KAOS-Imagekampagne: Organisatorin Maria Schüritz im Interview
Daniel Thalheim
23.01.2012
Für mehr Besucher im Idyll am See: KAOS-Plakat mit Schmollmund.
Bild: Kulturwerkstatt KAOS
Sie sind bunt, groß und teilweise schon überklebt. Seit Dezember 2011 macht die Kulturwerkstatt KAOS in Leipzig mit Plakaten samt Schmollmund auf sich aufmerksam. Die "Oase des Leipziger Westens" in Lindenau ist vielen anscheinend unbekannt. Das soll sich ändern. Organisatorin Maria Schüritz erzählt wie und warum.
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Eine Öffentlichkeitskampagne lief im Dezember zum KAOS an. Warum genau ist sie notwendig?
Wir stellen in Gesprächen mit Leipzigern und auch Lindenauern immer wieder fest, dass sie die "Oase des Leipziger Westens", wie Corwin von Kuhwede - Fotograf unseres Plakates - zu unserem Gelände sagte, leider relativ unbekannt ist. Als die Plakat- und Flyerverteiler-Firma ADDmission eine Sponsoring-Aktion ausschrieb, haben wir die Chance genutzt, uns und das Gelände in der ganzen Stadt zu präsentieren.
Warum?
Hier ist es schon einmalig: Eine alte romantische Villa, in der sich die Kulturwerkstatt KAOS befindet und rundherum der herrliche Ullrichsteich mit Park, dem Stadtgarten Alt-Lindenau. Bisher sind wir ja eher für unsere Kurse, Workshops und Projekte in den Bereichen Kunst und Handwerk, Medien, Musik und Theater bekannt. Seit 2010 findet aber auf der Seebühne auch der KAOS-Kultursommer mit Konzerten, Sommertheater und mehr statt. Die Plakatkampagne ist also auch dafür da, den Veranstaltungsort am See noch weiter zu etablieren.
Singer/Songwriterin Maria Schüritz beim KAOS Kultursommer 2011.
Foto: Daniel Thalheim
Wie lange wird die Kampagne dauern?
Ein halbes Jahr lang werden insgesamt 500 Plakte auf wechselnden Flächen in der gesamten Stadt zu sehen sein.
Heißt das, dass vor allem Leipziger aus der Umgebung die Angebote in der Kulturwerkstatt nutzen?
Unser Publikum ist sehr gemischt. Neben Familien aus dem Leipziger Westen gibt es auch immer wieder Begeisterte, die extra aus Markkleeberg hierher nach Lindenau gefahren kommen. Darüber freuen wir uns sehr. Dennoch würden wir gern unsere Präsenz im Stadtteil erhöhen.
Wie wird es 2012 mit Kulturveranstaltungen im KAOS aussehen? Kommt der Kultursommer wieder?
Ja, 2012 wird sehr spannend. Bis zu den Sommerferien laufen erstmal unsere Kurse und Projekte, sowie Spezialangebote in den Winterferien. Im Juni startet der 3. KAOS-Kultursommer mit der diesjährigen Sommertheaterproduktion: "Molières Misanthrop" nach einer Fassung von Botho Strauß. Dazu können sich Schulen Workshops und Publikumsgesprächen anmelden. Der Juli gehört dann den musikalischen Veranstaltungen: eine kleinen Reihe mit eigenwilliger Folk-Musik, ein Songwriter-Event in Kooperation mit der Musikinitiative popoolär! und zum Abschluss das 2. LoopArt-Festival, in dessen Vorfeld thematische Kurse stattfinden werden. Und natürlich nicht zu vergessen: Die KAOS-Sommerakademie mit Kunsthandwerksworkshops.
Dann kann man nur viele Besucher wünschen. Vielen Dank für das Interview.
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