Artikel zum Schlagwort Niedriglohn

Sachsens Statistik in Karten

Kürzungspläne des sächsischen Finanzministers zielen zuallererst auf die Niedriglöhner-Stadt Leipzig

Karte: Freistaat Sachsen / Statistisches Landesamt

Für alle LeserAm 20. Oktober feierten auch Sachsens Statistiker den Weltstatistikertag auf ihre Weise. Sie veröffentlichten ein Sonderheft mit dem schönen Titel „Sachsen in Karten“. Denn im Geografie-Unterricht dereinst in der Schule waren die angehenden Statistiker/-innen jene Kinder, die beim Aufschlagen der bunten Karten im Lehrbuch glänzende Augen bekamen. Denn Karten können eine Wirklichkeit zeigen, gegen die das politische Geplänkel regelrecht albern wirkt. Weiterlesen

IG BAU kommentiert Linke-Anfrage

Nur ein kleiner Ausschnitt: Auch 23.300 Vollzeit-Beschäftigte in Leipzig arbeiten zum Niedriglohn

Foto: IG Bauen-Agrar-Umwelt

Für alle LeserSo wird das nie ein Bild. Auch wenn die Linksfraktion im Bundestag immer wieder anfragt – wie jetzt wieder nach Niedriglohn in deutschen Landen. Ein Thema auch für die Gewerkschaft IG BAU. Denn natürlich ginge es den Beschäftigen besser, wenn sie alle wenigstens den offiziellen Mindestlohn bekämen. Aber wie hoch ist der Anteil der Leipziger/-innen, die tatsächlich nicht mal den Mindestlohn bekommen? 14 Prozent, meint die IG BAU. Weiterlesen

Gewerkschaft fordert höhere Löhne in Leipziger Fast-Food-Restaurants

Foto: NGG

Lohn-Plus fürs Burger-Braten: In Leipzig sollen die Beschäftigten in Fast-Food-Restaurants wie McDonald’s, Burger King & Co. mehr Geld bekommen. Das fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). „Die Mitarbeiter stehen rund um die Uhr an der Fritteuse oder an der Verkaufstheke – bekommen dafür aber meist nur den Mindestlohn von 9,35 Euro pro Stunde“, kritisiert Jörg Most von der NGG Leipzig-Halle-Dessau. Weiterlesen

Jeden Euro drei Mal umdrehen

Drei von zehn Vollzeit-Beschäftigten in Leipzig arbeiten zum Niedriglohn

Foto: NGG

Für alle LeserEs wird sicher auch die Leipziger Familien geben, die sich am heutigen Heiligabend mit teuren Geschenken zuschmeißen, die schon 2020 den Müllberg bereichern werden. Aber es werden auch viele Leipziger Familien beisammen sitzen und froh sein, 1. weil sie über Weihnachten tatsächlich einmal richtig frei haben, und 2. weil das Haushaltsgeld tatsächlich für die wichtigsten Geschenke gereicht hat. Kürzlich hat ja die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) ausgerechnet, wie viele Leipziger auch in diesem Jahr noch im Niedriglohnsektor feststecken. Weiterlesen

Auswertung zur Bürgerumfrage 2017, Teil 3

Wenn ein Niedriglohn-Arbeitsmarkt immer weiter Armut in Leipzig produziert

Grafik: Stadt Leipzig, Bürgerumfrage 2017

Für alle LeserIn der Auswertung zur Bürgerumfrage 2017 beschäftigen sich Leipzigs Statistiker aus gutem Grund auch mit dem Thema Armut. Denn jetzt gehen nach und nach auch tausende Leipziger in Rente, die aufgrund ihrer mehrfach unterbrochenen Berufskarrieren und langer Arbeitslosigkeit direkt in die Armut hineinspazieren. Altersarmut wird ein wichtiges Thema. Lösungen: keine in Sicht. Weiterlesen

IG BAU kritisiert den immer noch riesigen Niedriglohnsektor in Leipzig

54.500 Vollzeit-Beschäftigten in Leipzig droht im Alter Hartz IV

Foto: IG BAU

Für alle LeserFür sich selbst würden sie wahrscheinlich nicht einmal sagen, dass sie arm sind. Denn in der Regel gehören sie nicht zu den wirklich als „armutsgefährdet“ geltenden Leipzigern, die mit Hartz IV oder prekären Mini-Jobs auskommen müssen. Sie arbeiten Vollzeit, bekommen gerade so genug, um einigermaßen auskömmlich zu leben. Aber tatsächlich verdienen 54.500 Leipziger nicht genug, um später eine auskömmliche Rente zu bekommen. Davor warnt die IG BAU. Weiterlesen

