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Antirassismus

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Gedenkveranstaltung für den rassistischen Anschlag in Hanau. Foto; LZ

Freitag, der 19. Februar 2021: Gedenkveranstaltungen für den rassistischen Anschlag in Hanau +Video & Audio

Heute fanden in Leipzig gleich drei verschiedene Gedenkveranstaltungen für die rassistischen Morde von Hanau statt. LZ besuchte die, welche am Rabet im Leipziger Osten stattfand und von emotionalen Redebeiträgen Betroffener von Rassismus und Menschenfeindlichkeit geprägt war (Video). Sachsen bereitet sich derweil auf den Einsatz von Impfbussen und Impfungen bei Hausärzten vor und die DEHOGA kämpft um Gastronomie-Öffnungen ab Ostern. Die LZ fasst zusammen, was am Freitag, dem 19. Februar 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Das Gesicht des Corona-Krisenmanagements in Sachsen: Petra Köpping (SPD), Sächsische Staatsministerin für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. Foto: LZ

Staatsministerin für Gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt Anti-Rassismusarbeit

Die Sächsische Staatsministerin für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt mit 670.000 Euro den Ausbau von Angeboten für Menschen, die sich für ein antirassistisches, weltoffenes und demokratisches Miteinander in unserer Gesellschaft einsetzen, von rassistischen Vorfällen betroffen sind oder sich von extremistischen Gruppen lösen möchten.

Grafik: Arya Rakhtala

Hanau: Gedenken und Gedanken

Eine Woche ist vergangen. Während die tiefe Trauer bei einigen Menschen noch für zitternde Knochen und versagende Stimmen sorgt, wurden andere bereits durch das tägliche Leben wieder eingefangen. Die Normalität schießt durch die Köpfe und klopft mit der bitterbösen Frage an, ob nicht schon alles über Hanau gesagt, geschrieben wurde. Nein, an keinem Tag darf es das gewesen sein. Solange Rassismus tötet, darf es das nicht gewesen sein. Solange die Angehörigen der neun Menschen trauern, darf es das nicht gewesen sein.

Michael Eichhorn (links), Ralph Rüdiger (Mitte) und Maximilian Schöpe (rechts) im Winter. © Ralph Rüdiger

Träumereien von einer besseren Welt

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 74, seit 20. Dezember im HandelAlle wollen die Welt besser machen, ja verändern, sie zu einem besseren Ort machen. Jedoch scheinen sich die Geister an deren Umsetzung zu scheiden. Manche scheinen sich die Sparkassen-Werbung „Mein Haus, mein Auto, mein Boot“ auf ihre Fahnen geschrieben zu haben. Hat dieses Konsumdenken etwa die Humanität gefördert? Auf keinen Fall! Im Gegenteil: Um zu diesen Konsumgütern zu gelangen, bedarf es zwar fleißiger und harter Arbeit, aber auch Ellenbogenmentalitäten. Diese Erfahrungen habe ich besonders in den letzten drei Jahrzehnten sammeln müssen.

Pressekonferenz am 25. Juni 2019. Foto: René Loch

Solidarität statt Ausgrenzung: „unteilbar“ demonstriert am 6. Juli in Leipzig

Derzeit gibt es viele gute Gründe, wütend zu sein. Während im Mittelmeer mal wieder ein Schiff mit aus Seenot geretteten Geflüchteten nicht nach Europa darf, gibt es in Deutschland zum ersten Mal seit 1945 einen rechtsmotivierten Mord an einem Politiker. Zudem wirft die Landtagswahl in Sachsen am 1. September ihren Schatten voraus. Dass anschließend die AfD regiert, ist nicht auszuschließen. Das „unteilbar“-Bündnis ruft nun zu Demonstrationen in Leipzig und Dresden auf.

