Artikel aus der Rubrik Bücher

Raus aus der Pubertäts-Falle

„Der Erlöser“ – Warum es vielleicht doch besser ist, die (Alb-)Träume der Jugend hinter sich zu lassen

Foto: Ralf Julke

Beim Leipziger Einbuch-Verlag dürfen sich Autoren auch mal ausprobieren. Auch mal Texte in Buchform bringen, die eigentlich noch kein Buch sind. Auch kein Roman. Was vorkommen kann. Gerade, wenn man erst mal anfangen möchte in dem Metier. Bei Hans Fallada hat es ja auch zwölf Jahre von seinem wilden Erstling bis zum ersten richtigen Fallada gedauert. Anmelden und weiterlesen.

Die schwarz-weiße Einnerung an ein ein Jahrhundert voller Gelassenheit

Norbert Bunges Fotografien in einem Band

Foto: Ralf Julke

Am Ende kommt zusammen, was zusammengehört. Auch wenn die Fotografie in Ost und West über 40 Jahre scheinbar getrennte Wege ging. Mit beeindruckenden Fotografien gerade im Ostteil des geteilten Landes, wie nun schon Dutzende Fotobände aus dem Lehmstedt Verlag eindrucksvoll belegen. Aber manche Bände zeigen auch, dass sich die Welten berühren konnten – so wie bei Norbert Bunge. Anmelden und weiterlesen.

Die Schicksale dreier jüdischer Familien aus Schleußig

Eine reich illustrierte Spurensuche in der Leipziger Wirtschaftsgeschichte des frühen 20. Jahrhunderts

Foto: Ralf Julke

Noch ist das große Buch über die jüdische Kultur in Leipzig bis 1933 nicht geschrieben. Mit Bernd-Lutz Langes Büchern ist das Thema vor Jahren ja überhaupt erst einmal wieder öffentlich geworden. Und seitdem ist Vieles emsige Nachhol-Arbeit. Denn aus dem Leipziger Stadtbild sind die einstigen jüdischen Nachbarn fast völlig verschwunden. Jane Wegewitz und Tom Pürschel waren in Schleußig auf Spurensuche. Anmelden und weiterlesen.

Es ist nicht schlimm, ein Mensch zu sein

Die stoffreiche Biografie des lange unterschätzten Hans Fallada

Foto: Ralf Julke

In Leipzig hat Peter Walther seine Fallada-Biographie schon am 15. Juni vorgestellt. Nicht in der Falladastraße, die es tatsächlich gibt, aber etwas weit ab vom Schuss: in Möckern. Dafür im Haus des Buches. Noch besser wäre ein schöner nobler Saal im Bundesverwaltungsgericht gewesen, denn der Vater des später so berühmten Schriftstellers war Richter am damaligen Reichsgericht. Anmelden und weiterlesen.

Band 3 einer militärischen Fleißarbeit

Die sächsische Armee zwischen Königgrätz und den Vorgewittern des 1. Weltkriegs

Foto: Ralf Julke

Es ist ein Trumm von Buch, voller Zahlen, Daten, Dienstgrade, Truppenstärken und Schlachtverläufe. Geschrieben von einem, für den das Soldatenleben Beruf war und – nach der offiziellen Verabschiedung aus dem Dienst – Berufung. Denn eigentlich könnte Wolfgang Gülich auch noch stolz ein „Brigadegeneral a. D.“ vor seinen Autorennamen schreiben. Bis 2000 war er einer der höchsten Befehlshaber in Sachsen. So etwas verbindet. Anmelden und weiterlesen.

Neue Fundstücke zu einem weltberühmten Dorfdichter und das Subversive am Leben in der Taiga

Zuwachs für die Pratajev-Bibliothek: Haus aus Stein Nr. 9

Foto: Ralf Julke

Die Legende geht weiter. Mit dem Dichter Pratajev haben Holger Makarios und Frank Bröker ihrem Leben als Russian Doctors eine Hintergrundgeschichte verpasst, die längst ein Eigenleben entwickelt hat. Was auch daran liegt, dass die beiden Musiker natürlich ein gut Teil ihrer Haltung zur Welt in diese diffuse, fragmentarische Geschichte eines nebulös verschollenen russischen Dichters gesteckt haben. Anmelden und weiterlesen.

Ein aktenkundiger Blick hinter die Kulissen des Traumballons DDR

Kein Attentat auf Erich Honecker und lauter besondere Begegnungen mit einem Land in Moskaus Schatten

Foto: Ralf Julke

Schon mehrfach haben Klaus Behling und Jan Eik mit Büchern aus jener Schattenwelt erzählt, die die 1990 hingestorbene DDR bis heute umgibt. Sie haben sich in alte Gerichts- und Polizeiakten vertieft und Bücher geschrieben mit Titeln wie „Vertuschte Verbrechen – Kriminalität in der Stasi“ und „Verschlusssache – Die größten Geheimnisse der DDR“. Nun also das Honecker-Attentat? Oder geht es eigentlich um viel mehr? Anmelden und weiterlesen.

