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Monat: November 2019

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Die Menschen warten, bis der Zug vorüber ist. Dann überqueren Sie die Neun-Bogen-Brücke. Oder machen Touristen-Fotos. © Sascha Bethe

Heute hier, morgen dort (6): Sri Lanka – Endlich logische Erklärungen

Für FreikäuferLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 73, seit Freitag, 29. November 2019 im HandelIch wusste gar nicht, wo man überall Muskelkater haben kann. Auch jetzt noch, mehr als zwei Tage nach der Besteigung des Adam’s Peak, zitterten meine Waden bei jedem Schritt. Und schon war ich wieder dabei, einen Berg zu besteigen, den – und das ist kein Witz oder schlechtes Wortspiel – Little Adam’s Peak. Dieser befindet sich ganz in der Nähe von Ella, einer Stadt am südöstlichen Ende des Sri Lanker Hochlands, die als touristischer Hotspot gilt und diesem Ruf auch alle Ehre machte.

Ausschnitt vom Umschlag. Quelle: Druckerei Otto

Buchvorstellung am 2. Dezember: Ein Spaziergang durch das grüne Herz von Kleinzschocher

Band I und II Stadtteilgeschichte Kleinzschocher sind längst vergriffen. Es waren die ersten Bücher in der "Neuzeit" über Kleinzschocher überhaupt. Dem dritten Band voraus ging ein Schülerprojekt der Schule am Adler, eine Tafel am Eingang zum Park und eine Tafel an der Säule zum ehemaligen Eingangstor zum Rittergut und Schloss. Im Fokus dieses Buches steht der Volkspark Kleinzschocher , der zum Rittergut Kleinzschocher gehörte.

Quartiersübersicht mit dem geplante Radisson Hotel vorn im Bild. Visualisierung: FAY Projects

An der Berliner Straße soll bis 2022 ein weiteres Hotel mit 224 Zimmern entstehen

Der eine baut das Hotel, der nächste pachtet es dann für 25 Jahre. Wenn der Pächter feststeht, kann losgebaut werden. Und Leipzig ist, seit die Gästezahlen über drei Millionen gestiegen sind, zu einem beliebten Investitionsort für Hotelbauherren geworden. Das neueste Projekt kündigt jetzt die FAY Projects GmbH aus Mannheim an. Nach dreimonatiger Vermarktungszeit habe man einen Pächter für den geplanten Hotelneubau in Leipzig gefunden.

Fläche an der Schulze-Delitzsch-Straße. Archivfoto: Ralf Julke

Leipzig will die Fläche an der Schulze-Delitzsch-Straße 2020 endlich kaufen

2018 beschloss der Stadtrat, dass Leipzig die brachliegende Fläche an der Schulze-Delitzsch-Straße kaufen sollte. Immerhin soll hier ja ein großer Volkspark entstehen. Und nicht nur die Linksfraktion wunderte sich, warum das immer noch nicht passiert ist. Sie hat deshalb bei der Verwaltung mal nachgefragt. Das Wirtschaftsdezernat erklärt jetzt, wo es klemmt.

Welches Umweltthema ist in welchem Land am wichtigsten? Grafik: Eurobarometer / Europaparlament

Eurobarometer-Umfrage: Klimawandel ist für viele Europäer mittlerweile das wichtigste Thema auch im EU-Parlament

Während man bei der EU-Kommission manchmal nicht wirklich weiß, in wessen Interesse sie eigentlich agiert, bemüht sich das von den EU-Bürgern direkt gewählte EU-Parlament durchaus, die Interessen der Bürger aufzunehmen. Dazu gibt es auch regelmäßig europaweite Umfragen in Auftrag. So auch diesmal eine zur Umweltpolitik. Mit dem recht deutlichen Ergebnis: Der Kampf gegen den Klimawandel soll erste Priorität des Parlaments sein, wie eine aktuelle Eurobarometer-Umfrage zeigt.

Wojciech Kossak: Polnischer Ulan auf Vorposten im Winterwald (Ausschnitt). Foto: punctum/Bertram Kober, Leipzig

Ein polnischer Ulan kehrt in seine tschechische Familie zurück

Im Rahmen eines vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste geförderten Forschungsprojekts hat das Lindenau-Museum Altenburg die Herkunft eines NS-verfolgungsbedingt entzogenen Kunstwerks in seinen Beständen aufgedeckt. Gemeinsam mit seinem Träger, dem Landkreis Altenburger Land, entschloss sich das Museum zur Rückgabe des Bildes an die Erben der einstigen Eigentümer. Wer genaueres darüber erfahren möchte, ist am 2. Dezember zum Vortrag eingeladen.

