Natur 3d: Leipziger Kunststudenten im künstlerischen Dialog mit Exponaten aus dem Bilder- und dem Naturkundemuseum
Redaktion
30.06.2012
Romy Kroppe, Bubble, 2010.
Foto: HGB Leipzig
Am Samstag, 30. Juni, um 18 Uhr wird im Museum der bildenden Künste ganz offiziell die Ausstellung "Natur 3d" eröffnet. Untertitel: "Zeitgenössische Kunst im Dialog mit historischen Museumsbeständen". Denn hier passiert einmal, was im Museum sonst nicht passiert: Junge Künstler der Gegenwart setzen sich mit den durchaus angejahrten Exponaten aus der Museumssammlung auseinander. Und nicht nur mit der des Bildermuseums.
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Denn hier kooperieren gleich drei: das Museum der bildenden Künste Leipzig, das vom Aussterben bedrohte Naturkundemuseum Leipzig und die Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig.
Für die Ausstellung "Natur 3d" haben sich Studierende und Meisterschüler aus der Fachklasse für Bildende Kunst von Professorin Astrid Klein/Dr. Ralf F. Hartmann an der Hochschule für Grafik und Buchkunst anhand ausgewählter Gemälde und Präparate aus den Sammlungen der beiden Museen mit dem Naturbegriff auseinandergesetzt.
Dabei geht es um Fragen nach unserem zeitgenössischen Umgang mit Natur und Landschaft, nach historischen Bildkonventionen in der Naturdarstellung und symbolischen Bedeutungsanreicherungen im Themenfeld der Natur.
Romy Kroppe, Bubble, 2010.
Foto: HGB Leipzig
In den Gemälden aus dem Bestand des Museums der bildenden Künste verbinden sich auf hervorragende Weise Naturbeobachtung, künstlerische Landschaftsanschauung und die repräsentativen Anforderungen einer vorrangig bürgerlichen Auftraggeberschicht. Die umfangreichen naturwissenschaftlichen Sammlungsbestände des Naturkundemuseums zeugen von der akribischen Forschungsarbeit der Naturwissenschaften vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. In Installationen, Videoarbeiten und Fotografien interpretieren die Künstler die Gemälde aus dem 17. bis 19. Jahrhundert, zum Beispiel von Max Klinger oder Melchior de Hondecoeter, im Dialog mit naturwissenschaftlichen Exponaten aus dem Tier und Pflanzenreich. Mit ihren Interventionen laden die Künstler ein, das Thema Natur und Kunst neu zu betrachten und auf eine multimediale Expeditionsreise zu gehen.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
Eröffnung: 30. Juni, 18 Uhr im Museum der bildenden Künste.
Zu sehen ist die Ausstellung vom 1. Juli bis 16. September 2012. Öffnungszeiten: dienstags, donnerstags bis sonntags: 10 - 18 Uhr, mittwochs 12 - 20 Uhr.
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