Artikel zum Schlagwort Armutsgefährdung

Selbstständige in Armut in Sachsen

Sachsens Regierung interessiert sich nicht wirklich für Kleinunternehmen und Selbstständige

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserMan darf über das, was in Sachsen gern Wirtschaftspolitik genannt wird, den Kopf schütteln. Denn wer im Freistaat unternehmerisch tätig ist, hat entweder viel Geld im Schrank, eine große Klappe oder beste Beziehungen bis ins Ministervorzimmer – oder er kämpft gegen Windmühlen und hat auch mit der viel gerühmten Förderkulisse nichts zu tun. Ein Thema, das jetzt Luise Neuhaus-Wartenberg, Sprecherin der Linksfraktion im Sächsischen Landtag für Handwerk, Klein- und Mittelständische Betriebe und Tourismus, aufgreift, nachdem endlich auch ein paar Regionalzeitungen eine Anfrage der Grünen-Abgeordneten Petra Zais aufgegriffen haben. Weiterlesen

Auswertung zur Bürgerumfrage 2017, Teil 3

Wenn ein Niedriglohn-Arbeitsmarkt immer weiter Armut in Leipzig produziert

Grafik: Stadt Leipzig, Bürgerumfrage 2017

Für alle LeserIn der Auswertung zur Bürgerumfrage 2017 beschäftigen sich Leipzigs Statistiker aus gutem Grund auch mit dem Thema Armut. Denn jetzt gehen nach und nach auch tausende Leipziger in Rente, die aufgrund ihrer mehrfach unterbrochenen Berufskarrieren und langer Arbeitslosigkeit direkt in die Armut hineinspazieren. Altersarmut wird ein wichtiges Thema. Lösungen: keine in Sicht. Weiterlesen

Petra Zais' Anfrage zu „armen Selbstständigen“

Auch selbstständige Sachsen meiden, wo es geht, die Wohltaten des Jobcenters

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSachsen wollen arbeiten. Für sie ist Arbeit nicht nur Sinngebung, sondern auch ein Stück ihres Stolzes. Und das würde wohl auch funktionieren, wenn es kein „Hartz IV“ gäbe und die Sanktionspraxis der Jobcenter, bei der ja die sächsischen besonders eifrig sind. Da arbeiten die Sachsen lieber für einen Hungerlohn, als sich bürokratisch drangsalieren zu lassen. Oder sie versuchen sich als Selbstständige durchzuschlagen, auch wenn’s eigentlich nicht zum Leben reicht. Weiterlesen

Arm trotz Arbeit

Mindestens 131.000 erwerbstätige Sachsen stecken in der Armutsfalle fest

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserArmut ist ein weites Feld. Was Armut wirklich bedeutet, wissen nur die, die schon lange vor Monatsschluss wissen, dass das Geld nicht zum Nötigsten reicht und sie wieder Abstriche an den normalsten Dingen der Welt machen müssen: keine Straßenbahnfahrt, kein Obst aus dem Frischeregal, kein warmes Essen unter der Woche, Billigfleisch nur aus dem Supermarkt usw. Und nach wie vor sind hunderttausende Sachsen arm, obwohl sie arbeiten. Weiterlesen

Studie aus dem DIW Berlin

Niedriglöhner haben vom Einkommensanstieg seit 1991 nicht profitiert

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm Donnerstag, 24. Mai, veröffentlichte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin eine Studie, die sogar in großen konservativen Zeitungen für Aufmerksamkeit sorgte. Denn sie belegt anhand der realen Einkommenszahlen, dass die unteren Einkommen seit 1991 regelrecht stagniert haben, während die hohen Einkommen deutlich zugelegt haben. Und das liegt nicht nur an der seit 2007 gewachsenen Zahl der Flüchtlinge im Land. Weiterlesen

Schaper/Wehner zum Tag der älteren Generation: Soziale Sicherheit und mehr Mitbestimmung für Seniorinnen und Senioren

Foto: DiG/trialon

Anlässlich des heutigen Tages der älteren Generation erklärt Susanne Schaper, Sprecherin für Sozialpolitik der Fraktion Die Linke: „Die Menschen in Deutschland werden immer älter. Ende 2015 hatte Sachsen schon mehr als eine Million Einwohnerinnen und Einwohner, die 65 Jahre alt oder älter waren. Dies entspricht einem Bevölkerungsanteil von rund einem Viertel. Immer mehr Rentnerinnen und Rentner leben in Altersarmut oder sind davon bedroht.“ Weiterlesen

