Artikel aus der Rubrik Zeitreise

Festwoche für den Namensgeber der Großen Kreisstadt

Markkleeberg feiert das 825. Jahr seiner Ersterwähnung

Foto: Ralf Julke

Markkleeberg schon 825 Jahre alt? Oioioi, da wurde man als Leipziger doch aufmerksam, als die Stadt am Montag, 29. Juni, die Einladung zur Festwoche "825 Jahre Ersterwähnung Markkleeberg" verschickte. Denn offiziell ist die Stadt im Leipziger Süden erst 1934 gegründet worden. Damals als Zusammenschluss der Orte Oetzsch-Markkleeberg und Gautzsch. Und - das darf man nicht vergessen - auch als Reaktion auf den zunehmend spürbarer werdenden Eingemeindungsdruck der großen Stadt Leipzig. Weiterlesen.

Am 26. Juni in der Ritterstraße

Gedenktafel für ein echtes Leipziger Original wird enthüllt

Foto: Ralf Julke

Richtig Geburtstag hat er erst am 4. Juli. Dann wird der Dichter Christian Fürchtegott Gellert 300 Jahre alt. Es gab Zeiten, da war er der berühmteste Leipziger Schriftsteller. Berühmter als Lessing und Goethe. Kaum vorstellbar. Stimmt aber. Zwischen 1800 und 1820 war Gellert ein vielgelesener Autor, auch wenn er da schon lange tot war. Leipzig macht um jeden auch nur einigermaßen bekannten Komponisten eine Menge Tamtam, aber mit den Schriftstellern tut sie sich schwer. Anmelden und weiterlesen.

1000 Jahre Kirche in Leipzig

1015: Kirche zwischen Mission und Macht

Die Kirchen feiern. Foto:Ernst-Ulrich Kneitschel

Auch die Kirchen feiern 1000 Jahre Leipzig. Für Bürgermeister Torsten Bonew selbstverständlich: "Ohne Gott kein Bischof. Ohne Bischof keine 1000 Jahre Leipzig. Ohne 1000 Jahre Leipzig keine Feier. Also ohne Gott keine Feier." Und auch der Ökumenische Gottesdienst am Ende der Festwoche unterstrich die Bedeutung der religiösen Quelle. Faktisch hat sich Kirche und Religion in dieser Zeit verändert. Der Einfluss sinkt - zum Nutzen der Glaubwürdigkeit. Anmelden und weiterlesen.

Die Friedliche Revolution als App fürs Handy

Per QR-Code kann man sich jetzt in Leipzigs City direkt in die Brennpunkte des 89er Herbstes einhören

Foto: Gedenkstätte Museum in der "Runden Ecke"

Die metallenen Stelen, die das Bürgerkomitee Leipzig e. V. überall in der Innenstadt aufgestellt hat, kennt fast jeder. Zumindest jeder, der mit offenen Augen durch die Straßen läuft, auch mal stehen bleibt, die schwarz-weißen Fotos anguckt und den Text kurz liest. Denn die Säulen markieren wichtige Schauplätze des Herbstes 1989. Seit Mittwoch, 20. Mai, kann man diese Schauplätze auch digital abrufen - per App. Anmelden und weiterlesen.

Was feiert Leipzig eigentlich 2016?

Gottfried Wilhelm Leibniz: 350 Jahre Abschied für ein junges Universalgenie

Foto: Ralf Julke

Zuletzt soll er nicht mal böse gewesen sein, dieser Gottfried Wilhelm Leibniz. Zumindest zitiert das Leipziger Kulturdezernat aus einem Brief, den Leibniz 1708 an Adam Rechenberg schrieb: "Ich freue mich, dass unser Leipzig, nachdem es sich aus sehr schweren Zeiten wieder empor gearbeitet hat, in neuer Blüte steht. Ich liebe es, wie es sich für die Heimat geziemt, und habe nicht das Gefühl, dass sie gegen mich undankbar war.“ Anmelden und weiterlesen.

Nikolaikirche lädt ein zum 850-Jährigen

Warum die Kirche der Revolution auch die erste Kirche der Stadt Leipzig war

Foto: Ralf Julke

Leserclub"Nun ist es so weit!", freut sich die Ev.-Luth. Kirchgemeinde St. Nikolai. Der Geburtstag der Nikolaikirche wird gefeiert. Die Festwoche vom Sonntag Exaudi (17. Mai) bis zum Pfingstfest (24. Mai) wird der Höhepunkt in der Feier des 850. Jubiläums der Nikolaikirche. Wäre da nur nicht diese Ungewissheit: Wann wurde die Kirche nun wirklich gegründet? Niemand weiß es. Anmelden und weiterlesen.

Der Nieper-Bau der HTWK Leipzig

Wer war eigentlich Ludwig Nieper?

