Artikel aus der Rubrik Ausstellungen

Marion Ermer Peis 2016 im Museum der bildenden Künste

Vier Blicke auf eine Gegenwart, in der die Flut der Bilder längst zum Alptraum geworden ist

Foto: Ralf Julke

Ab heute lohnt sich der Besuch im Untergeschoss des Museums der bildenden Künste doppelt. Denn neben der großen Werkschau des Leipziger Malers Sighard Gille gibt es ab heute auch eine kleine Sonderausstellung mit den Arbeiten der vier neuen Preisträger des „Marion Ermer Preises“ 2016. Die erste ihrer Art im Museum der bildenden Künste. Dietrich von Berg, Vorstandsvorsitzender der Marion Ermer Stiftung, schwärmt geradezu. Anmelden und weiterlesen.

Das gescheiterte Versprechen der Moderne

Ab Januar ist im Panometer Leipzig der gesunkene Koloss der Titanic zu besichtigen

Foto: Asisi / David Oliveira

Aus dem Asisi Panometer ertönt eine Sirene. Tief und weithin dröhnend – wie die Sirenen der Titanic, als sie auf den Eisberg rammte. Aber die Sirenen aus dem Panometer an der Richard-Lehmann-Straße sind diesmal für all jene bestimmt, die noch einmal das Panorama vom Great Barrier Reef sehen wollen. Denn im Januar kommt tatsächlich die Titanic. Wenn auch schon im gescheiterten und abgesoffenen Zustand. Großer Bilderwechsel unter Wasser. Anmelden und weiterlesen.

Auf die Ente gekommen

Das Stadtgeschichtliche Museum zeigt jetzt 10.000 Jahre Kulturgeschichte der Entenheit

Foto: Ralf Julke

Am gestrigen Abend, 22. November, wurde im Stadtgeschichtlichen Museum im Böttchergässchen eine Ausstellung eröffnet, die sich Museumsdirektor Volker Rodekamp schon seit 15 Jahren gewünscht hat. Seit 30 Jahren reist sie schon durch Deutschland und ist damit wohl die am längsten rollende Ausstellung im Land: die „Duckomenta“. Duck wie Donald Duck, wie Ente. Die berühmteste Ente der Welt. Anmelden und weiterlesen.

Galerie b2 zeigt eine besondere Gruppenausstellung

Die schrille Kehrseite des Pop

Foto: Galerie b2_

Man vergisst ja gern, welche Vielzahl von Handschriften in der Leipziger Kunstszene zu finden ist. Das muss dann ab und zu doch mal eine Ausstellung in Erinnerung rufen, die sich einem besonderen Aspekt widmet. Wie die, die am Samstag, 26. November, in der Galerie B2 eröffnet wird: „Smuggling Pop“. Quasi eingeschmuggelter Pop. Ganz heimlich, ohne diese Aufmerksamkeitsattitüde eines Andy Warhol. Anmelden und weiterlesen.

15 Jahre Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig

Eine Interims-Ausstellung erzählt jetzt eindringlich vom „Provisorium“ NS-Zwangsarbeit in Leipzig

Foto: Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig

Bis zum 11. November war die Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig noch wegen Umbauarbeiten geschlossen. Aber am 12. November öffnete sie wieder – diesmal mit einer Interims-Ausstellung mit dem Titel „Im Provisorium. NS-Zwangsarbeit in Leipzig und beim Rüstungskonzern HASAG“. Anmelden und weiterlesen.

Gilles furiose Erzählung vom unpassenden Menschen in einer närrischen Welt

Werkschau „Sighard Gille. ruhelos“ im Museum der bildenden Künste

Foto: Ralf Julke

Ein kleiner Schlagabtausch zwischen Sighard Gille und Hans-Werner Schmidt, ein paar Lacher im Publikum, eine ziemlich seltsame Journalistenfrage nach den Malzeiten und Kleiderzuständen des berühmten Leipziger Malers – man merkte schon am Freitagmorgen, dass mal wieder überregionale Kulturjournalisten eingeflogen waren nach Leipzig. Was auch im Museum der bildenden Künste nicht allzu oft vorkommt. Anmelden und weiterlesen.

Zurück in die Zukunft auf die malerische Art

Heute wird Benjamin Dittrichs Ausstellung „Lokaler Superhaufen“ eröffnet

Foto: Verein der Leipziger Jahresausstellung

Man staunt durchaus, was so im Jahr 2016 alles an Kunst passiert. Als hätten einige junge Leute beschlossen, die Zukunft wieder ganz vorn anzufangen, in jener unter Staub und Schrott begrabenen Zeit, als die Zukunft noch frisch war, nach Robotern, Raketen und Raumreisen schmeckte und ein Illustrator namens Hans Ticha sie in Szene setzte. Als hätte er sich mit Benjamin Dittrich bei einem Ausflug „Zurück in die Zukunft“ getroffen. Anmelden und weiterlesen.