Arm trotz Arbeit

Trotz sinkender Arbeitslosenquote steigt die Armutsquote in den Großstädten sogar an

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDeutschlands Statistiker reden gern die Armut klein im Land. Das hat mittlerweile so viel System, dass sich die Betroffenen wie im falschen Film fühlen, wenn wieder der tolle wirtschaftliche Erfolg des Landes und der allgemeine Wohlstand gepriesen wird. Dass aber Armutsgefährdung in Deutschland in der Regel wirklich Armut und fehlende Teilhabe bedeuten, das wissen zumindest die Betroffenen. Denn „Hartz IV“ hat genau das mit sich gebracht: Armut per Gesetz. Nämlich auch außerhalb von SGB II. Weiterlesen

Regelsatz und Armutsgefährdung

Hartz IV ist das Noch-Ärmer-Machen per Gesetz

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserPaul M. Schröder vom Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) ist ja ein bisschen listig. Er nimmt sich einfach die offiziellen Zahlen von Arbeitsagentur, Bundesregierung oder dem Bundesamt für Statistik und stellt sie nebeneinander. Und meistens stellt man dann verblüfft fest, wie in der Bundesrepublik immer wieder mit zweierlei Maß gemessen wird. Gerade wenn es um die Bedürftigsten geht. Weiterlesen

Ein ganz bestimmt nicht selbstgewähltes Familienmodell

Warum gerade im Osten die Zahl armutsgefährdeter Familien von Alleinerziehenden sinkt

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs gibt ja auch wieder die in aller Seligkeit schnarchenden Parteien, die zur Bundestagswahl mit den sonnigen Bildern der „klassischen Familie“ antreten und ihre Wahlprogramme mit Tiraden gegen andere Lebensentwürfe gespickt haben. Sogar das Familienmodell der Alleinerziehenden verdammen sie, als wenn sich die betroffenen Eltern das Alleinleben mit Kindern als neuen Modetrend ausgesucht hätten. Blöd nur, dass so ein „Modetrend“ arm macht. Weiterlesen

Neuer Quartalsbericht Nr. 2/2017, Teil 4

Kinderarmut hat sich auch in Leipzig verfestigt

Grafik: Stadt Leipzig, Statistischer Quartalsbericht

Für alle LeserZumindest ein kleiner Teil der derzeitigen Politik diskutiert noch (oder wieder) über Armut in der Bundesrepublik. Denn so im Großen und Ganzen geht es Deutschland zwar irgendwie gut. Und Angela Merkel könnte mit diesem „Alles ist gut“-Gefühl wohl auch wieder die Wahl gewinnen. Aber für einen Teil der Gesellschaft scheint der Zustand der Armut wie festgegossen. Auch in Leipzig bezogen 2016 noch immer 68.081 Menschen Leistungen nach SGB II. Weiterlesen

Leipziger Bürgerumfrage 2016, Teil 2

Armut erkennt man auch an all den Dingen, auf die Menschen aus Geldmangel schlichtweg verzichten müssen

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWo, bitte schön fängt Armut an? Statistiker können darüber ja tagelang diskutieren. Aber ganz so einfach haben es sich Leipzigs Statistiker bei der Bürgerumfrage 2016 nicht gemacht. Denn „materielle Deprivation“ kann mit Indikatoren erkannt werden. Denn wer nichts hat, kann sich auch nichts leisten. Urlaub zum Beispiel. Und deswegen hat Bürgermeister Ulrich Hörning wohl Unrecht. Weiterlesen

Leipziger Bürgerumfrage 2016, Teil 1

Wie in Leipzig die Erwerbseinkommen auseinanderklaffen

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs hat ein bisschen gedauert. Aber es braucht seine Zeit, über 2.500 ausgefüllte Fragebögen zur „Bürgerumfrage 2016“ auszuwerten und daraus dann ein 100 Seiten dickes Berichtsheft zu machen, das auch ein bisschen erklärt, was die teilnehmenden Leipziger eigentlich gesagt haben. Aus Sicht der Stadt eigentlich lauter positive Sachen. Nur der Journalist schaut wieder skeptisch auf die Zahlen. Weiterlesen

Arme Alte oder doch „Kosten der Einheit“?

