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Monat: Februar 2021

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Tobias Wellmann (37), Oberstufenberater am Freien Gymnasium Borsdorf. © Freies Gymnasium Borsdorf

Ein Oberstufenberater erzählt aus der Praxis: Man plant sein Wochenende nach dem Ministerium

Tobias Wellmann ist Oberstufenberater am Freien Gymnasium Borsdorf. Er ist dafür zuständig, den Schülern der 11. und 12. Klasse ihren Weg zum Abitur organisatorisch zu ebnen. Die unzähligen Verwaltungsaufgaben, die dies mitbringt, haben sich seit Corona enorm erhöht. Zahlreiche neue Regelungen erschweren Wellmann die Arbeit. Im Interview mit der Leipziger Zeitung erläutert der 37-Jährige, warum die Informationsweitergabe des Ministeriums zurzeit eine Farce ist, worin die Unterschiedlichkeit des diesjährigen Abiturs bestehen wird und warum er sein Wochenende zurzeit mehr als sonst nach dem Ministerium planen muss.

Radweg Ende. Foto: Ralf Julke

Streichungen im Doppelhaushalt: ADFC Sachsen fürchtet ein Debakel in der sächsischen Radverkehrspolitik

Der ADFC Sachsen befürchtet Schlimmstes, seit der die Kostenansätze des sächsischen Verkehrsministeriums für den Radwegebau in den Jahren 2021/2022 gelesen hat. Auch in Leipzig wäre das eine Katastrophe, wo der Radnetzausbau gerade aus dem Winterschlaf kommt, nachdem es in den Vorjahren schon kaum Fördergelder vom Land gegeben hat. Doch gerade beim Radwegebau hat der Verkehrsminister radikal gekürzt.

Das Haus Gottschedstraße 16. Archivfoto: Ralf Julke

Haus der Festivals: Stadtrat gibt Grünes Licht für die Planungen in der Gottschedstraße 16 + Video

Eigentlich hätte es keine große Debatte mehr gebraucht, als in der Online-Sitzung des Stadtrates am Donnerstag, 25. Februar, der Planungsbeschluss zur Sanierung des Gebäudes Gottschedstraße 16 und zum Umbau zum „Haus der Festivals“ gefasst wurde. Denn dass die Stadt das Haus zum „Haus der Festivals“ entwickelt wird, ist seit Juni 2020 Stadtratsbeschluss. Und trotzdem wurde es noch einmal zu einer Grundsatzdebatte.

Am Wilhelm-Leuschner/Höhe Rossplatz in der Nacht zum 21. Januar 2021. Foto: LZ

Tatort Wilhelm-Leuschner-Platz: Ein Grundstück für einen Appel und ein Ei und Kahlschlag auf Wunsch

Im Januar fielen auch einige Fraktionen im Leipziger Stadtrat aus allen Wolken, als die Stadt ankündigte, für anstehende Baugrunduntersuchungen am Wilhelm-Leuschner-Platz mal gleich eine ganze grüne Insel von Bäumen zu befreien. Ein Vorhaben, das dann erst durch Eingreifen des Nabu Leipzig gestoppt wurde. Und nicht nur die Grünen fragten sich, was da eigentlich am Stadtrat vorbei entschieden wurde. Eine Menge, bestätigt jetzt das Planungsdezernat.

Trostlos ohne Publikum: der Brühl mit den Höfen am Brühl. Foto: Ralf Julke

Am Montag, 1. März: Leipziger Shopping-Center zeigen rote Schaufenster

Seit zwei Wochen darf zwar mit „Click & Collect“ wieder eingekauft werden. Aber das hilft vielen Ladengeschäften etwa in der Leipziger Innenstadt nicht wirklich. Und nach vier Monaten zwangsweiser Schließung haben viele Ladenbetreiber erwartbarerweise die Nase voll, weil sich die verantwortlichen Politiker ganz unübersehbar keinen Kopf gemacht haben darüber, wie man Läden klug wieder öffnen könnte.