Künstlergruppe DOKODEMODOOR präsentiert sich ab Freitag in der Werkschauhalle der Spinnerei

Ein bisschen weniger Leipziger Schule, ein bisschen mehr Alice im Wunderland

Céline Germès (2016).

Vielleicht wird man von dieser Künstlergruppe noch viel hören, die da am Freitag, 21. Oktober, zur Eröffnung ihrer ersten Gruppenausstellung in die Werkschauhalle (Halle 12) in der Spinnerei einlädt. DOKODEMODOOR nennt sich die Gruppe. Und sie versteht sich so ein wenig als kleines Kontra zur Leipziger Schule und Neuer Leipziger Schule. Wenn das mal gutgeht. Anmelden und weiterlesen.

Austeritäts-Tanz und Action mit „Bank of NO“

Eine Prozession der Leipziger Bankgespenster zieht am Samstag durch die Stadt

Foto: Walther Le Kon

Vom 17. September bis zum 20. November zeigt die Halle 14 in der Spinnerei die Ausstellung „Terra Mediterranea: In Action – Über den flüssigen Kontinent“. In dieser Ausstellung zeigen insgesamt 24 Künstler aus 14 Ländern ihre künstlerischen Positionen und vielfältigen Herangehensweisen an die derzeitigen Spannungen und Konflikte im Mittelmeerraum und deren Auswirkungen. Und das mit der Action ist ernst gemeint: Am heutigen Freitag und am Samstag passiert nämlich was. Anmelden und weiterlesen.

Die gestrandeten Dinge einer unaufhaltsam bewegten Welt

Jannick Deslauriers’ „Migration“ in der Galerie Art Mûr

Foto: Art Mûr Leipzig

Die Leipziger Baumwollspinnerei ist schon längst kein Pflaster nur für die heimische Künstlerszene. Auch international agierende Galerien haben die alte Baumwollspinnerei als spannendes Fleckchen für ihre Ausstellungen entdeckt. Zum Herbstrundgang im September öffnete die Leipziger Dependance der Galerie Art Mûr aus Kanada dort ihre Räume. Am Samstag, 15. Oktober, zeigt sie gleich ihre zweite hiesige Ausstellung. Verstörend, wie sich das gehört. Anmelden und weiterlesen.

Über 30 Räume öffnen vom 30. September bis 2. Oktober fürs neugierige Publikum

Der Westen bereitet sich auf sein 12. Kunstfestival Lindenow vor

Foto: dotgain

Lindenau darf ruhig ein wenig nach Schleußig, Plagwitz und Leutzsch hinüberreichen. Was ja nur Reichtum zeigt. Denn der Stadtteil im Leipziger Westen hat sich schon vor einiger Zeit zu einem lebendigen Schauplatz für Kultur und Kunst gemausert. Und selbst die Nummer des Festivals verrät, wie lang das jetzt schon so geht. Es ist das 12. Lindenow, das vom 30. September bis zum 2. Oktober zu erleben ist. Anmelden und weiterlesen.

Vier Tipps zum Herbstrundgang am 17. und 18. September

Flüssiger Kontinent, digitale Anhängsel, Holzschnitte und ein früher Tübke

Foto: Galerie Schwind

Am Samstag, 17. September, dürfen interessierte Leipziger durchaus ins Grübeln kommen: Wohin geht man, wenn man sich nicht zerteilen kann? Oder schafft man all das, was da passiert, irgendwie auch hintereinander? Erst die große Demo gegen TTIP und CETA ab Mittag vom Leuschnerplatz aus – und danach in die Galerie? Denn am Samstag, 17. September, beginnt auch wieder der große Spinnerei- und Herbst-Rundgang. Anmelden und weiterlesen.

Große Buhne und Sumpfblumen

Museum der bildenden Künste nennt jetzt drei wichtige Bilder von Max Beckmann sein eigen

Copyright: VG Bild-Kunst Bonn, 2016

Leipzig ist so ganz nebenbei auch Beckmann-Stadt. Der berühmte Maler wurde1884 hier geboren. Und so ein bisschen wünscht man sich natürlich vom hiesigen Kunstmuseum, dass es auch eine kleine, aber repräsentative Sammlung mit Bildern Max Beckmanns vorweisen kann. Klein ist sie. Aber am Mittwoch, 14. September, ist sie wieder ein bisschen gewachsen. Die neuen Schmuckstücke heißen „Die große Buhne“ und „Sumpfblumen“. Anmelden und weiterlesen.