Unter den heute 55- bis 75-jährigen Leipzigern ist die Armutsgefährdung besonders hoch

Grafik: Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen

Mittlerweile haben ja einige der beliebten konservativen Medien in der Republik schon mobil gemacht gegen den SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz. Besonders sauer stößt den dortigen Edelfedern auf, dass er immer wieder das Thema Gerechtigkeit anspricht und die „Agenda 2010“ (ein bisschen) korrigieren will. Denn Gerechtigkeit ist eben nicht nur ein Bauchgefühl: Auch tausende Leipziger wissen, wie es sich mit prekären Einkommen lebt. Weiterlesen

Gebhardt (Linke) zum Armutsbericht 2017: Gerade in Sachsen großer Handlungsbedarf bei der Bekämpfung von Armut

Foto: DiG/trialon

Zum heute vorgelegten Armutsbericht des Paritätisches Wohlfahrtsverbandes erklärt Rico Gebhardt, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Sächsischen Landtag: „Sachsens Armutsquote liegt immer noch weit über dem Bundesdurchschnitt (18,6 im Vergleich zu 15,7 Prozent) und erreicht traurige regionale Spitzenwerte von 22 Prozent. Besonders bedrückend: Die soziale Lage hat sich in Sachsen nicht verbessert. Obwohl seit Jahren ständig sogenannte Entspannung am Arbeitsmarkt gefeiert wird. Doch die im Großen und Ganzen gute Konjunktur geht an breiten Schichten der Bevölkerung vorbei.“ Weiterlesen

Wirtschaftliche Belebung kommt armen Bevölkerungsgruppen nicht zugute

Großstädte wie Leipzig sind besonders von verfestigter Armut betroffen

Foto: Ralf Julke

Am Donnerstag, 22. September, veröffentlichte das Bundesamt für Statistik seinen alljährlichen Bericht zur Armutsgefährdung in Deutschland. Und wahrscheinlich waren die Statistiker in Wiesbaden selbst erschrocken, als sie feststellen mussten, dass die Armutsgefährdung gerade in den westdeutschen Bundesländern gestiegen ist. „Hartz IV“ lässt grüßen. Weiterlesen

Wenn ein CDU-Mann nach „Rabenvätern“ fragt

Auch 2015 musste Leipzig für über 5.000 Kinder Unterhaltsvorschuss zahlen

Foto: Ralf Julke

Da wird es selbst Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU) kalt den Rücken runtergelaufen sein, als sie die Kleine Anfrage des Landtagsabgeordneten Alexander Krauß auf den Tisch bekam. Der Mann ist in der CDU-Fraktion eigentlich arbeitsmarktpolitischer Sprecher. Beim Sozialen scheint er sich nicht so auszukennen. Denn sonst würde er nicht unverfroren von „Rabenvätern und –müttern“ sprechen. Weiterlesen

Wenn das Geld nicht mal zum Wohnen reicht

Leipzig blieb auch 2015 die Hauptstadt der Zwangsräumungen in Sachsen

Foto: Ralf Julke

Zumindest diese Furcht hat sich nicht bestätigt: Die Zahl der Zwangsräumungen in Sachsen ist 2015 nicht weiter gestiegen, nachdem sie in den Vorjahren Jahr um Jahr immer neue Rekordstände erreichte. Aber das Niveau ist trotzdem noch hoch und Leipzig steckt auch hier - wie bei allen Armutsthemen - mitten im Auge des Orkans. Weiterlesen

Neuer Quartalsbericht für Leipzig, IV/2015

Teil 5 zum Zahlenpaket: Leipzig ist nur noch Armuts-Hauptstadt-Vize, aber das Thema wird nun zum Rentenproblem

Foto: Ralf Julke

Es ist ein Beitrag im neuen Quartalsbericht, den man zwingend erwarten musste, auch als Korrektiv der immer neuen Lobgesänge auf den wirtschaftlichen Aufschwung in der Stadt Leipzig: „Leben mit wenig Einkommen - eine vergleichende Gruppenanalyse“. Denn Leipzig hat zwar seit 2014 nicht mehr den inoffiziellen Titel „Armutshauptstadt“. Aber der Blick ins Detail zeigt, dass die Stadt nicht ansatzweise aus dem Schneider ist. Weiterlesen

Neuer Quartalsbericht für Leipzig, IV/2015

Teil 1 zum Zahlenpaket: Leipzig wächst trotz jahrelanger Niedriglohnpolitik

Foto: Ralf Julke

Warum wandern Menschen? Und: Wann wollen sie Kinder und zwar möglichst viele davon? - Das sind die eigentlichen Fragen, die beantwortet werden müssen, wenn über demografische Entwicklungen diskutiert wird. Ab Mittwoch, 9. März, zum Beispiel in Leipzig, wenn hier Demografen aus allen Himmelsrichtungen zur Tagung einfliegen. Manche werden sich freuen, da auch gleich den neuen Quartalsbericht der Stadt in die Hände zu bekommen. Weiterlesen