Was postfaktisch, Emotionsgerede und Allmachtswahn miteinander zu tun haben

„Für die Vernunft“ – Ein ganz und gar christliches Plädoyer für Aufklärung, Vernunft und die Kunst des Lassens

Foto: Ralf Julke

Es ist gar nicht so leicht für einen Theologen wie Ulrich H. J. Körtner, noch ein Plätzchen zu finden für die Theologie und die Religion in einer zunehmend säkularen Welt, in der die Diskussionen überschäumen und ethische Grenzen niedergetrampelt werden, weil ganze Fähnlein enervierter Diskussionsteilnehmer Vernunft und Fakten für überflüssig halten. Ein postfaktisches Zeitalter? Das ist auch nicht wirklich neu, stellt Körtner fest. Anmelden und weiterlesen.

Die eindrucksvolle Sammlung von Großvater Karl

Günter Sonne holt die Leipziger Vokal-Quartette aus dem Schweigen der Geschichte heraus

Foto: Ralf Julke

Das ist wieder so ein Buch, von dessen Titel man sich nicht verwirren lassen darf. Nicht von dem Hinweis, dass es „Leipziger Hefte“ Nr. 20 ist, denn es ist eindeutig kein Heft, sondern ein handfestes Buch. Und eigentlich geht es auch nicht um die Musikstadt Leipzig, sondern um das, was klein darunter steht: Vokal-Quartette und andere Sängervereinigungen. Anmelden und weiterlesen.

Ein Manifest für eine bessere USA

Bernie Sanders’ Programm für eine gerechtere und menschlichere Gesellschaft

Foto: Ralf Julke

Das mit der Revolution hat Bernie Sanders selbst in den Titel gesetzt. Oder sein Verlag, Thomas Dunne Books, wo dieses dicke Buch schon kurz nach Sanders’ Beendigung seines Wahlkampfs 2016 erschien. Auch wenn es nur die Kandidatenkür der Demokraten war – sogar deutsche Medien barmten ja herum, dass die so lange dauerte und Sanders nicht einfach aufgab. Deutschland hat längst ganz ähnliche Medienprobleme wie die USA. Anmelden und weiterlesen.

Zwischen Mordor und Europa

Eine Backpackergeschichte, die den Westeuropäern den Traum zeigt, den sie selbst nicht mehr träumen

Foto: Ralf Julke

Gespannt oder verwirrt? Glauben Sie wirklich, dass „Mordor kommt und frisst uns auf“ eine Art „Herr der Ringe“ auf Polnisch ist? Können Sie. Alles ist möglich. Gonzo-Journalismus ist eben nicht nur die Aufkündigung felsenfester journalistischer Regeln (die Manche wie ein Zwangskorsett betrachten), sondern auch eine literarische Aneignung der Welt. Sogar eine kluge. Auch bei Ziemowit Szczerek. Anmelden und weiterlesen.

Wie aus kleinen Lügen große Lügen werden und sich lethargische Gesellschaften immer mehr ans Belogenwerden gewöhnen

Widerstand der Vernunft – Ein Manifest in postfaktischen Zeiten

Foto: Ralf Julke

Es geht nicht nur uns so: Man fasst sich an den Kopf. Nicht nur über die Ignoranz von Politikern, ihre Phrasen oder – wie mit Donald Trump nun wirklich exemplarisch – ihre Lügen. Aber auch über Medien, die da all die Jahre fleißig mitgemacht haben. Höchste Zeit für ein Manifest. Geschrieben hat es eine amerikanische Philosophin, die sogar die Ostdeutschen ganz gut kennt. Anmelden und weiterlesen.

Die Bilderwelt der modernen Medien im Jahre 1870

Ein Blick in die Skizzenwerkstatt des „Gartenlaube“-Illustrators Richard Püttner

Foto: Ralf Julke

Da fehlt doch was. Irgendwie wird man das Gefühl nicht los, wenn man diesen liebevoll gemachten Katalog zur kleinen Sammlung von Zeichnungen des in Wurzen geborenen Künstlers Richard Püttner durchblättert. Warum sind die Wurzner auf diesen Zeichner so stolz? Na gut, er ist 1842 in Niederschmölln bei Wurzen geboren, verbrachte seine Kindheit und Jugend in der Muldestadt. Aber dann entfleuchte er. Anmelden und weiterlesen.