Das vom Demonstrationsverbot betroffene Gebiet. Karte: Landkreis Leipzig

Ende Gelände bläst seine Aktion im Leipziger Revier nicht ab

Sie versuchen es trotzdem. In den frühen Morgenstunden sind rund 4.000 Teilnehmer/-innen des Bündnisses Ende Gelände zu den Tagebauen im Lausitzer und Leipziger Revier aufgebrochen, meldet dieses. Verschiedene Aktionsgruppen sind aus Dresden, Leipzig und Berlin gestartet, um Tagebaue und Kohleinfrastruktur zu blockieren. Die betroffenen Landkreise hatten zuvor ein generelles Demonstrationsverbot verhängt.

Entwicklung der Arbeitslosenzahl in Leipzig. Grafik: Arbeitsagentur Leipzig

Beschäftigungsaufbau in Leipzig geht weiter, Arbeitslosenzahl sinkt langsamer

Da war die Freude groß, als die Leipziger Arbeitsagentur die neue Arbeitslosenquote für den November 2019 ausgerechnet hat: Mit 5,9 Prozent stand bei der Arbeitslosenquote erstmals eine 5 vor dem Komma. „Wir freuen uns alle sehr über diesen niedrigsten Stand der Arbeitslosigkeit seit 1991. Die Arbeitslosenquote hat nun eine Fünf vor dem Komma“, sagt Steffen Leonhardi, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Leipzig.

Christine Arendt: Unser Kleinzschocher. Foto: Ralf Julke

Unser Kleinzschocher: Der zweite Band mit lauter persönlichen Erinnerungen an die jüngere Ortsteilgeschichte

2010 hat Christine Arendt zum ersten Mal einen Band mit Erinnerungen an Kleinzschocher veröffentlicht, auch damals schon mit den Erinnerungen anderer Kleinzschocherscher. Es wurde „Ein Spaziergang, gepflastert mit Erinnerungen“. Das kennen zumindest jene Leipziger, die tatsächlich in Leipzig aufgewachsen sind. Dann hat man ganz andere Gefühle, die einen mit seinem Kindheitsort verbinden.

Ein Weihnachtsbaum aus Wünschen an die Zukunft in der Leipziger Innenstadt beendet den Klimastreik am 29.11.2019. Foto: Michael Freitag

Leipzig zwischen Konsumrausch und Klimaschutz: Black Friday trifft auf Klimastreik + Video

Die einen haben seit Wochen für den heutigen „Neustart-Klimastreik“ mobilisiert, andere sind schon mal im Vorfeld traurig, dass ihnen angeblich so der Weg (mit dem Auto) ins Leipziger Zentrum versperrt wird. Ein interessantes Zusammentreffen von einer Konsumorgie namens „Black Friday“ und einer Klima-Bewegung, in welcher längst klar ist: das neue Mehr ist das Weniger in vielen Lebensbereichen. Heute geht es ab 13 Uhr aus nahezu allen Leipziger Stadtteilen zu Fuß und mit dem Rad Richtung Simsonplatz, wo sich alle Demozüge zu einem gemeinsamen vereinen und über den Ring laufen werden.

Zwei Indikatoren aus dem Bundesländervergleich erneuerbare Energien. Grafik: DIW

S4F Dresden: Sachsens Regierung versäumt, das Land zukunftsfähig zu machen

In seinem Wochenbericht 48/2019 veröffentlichte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in dieser Woche den „Sechsten Bundesländervergleich erneuerbare Energien“, in dem anhand aktueller Statistiken ermittelt wird, wo die einzelnen Bundesländer beim Umbau der Energielandschaft stehen. Aber der Bericht macht deutlich, wo ein Bundesland landet, das seit zehn Jahren nur noch bremst und sich von der Kohle nicht verabschieden will.

Kassensturz mit letztem Knopf. Foto: L-IZ

Sachsen wird mindestens bis 2030 hohe Studierendenzahlen an seinen Hochschulen haben

Bis heute leidet Sachsen unter den politisch falschen Weichenstellungen von vor zehn Jahren. Damals meinte die frisch gewählte Schwarz-Gelbe Regierung, sie müsste dem Freistaat ein noch viel drakonischeres Sparprogramm überhelfen als schon in den zehn Jahren davor. Mit dem Rasenmäher wurde in sämtlichen Ressorts gekürzt. Für die sächsischen Hochschulen hieß das Kürzungsprogramm „Hochschulfreiheitsgesetz“. Und es arbeitete mit damals schon nicht haltbaren Zahlen.