Foto: Ralf Julke

LeserclubWer nach Leipzig kommt, darf ruhig verwirrt sein. Manche Würdigung passiert an völlig anderer Stelle, als sie eigentlich zu erwarten wäre. Wie zum Beispiel die für Ludwig Nieper, eigentlich Johann Carl Ludwig Nieper. Nach ihm ist heute der Neubau für die Fakultät Maschinenbau und Energietechnik der HTWK benannt worden. So ein bisschen ist er der Ur-Vater der HTWK. Aber in Wirklichkeit hat er eine ganz andere Leipziger Hochschule gerettet. Anmelden und weiterlesen.

150 Jahre Johannapark für alle

Wie die Leipziger zu einem ihrer schönsten Parks gekommen sind

Foto: Ralf Julke

Heute liegen die Leipziger freudenvoll auf der großen Wiese im Johannapark - und den meisten ist gar nicht bewusst, dass es mal eine Zeit gab, in der öffentliches Grün in Leipzig überhaupt nicht selbstverständlich war. Vielleicht hat Leipzigs Amt für Stadtgrün und Gewässer schon die Bestellung ausgelöst für lauter bunte Luftballons. Denn der Johannapark feiert in diesem Jahr 150 Jahre Öffentlichkeit. Anmelden und weiterlesen.

Lebendige Erinnerung am 13. April

Mit dem Schneeblumen-Gedenkweg an das Schicksal von 1.500 Leipziger Zwangsarbeiterinnen erinnern

Foto: Flügelschlag Werkbühne e.V.

Am Montag, 13. April, gibt es einen ganz besonderen Spaziergang zur Erinnerung an das Ende der NS-Zeit in Leipzig. Der Schneeblumen-Gedenkweg ist den 1.250 ungarisch-jüdischen und den 250 französischen Frauen gewidmet, die Sklavenarbeit in der deutschen Rüstungsindustrie und beim Straßenbau verrichten mussten und am 13. April 1945 auf einen Marsch Richtung Theresienstadt getrieben wurden. Anmelden und weiterlesen.

Geputzt, repariert und 500 Bäume gepflanzt

Merzdorfs Stadtmodell des Leipzigs von 1822 ist ab heute in alter Schönheit im Alten Rathaus zu bestaunen

Foto: Ralf Julke

Großes kündigt sich an im Leipziger Stadtmuseum zum Jubiläumsjahr 2015: Am 20. Mai soll im Alten Rathaus die neue Ausstellung "1015. Leipzig von Anfang an" eröffnen und endlich auch die archäologische Geschichte der Stadt zeigen. Ein Kleinod aber ist ab heute schon in alter neuer Schönheit zu besichtigen: das Stadtmodell von 1822. Anmelden und weiterlesen.

Erinnerungssteine in der Eutritzscher Straße

Ü40-Fußballer von Roter Stern Leipzig haben Stolpersteine für Familie Teutsch ermöglicht

Foto: privat

Am Samstag, 21. März, war wieder einmal Stolperstein-Tag in Leipzig. An zehn Orten wurden weitere 22 Stolpersteine verlegt, die an Opfer der NS-Diktatur in Leipzig erinnern. Diesmal spielte auch der Leipziger Sport eine Rolle: Die Ü40-Fußballabteilung des Sportvereins Roter Stern Leipzig '99 e. V. und Cordula Schröder ließen in der Eutritzscher Straße 45 Stolpersteine anbringen, die an die Familie Teutsch erinnern. Anmelden und weiterlesen.

AfD-Fraktion bessert nach in der Bismarck-Frage

Jetzt möchte Leipzigs AfD gern einen zentralen Platz für den Eisernen Kanzler

Foto: Ralf Julke

Die gute Nachricht vom 13. März lautet: Jetzt weiß auch Leipzigs AfD, wo die Bismarckstraße in Leipzig zu finden ist. Die preußische Nachricht lautet: Das genügt ihr nicht. Sie will den Reichskanzler zentral gewürdigt sehen, beantragt die AfD-Fraktion nun. Und macht ihn gleich mal wieder zum sozialen Wundertäter. Anmelden und weiterlesen.

Ehrung für die Pionierfrau der Leipziger Fotografie

Eine Tafel erinnert in der Elsterstraße jetzt an die Wirkungsstätte von Bertha Wehnert-Beckmann

Foto: Ralf Julke

So etwas nennt man eine punktgenaue Ausstellung: Zum 200. Geburtstag der großen Leipziger Fotografin Bertha Wehnert-Beckmann präsentiert das Stadtgeschichtliche Museum die große Ausstellung "Die Fotografin", die das Werk und das Leben der ersten Leipziger Berufsfotografin lebendig macht. Und seit Montag, 2. März, gibt es auch eine Tafel am einstigen Wohnhaus der Berühmten. Anmelden und weiterlesen.