Mehr als ein Geburtstagsbuch

Wie der Leipziger Dichter Andreas Reimann mit ironischem Sinn durchs museale Weimar spaziert

Foto: Ralf Julke

Wer einen wie den Leipziger Dichter Andreas Reimann einlädt, der kann sicher sein, dass er danach einen richtigen, vollgültigen und spitzbübischen Gedichtband bekommt. Die Dresdner haben es getan. Die Weimarer haben es nicht getan. Was schon verblüfft. Haben sie aus ihrer Geschichte also doch nichts gelernt? Sie haben trotzdem einen Gedichtband bekommen: Poeten-Museum. Anmelden und weiterlesen.

Das Ende des Luthertums? Der Buchbesprechung 2. Teil

Die ganz und gar nicht altbackene Sache mit Sünde, Einsamkeit und Gewissensnot

Foto: Ralf Julke

Am Ende seines Buches kommt Benjamin Hasselhorn zu dem Fazit, dass man das Luthertum möglicherweise noch einmal retten kann, wenn man jetzt zu ein paar wichtigen Luthergrundsätzen zurückkehrt – aber den Mitgliederschwund der evangelische Kirche könne man wohl nicht stoppen. Da hat er dann 300 Seiten gut fundierter Analyse all der Rettungsversuche hinter sich, mit denen zumeist Theologen versuchten, die Lutherkirche zu retten. Anmelden und weiterlesen.

Das Ende des Luthertums? Der Buchbesprechung 1. Teil

Warum dieser Kirchentag einen Martin Luther so richtig wütend gemacht hätte

Foto: Ralf Julke

Der ehemalige Thomaspfarrer Christian Wolff hat es ja schon auf den Punkt gebracht. Irgendwie war der „Kirchentag auf dem Weg“, der eigentlich das große, gemeinsame Reformationsfest zum 500-jährigen sein sollte, ein Flop. Man hat die Gemeinden nicht zu Gastgebern gemacht und wieder alles „von oben“ organisieren wollen. Es gibt noch eine weitere Sicht, warum die Sache eigentlich in die Hose ging. Denn das Luthertum steckt in der Krise. Geht uns das was an? - Ja. Anmelden und weiterlesen.

Schlimmer geht's immer

Ein Cocktailbuch zu der Sendung mit den schlechtesten Filmen aller Zeiten

Foto: Ralf Julke

Manchmal wird man ja durch unverhoffte Postsendungen überraschend auf Phänomene gestoßen, die man vorher gar nicht kannte. Zum Beispiel, weil man die Zudröhnkiste schon vor Jahren entsorgt hat und gar nicht auf die Idee käme, in einen Kanal namens Tele 5 reinzuzoomen. Und gar eine Sendung namens SchleFaZ zu gucken. Aber nun trudelte ein buntes Cocktail-Buch in die Redaktion. Anmelden und weiterlesen.

Manchmal braucht es einfach mehr Informationen zur Kunst

Ein hilfreicher Wanderfüher zu den modernen Kunstwerken der Frankfurter Nationalbibliothek

Foto: Ralf Julke

Da waren wir jüngst erst mit dem Stadtführer „Frankfurt an einem Tag“ in Frankfurt, haben Goethe und Schiller getroffen – aber zur Nationalbibliothek, der Schwestereinrichtung der Leipziger DNB, sind wir nicht gekommen. Sie liegt ein wenig außerhalb des Stadtzentrums, vom Verkehr umrauscht. Aber sie ist, wie dieser kleine Katalog verrät, einen separaten Besuch wert. Anmelden und weiterlesen.

Ein passionierter Lehrer erzählt, wie eine Passion dem Leben erst Sinn gibt

Arne Ulbricht macht Maupassants frühe Jahre zu einem mitreißenden Roman

Foto: Ralf Julke

An Arne Ulbricht ist – zum Glück – kein Lehrer verloren gegangen. Auch wenn der Teilzeitlehrer aus Wuppertal heute wie aus der Zeit gefallen wirkt. Denn dass Lehrer aus dem deutschen Schulwesen „nebenbei“ auch noch schreiben und forschen, das war mal das Ideal im vorvorletzten Jahrhundert. Die heutigen „Bildungsreformer“ ahnen nicht mal, was sie schon alles kaputtgemacht haben. Aber was hat das mit Guy de Maupassant zu tun? Anmelden und weiterlesen.

Ein ganz besonderes Hobby für Wissenschaftler und solche, die es gern sein möchten

Wie man mit lauter alltäglichen Substanzen faszinierende Kristall-Landschaften erzeugen kann

Foto: Ralf Julke

Wer hat noch Platz für ein kleines Labor im Keller? Mit kleiner Chemikaliensammlung, Mikroskop, Rührgerät und der entsprechenden Fototechnik, die auch winzige Flächen abbilden kann? Dann mal los. Der in Chile geborene Physiker Mario Markus, der sich auch schon mit Gedichten zu Wort meldete, erzählt in diesem Buch von einem völlig ungewöhnlichen Hobby. Anmelden und weiterlesen.