Für das Sachbuch des letzten Herbstes erhält der renommierte britische Historiker Ian Kershaw den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2012. In „Das Ende“ zeichnet Kershaw nach, wie und warum die Deutschen in ihrer Mehrheit 1944/45 die „Fahrt in die allumfassende nationale Katastrophe“ tätig mitmachten. mehr…
Opposition im Dritten Reich? Gar noch in Leipzig? Das ist ein Thema, das so mancher Leipziger vielleicht nur von Erzählungen der eigenen Großeltern kennt. Historiker Alexander Lange nahm sich des Themas "Leipziger Meuten" an und schildert im L-IZ-Interview, um was es sich bei den "Leipziger Meuten" handelte. mehr…
Seit dem 30. Januar 2012 ist im Leipziger Schulmuseum die Ausstellung „Die Leipziger Meuten - Jugendopposition 1933 - 1945“ zu sehen. Projektleiter Alexander Lange schlug bei der Ausstellungseröffnung den Bogen in das Sachsen unserer Tage. Ob die Jugendopposition gegen das NS-Regime von manchem heute das Etikett „extremistisch“ angeheftet bekäme, stellt der Historiker als Frage in den Raum. mehr…
Mit dem Mädchen Suranyi ruht auf dem Leipziger Ostfriedhof ein Opfer der NS-Judenverfolgung. Anhand der Akten des Internationalen Suchdienstes ITS lässt sich nun die Verfolgungsgeschichte seiner Mutter dokumentieren. Eva Suranyi war Häftling im Frauen-KZ Schönau. Ein Erinnern an den Ort in der heutigen Parkallee findet weitere Unterstützer. mehr…
300.000 Tonnen Porphyr dräuen am südlichen Horizont Leipzigs im wahrsten Sinne monumental. Einst grau und drohend, jetzt strahlend und verheißungsvoll. Und das in jeglicher Hinsicht. Jedenfalls wenn man der Botschaft der Auftaktveranstaltung im Congress Center Leipzig am Dienstagabend, 24. Januar, zum Völkerschlacht-Doppeljubiläum 2013 Glauben schenkt. mehr…
„Die Vorstellung von der Notwendigkeit von Gewerkschaften ist bei mir nicht weg“, sagt Siegfried Kapala im L-IZ-Gespräch. Ab dem Herbst 1989 engagierte sich der Diplom-Medizinpädagoge bei der Gründung unabhängiger Betriebsräte und Gewerkschaften in Leipzig. Doch die Ernüchterung folgte bald. mehr…
Ein Landschaftsbild des Malers Robert Liebknecht schmückt seit Sonntag das Leipziger Liebknecht-Haus in der Braustraße. Bei der Liebknecht-Luxemburg-Ehrung der örtlichen Linken sprach Leipzigs Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal Worte des Sohnes des 1919 ermordeten Sozialisten. Danach sei die Alternative mehr denn je Sozialismus oder Barbarei. mehr…
Eine Gedenktafel für das lange vergessene ehemalige Frauen-KZ in der heutigen Grünauer Parkallee fordert der Club der Nachdenklichen. Der Zusammenschluss Grünauer Bürger will das Vorhaben am kommenden Montag dem Quartiersrat des westlichsten Leipziger Stadtbezirks vorschlagen. mehr…
"Der ewige Quengler", nennt er sich selbst: Otto Werner Förster, Verleger, Literaturhistoriker und freiberuflicher Schriftsteller. Mit der Geschichte der Leipziger Freimaurer hat er sich intensiv beschäftigt, mit Leipzigs Kulturköpfen und - damit verbunden - logischerweise auch mit den zugehörigen historischen Daten. Dem 20. März 1212 zum Beispiel. mehr…
Seit 1950 gibt es in Lindenau eine Erich-Köhn-Straße. Die Lebensdaten des Kommunisten Erich Köhn (1896 – 1944) ruft jetzt eine Erläuterungstafel an der Kreuzung Erich-Köhn-Straße, Ecke Georg-Schwarz-Straße, in Erinnerung. Nur als Kämpfer gegen den Faschismus, wie es auf der Tafel heißt, war Sohn Erich Köhn mit der Ehrung seines Vaters einverstanden. mehr…
