FDP zur Leipziger Skala-Debatte: Zu wenige Vorschläge des Kulturbürgermeisters sind wirklich durchdacht
Matthias Weidemann
22.06.2010
Schauspielhaus Leipzig.
Foto: Ralf Julke
Die Skala ist eine innovativ provokante Spielstätte des Centraltheaters. Die Inszenierungen dort erhitzen hier und da schon einmal die Gemüter und sorgen auf jeden Fall immer für Gesprächsstoff.
Anzeige
Der Vorschlag von Kulturbürgermeister Michael Faber, den Vorhang für diese Spielstätte zumindest temporär fallen zu lassen (LIZ berichtete), tut dies, allerdings unfreiwillig, ebenfalls und schlägt mittlerweile immer höhere Wellen, die nun auch an die Türen der Fraktion der FDP schwappen.
Seit Dienstantritt Michael Fabers in der Diskussion: Schauspiel Leipzig.
Foto: Ralf Julke
Reik Hesselbarth, kulturpolitischer Sprecher der Liberalen im Stadtrat, steht dem Vorschlag des Kulturbürgermeisters zumindest skeptisch gegenüber: „Den Vorschlag von Herrn Faber halte ich für sehr voreilig. Es ist zwar klar, dass der Etat der Stadt nicht besser wird und kein sprudelnder Haushalt zu erwarten ist. Aber das halte ich für den falschen Ansatz. Der Schritt funktioniert nicht, weil das Centraltheater ohne eine Sub-Bühne nicht auskommt. Man sollte an der Struktur der Kultur im Gesamten arbeiten und nicht temporär eine Spielstätte schließen. Das halte ich für unehrlich und außerdem führt es zu nichts.“
Reik Hesselbarth.
Foto: FDP Fraktion Leipzig
So macht Reik Hesselbarth auch gleich einen Vorschlag, wo der Kulturbürgermeister den Hebel beim Sparen ansetzen könnte: „Auch der Kulturbürgermeister muss seinen Teil dazu beitragen, dass in seinem Ressort gespart wird, ohne dass es zu Lasten des Kunstniveaus geht.
Die Organisationsstruktur rund um die großen Häuser, wie zum Beispiel die der Oper, muss verschlankt werden. Die Verwaltung dort ist einfach zu aufgeblasen, ist ein Wasserkopf, der geschrumpft werden muss. Hier sind noch Sparpotentiale vorhanden. Aber jetzt zwei Jahre die Skala zu schließen, um etwas Geld einzusparen, ist der falsche Weg. Damit trifft man auch die freie Szene und an der sollte man nicht sparen.“
Dem Kulturbürgermeister wirft Reik Hesselbarth in diesem Zusammenhang eine gewisse Konzeptionslosigkeit vor: „Es gibt einfach zu wenig Vorschläge von Seiten Herrn Fabers, die wirklich durchdacht sind. Dazu kommt, dass das Vertrauensverhältnis zwischen der Kulturszene und dem Kulturdezernenten von Anfang an gestört war. Ich habe auch nie wirklich verstanden, warum so eine Sache dann durchgezogen wurde.“
In jedem Falle wird das Hin-. und Her derzeit nicht weniger. Während die einen von einem notwendigen Umzug der "Skala" in die ehemalige Diskothek Schauhaus aus Sanierungsgründen sprechen, hören andere eher Schließung.
„Pro Organo“ - eine Konzertreihe zugunsten der Orgel in der Emmauskirche Sellerhausen - beginnt am Freitag, 10. Februar, mit einem Familienkonzert. „Pro Organo“ heißt die Konzertreihe mit der die evangelische Kirchgemeinde Sellerhausen Spenden für die notwendige Reparatur und Erneuerung ihrer Orgel in der Emmauskirche (Wurzner Straße 160) sammelt. mehr…
Am Mittwoch, 8. Februar, um 19:00 Uhr lädt Das Fundbuero ein zur Diskussion unter dem Thema „Freiheit und Demokratie – Eine offenen Debatte.” - Freiheit und Demokratie, das waren die zentralen Forderungen im Herbst 1989. Mit dem Ende der SED-Herrschaft, den Runden Tischen und den ersten freien und geheimen Wahlen zur Volkskammer im März 1990 waren diese Forderungen erfüllt. mehr…
Nel Arta alias Cornelius Artjens hat ein Problem. Sie ist ein bisschen außer Rand und Band. Verständlich nach ihrem recht turbulenten Ausflug nach Brasilien, wo sie ihre Geschlechtsumwandlung eigentlich perfekt machen lassen wollte. Aber billig ist auf dem Markt der Geschlechtsumwandlungen mordsgefährlich. Und das Abenteuer endet keineswegs mit der geglückten Rückkehr nach Deutschland. mehr…
Sein Opfer wird den 11. Juli 2008 nie vergessen: Bei sommerlichen Temperaturen soll Andreas S. in der Nähe des Mockau Centers einen jungen Fan der BSG Chemie Leipzig angegriffen haben. Der Lok-Fan, der von seinen Freunden "Bowale" genannt wird, schlug laut Anklage mehrfach auf sein wehrloses Opfer ein. Der 16-Jährige erlitt eine Platzwunde, entkam aber zunächst seinem Peiniger. mehr…