Tanja Esch: Wahrheit oder Quatsch? Foto: Ralf Julke

Wahrheit oder Quatsch? Ein lustiges Buch, mit dem man kleine Zweifler anspornen kann

Kindheit ist peinlich. Erwachsensein aber auch. Nicht, weil man den Kleinen auch lauter peinliche Fragen beantworten muss. Das lernt man irgendwann, wenn man die kleinen Frager ernst nimmt und auch mal zugesteht, dass man was nicht weiß, oder nicht richtig weiß. Im Grunde ist Tanja Eschs Quatsch-Buch ein schönes Hilfsbuch für große Leute, die in der Schule die falsche Scham gelernt haben.

Wo die Künstliche Intelligenz bereits jetzt schon wichtige Funktionen übernimmt

Nicht nur virtuelle Realitäten, Technologien, die bei der Energiewende helfen und etwa die Blockchain gelten als die bahnbrechendsten Technologien unserer Zeit und vor allem auch der nahen Zukunft. Auch die KI, die Künstliche Intelligenz, wird in diesem Atemzug immer wieder mit gutem Recht genannt. Meist wird davon berichtet oder geschwärmt, welche unglaublichen Potenziale sich durch die Künstliche Intelligenz in einigen Jahren oder Jahrzehnten in etlichen Bereichen ergeben.

Thomas Kumbernuß und Katharina Subat möchten für die PARTEI in den Bundestag. Foto: LZ

Samstag, der 27. Februar 2021: Durstexpress setzt Kündigungen aus, polizeiliche Datenpanne und PARTEI wählt Bundestagskandidaten

Dem Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt sind 42.000 Datensätze zu Straftätern abhanden gekommen, während der Getränkelieferdienst „Durstexpress“ bei seinen Kündigungen zurückrudert. RB Leipzig hat noch immer Chancen auf die Meisterschaft. Außerdem: Die PARTEI hat ihre Bundestagskandidaten nominiert. Die LZ fasst zusammen, was am Samstag, den 27. Februar 2021, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

Der Stadtrat tagte: Breite Unterstützung für das „Gleisdreieck“ als neues Kulturzentrum + Video

Normalerweise ist es bei Anträgen aus den Fraktionen so, dass sich die Verwaltung in irgendeiner Weise dazu positioniert – Ablehnung, Zustimmung, ein alternativer Vorschlag. Beim Grünen-Antrag zum sogenannten Gleisdreieck im Leipziger Süden war es mal andersherum. Dieser diente vor allem dazu, Zustimmung des Stadtrates zum Handeln der Verwaltung zu zeigen, wie Fraktionsmitglied Jürgen Kasek im Laufe der Debatte am Mittwoch, den 24. Februar, bestätigte.

Knochentrockener Boden: Ackerbau in der Nordwestaue. Foto: Ralf Julke

Wald für Leipzig: Was wird aus der Nordwestaue und was aus dem Auen-Nadelöhr am Cottaweg?

6,4 Prozent des Leipziger Stadtgebietes sind offiziell Waldfläche. Eigentlich sollen es 10 Prozent werden, aber die Stadt tut sich schwer, entsprechende Freiflächen zu finden, Und in der Nordwestaue, wo Platz wäre, sollen Feuchtwiesen entstehen. Auch die fehlen ja im Leipziger Auengebiet. Angefragt hatte die Grünen-Fraktion, der nicht wirklich ersichtlich war, was die Stadt denn nun wirklich tut, um die Waldfläche im Stadtgebiet zu mehren.

Das Kohlekraftwerk Lippendorf. Foto: LZ

Geplanter Kohleausstieg: Leipzig braucht auch 2023 und 2024 noch Fernwärme aus Lippendorf

Wie nennt man das? Einen sauren Apfel? Ein Unglück? Eine tragische Entwicklung? Die Leipziger Stadtwerke werden es zwar schaffen, ihr neues gasbetriebenes Kraftwerk im Leipziger Süden bis Ende 2022 fertigzustellen. Aber um auch gleichzeitig alle Fernwärmelieferungen aus dem Kohlekraftwerk Lippendorf zu beenden, fehlen zwei wichtige Bausteine. Die Grünen im Stadtrat wollten das unbedingt wissen.