Nicht nur Thomanerchor und Thomasschule feiern 2012 ihr 800jähriges. Mit der Gründung des Augustinerchorherrenstiftes St. Thomas entstand 1212 mutmaßlich auch das erste Leipziger Hospital mit dem späteren Namen „Spittal sente Jorgen“, das heutige Städtische Krankenhaus St. Georg. Oder besser: einer seiner Vorläufer. Eine Krankenhausgeschichte. mehr…
Am heutigen Montag, 2. Januar, wird am Straßenschild der Erich-Köhn-Straße an der Ecke Georg-Schwarz-Straße in Lindenau eine Erläuterungstafel eingeweiht. Die feierliche Einweihung findet um 15 Uhr statt. Fast auf den Tag genau 68 Jahre nach dem Tod von Erich Köhn im KZ Buchenwald erhält die nach ihm benannte Straße eine Erläuterungstafel zum Straßenschild. mehr…
Im Herbst 1886 ging der Essener Verleger Wilhelm Girardet mit seinem „General-Anzeiger für Leipzig und Umgebung“ an den Start. Sein Engagement in der Messestadt währte bis 1904. Sein Urenkel Georg Girardet beklagt, dass es heute in Leipzig „praktisch keinen Wettbewerb“ im Zeitungsbereich gebe. mehr…
Es gibt in Florenz eine Kirche, die "Basilica della Santissima Annunziata" heißt. Ihre Errichtung geht mit der Ordensgründung des "Ordo Servorum Mariae" 1233 einher - den Serviten. Lange haben die Menschen am Gotteshaus gebaut, bis es Ende des 15. Jahrhunderts fertiggestellt war. Teile des dortigen Hochaltars gelangten im 19. Jahrhundert in die Sammlung des Bernhard August von Lindenau nach Altenburg. Zwei Tafeln werden dort im Rahmen ihrer Restaurierung visuell veranschaulicht - dreidimensional. mehr…
Ganz in Weiß erstrahlt nun der Gerhardsche Pavillon im Clara-Zetkin-Park. Ab dem kommenden Jahr wird des nächstens mit Licht aus Bodenstrahlern in Szene gesetzt. Für die Sanierung des „in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts errichteten klassizistischen Kleinods“ wurden nach Angaben der Stadtverwaltung 128.000 Euro verwandt. mehr…
Leipzigs Comeback als Industriestadt ist vor allem mit der Automobilindustrie verbunden. Dieser Tage lief im BMW-Werk in Plaußig das einmillionstes Modell der Premiummarke vom Band. Das öffentliche Interesse war groß. Weit zurückhaltender agiert die BMW-Eignerfamilie Quandt. Für sie ist es übrigens nicht das erste Investment in der Messestadt. mehr…
Am Mittwoch, 14. Dezember, so teilt das Dezernat Umwelt, Ordnung, Sport mit, kommen die Schlosser. Dann werden am Eingangsportal zum Friedenspark, dem sogenannten Hospitaltor, in der Liebigstraße 28 die vier Torflügel demontiert. Grund dafür sind Reparatur- und Korrosionsschutzarbeiten. Das Tor stammt noch aus der Zeit des ehemaligen Neuen Johannisfriedhofs. mehr…
Leipzig verliert in Kürze eines seiner Naturdenkmale. Die Grenzlinde Alte Salzstraße muss wegen Pilzbefall und zur Wahrung der Verkehrssicherheit gefällt werden, teilt das städtische Umweltschutzamt mit. Der Baum markierte einst den Grenzpunkt zwischen den Gemarkungen der Dörfer Lausen, Miltitz und Schönau. mehr…
Großes Jubiläum in der Südvorstadt. Eine alte Dame feiert ihr 100-jähriges. Als sie 1912 „geboren“ wurde, hatte sie prompt 14.000 „Anhänger“, heute würde man „Follower“ sagen, träumten das Deutsche Reich und der Kaiser noch von einem Weltreich. Jetzt ist sie froh, dass sie noch ein Zehntel der Anhänger hat, und da geht es ihr besser als so manchem „Partner“. mehr…
In Auerbachs Keller zu Leipzig kommen auch Freunde der Kunst und Geschichtsinteressierte auf ihre Kosten. Eine zusätzliche Attraktion ist seit Donnerstag, 10. November, das neu gestaltete Lutherzimmer, das an Martin Luthers Geburtstag feierlich eröffnet wurde. mehr…