Studie aus dem DIW Berlin

Niedriglöhner haben vom Einkommensanstieg seit 1991 nicht profitiert

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm Donnerstag, 24. Mai, veröffentlichte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin eine Studie, die sogar in großen konservativen Zeitungen für Aufmerksamkeit sorgte. Denn sie belegt anhand der realen Einkommenszahlen, dass die unteren Einkommen seit 1991 regelrecht stagniert haben, während die hohen Einkommen deutlich zugelegt haben. Und das liegt nicht nur an der seit 2007 gewachsenen Zahl der Flüchtlinge im Land. Weiterlesen

Arbeitsmarktintegration: Ungleichbehandlung nützt niemandem

Foto: René Loch

Zum Vorstoß des sächsischen CDU-Fraktionsvorsitzenden Frank Kupfer, für Flüchtlinge ein eigenes Lohnmodell schaffen zu wollen, erklärt Hassan Soilihi Mzé, Vorsitzender der SPD Leipzig: „Herrn Kupfers Vorschlag zu einem Kombi-Lohnmodell für Flüchtlinge greift viel zu kurz. Bei der Verbindung von Arbeitgeberanteil und öffentlicher Förderung entstehen den Betroffenen zwar keine Einkommensverluste – aber ist der Weg dahin wirklich der, den wir wollen?“ Weiterlesen

Homann: Mindestlohn nicht antasten

SPD lehnt Ausnahmen für Geflüchtete ab

Foto: Götz Schleser

Henning Homann, stellvertretender Vorsitzender und Sprecher für Arbeitsmarktpolitik der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, zur Debatte um Kombilohn statt Mindestlohn für Geflüchtete (vgl. LVZ/DNN vom 9. Januar): „Ein Kombilohn für Geflüchtete würde die Arbeitslöhne für den Arbeitgeber deutlich günstiger machen als die für alle anderen Arbeitnehmer. Das würde zu Recht für Ärger sorgen.“ Weiterlesen

Die späten Folgen langjähriger sächsischer Niedriglohn-Politik

Sachsens Pendler-Ströme wachsen, ganze Regionen verlieren wirtschaftlich den Anschluss

Foto: Ralf Julke

Wenn Sachsens Regierung ihre typischen Werbekampagnen unter dem Motto „So geht sächsisch“ startet, dann wird es jedes Mal heimattümelnd, knistern Lagerfeuer, wallen Nebel überm Elbsandsteingebirge und glückliche Menschen stoßen mit Bier an. Aber das ist nicht die sächsische Realität. Die jahrelange Niedriglohnpolitik hat das Land verändert. Und macht das Leben vieler Sachsen noch immer zu einem Nomadendasein. Weiterlesen

Anja Klotzbücher (Linke): Arbeitskampf für Kündigungsschutz hat auch in der Zeit der Fußball-Europameisterschaft seine Berechtigung

Zum Beginn der Fußballeuropameisterschaft der Herren und zu dem Arbeitskampf in Frankreich erklärt Anja Klotzbücher, europapolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Sächsischen Landtag: Heute beginnt die Fußballeuropameisterschaft der Herren in Frankreich, während die seit Wochen anhaltenden Proteste der linken CGT-Gewerkschaft (Confédération générale du travail, Allgemeiner Gewerkschaftsbund) weitergehen sollen. Durch die Reform des Arbeitsrechts sollen unter anderem der Kündigungsschutz und die in Frankreich etablierte 35-Stunde Woche angegriffen werden. Weiterlesen

Erwerbstätige in Sachsen 2015

Mindestlohn hat besonders bei Leiharbeit und am Bau tausende marginale Jobs beendet

Karte: Freistaat Sachsen, Landesamt für Statistik

Warum das Leipziger Einkommensniveau so deutlich niedriger ist als in anderen Teilen Sachsens, macht eine Veröffentlichung sichtbar, die das Landesamt für Statistik jetzt vorgelegt hat. Es ist die erste ausführlichere Statistik mit den Beschäftigtenzahlen für Ende 2015. Seit 2005 steigt diese ja bekanntlich kontinuierlich. 2015, so wurde ja schon gemeldet, gab es so etwas wie eine Delle. Weiterlesen

Neuer Quartalsbericht für Leipzig, IV/2015

Teil 1 zum Zahlenpaket: Leipzig wächst trotz jahrelanger Niedriglohnpolitik

Foto: Ralf Julke

Warum wandern Menschen? Und: Wann wollen sie Kinder und zwar möglichst viele davon? - Das sind die eigentlichen Fragen, die beantwortet werden müssen, wenn über demografische Entwicklungen diskutiert wird. Ab Mittwoch, 9. März, zum Beispiel in Leipzig, wenn hier Demografen aus allen Himmelsrichtungen zur Tagung einfliegen. Manche werden sich freuen, da auch gleich den neuen Quartalsbericht der Stadt in die Hände zu bekommen. Weiterlesen

