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FDP zur Leipziger Skala-Debatte: Zu wenige Vorschläge des Kulturbürgermeisters sind wirklich durchdacht

Matthias Weidemann
Schauspielhaus Leipzig.
Schauspielhaus Leipzig.
Foto: Ralf Julke
Die Skala ist eine innovativ provokante Spielstätte des Centraltheaters. Die Inszenierungen dort erhitzen hier und da schon einmal die Gemüter und sorgen auf jeden Fall immer für Gesprächsstoff.

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Der Vorschlag von Kulturbürgermeister Michael Faber, den Vorhang für diese Spielstätte zumindest temporär fallen zu lassen (LIZ berichtete), tut dies, allerdings unfreiwillig, ebenfalls und schlägt mittlerweile immer höhere Wellen, die nun auch an die Türen der Fraktion der FDP schwappen.

Seit Dienstantritt Michael Fabers in der Diskussion: Schauspiel Leipzig.
Seit Dienstantritt Michael Fabers in der Diskussion: Schauspiel Leipzig.
Foto: Ralf Julke

Reik Hesselbarth, kulturpolitischer Sprecher der Liberalen im Stadtrat, steht dem Vorschlag des Kulturbürgermeisters zumindest skeptisch gegenüber: „Den Vorschlag von Herrn Faber halte ich für sehr voreilig. Es ist zwar klar, dass der Etat der Stadt nicht besser wird und kein sprudelnder Haushalt zu erwarten ist. Aber das halte ich für den falschen Ansatz. Der Schritt funktioniert nicht, weil das Centraltheater ohne eine Sub-Bühne nicht auskommt. Man sollte an der Struktur der Kultur im Gesamten arbeiten und nicht temporär eine Spielstätte schließen. Das halte ich für unehrlich und außerdem führt es zu nichts.“

Reik Hesselbarth.
Reik Hesselbarth.
Foto: FDP Fraktion Leipzig
So macht Reik Hesselbarth auch gleich einen Vorschlag, wo der Kulturbürgermeister den Hebel beim Sparen ansetzen könnte: „Auch der Kulturbürgermeister muss seinen Teil dazu beitragen, dass in seinem Ressort gespart wird, ohne dass es zu Lasten des Kunstniveaus geht.

Die Organisationsstruktur rund um die großen Häuser, wie zum Beispiel die der Oper, muss verschlankt werden. Die Verwaltung dort ist einfach zu aufgeblasen, ist ein Wasserkopf, der geschrumpft werden muss. Hier sind noch Sparpotentiale vorhanden. Aber jetzt zwei Jahre die Skala zu schließen, um etwas Geld einzusparen, ist der falsche Weg. Damit trifft man auch die freie Szene und an der sollte man nicht sparen.“

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Dem Kulturbürgermeister wirft Reik Hesselbarth in diesem Zusammenhang eine gewisse Konzeptionslosigkeit vor: „Es gibt einfach zu wenig Vorschläge von Seiten Herrn Fabers, die wirklich durchdacht sind. Dazu kommt, dass das Vertrauensverhältnis zwischen der Kulturszene und dem Kulturdezernenten von Anfang an gestört war. Ich habe auch nie wirklich verstanden, warum so eine Sache dann durchgezogen wurde.“

In jedem Falle wird das Hin-. und Her derzeit nicht weniger. Während die einen von einem notwendigen Umzug der "Skala" in die ehemalige Diskothek Schauhaus aus Sanierungsgründen sprechen, hören andere eher Schließung.

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