2014 in Plagwitz entdeckt: Edward-Snowden-Platz. Foto: Marko Hofmann

Leipzig wagt sich nicht an ein Asylversprechen für Edward Snowden

Nein, es gibt kein Bett für Edward Snowden in Leipzig, teilt Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung mit. Jedenfalls nicht, wenn die Bundesregierung keinen Mut zeigt und dem amerikanischen Whistleblower kein Asyl gibt. Aber gerade deshalb hatte ja Ute Elisabeth Gabelmann noch als Piraten-Stadträtin ihren Antrag gestellt: Wenn die Bundesregierung kneift, könnte doch Leipzig ein echtes Zeichen setzen.

Die 130jährige Eiche in Stünz. Foto: Ökolöwe / O. Dunker

Ökolöwe: Schon nach zwei Monaten wird einer 130-jährigen Eiche in Stünz wieder der Schutzstatus entzogen

Im Juni beschäftigte eine Anfrage von Elke Thiess aus der BUND Regionalgruppe Leipzig die Stadtverwaltung. Es ging um eine 130-jährige Eiche in Stünz, die eigentlich unter Schutz stehen sollte. Aber auch solche Bäume kann Leipzigs Verwaltung nicht retten, wenn der Grundstückseigentümer nicht will. Nach nur zwei Monaten wurde der Eiche der Schutzstatus entzogen, stellt jetzt der Ökolöwe erbittert fest.

Das Ariowitsch-Haus, Leipziger Zentrum jüdischer Kultur Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

Zwiegespräch am 1. Dezember im Ariowitsch-Haus: Neue Wege gegen Judenhass

Nahezu wöchentlich erreichen uns Nachrichten über antisemitische Zwischenfälle in Deutschland. Wie stark haben Judenhass und -feindschaft tatsächlich zugenommen? Wie reagieren der Staat, und wie die jüdischen Gemeinschaften darauf? Gibt es neue Ansätze und Strategien, einem jahrhundertealten Problem endlich besser beizukommen? Diese Fragen diskutieren der Historiker Dr. Olaf Glöckner (Potsdam) und der Beauftragte der sächsischen Staatsregierung für das jüdische Leben, Dr. Thomas Feist (Leipzig).

Jens-Uwe Jopp, Lehrer und Autor der LZ. Foto. LZ

Eine leicht pädagogische Kolumne: Historisches Bewusstsein

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 73, ab Freitag, 29. November 2019 im HandelFür Freikäufer„Im traurigen Monat November war's, die Tage wurden trüber, der Wind riss von den Bäumen das Laub, da reist ich nach Deutschland hinüber …“ Der Beginn von Heinrich Heines (1797–1856) Lang-Gedicht aus „Deutschland. Ein Wintermärchen“ sei an dieser Stelle hervorgekramt, nicht, um die persönliche Stimmung zu drücken in den kürzer werdenden Tagen, sondern wohl mehr um die Sinne zu schärfen für eine entscheidende Lernetappe vor der Weihnachtspause. Lernen wir wirklich aus Geschichte?

Carola Ruff: Avocado. Foto: Ralf Julke

Avocado: Das Büchlein zu einer Superfrucht aus Übersee

Eigentlich ist sie eine Superfrucht, die Avocado, auch wenn sie in letzter Zeit vermehrt in die Kritik geraten ist. Denn dass sie eine solch gesunde Frucht ist, hat sich ja herumgesprochen. Entsprechend sind die vermarkteten Mengen regelrecht explodiert (rund 6 Millionen Tonnen weltweit), damit aber auch die Anbauflächen. Und das führt in einigen Regionen zu massiven Wasserproblemen. Carola Ruff geht zumindest kurz darauf ein.

Moritz Neger (Thomasiusstraße 7) mit Familie in Karlsbad in den 1930er Jahren. Foto: privat

Am Nachmittag des 29. November werden 16 neue Stolpersteine in Leipzig verlegt

Am morgigen Freitag, 29. November, verlegt der Kölner Künstler Gunter Demnig in Leipzig 16 neue Stolpersteine zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus. Das Projekt Stolpersteine erinnert und vergegenwärtigt das Leid von jüdischen Mitmenschen, aber auch von Kindern und Erwachsenen, die den nationalsozialistischen „Normen“ nicht entsprachen, darunter Menschen mit Behinderungen, Sinti und Roma, Homosexuelle sowie politisch Andersdenkende.

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