Ab dem 13. März in der Leipziger Stadtbibliothek

Der Leipziger Ring 1850 und 2015: Das größte Architektur-Panorama der Welt

Foto: 2015, PanoramaStreetline und Projekt Leipziger Ring

Die Buchmesse kommt, und Vieles, was sie tatsächlich interessant macht, passiert im Rahmenprogramm. Auch an Ausstellungen. Und auf eine freut sich auch schon die Leipziger Stadtbibliothek: Am 13. März um 18:30 Uhr öffnet im Oberlichtsaal der Stadtbibliothek Leipzig die Ausstellung zum "größten Architektur-Panorama der Welt": dem Leipziger Ring gleich in zwei Ausführungen - einer von 1850, einer von 2015. Anmelden und weiterlesen.

Zeugnis aus Bachs letzten Lebenstagen

Verschollen geglaubte Bach-Quittung aus dem Jahr 1750 wird zum Bachfest Leipzig erstmals öffentlich gezeigt

Foto: Sammlung Bach-Archiv Leipzig

Ein ganz besonderes Dokument wird zum Bachfest 2015 erstmals wieder seit über 100 Jahren der Öffentlichkeit präsentiert. Es erzählt - auch wenn es Johann Sebastian Bach nicht selbst unterschrieben hat - von seinen letzten Lebenstagen. Und das waren keine guten. Denn eigentlich hatte sich der vom Grauen Star geplagte Thomaskantor vom berühmten reisenden Augenheiler John Taylor eine Besserung versprochen. Anmelden und weiterlesen.

Leipzigs rätselhafter Name

Eine Spurensuche (4): Ist Leipzig tatsächlich schon 2.000 Jahre alt?

Foto: Ralf Julke

LeserclubJetzt haben wir einen Namen: Aregelia. Aber passt der zu Leipzig? Wo ist dieses simple Lei oder *leih, das Leipzigs Namensforscher als Wurzel des Namens annehmen, an das dann irgendwann so eine schöne slawische Endung wie -ici, -icz, -iz drankam? Steckt das klebrige, fließende Leih vielleicht doch in Aregelia? - Kay Suchowa bringt uns auf die Spur. Anmelden und weiterlesen.

Leipzigs rätselhafter Name

Eine Spurensuche (3): Ist Leipzig tatsächlich schon 2.000 Jahre alt?

Foto: Ralf Julke

LeserclubAber wie war das nun mit diesen römischen Händlern? Wer könnte sich für das interessiert haben, was sie aus dem fernen großen Germanien, der Germania Magna, und möglicherweise diesem lebendigen Hotspot am Zusammenfluss von Elster, Parthe und Pleiße hätten erzählen können? - Ein Name fasziniert dabei die Forscher seit Jahrzehnten: Claudius Ptolemäus. Anmelden und weiterlesen.

Leipzigs rätselhafter Name

Eine Spurensuche (2): Ist Leipzig tatsächlich schon 2.000 Jahre alt?

Foto: Landesamt für Archäologie Sachsen

LeserclubWoher stammt Leipzigs Name, wenn er nun nicht von den Slawen stammt, sondern aus einer Zeit davor? Vor der slawischen Besiedlung? Oder, wie Karlheinz Hengst 2010 schrieb: "Damit gelangen wir in die germanische Zeit." Ins 5./6. Jahrhundert, schrieb er. Oder gar noch weiter zurück? In dieser Ecke Sachsens eigentlich gar kein Problem, was mittlerweile hunderte von Ausgrabungen belegen. Anmelden und weiterlesen.

Leipzigs rätselhafter Name

Eine Spurensuche (1): Ist Leipzig tatsächlich schon 2.000 Jahre alt?

Foto: Ralf Julke

LeserclubManchmal müssen erst verschiedene Erkenntnisse zusammenkommen, um endlich die richtige Spur zu finden. Wir sind ja im Jahr 1.000 der Ersterwähnung Leipzigs ... Sind wir? Bisher galt die Erwähnung Leipzigs in der Chronik des Thietmar von Merseburg als der Beleg für die früheste Erwähnung. Das soll ja mit gewaltigem Brimborium gefeiert werden in diesem Jahr. Und wieder einmal wird es das falsche Jubiläum im falschen Jahr sein. Anmelden und weiterlesen.

Altes Theater, neue Dramen

Kammerspiele, Scala, Kneipenszene, Kino. Oder verschlossene Türen

Foto: Karsten Pietsch

Leipzigs Gottschedstraße 16 wird im Stadtrat behandelt. Gibt es weiterhin eine Option auf Öffentlichkeit, Theater, Filmkunst und Literatur oder aber verkauft die Stadt kurzerhand eine Immobilie? Und damit eine alte Leipziger Theateradresse. Ob Kammerspiele, Neue Szene, Scala, Festival euro-scene Leipzig oder auch nur Kneipe, es ist ein Publikums-Mehrgenerationentheater, und das seit Mitte des vorigen Jahrhunderts. Hier haben Generationen von Leipzigern, und das sind alle, die jeweils gerade da sind, gerne unterhaltsam-lehrreiche Kunst-Zeiten und Lebenskunst-Stunden verbracht. Klassisch, lustig, ungewöhnlich, aufmüpfig, angeheitert. Anmelden und weiterlesen.