Am Donnerstag, 2. Februar, und Freitag, 3. Februar, kam die SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag zu ihrer Jahresauftaktklausur in Radebeul zusammen. Neben dem diesjährigen Schwerpunktthema „Starke Wirtschaft. Faire Arbeit. In Sachsen.“ wurden auch aktuelle parlamentarische Initiativen beraten. So diskutierten die Abgeordneten die weitere Vorgehensweise bezüglich eines Untersuchungsausschusses rund um das Thema der Zwickauer Terrorzelle. mehr…
Was für ein wichtiger Sieg für die Uni-Riesen. Die Grünweißen besiegten in ihrem Heimspiel am Freitagabend die zuvor fünfmal siegreichen White Wings Hanau mit 80:68 (49:36) und sicherten sich damit die Playoff-Teilnahme um den Aufstieg in die ProA. Doch die Schlussphase geriet zur Nervenschlacht. Spielentscheidend waren insgesamt sechs dunkelgrüne Streifen. mehr…
Gutti getortet! Hahahaaha! Hä? Das könnte man einen klassischen Zielkonflikt nennen. Oder schlicht ein Zeichen für galoppierende Hirnschmelze durchs "24-Stunden-Netzen". Eigentlich hätte die Torten schmeißende "Hedonistische Internationale" einen Aufnahmeantrag für den Gockel dabei haben sollen. Oder wär gleich zu Hause geblieben. Aber eitle Menschen unter sich im hippen Berlin - da konnte man schlecht widerstehen, da musste man hin. mehr…
Die Handballer des SC DHfK Leipzig müssen die kommende Saison ohne Spielgestalter Philipp Seitle planen. Das 26-jährige Kraftpaket wechselt im Sommer zurück in seine Heimatregion und wird dort für den Noch-Ligakonkurrenten TV Neuhausen auflaufen. mehr…
Jim Cantona nennt sich der Gitarrist der Rocker aus Altenburg. Er nahm sich Zeit, um etwas aus dem Nähkästchen zu plaudern. "Daniel Orange" hat 2012 einiges vor. Der Klampfer stellt viele Live-Auftritte in Aussicht, schaut zurück und nach vorne. Wie aber alles am Ende klingen wird, verrät Jim noch nicht. mehr…
Lok Leipzigs Präsident Michael Notzon ist nicht mehr Geschäftsführer beim Lok-Hauptsponsor goldgas. Zusammen mit den anderen drei bisherigen Anteilseignern hat der Geschäftsmann seine Anteile am Gasversorger an den Finanzinvestor Fonds bluO verkauft. Auswirkungen auf den FCL soll das jedoch nicht haben, würde also weiterhin eingeplanten Verstärkungen nicht im Weg stehen. mehr…
Die Leipziger Polizei ist nicht müde auf eine wichtige Verhaltensregel hinzuweisen. Es geht nicht ums Radfahren ohne Licht, oder um Geisterfahrten mit dem Auto oder Schwarzfahren mit der Tram. Anscheinend gibt es ein paar Leipziger, die so vertrauensselig sind, dass sie ihre Wohnung unverschlossen verlassen. Erneut kommt ein Hinweis aus dem Pressebüro der Polizei zum Verlassen der eigenen Häuslichkeiten: "Schließen Sie Ihre Hütte ab!" mehr…
Gero Künzel wird 50. Seit 1990 gehört der Erfurter Maler zum Künstlerstamm der 1989 gegründeten Galerie Schwind. Es ist in Leipzig das Zuhause der "Leipziger Schule" geworden. Der einstige Meisterschüler von Bernhard Heisig ist einer ihrer Vertreter. Die Galerie Schwind ehrt ihn im Februar und März im Tübkehaus in der Springerstraße mit einer Geburtstagsausstellung. mehr…
Noch 2001 endete eine Wagner-Aufführung von Dirigent Daniel Barenboim in Israel mit einem Eklat. Eigentlich wird Richard Wagner in Israel boykottiert. Der Leipziger Sohn galt selbst als "anti-jüdisch". Sogar Philosoph Friedrich Nietzsche wendete sich mit Grausen von ihm ab. Adolf Hitler soll aufgrund des Hörens von Wagner-Opern "erleuchtet" worden sein. Israelis setzten Wagner als Soundtrack für den Holocaust gleich. Es gibt viele Gründe, Wagner nicht zu mögen. Jetzt scheint es anders zu werden. mehr…
Ende August dieses Jahres wird das Pflegewohnstift Gohlis in Leipzig fertiggestellt. Das teilt die Wohnungsbaugesellschaft Th. Semmelhaack GmbH mit. Mit einem Investitionsvolumen von rund 13,5 Millionen Euro entsteht an der Ecke Lindenthaler/Georg-Schumann-Straße derzeit eine Pflegeeinrichtung mit 122 Einzelzimmern auf einer Fläche von insgesamt rund 6.765 Quadratmetern. mehr…
Dass sich die Kooperation mit der Justiz lohnen kann, beweist der Prozess gegen Tom M. Das Landgericht verurteilte den 23-jährigen Colditzer am Freitag wegen räuberischer Erpressung und Körperverletzung zu 14 Monaten auf Bewährung. Er hatte am 7. März 2010 offenbar aus Liebe zusammen mit seiner damaligen Partnerin deren Ex-Freund abends auf dem Aldi-Parkplatz in der Essener Straße in einen Hinterhalt gelockt, angegriffen und ausgeraubt. Die magere Beute: Ein Handy und 110 Euro. mehr…