Plakat Benefizkonzert, Quelle: Deutsche Bahn

Benefizkonzert der Deutschen Bahn und des Jugendparlaments

Am 3. November 2018 veranstalten Azubis der DB Fernverkehr AG im Leipziger Hauptbahnhof ein Benefizkonzert. Gespendet werden die Einnahmen an das Leipziger Kinderhospiz „Bärenherz“ im Rahmen des Projektes "Bahn-Azubis gegen Hass und Gewalt". Beginn ist ab 18:00 Uhr im Historischen Saal.

Eine beeindruckende Demonstration für mehr Miteinander und gegen Ausgrenzung am 13. Oktober in Berlin auf dem Weg zur Siegessäule. Foto: Marco Arenas

Fotogalerie: „Unteilbar“ bringt über 240.000 Menschen für mehr Miteinander zusammen

Es sollten 40.000 sein, die der Veranstalter der „Unteilbar“-Demonstration in Berlin erwartet habe. Am Ende wurden es über 240.000 Menschen und ein machtvolles Licht in der scheinbaren Dunkelheit, die sich über ein ganzes Land zu legen droht. Wo sonst Pegida und AfD in vielen Städten mit Grüppchen von wenigen Dutzend bis 2.000 Teilnehmern eine Art Volksaufstand gegen „die da oben“ zu inszenieren suchen, fanden sich am heutigen 13. Oktober beeindruckende Menschenmengen unter dem Motto „Unteilbar“ in Berlin zusammen.

Erinnerung an NSU-Opfer in Leipzig. Foto: privat

Urteil im NSU-Prozess: Kundgebung und überklebte Straßenschilder in Leipzig + Video

Das Oberlandesgericht München hat NSU-Mitglied Beate Zschäpe zu lebenslanger Haft verurteilt. Sie sei der Mittäterschaft in zehn Mordfällen schuldig. Bereits weit vor der Urteilsverkündung hatten antirassistische Aktivisten zu Aktionen an jenem Tag aufgerufen. Diese fanden in mehreren Städten statt. In Leipzig gab es am Mittwochnachmittag eine Kundgebung auf dem Marktplatz. Bereits am Dienstag wurden Straßenschilder mit den Namen der Opfer überklebt. Am Mittwochabend folgt eine Demo in Halle.

Rasenball gegen Rassismus. Foto: Alexander Böhm

Doch kein Benefizspiel zwischen RB Leipzig und SV Babelsberg 03

Es wäre ein starkes Zeichen im Kampf gegen Nazis und Rassismus gewesen, wenn RB Leipzig zum Benefizspiel beim SV Babelsberg 03 angetreten wäre – Marketing hin oder her. Doch daraus wird nun nichts: Innerhalb weniger Tage haben beide Vereine angeblich festgestellt, dass es keine Möglichkeit gibt, im Sommer ein solches Spiel auf die Beine zu stellen. Zweifel an dieser Darstellung sind angebracht.

Fake-News-Produzent Sven Liebich unter falscher Flagge. Foto: René Loch

Buchmesse 2018: Friedliche Proteste, rechte Verlage und die Securityfrage + Video

Da sind sie also, die jungen, friedlichen Menschen, die ihren Protest auf der Leipziger Buchmesse frei in Meinung und Wort kundtaten. So frei und selbstbeherrscht, dass es einem ehemaligen "Blood and Honour"-Aktivisten aus Halle zu bunt wurde und er versuchte, ihnen den Ton abzudrehen. Unterdessen werden Fragen an die Buchmesse laut, wie es dazu kommen konnte, dass Securitymitarbeiter der rechten Verlage überhaupt auf der Messe auftreten und dabei offenbar mindestens einen Journalisten bedrohen konnten.

Der neurechte Publizist Götz Kubitschek protestiert gegen den Protest. Foto: René Loch

Rechte besprechen auf der Leipziger Buchmesse den Regimesturz + Video

Die diesjährige Ausgabe der Leipziger Buchmesse ist vorüber. Es gab rechte Verlage und viel Protest dagegen – vor allem am Samstag. Am Sonntag konnten Götz Kubitschek und Jürgen Elsässer ihr Programm hingegen in aller Ruhe zelebrieren. In einem Streitgespräch diskutierten sie, wie radikal die Neue Rechte ihre wirklichen Vorstellungen einer anderen Gesellschaft kommunizieren dürfe.

