Artikel zum Schlagwort Tagebuch

Die Angst vor dem Weg, den man noch nicht kennt

Zu Fuß zu Franziskus: Mit Eberhard Grüneberg unterwegs nach Assisi

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSeit einiger Zeit sind Pilgerwege ja wieder in Mode. Besonders seit Hape Kerkelings „Ich bin dann mal weg“ (2006), in dem Kerkeling seine Erlebnisse auf dem Jakobspilgerweg beschreibt. Schon vorher war der Jakobsweg der bekannteste aller Pilgerwege. Seitdem ist er noch viel überlaufener. Einkehr und die Ruhe zum Sichselberfinden findet man dort kaum noch. Deswegen wollte auch Eberhard Grüneberg von Anfang an einen der nicht so bekannten Pilgerwege laufen: die Via Romea. Weiterlesen

Wie liest man ein Land?

Auszüge aus Francis Neniks „Tagebuch eines Hilflosen“

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserSeit nunmehr knapp 1.000 Tagen füttert Francis Nenik sein Tagebuch über die Präsidentschaft Donald Trumps, das „Tagebuch eines Hilflosen“. Das gar nicht so hilflos ist, weil Nenik in seinem Online-Tagebuch all das, was unter Trumps Präsidentschaft passiert, mit vielen authentischen Quellen und Analysen unterlegt. Nur die Links will er nicht mit hineinpacken – aus ästhetischen Gründen. Deshalb erscheinen einige der Tagebuchbeiträge jetzt in der L-IZ – mit den Links auf die zumeist englischsprachigen Original-Quellen. Weiterlesen

Ein Pfeffermüller erzählt von seinen frühen Jahren auf den Brettern der kleinen Bühnen

Mit „Und der Zukunft zugewandt?“ setzt der Kabarettist Hanskarl Hoerning seine Tagebuchveröffentlichung fort

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAus dem Tagebuch, das der spätere Pfeffermüller Hanskarl Hoerning als junger Mensch in der Nachkriegszeit führte, haben einige Publikationen schon Stoff gewonnen, die sich mit dem aus Ruinen auferstandenen Leipzig beschäftigten. Diese frühen Tagebücher liegen bei Pro Leipzig auch in dem Band „Aufgewachsen in Ruinen“ seit 2008 vor. Und wer das Becher-Lied kennt, das auch mal Nationalhymne eines verschwundenen Staates war, weiß: Mit „Und der Zukunft zugewandt“ muss es weitergehen. Und geht es auch. Weiterlesen

Ein Beinahe-König auf Erkundungsfahrt

Fürst Poniatowskis Reise durch die deutschen Länder im Jahre 1784

Foto: Ralf Julke

Für FreikäuferPoniatowski? Bei dem Namen denken die Leipziger nur an einen: an Józef Antoni Poniatowski. Vielen ist gar nicht bewusst, dass der Marschall Napoleons, der am 19. Oktober 1813 beim Rückzug der französischen Armee in der Weißen Elster ertrank, aus einem der großen polnischen Fürstengeschlechter stammt und mit dem letzten polnischen König verwandt war. Und damit auch mit dem Autor dieser Reisebeschreibung. Weiterlesen

Ein authentisches Stück Erinnerung

Das Tagebuch des Leipzigers Heinrich Oskar Kunitzsch aus dem Ersten Weltkrieg

Foto: Ralf Julke

Über große Kriege schreiben meist nur große Feldherren, Strategen und Historiker. Was aber der einfache Soldat erlebt hat, das erfährt die Welt meist nur, wenn Leute wie Hasek, Remarque oder Tucholsky drüber schreiben. Viel zu selten kann auf authentische Dokumente der Kriegsteilnehmer zurückgegriffen werden. Das Kriegstagebuch des Leipzigers Heinrich Oskar Kunitzsch ist so ein seltener Fall. Weiterlesen

Wer hat denn nun die Biedenkopf-Tagebücher bestellt?

Auch nach Schollbachs neuer Anfrage bleiben ungelöste Widersprüche zwischen Tillich und Biedenkopf

Foto: Ralf Julke / Cover: Siedler Verlag

Noch ist nicht klar, wer in der Causa Biedenkopf-Tagebücher nun eigentlich Recht hat. Aber für den Landtagsabgeordneten André Schollbach (Die Linke) hat sich die Finanzierungsfrage der im Siedler Verlag veröffentlichten Biedenkopf-Tagebücher aus den frühen 1990er Jahren längst zu einem veritablen Streit entwickelt. Nach dem Biedenkopf-Interview in der „Sächsischen Zeitung“ hat er wieder gefragt. Weiterlesen

Neue Runde zu den Biedenkopf-Tagebüchern

Aussagen von Biedenkopf und Tillich zum Tagebuchprojekt widersprechen sich jetzt völlig

Foto: Ralf Julke / Cover: Siedler Verlag

Da haben sich ein paar Leute wohl nicht abgesprochen. Oder warum sagt Altministerpräsident Kurt Biedenkopf in einem Interview mit der "Sächsischen Zeitung" etwas völlig anderes zur Entstehung seiner Tagebuch-Ausgabe als die Sächsische Staatskanzlei? - Der Linke-Abgeordnete André Schollbach bekommt so langsam das große Grübeln über das seltsame Katz-und-Maus-Spiel rund um die Tagebücher. Weiterlesen

4.700 Euro wiederbekommen, Auflage unbekannt

Die Biedenkopf-Tagebücher und die Frage nach der erloschenen Streitkultur der Union

Foto: Ralf Julke / Cover: Siedler Verlag

Der März ist herum. Das war der Monat, in dem dem linken Landtagsabgeordneten André Schollbach versprochen war, dass er erfährt, welche Einnahmen nun die Sächsische Staatsregierung aus den 2015 veröffentlichten Biedenkopf-Tagebüchern bekommt. Für die Kaffeekasse wird es wohl reichen. 4.698,84 Euro sind es - für zwei Bände. Weiterlesen

Gelindes Grausen: Erich Loests couragiertes Tagebuch über die letzten drei Jahre

Foto: Ralf Julke

Am 24. Februar wäre Erich Loest 88 Jahre alt geworden. Doch am 12. September 2013 hat er seine Leipziger geschockt, als er sich bei einem Aufenthalt im Uniklinikum durch einen Fenstersturz das Leben nahm. Seine Leser kannten ihn nur als Kämpfer, als einen Mann, der sich nicht klein kriegen ließ und mit messerscharfen Texten bis zum Schluss immer wieder Stellung nahm. Weiterlesen

Otto Meißners Tagebuch aus dem Ersten Weltkrieg: Fünf Jahre meiner Jugend

Foto: Ralf Julke

Wie konnte vor 100 Jahren ein ganzer Kontinent in einen Krieg taumeln, der alles bis dahin Vorstellbare übertraf? - Die Bücher, die sich mit der Frage auseinandersetzen, schwemmen derzeit den Markt. Aber auch die anderen Bücher kündigen sich an. Einige sind schon da: Jene, die die Zeitzeugen zu Wort kommen lassen. Otto Meißner ist so einer. Er hat sogar ein Tagebuch geschrieben. Oder zwei. Weiterlesen