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Hooligans

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Bei Sachsens Polizei bahnt sich womöglich wieder ein Skandal an - nicht zum ersten Mal. Hier: Polizisten bei einer Razzia in Leipzig, Oktober 2021. Foto: LZ

Mittwoch, der 13. April 2022: LKA-Razzia in eigenen Reihen, Durchsuchungen bei Dynamo-Hooligans und Warnstreiks in Kitas

Nach einem verbotenen Aufnahmeritual bei einer Dienstfeier einer Elite-Einheit des LKA Sachsen hat das LKA heute im Rahmen einer Durchsuchungsaktion die Wohnungen und Büros von Kolleg/-innen nach Beweismaterial durchkämmt. Zeitgleich fand eine Razzia mit Bezug zu den Dynamo-Krawallen vom Mai 2021 statt, bei der ein Beschuldigter festgenommen wurde. Außerdem warnt der Fahrgastverband „Pro Bahn“ vor […]

Der frühere Lok- und VfB-Trainer Hans-Ulrich Thomale hat sein bewegtes Leben nun als Buch veröffentlicht. Foto: 1. FC Lok Leipzig

Erfolge und Krawall: DDR-Fußballgeschichte(n) zum Nachlesen

Besonders für Fußballfans, die es mit dem 1. FC Lok halten, ist der Name Hans-Ulrich Thomale legendär. Seinen größten Erfolg mit den Leipzigern feierte der Trainer im April 1987, als er die Lok bis ins Europacup-Finale führte. Unvergessen dabei das packende Halbfinal-Rückspiel gegen Girondins Bordeaux vor über 100.000 Zuschauer/-innen im Leipziger Zentralstadion. Den Probstheidaern, die er von 1985 bis 1990 trainierte, ist „Ulli“ im Herzen immer treu geblieben. In der Saison 1998/99 kehrte er sogar kurzzeitig auf die Trainerbank des VfB Leipzig zurück.

Klimastreik am 24.9.2021 in Leipzig. Foto: Tilly Domian

Freitag, der 24. September 2021: Tausende bei Klimastreik, Kamera am Kreuz deinstalliert und weiterer Dynamo-Hooligan angeklagt

In Leipzig und hunderten anderen Städten gingen heute vorwiegend junge Menschen auf die Straße, um im Rahmen des sogenannten Klimastreiks für vehementen Klimastreik einzustehen. Außerdem wurde ein weiterer Mann, der an den Hooligan-Ausschreitungen Mitte Mai in Dresden beteiligt gewesen sein soll, heute von der Staatsanwaltschaft angeklagt. Und in Connewitz war die Freude heute vielerseits groß, als die Info die Runde machte, dass die seit Anfang der 00er Jahre aktive, stationäre Kamera am Connewitzer Kreuz nun endgültig deinstalliert wurde. Die LZ fasst zusammen, was am Freitag, dem 24. September 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Ein bisschen Normalität: Freisitz in der Leipziger City am Dienstag. Foto: Lucas Böhme

Dienstag, der 18. Mai 2021: Corona adé? Sachsen plant Lockerungen bei Testpflicht, brisante Verhaftungen und Freiluft-Veranstaltungen am Pfingstwochenende

Die weiter sinkende COVID-19-Inzidenz in der Stadt Leipzig und den meisten Landkreisen Sachsens lässt die Hoffnungen auf entspannte Sommermonate anwachsen. Die Regierung in Dresden plant weitere Lockerungsschritte. In Leipzig wurde heute ein Geschäftsmann festgenommen, der illegaler Ausfuhren nach Russland verdächtigt wird, Berliner Ermittlern ging anderthalb Jahre nach dem Juwelenraub von Dresden ein weiterer Gesuchter ins Netz. Und: Trotz offizieller Absage des traditionellen Wave-Gothic-Treffens werden die Menschen am langen Pfingstwochenende wohl nicht ganz ohne Freiluft-Veranstaltungen auskommen müssen. Die LZ fasst zusammen, was am Dienstag, dem 18. Mai 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Montag, der 17. Mai 2021: Mildes Urteil für Neonazis in Palma de Mallorca, Impfpriorisierung wird aufgehoben und Proteste gegen Antisemitismus und Homophobie + Audio

Die beiden Leipziger Hooligans, die 2019 einen senegalesischen Türsteher in Palma de Mallorca schwer verletzt hatten, wurden zu fünf Jahren auf Bewährung und 150.000 Euro Schmerzensgeld verurteilt. In Leipzig fand indessen eine Demonstration gegen Antisemitismus statt, die auch einige Redebeiträge zum Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie umfasste. Außerdem: schmutzige Maskendeals bei der PARTEI und die Impfpriorisierung soll im Juni abgeschafft werden. Die LZ fasst zusammen, was am Montag, dem 17. Mai 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Das Wochenende 15./16. Mai 2021: Ansturm auf Gastronomie, Demos zum Nahostkonflikt und Hooligan-Ausschreitungen in Dresden

Während die Demonstrationen anlässlich des Nahostkonflikts in Leipzig am Samstag relativ ruhig abliefen, kam es am Sonntag in Dresden während und nach einem Spiel von Dynamo Dresden gegen Türkgücü München zu erheblichen Ausschreitungen. Dabei wurden Polizei und Medien/-vertreterinnen massiv angegriffen. Außerdem nutzten viele Leipziger/-innen am Wochenende die neue Möglichkeit der Außengastronomie – wobei nicht alle Restaurantbetreiber/-innen dasselbe Begriffsverständnis von „Außengastronomie“ zu haben scheinen. Die LZ fasst zusammen, was am Wochenende des 15. und 16. Mai 2021 in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Polizeieinsatz. Foto: Lucas Böhme

Dynamo-Hooligans greifen Polizei und Presse an

In Dresden ist es am Sonntag, dem 16. Mai, zu schweren Ausschreitungen gekommen. Hooligans von Dynamo Dresden griffen Polizist/-innen und Journalist/-innen an. Anlass war ein Drittligaspiel der Fußball-Mannschaft des Vereins gegen Türkgücü München. Durch einen Sieg gelang Dynamo der Aufstieg in die 2. Bundesliga. Weil in den Stadien weiterhin keine Fans erlaubt sind, hatten sich tausende Anhänger/-innen auf den Straßen versammelt.