Fanblock von RB Leipzig. Foto: GEPA pictures

RB Leipzig möchte „Nazis raus“-Kampagne des SV Babelsberg unterstützen

Rechtsruck, Hetze, AfD und Pegida – der Potsdamer Fußballverein SV Babelsberg möchte den aktuellen Entwicklungen mit seiner Kampagne „Nazis raus aus den Stadien!“ etwas entgegensetzen. Konkreter Anlass war ein Skandalurteil eines Fußballverbandes, der antifaschistische Rufe der Babelsberger Anhänger bestrafen wollte. Nun hat sich RB Leipzig der Kampagne angeschlossen. Vertreter beider Vereine wollen demnächst über eine konkrete Form der Unterstützung reden.

Foto: Stadt Leipzig

Internationale Wochen gegen Rassismus mit vielen Angeboten

Vom 12. bis 25. März finden bundesweit die Internationalen Wochen gegen Rassismus statt, an denen sich Leipzig in diesem Jahr zum 15. Mal beteiligt. Insgesamt hält das Programm der Antirassismus-Wochen in Leipzig rund 60 Angebote bereit, darunter Diskussionen, Workshops, Filme, Lesungen, Gespräche, Begegnungen und Ausstellungen. Unter anderem bieten das Theater der Jungen Welt und der Landesfilmdienst Sachsen Veranstaltungen für junge Menschen, auch für Schulkassen, an. Am Programm sind 50 Leipziger Vereine, Initiativen und Einrichtungen beteiligt.

Die erneuerte Gedenktafel lag bereits aus und soll demnächst wieder angebracht werden. Foto: René Loch

Demo am siebten Todestag des von Neonazis ermordeten Kamal Kilade

In der Nacht vom 23. auf den 24. Oktober 2010 töteten zwei Neonazis den Iraker Kamal Kilade. Die Täter griffen den 19-Jährigen erst mit Pfefferspray an und stachen dann mit einem Messer auf ihn ein. Am Dienstagabend erinnerte der „Initiativkreis Antirassismus“ mit einer Demonstration an dieses Verbrechen und andere Todesopfer rechter Gewalt in Leipzig. Etwa 100 Menschen beteiligten sich daran.

Nicht auf einer Linie mit Mateschitz: Fans von RB Leipzig. Foto: Red Aces

RB Leipzig: Kritik am Mateschitz-Interview spaltet die Fanszene

Die antirassistische Ultragruppierung „Red Aces“ bezieht wieder einmal Stellung gegen ihren eigenen Verein – und gegen Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz. Dieser hatte in einem Interview ein angebliches „Meinungsdiktat“ beklagt und über ehrenamtliche Unterstützer von Geflüchteten gespottet. Die Kritik der „Red Aces“ stößt innerhalb der Leipziger Fanszene jedoch auf heftigen Widerspruch.

Foto: Stadt Leipzig

Internationale Wochen gegen Rassismus starten am Montag

Vom 13. bis zum 26. März finden bundesweit die Internationalen Wochen gegen Rassismus statt, an denen sich Leipzig in diesem Jahr zum 14. Mal beteiligt. Den Auftakt bildet am Montag, dem 13. März um 18 Uhr, die Eröffnung der Ausstellung „Ich bin kein Etikett“ im „Grünen Raum“ am Kanal in der Zschocherschen Straße 59. Um 19:30 Uhr wird in der naTo der Dokumentarfim „Sonita“ über eine im Iran lebende junge afghanische Frau gezeigt, die ihren Traum von einer Karriere als Rapperin trotz aller Hindernisse nicht aufgeben will.

Grüne: Dresden muss ein Zeichen setzen

Bündnis 90/Die Grünen Sachsen rufen zur Teilnahme an der Demonstration unter dem Motto „Freiheit. Gleichheit. Menschlichkeit. Wir machen das!“ des Bündnisses „Herz statt Hetze“ am Montag, 17.10.2016 in Dresden auf.

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