Tag des offenen Denkmals am 11. September

Hausbesuch im Felsenkeller, im Scheibenholz oder in eine 800 Jahre alte Wehrkirche in Kulkwitz

Foto: Scheibenholz GmbH

Am Sonntag, 11. September, ist wieder Tag des offenen Denkmals und nicht nur die Leipziger haben wieder Gelegenheit, Bauwerke besichtigen zu können, die für gewöhnlich nicht zugänglich sind. In Leipzig hat sich insbesondere die Leipziger Denkmalstiftung wieder verantwortlich gefühlt, ein paar spannende Objekte zur Besichtigung vorzubereiten. Aber nicht nur. Anmelden und weiterlesen.

Ein unerwarteter Fund aus den Tiefen der Grafischen Sammlung

Der beinah vergessene Kunsthistoriker Albert von Zahn als Zeichenkünstler und Italienreisender

Foto: Ralf Julke

Den großen Besucherrekord wird das Leipziger Museum der bildenden Künste mit der am Mittwoch, 7. September, eröffneten Kabinettausstellung „Albert von Zahn. Grenzgänger zwischen Kunst und Wissenschaft“ nicht brechen. Aber Rembrandt, Klee und Nolde – das kann jeder. Aber Albert von Zahn? Selbst bei der großen Jubiläumsausstellung „Kopf oder Zahl“ im Jahr 2008 ging der Mann den Museumsmachern durch die Lappen. Anmelden und weiterlesen.

Wie Kieze im Norden zusammenrücken

Eine Nacht lang Kunst

Foto: Daniel Thalheim

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug aus Ausgabe 34Der Norden von Leipzig ist einer großen Öffentlichkeit bisher nicht als kreativer Standort bekannt. Dennoch tummeln sich entlang der Georg-Schumann-Straße Menschen, die mit viel Engagement Lebenskultur vermitteln wollen. Die Nacht der Kunst ist so eine Veranstaltung, welche Fenster und Türen zu einer künstlerischen Welt öffnet. Anmelden und weiterlesen.

Quo vadis Sportmuseum?

2018 ist eine große Sportausstellung im Stadtgeschichtlichen Museum geplant, ein Ort für Leipzigs Sportmuseum bleibt Utopie

Foto: Ralf Julke

Da war die CDU-Fraktion im Leipziger Stadtrat schon richtig bescheiden, als sie im Juli mal wieder nachfragte, wie es denn nun um die Präsentation der Ausstellungsstücke aus dem Sportmuseum stünde. Dass die Stadt nicht mal dran denkt, irgendwo demnächst ein Sportmuseum zu eröffnen, ist ja seit November klar. Da hatte die CDU-Fraktion das letzte Mal danach gefragt. Anmelden und weiterlesen.

Meisterhafte Doppelausstellung mit Fotos von Günter Rössler und Michael Bader im Stadtgeschichtlichen Museum

Der große Traum der DDR und die Kostümfrage der Kinder von heute

Foto: Günter Rössler

Es lohnt sich, am heutigen Dienstagabend, 16. August, das Haus zu verlassen und ins Böttchergässchen zu spazieren. Da kann man nicht nur eine Ausstellungseröffnung erleben, sondern auch einen zutiefst bewegten Museumsdirektor. Bei den Fotos von Günter Rössler kommt der wortgewaltige Mann beinahe ins Schwärmen. Ist ja auch verständlich: Günter Rössler war ein Genie. Anmelden und weiterlesen.

Kunstgeschichte als Zeitgeschichte

Braucht Leipzig ein eigenes Archiv für die Leipziger Schule?

Foto: Ralf Julke

Mit Schätzen sollte man wuchern. Und vor allem auch dafür sorgen, dass man sie bewahrt und pflegt. Und Leipzig hat einige Schätze, auch wenn man sich eher steifbeinig dazu bekennt. Wie zur Leipziger Schule, die nun einmal nicht nur aus den Herren Tübke, Mattheuer und Heisig besteht. Und platsch, hauen die Grünen der neuen Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke ein neues Fragenpaket auf den Tisch, das eigentlich ein Aufgabenpaket ist. Anmelden und weiterlesen.

Am Donnerstag starten die 4. Tage der Industriekultur

27 Unternehmen laden zur Themenroute „Offenes Werktor“ ein, Museen, Depots und eine Fotoausstellung machen neugierig

Foto: Daria B.

Gucken, wie andere arbeiten. Das ist vom 11. bis 14. August wieder möglich. Denn dann finden in der Leipziger Wirtschaftsregion zum vierten Mal die „Tage der Industriekultur“ statt. Interessierte Besucher haben die Möglichkeit, auf verschiedenen Routen die Region Leipzig als Industriestandort der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft kennenzulernen. Anmelden und weiterlesen.