Artikel aus der Rubrik Zeitreise

250 Jahre retour: Woher kommt denn eigentlich dieser Schlingel, der Journalist?

Wann wurde eigentlich der Journalist erfunden? War er immer schon da und hat sich nur verkleidet? Man kommt ja so ins Nachdenken im Advent. Wenn man Wikipedia glaubt, gab es sogar Präjournalisten. Also Journalisten vor der Geburt der eigentlichen Spezies. Der eigentliche Berufsstand ist ein echtes Kind der Aufklärung, der französischen natürlich. Steckt ja auch im Namen: der Jour und das Journal. Anmelden und weiterlesen.

Leipzig, Weihnachten 1914: Eine Stadt im Krieg

Leipzig Weihnachten 1914 ist ein Schatten seiner selbst. 788 haben bereits nach fast fünf Monaten ihr Leben im Krieg gelassen. Das "Augusterlebnis" inklusive einer Rückkehr bis Weihnachten hat sich in hässliche Todesanzeigen in den Leipziger Tageszeitungen verwandelt. Selbst Weihnachten sind die Zeitungen voll damit. Die Stadt ist auf Krieg eingestellt, die Große Leipziger Straßenbahn musste alleine 1.279 Angestellte zum Kaiser schicken. Anmelden und weiterlesen.

Leipziger Weltbestseller-Autor: Linke beantragt neue Erinnerungstafel für Bruno Apitz

Mit Bruno Apitz tut sich seine Geburtsstadt Leipzig schwer - ähnlich schwer wie mit dem zwei Jahre älteren Komponisten Hanns Eisler. Letzterer hat es zumindest geschafft, Teil des Leipziger Notenrades zu werden. Aber für Leipzigs bekannte Autoren gibt es ja kein vergleichbares Projekt. Selbst wer das Geburtshaus von Bruno Apitz aufsucht, findet keine Spur. Früher hing da mal eine Gedenktafel. Anmelden und weiterlesen.

Gedenktafel auf dem Südfriedhof: Erinnerung an den Mediziner und KZ-Überlebenden Felix Skutsch

Die Universität Leipzig hat am Freitag, 5. Dezember, auf dem Südfriedhof eine Gedenktafel für den Frauenarzt Prof. Dr. med. Felix Otto Skutsch (1861 bis 1951) enthüllt, der fast ein Jahrhundert deutscher Geschichte erlebt und erlitten hat. Im alten Preußen als Jude geboren, wurde er 1871 Bürger des Deutschen Reiches, erlebte den ersten Weltkrieg und die Weimarer Republik, überlebte die Schrecken des Nationalsozialismus und war Zeuge der Gründung zweier Staaten im Nachkriegsdeutschland. Anmelden und weiterlesen.

Linkes Ding: Karl Liebknechts Original-Schreibmaschine ab heute virtuell und interaktiv nutzbar

Am heutigen Dienstag, 2. Dezember, ist der 100. Jahrestag des mutigen "Nein" von Karl Liebknecht zu den Kriegskrediten. Am 2. Dezember 1914 stimmte er im Plenum des Reichstages unter tumultartigen Szenen als einziger Abgeordneter gegen deren Bewilligung - es wurde ihm allerdings verwehrt, an das Rednerpult zu treten und seine Beweggründe öffentlich zu machen. Aber das kann man ja nachholen, dachte sich Leipzigs Linke. Anmelden und weiterlesen.

100 sind viel zu wenig: Online-Projekt “1000 Jahre Leipzig … 100 Frauenporträts im Internet” gestartet

Es hätte ja auch ein Lexikon werden können, so ein schönes schweres Teil mit mindestens 500 Seiten. Würdig des 1.000. Jahrestags der Leipziger Ersterwähnung. Vielleicht auch 1.000 Seiten dick. Stoff genug zu einer ganz und gar weiblichen Stadtgeschichte gibt es genug. Aber Leipzig fängt da mal ganz bescheiden an: mit 100 Frauenporträts auf der eigenen Homepage leipzig.de. Anmelden und weiterlesen.

Spurensuche in Sachsens Vergangenheit: Grabungen am Burgberg in Eilenburg sind abgeschlossen

Die archäologischen Grabungen am ehemaligen Gefängnis auf dem Burgberg in Eilenburg sind abgeschlossen. Am Montag, 3. November, stellten der Grabungsleiter Matthias Rummer sowie weitere Vertreter des sächsischen Landesamtes für Archäologie die Ergebnisse der insgesamt siebentägigen Arbeiten in Eilenburg vor, die Mitte Oktober begonnen hatten. Immerhin geht es hier um eine Keimzelle des heutigen Sachsens. Ein nicht ganz unwichtiges Plätzchen. Anmelden und weiterlesen.