Noch eine "Studie" der Versicherungswirtschaft für den Papierkorb

Quatsch mit Rente oder Wer im Berufsleben schon darbt, bleibt auch als Rentner arm

Foto: Ralf Julke

Wir haben das Ding jetzt schon ein bisschen liegen gelassen, denn gesendet hat der Verband der deutschen Versicherer seinen Versuch, die Rentenentwicklung in den 402 deutschen Kreisen und kreisfreien Städten bis ins Jahr 2040 zu berechnen, schon am 13. November. Aber wie das mit solchen Prognosen meistens so ist: Sie sind zu simpel, um richtig zu sein. Weiterlesen

Folgen langjähriger Niedriglohnpolitik

Leipzig bleibt die Schuldnerhauptstadt in Sachsen

Karte: SchuldnerAtlas, Creditreform

Was macht man eigentlich, wenn die paar Kröten, die man als Minijobber, Jobcenter-Kunde oder Minirentner bekommt, nicht dazu ausreichen, um auch mal Notfälle abzupuffern? Man landet dort, wo man eigentlich nicht landen will: in Schulden. Und zwar ohne echte Aussicht, sie jemals abtragen zu können. Auch in Leipzig ein wachsendes Problem, aber es betrifft das ganze kleine Königreich Sachsen. Weiterlesen

Bertelsmann-Studie zur Altersarmut

Niedriglohnpolitik der sächsischen CDU wird zur Sozialbelastung der Kommunen

Foto: Ralf Julke

Irgendwie wollen sie es alle noch nicht wahrhaben - nicht die Bundesregierung, nicht die Landesregierungen. Die Kommunen würden es gern nicht wahr haben wollen, merken es aber so langsam, was es heißt, wenn aus der "Hartz IV"-Armut jetzt so nach und nach echte Altersarmut wird. Die Belastung des Sozialetats sinkt nicht. Und auch in Sachsen sieht die Zukunft für viele Ältere belämmert aus. Eine Bertelsmann-Studie zeigt es. Weiterlesen

Internationaler Frauen-Veräppelungstag

Das Mysterium der fleißigen Sächsin und das Gnadengeschenk Teilzeitarbeit

Foto: Ralf Julke

Schon wieder Frauentag? Alle Jahre wieder. Und es ändert sich nichts. Woran liegt das? An den Frauen, die nicht in Aufsichtsräte wollen? Oder nur Teilzeit arbeiten wollen? Oder an Männern, die unbelehrbar sind? Darüber wurden nun endlose Debatten geführt. Seit 1990 besonders endlos. Aber selbst eine Meldung der Arbeitsagentur Sachsen nährt den Verdacht: Es hat tatsächlich mit der Verachtung von Männern für das zu tun, was Frauen leisten. Weiterlesen

Hartz IV hat Folgen: Armutsgefährdung steigt, Altersarmut wächst auch in Sachsen

Auch deutsche Statistiker tanzen gern auf Zehenspitzen, wenn sie Zahlen zur Armut, zur relativen Armut oder zur Armutsgefährdung verkünden. Könnte ja sein, sie treten dabei einigen alternativlosen Politikern auf die Füße. Und das wollen sie natürlich nicht. Also lautete denn die Nachricht am 19. November aus dem Bundesamt für Statistik: "Geringere Armutsgefährdung von Älteren in Ostdeutschland." Weiterlesen

„Hartz“-Reform lässt Kommunen bluten: Anstieg der Sozialausgaben in Sachsens Kreisfreien Städten hält unvermindert an

Kaum eine Reform der letzten Jahre ist derart mit Legenden umrankt wie die sogenannte "Hartz-Reform". Selbst Sozialdemokraten wiederholen bis heute die Märchen der Jahre 2002 bis 2005, mit diesem Instrument werde Menschen der Einstieg in den (ersten) Arbeitsmarkt erleichtert und die Sozialbedürftigkeit würde abgebaut. Doch das Gegenteil ist der Fall. Und den deutschen Kommunen fliegen die Sozialausgaben um die Ohren. In Sachsen fressen sie geradezu die Etats auf. Weiterlesen

Kassensturz: Kinderarmut in Sachsen seit Jahren stabil bei 25 Prozent

Kurzzeitig hatte die Bundesregierung im August eine Meldung in die Welt lanciert, in Deutschland habe sich die Kinderarmut halbiert, nur noch 1,1 Millionen Kinder lebten in armutsgefährdeten Familien. Im September wurde die Zahl dann stillschweigend wieder korrigiert - auf 2,2 Millionen. Für Paul M. Schröder vom Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe e.V. (BIAJ) war es ein Anstoß, sich die Zahlen noch einmal genauer anzuschauen. Weiterlesen