Viktor Martinowitsch: Revolution. Foto: Ralf Julke

Revolution: Viktor Martinowitschs neuer Roman über die Eiseskälte der Macht

Es ist ein hartes Buch. Noch ein paar Stufen härter als die beiden eh schon mitreißenden und aufwühlenden Romane, die der belorussische Autor Viktor Martinowitsch schon bei Voland & Quist veröffentlicht hat. Oder besser formuliert: Die der in Markkleeberg lebende Übersetzer Thomas Weiler ins Deutsche übersetzt hat. Auch für all die Leute, die einfach keinen blassen Schimmer davon haben, wie autoritäre Regime wirklich funktionieren.

Martin Dulig, Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und stellvertretender Ministerpräsident. Foto: Götz Schleser

Freitag, der 26. Februar 2021: Öffnungsperspektive für Wirtschaft und Razzien in Ostdeutschland

Sachsens Wirtschaftsministerium hat ein Konzept präsentiert, dass Öffnungen von Geschäften und Kultureinrichtungen zum Ziel hat. Wer die Einrichtungen betreten möchte, muss geimpft sein oder einen negativen Schnelltest vorweisen. Außerdem: Die Polizei hat in Ostdeutschland eine Großrazzia gegen Neonazis durchgeführt. Die LZ fasst zusammen, was am Freitag, dem 26. Februar 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Leipziger Zeitung Nr. 88: Corona als Brandbeschleuniger. Foto: L-IZ

Leipziger Zeitung Nr. 88: Corona als Brandbeschleuniger und die Denkblockaden im Lockdown

Am Ende kennen alle nur noch ein Thema. Das ist tragisch. Aber vielleicht auch normal. Jedenfalls dann, wenn eine Gesellschaft das Denken verlernt hat. Denken ist übrigens die Voraussetzung für Querdenken, jedenfalls für das, was man wirklich darunter verstehen sollte und was nichts mit dem zu tun hat, was die sogenannten Querdenker auf unseren Straßen treiben. Aber vielleicht fällt das alles im auferlegten Alleinzuhausesitzen immer schwerer. Kann sein. Blättern wir auf.

Ein Blick auf die Leipziger Kleinmesse. Foto: Alexander Böhm

Der Stadtrat tagte zur Zukunft der Kleinmesse: Runder Tisch kommt, Einordnung ins Sportforum fehlt + Video

Wann wurde eigentlich im Leipziger Stadtrat zuletzt so intensiv über die Zukunft der Leipziger Kleinmesse beraten? Das war Anfang der 1930er Jahre, als man das Gelände an der Frankfurter Allee (heute Jahnallee) als Aufmarschplatz ausbauen wollte und die Schausteller kurzerhand an den Cottaweg verfrachtete, wo sie seitdem unbehelligt ihre Kleinmesse veranstalten konnten. Doch seit Oktober ist ihre Zukunft wieder ungewiss. Ein Runder Tisch muss her.

Sonnige Balkone in Connewitz. Foto: Ralf Julke

10.000 Solaranlagen auf Leipziger Balkonen: Stadt befürwortet Grünen-Antrag für Förderprogramm

Die Grünen hatten im Januar ein ganzes Paket mit Änderungsanträgen zur Planung des Doppelhaushalts 2021/2022 vorgelegt. In einem großen Teil ging es um Maßnahmen für den Klimaschutz. Denn Leipzig hängt bei Klimaschutzmaßnahmen schon lange hinterher. Seit 2019 gilt der Klimanotstand. Und letztlich können alle Bürger mitmachen, die Klimalast der Stadt deutlich zu verringern. Dazu gehören auch mehr Solaranlagen.

Blick vom Fockeberg über die Dächer von Leipzig. Foto: Ralf Julke

Der Stadtrat tagte zum ramponierten Fockeberg: Bänke gibt es noch 2021, Mountainbike wird geprüft + Video

Manchmal braucht es wirklich erst den Stupser aus dem Stadtrat, damit einzelne Leipziger Dezernate merken, dass sie ja doch etwas tun können. So wie am Fockeberg in der Leipziger Südvorstadt, der „Leipziger Erzgebirgsregion“, wie ihn SPD-Stadtrat Christopher Zenker in der Online-Ratsversammlung am Mittwoch, 24. Februar, titulierte. Nur der höchste Leipziger Berg ist es leider nicht, auch wenn er so aussieht.

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