Organisation bietet schon mal Kurse in Militärpflege an. Ein Kraftdroschkenfahrer verzichtet trotz Nebel auf Lichter und Hupen und muss ins Gefängnis und die Leipziger sollen bitte mehr in der Bibel lesen. mehr…


Leipzig im Jahr 1914: Rekordflieger in Leipzig-Lindenthal, neue Öffnungszeiten beim Friseur, Peitschen für Bengel

Die Schulferien beginnen. Zeit für ausgiebige Besuche im Freibad. Aber Vorsicht: Langfinger sind unterwegs. Heinrich Oelerich versucht derweil mit seinem Flugzeug die Wolken vom Himmel zu holen. Der Weltbund zur Bekämpfung des Verbrechertums wird gegründet und die Königliche Amthauptmannschaft Leipzig verpflichtet die Totenbettmeistersche Ehefrau Alwine Emilie Herfurth als Leichenfrau. mehr…


Leipzig im Jahr 1914: Ein zukünftiger Fußballmeister fusioniert, postmoderne Ruhestörung in Möckern

Das Gelände der Bugra 1914.
In Plagwitz wirbt ein Gastwirt wortgewandt um neue Kundschaft, in Stötteritz fusioniert der zukünftige dreimalige Fußballmeister und in Wolks wird gemeckert. Wann kommt endlich die Straßenbahnanbindung? Mächtig was los Mitte Juli 1914 in Leipzig. mehr…


Leipzig im Jahr 1914: Liebesdrama im Westen, Knatsch um Marienbrunn

Der Matthäikirchhof 1914.
Eine unheimliche Situation am Vorabend des Ersten Weltkriegs: Immer wieder suchen Leipziger den Freitod. Als wenn sie ahnten, was da kommen würde. Die SPD beschwert sich über die Gemeinheiten in der Gartenstadt Marienbrunn, in Schönefeld wird protestiert und die Leipziger Buchdruckerei hat die Zeichen der Zeit erkannt. mehr…


Leipzig im Juli 1914: Simsalabim in Connewitz, Militärmusik im Felsenkeller

Die Südseite des Leipziger Markts 1912.
In der Biedermannstraße gibt eine Frau 200 Goldmark, damit das Reißen in den Armen endlich aufhört. Für das Geld hätte sie über 300 Mal zur Militärmusik in den Felsenkeller gehen können. Pegau wird Fußballmeister der zweiten Klasse. mehr…


Leipzig im Juli 1914: Proteste in Schönefeld und Mockau – Probleme im Kinderkrankenhaus

1914 gab es das noch: Vororte wollten eingemeindet werden. Das Kinderkrankenhaus will auch was: Mehr Unterstützung und mehr Platz.1913 mussten kranke Säuglinge weggeschickt werden. Der Gastwirtschaft „Zum Fröhlichen Zecher“ gehen derweil die Besucher aus. mehr…


Stadtpolitik anno 1914: Wo Reclam, Esche, Dittrich und Dufour sich treffen

Leipzig 1914 bedeutet Entwicklung. Die Stadt ist zu einer der größten Industriestädte Deutschlands aufgestiegen. Über 620.000 Menschen wohnen in der Handelsstadt, die an immer mehr Gemeinden heranwächst. Nicht nur Schönefeld und Paunsdorf hoffen auf Einverleibung. Die Aufgaben der Stadtverantwortlichen sind vielfältig: Es braucht vor allem neue Schulen, eine bessere Infrastruktur und genügend Wohnungen. Eine Zeitreise in die Stadtpolitik 1914. mehr…


Leipzig im Juli 1914: Leiden und Leben in einer Stadt der verwässerten Milch

Wer verlor sein Baby da einfach im Eisenbahnwaggon?
Die Milch ist vor 100 Jahren, im Juli 1914, nicht mehr das, was sie mal war. Ein Vortragsredner versucht derweil mit angeblichem gesundheitlichem Hokuspokus Blechbadewannen zu verkaufen, beim Bau der Leipziger Untergrundbahn wird ein Arbeiter verschüttet und ein Arbeitsbursche investiert das Portogeld seiner Firma lieber in Brot statt in Briefmarken – und landet vor Gericht. mehr…


Leipzig im Jahr 1914: Ein Attentat und die nicht mehr heile Welt des 29. Juni

Leipziger Neueste Nachrichten vom 29. Juni 1914.
Die Leipziger sind zum Preis-Angeln oder schauen den Rosenkavalier im Neuen Theater als im 950 Kilometer entfernten Sarajewo die Welt ins Wanken gerät. Doch zunächst dreht sie sich weiter – auch in Leipzig, wo Diskussionen über die Milchversorgung, zahlreiche Selbstmorde und die rege Bautätigkeit den Alltag der von Oberbürgermeister Rudolf Dittrich regierten Stadt prägen. mehr…


Kriegsalltag und Medienwelt: Die virtuelle Ausstellung der Deutschen Nationalbibliothek „100 Jahre Erster Weltkrieg“ ist online

Online-Ausstellung der DNB "100 Jahre Erster Weltkrieg".
Vielfältige Einblicke in die Alltags- und Medienwelt des Ersten Weltkrieges erhalten Besucherinnen und Besucher der virtuellen Ausstellung "100 Jahre Erster Weltkrieg", die die Deutsche Nationalbibliothek jetzt online geschaltet hat. Ob Plakate oder Kriegszeitungen – mehr als 200 Medienobjekte machen die Bedeutung von Massenmedien im Zusammenhang mit dem Kriegsgeschehen deutlich. Basierend auf der Weltkriegssammlung der Deutschen Nationalbibliothek, die im Rahmen des Gedenkjahres 2014 aufgearbeitet und für die ausgewählte Stücke digitalisiert wurden, gibt die virtuelle Ausstellung Einblicke in diese Sammlung. mehr…