Aus Anlass des Internationalen Tags der Pflege am 12. Mai 2021 forderten die Linke Leipzig, die Gewerkschaft verdi, der SDS und andere ortsansässige Initiativen eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Pflege. Foto: Birthe Kleemann

Mittwoch, der 12. Mai 2021: Leipzig lockert großzügig, Kundgebung zum Tag der Pflege und Lok-Hooligans droht 13 Jahre Haft in Spanien

Von Freitag an wird es in Leipzig deutliche Lockerungen der Corona-Maßnahmen geben. Unter anderem dürfen Gastronomiebetriebe dann ihre Außenbereiche öffnen, die Ausgangssperre fällt weg und bestimmte Indoor-Sportangebote werden wieder möglich. Außerdem rief Die Linke zusammen mit verdi, dem SDS und ortsansässigen Initiativen anlässlich des Internationalen Tags der Pflege zu einer Kundgebung auf. Auch wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft Mallorca für die zwei Leipziger Neonazis, die 2019 einen Mann auf der spanischen Insel bei einer rassistischen Attacke schwer verletzten, 13 Jahre Haft fordert. Die LZ fasst zusammen, was am Mittwoch, dem 12. Mai 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Benjamin B. hofft als einer der Ersten auf fleißiges Teilen einer Verleumdung bei Facebook. Über das Netzwerk verbreitet sich der fingierte Fahndungsaufruf bis hin zu besorgten Müttern und niemand prüft den Wahrheitsgehalt. Screen L-IZ.de vom öffentlich einsehbaren FB-Account von Benjamin B.

Gepfeffert teurer „Scherz“: Internet-Hetze gegen L-IZ-Journalist kostet Neonazi 8.000 Euro Schadenersatz

Wie merkt ein Journalist, der zu lokalen Neonazi-Strukturen recherchiert, dass er zu tief im braunen Sumpf gestochert hat? Zum Beispiel daran, dass er plötzlich Angst haben muss, das Haus zu verlassen. Dass er im Fußballstadion aggressiv angegangen wird. Dass er sich zum Selbstschutz von der Demo-Berichterstattung fernhalten muss und seinem Beruf nicht mehr ausreichend nachkommen kann. Und all das, weil ein Neonazi ihn in einem gefälschten Fahndungsaufruf als Kinderschänder diffamiert. Einem unserer Kollegen passierte genau das. Ein Zivilgericht sprach ihm nun Schadensersatz zu – und fand deutliche Worte.

Die Demonstration gegen de Imperium Fightnacht nimmt am 27. August um 17:30 Uhr Aufstellung am Herderpark. Foto: L-IZ.de

Neonazis aus Leipzig prügeln auf Mallorca senegalesischen Türsteher bewusstlos

In den vergangenen Monaten warnten Kenner der rechtsradikalen Kampfsportszene zunehmend vor den Gefahren aus diesem Spektrum. Diese Warnungen haben sich nun offenbar einmal mehr als berechtigt erwiesen. Auf Mallorca verprügelten zwei Hooligans aus Leipzig einen senegalesischen Türsteher so stark, dass er bewusstlos wurde und notoperiert werden musste. Offenbar gibt es Verbindungen zur Fanszene von Lok Leipzig und einem lokalen Kampfsportclub.

Thomas K. (32, M.) am Donnerstag neben seinen Anwälten Curt-Matthias Engel und Mario Thomas (v.l.). Foto: Lucas Böhme

Anschlag auf Gemkow-Wohnung: Angeklagter bricht sein Schweigen

Dreieinhalb Jahre nach dem heimtückischen Angriff auf die Privatwohnung des sächsischen Justizministers Sebastian Gemkow steht ein Verdächtiger erneut vor Gericht – seine Haftstrafe aus erster Instanz will er nicht hinnehmen. Am Donnerstag brach er erstmals sein Schweigen.

Polizeifahrzeug. Foto: L-IZ

Zwei Zuschauer verletzt: Volkssport-Pokalfinale von Ausschreitungen überschattet

Am Rande des Volkssport-Pokalfinales zwischen dem LSV Stahlfeuer (LSV Südwest) und Team Volxsport (Roter Stern Leipzig) verübten einige offensichtliche RSL-Fans offenbar eine Art Racheaktion für die Randale am 11. Januar 2016 in der Connewitzer Wolfgang-Heinze-Straße. Das Spiel auf der Karl-Siegmeier-Anlage in Kleinzschocher endete am Freitag-Abend mit Übergriffen gegen einzelne Zuschauer.

In der Auerbachstraße setzte die Polizei die Randalierer fest. Foto: L-IZ.de

Überfall auf Connewitz (3): Prominente Namen & eine merkwürdige WhatsApp-Chatgruppe

Bis heute gibt es in Leipzig einige markante Fälle von politisch motivierten Gewalttaten und Überfällen aus dem rechten bis rechtsextremen Milieu, die nie aufgeklärt wurden. Bis ins Jahr 2013 reichen die aktuell offenen Straftaten zurück, mit denen sich kein Richter je befasste, weil Staatsanwaltschaften und Polizei keine Täter ermitteln konnten. