Kurz vermeldet: Uni hat Zusammenarbeit mit Michael Vogt eingestellt
Redaktion
23.11.2007
Prof. Dr. Michael Haller/Uni Leipzig. Der Institutsrat des Instituts für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig hat beschlossen, die Zusammenarbeit mit Honorarprofessor Dr. Michael Vogt zu beenden. Gegen Vogt waren Vorwürfe erhoben worden, in der rechtsextremen Szene aktiv zu sein. Dem Beschluss ging am gestrigen Donnerstag ein ausführliches Gespräch mit Prof. Dr. Vogt über die gegen ihn erhobenen Vorwürfe voraus.
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Im Mittelpunkt standen Vogts politische Aktivitäten außerhalb seiner Lehrtätigkeit an der Universität Leipzig im Zusammenhang mit Veranstaltungen und Publikationen rechtsextremer Gruppen. Nach dieser Aussprache kamen der Institutsrat und Prof. Vogt zu dem Ergebnis, die Zusammenarbeit ab sofort einzustellen. Das Institut wird bei der Fakultät und der Universitätsleitung einen Antrag auf Beendigung der Lehrtätigkeit von Prof. Vogt an der Universität Leipzig in die Wege leiten. Das Institut dankt Prof. Vogt für die in den vergangenen neun Jahren geleistete Lehr- und Betreuungsarbeit, in der nach Aussagen der Studierenden zu keiner Zeit politische Auffassungen oder Aktivitäten eine Rolle gespielt haben.
www.uni-leipzig.de/~journ
Der "Spiegel" schrieb zum Thema u.a.: "Grund für die Anschuldigungen: Am 26. September 2007 tauchte Vogts Name auf der Homepage der NPD auf. Er habe am Vortag an einer Veranstaltung der rechtsextremen Fraktion "Identität, Tradition, Souveränität" (ITS) des Europäischen Parlaments teilgenommen, stand dort zu lesen. Eingeladen hatte der österreichische Europapolitiker und FPÖ-Veteran Andreas Mölzer. Im Europäischen Parlament ist er der einzige FPÖ-Vertreter, doch nach der Wahl 2009 sollen ein paar deutsche Kollegen die Fraktion stärken; das ist sein Plan.
Die Presseerklärung der NPD scheint eindeutig: Neben Michael Vogt stehen auf der Liste der rund 20 Teilnehmer die Namen der NPD-Führungsriege, darunter der niedersächsische Spitzenkandidat Andreas Molau (mehr...), und von Politikern der Republikaner sowie der DVU, darunter Gerhard Frey."
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