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2013 - was kommt: Eine Festmusik zum Doppeljubiläum

Redaktion
Die sechs eingeladenen Komponisten vorm Völkerschlachtdenkmal.
Die sechs eingeladenen Komponisten vorm Völkerschlachtdenkmal.
Foto: Dieter Grundmann/Westend PR
Aus Anlass des Doppeljubiläums 200 Jahre Völkerschlacht und 100 Jahre Völkerschlachtdenkmal entsteht derzeit ein eigenes Musikstück. Im Geiste der europäischen Verständigung soll es von Komponisten aus sechs verschiedenen Nationen verfasst werden: Daniel Fjellström (Malmö/Schweden), Pawel Lukaszewski (Warschau/Polen), Florent Motsch (Paris/Frankreich), Kai Johannes Polzhofer (Leipzig), Gabriele Proy (Wien/Österreich) und Boris Rysin (Moskau/ Russland).


Uraufgeführt werden soll das sechsteilige Werk im Rahmen des Festaktes am 18. Oktober 2013 im Völkerschlachtdenkmal.

Ein erster Workshop fand im November in Leipzig statt. Dabei nahmen die Komponisten die architektonischen und akustischen Gegebenheiten in der Krypta des Denkmals genau in Augenschein. In enger Abstimmung mit dem Chor des Völkerschlachtdenkmals – er wird die Festmusik aufführen – sind die sechs Komponisten derzeit dabei, je ein individuelles Klangbild von etwa zehn Minuten Länge zu verfassen. Für die Instrumentierung sind nach dem gegenwärtigen Planungsstand neben der Orgel des Monuments unter anderem ein Streichquartett, Saxophon, Fagott und Schlagwerk vorgesehen.

„Im kommenden Herbst jährt sich auch die Tradition, im Völkerschlachtdenkmal zu musizieren, zum 100. Mal. Ein eigenes Musikstück in Auftrag zu geben, lag daher nahe“, erläutert Steffen Poser, Leiter des Völkerschlachtdenkmals die Ideengeschichte. Gemeinsam mit dem Denkmalchor Leipzig wird das Projekt seit mehr als einem Jahr erarbeitet.

Die sechs eingeladenen Komponisten vorm Völkerschlachtdenkmal.
Die sechs eingeladenen Komponisten vorm Völkerschlachtdenkmal.
Foto: Dieter Grundmann/Westend PR

„Das Völkerschlachtdenkmal sowie das Doppeljubiläum im kommenden Jahr stehen für einen vorwärtsgewandten Blick und fragen nach der Bedeutung der Geschichte für die heutigen Generationen. Beispielsweise nur Literatur des frühen 19. Jahrhunderts zu reproduzieren, schien uns daher nicht angemessen. Uns ist an einer deutlich heutigen Sicht auf das Ereignis gelegen. Die Festmusik soll eine zeitgemäße sein, modern und aus der Perspektive junger Musiker verfasst“, so Steffen Poser weiter.

Erste Ergebnisse werden dem Chor im zeitigen Frühjahr, die finale Fassung im Mai 2013, vorliegen. „Ich erwarte sechs äußerst spannende und abwechslungsreiche Klangbilder“, so Thomas Langer, Vorstandsvorsitzender des Denkmalchor Leipzig e.V. „Jeder Komponist hat seine eigene unverwechselbare Handschrift. Ich könnte mir vorstellen, dass von zeitgenössischer Avantgarde bis postmoderner Romantik, vom puren Geräusch bis zum Hymnus alles vertreten sein wird. Schon während des Workshops ließen die Musiker mithilfe unseres Chores die Klangwirkungen von Gesang und Sprache auf den verschiedenen Ebenen in der Kuppel testen.“

Der aus Leipzig eingeladene Kai Johannes Polzhofer wurde 1989 in München geboren und hat in Graz an der Kunstuniversität und der Karl-Franzens-Universität und in Leipzig an der Hochschule für Musik und Theater und der Universität studiert. Er ist Gründungsmitglied des Ensemble “forma Leipzig”, das sich - mit jungen Musikern und Dirigenten - der Vermittlung Neuer Musik verpflichtet fühlt.

Um die Festmusik auch einem breiten Publikum vorzustellen, ist eine öffentliche Vorführung am Sonntag, 20. Oktober 2013, in Planung.

Ensemble Forma Leipzig: www.forma-leipzig.de

Die Website der Stadt zum Doppel-Jubiläum: www.voelkerschlacht-jubilaeum.de


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