Freund und Kupferstecher: Universitätskustodie widmet Johann Friedrich Bause eine Geburtstags-Ausstellung

In trauter Gesellschaft steht auf der Bronzetafel mit Gotthold Ephraim Lessing, Ewald Christian von Kleist und Johann Wolfgang Goethe: Johann Friedrich Bause (1738-1814). Als hätten die drei Dichter und der Kupferstecher eine Art Männer-WG in der "Großen Feuerkugel" bewohnt, die 1943 Opfer der Bomben wurde. Heute steht dort am Neumarkt die Kaufhof Galerie. Nur die Bronzetafel erinnert an die berühmten Bewohner der "Feuerkugel". Anmelden und weiterlesen.

Der Herbst ’89 war kein Wunder: Der Blick des Politikers Helmut Kohl auf den 9. Oktober – und was dem vorausging

In dieser Woche erscheint im Heyne-Verlag ein echter Paukenschlag: "Die Kohl-Protokolle" von Heribert Schwan und Tilman Jens. Die Tonbänder, die diesen Protokollen zu Grunde liegen, haben in den letzten Jahren immer wieder für Furore gesorgt, das Projekt, für das Heribert Schwan 2001 und 2002 rund 600 Stunden Gespräch mit Helmut Kohl aufgenommen hat, drohte völlig in einem Streit um die Rechte unterzugehen. Dabei wird Helmut Kohl hier sichtbar als ein Politiker-Typus, der in Deutschland selten geworden ist. Und er sagt auch Bedenkenswertes über das, was wir so landläufig Friedliche Revolution nennen. Anmelden und weiterlesen.

Der deutsche Swift: Ein kleiner Geburtstagsgruß für Rabener zum 300.

Schopenhauer hat seine Bücher stehen gehabt in seiner Bibliothek. Aber wer kennt ihn heute noch, diesen Gottlieb Wilhelm Rabener, seines Zeichens Schriftsteller, Aufklärer, Steuerrevisor und von seinen Zeitgenossen "der deutsche Swift" genannt? Ein begnadeter Satiriker, den selbst seine Heimatstadt gnadenlos vergessen hat. Dabei hat er am 17. September einen Geburtstag, den man nicht übersehen kann: seinen 300. Anmelden und weiterlesen.

Leipzig im Jahr 1914: Eine Stadt stellt sich auf Krieg ein

In Leipzig ist es merklich kühler geworden. Eine gesamte Stadt scheint sich auf Krieg einzustellen. Eine Versicherung wirbt mit einem Kriegs-Angebot, das Café Imperator wirbt damit, dass Kriegsdepeschen schnellstmöglich vorgelesen werden und das Telegrafenamt kommt mit den Nachrichten Richtung Österreich-Ungarn, Balkan und Russland nicht mehr hinterher. Die Zeit dreht sich immer schneller, der Krieg ist bald da. Anmelden und weiterlesen.

Leipzig im Jahr 1914: Die Kaffeehäuser spielen Nationallieder – aber nicht für Serben

Österreich-Ungarn hält die serbische Antwort auf das gestellte Ultimatum für ungenügend und bricht am 25. Juli die diplomatischen Beziehungen ab. In Leipzig wird das frenetisch gefeiert. Kaffeehäuser passen ihr Musikrepertoire der Situation an. Für "die Söhne des Balkans" wird es in Leipzig plötzlich ungemütlich. Immerhin: Die Rosen-Ausstellung im Palmengarten läuft ganz gut. Anmelden und weiterlesen.

Leipzig im Jahr 1914: Rekordflieger in Leipzig-Lindenthal, neue Öffnungszeiten beim Friseur, Peitschen für Bengel

Die Schulferien beginnen. Zeit für ausgiebige Besuche im Freibad. Aber Vorsicht: Langfinger sind unterwegs. Heinrich Oelerich versucht derweil, mit seinem Flugzeug die Wolken vom Himmel zu holen. Der Weltbund zur Bekämpfung des Verbrechertums wird gegründet und die Königliche Amthauptmannschaft Leipzig verpflichtet die Totenbettmeistersche Ehefrau Alwine Emilie Herfurth als Leichenfrau. Anmelden und weiterlesen.