Eine Wiederentdeckung feiert zum Bachfest Premiere: Carl Friedrich Abel und die Faszination der Viola da Gamba

Carl Friedrich Abel: Zweite Pembroke-Sammlung.
Es ist kein Geheimtipp, denn natürlich hat das Bach-Archiv kräftig geworben auch für diesen kleinen besonderen Termin im Kalender des Bachfests 2014: Am Donnerstag, 19. Juni, gibt es um 22:30 Uhr im Sommersaal des Bach-Museums das Konzert "Wiederentdeckt – Das vermisste Pembroke-Manuskript". Zu nächtlicher Stunde, wie sich das für Gambenmusik gehört. Und für diese erst recht, denn sie ist eine besondere Leipziger Wiederentdeckung. mehr…


Staatsarchiv hat gefeiert: 60 Jahre Staatsarchiv Leipzig

Eröffnung der Ausstellung im Sächsischen Staatsarchiv.
Am Freitag, 23. Mai, beging das Staatsarchiv Leipzig sein 60-jähriges Bestehen im Rahmen einer Festveranstaltung gemeinsam mit Partnern aus der Verwaltung, von Institutionen und der Wissenschaft. Gleichzeitig eröffnete das Archiv eine Ausstellung mit einer Auswahl von einzigartigen Archivalien, die die vielfältige Nutzung und überregionale Bedeutung der Archivbestände des Hauses widerspiegeln. Sie ist bis zum 25. September 2014 während der Öffnungszeiten zu besichtigen. mehr…


Alles Luther, oder was? - Leipzig feiert 475 Jahre Reformation und eröffnet das erste Stück Lutherweg

Das Luther-Fenster in der Thomaskirche.
Man kann ja ein bisschen durcheinander kommen. Immer näher rückt der 31. Oktober 2017 und damit der 500. Jahrestag von Luthers Thesenanschlag. Damit auch der Höhepunkt der Lutherdekade. Und ein wichtiges Projekt in diesem Jubiläum ist die Schaffung des großen mitteldeutschen Lutherweges. 550 Kilometer lang wird er allein auf sächsischem Gebiet, 18 Kilometer davon in Leipzig. Und dieses Teilstück des Lutherweges wird am Sonntag, 25. Mai, offiziell mit der Feier zu 475 Jahre Reformation eröffnet. mehr…


Vom Waisenhaus zum Haus der Demokratie: Trägerverein sucht Dokumente zur 111-jährigen Geschichte des Hauses

Das 1903 in der Elisenstraße errichtete Waisenhaus.
So schnell ist ein Vierteljahrhundert herum. Der „Haus der Demokratie Leipzig e. V.“ arbeitet jetzt an einer im Januar 2015 erscheinenden Chronik, die die 25-jährige Geschichte des Hauses seit 1990 erzählen soll - und womöglich auch die davor. Vertreterinnen und Vertreter der Bürgerbewegung des 89er Herbstes übernahmen am 2. Januar 1990 das Gebäude der ehemaligen SED-Stadtleitung. mehr…


12. Mai 2014: 300 Jahre Fischerstechen in Leipzig

Dorotheenplatz mit den Statuen von Jupiter (vorn) und Juno.
Eine Fischerinnung hat Leipzig nicht mehr. Fast vergessen ist die Zeit, als Leipzig berühmt war für seinen Fischreichtum. Was natürlich damit zu tun hatte, dass die Stadt gleich an drei fischreichen Flüssen lag: Pleiße, Parthe und Weiße Elster. Direkt vor den Toren der Stadt begann die wasserreiche Landschaft. Und am 12. Mai 1714 fand das erste Leipziger Fischerstechen statt. Natürlich für einen Ehrengast. mehr…


Hochschule für Musik und Theater Leipzig: 57 Briefe aus Ethel Smyths Leipziger Studienzeit erworben

Brief von Ethel Smyth zur Ankunft in Leipzig vom 28. Juli 1877.
Pünktlich zum 70. Todestag der Komponistin, Schriftstellerin und Frauenrechtlerin Ethel Smyth (1858-1944) gelang es der Hochschule für Musik und Theater Leipzig, 57 von einem Londoner Antiquariat angebotene Briefe zu erwerben, die Smyth während ihrer Studienzeit am Konservatorium an ihre Mutter schrieb. Am Donnerstag, 8. Mai, lädt die Hochschule zu einem Gedenkkonzert mit Lesung und Ausstellung ein. mehr…


100 Jahre Schillerdenkmal: Gedenkveranstaltung im Lenné-Park und ein umgestülptes Schillerbild

Das Schillerdenkmal in der Lennéanlage.
Mit starrem, fast dämonischem Blick steht er da: der Schiller. Er schaut hinüber zur Deutschen Bank als wäre er immer noch sauer, dass Dichter in deutschen Landen so mies honoriert werden. Am Freitag, 9. Mai, hat er Geburtstag. Zumindest dieser Schiller in der Lenné-Anlage an der Schillerstraße. Der andere, der echte, hat seinen Todestag, den 209. - aber gefeiert wird der Geburtstag. mehr…



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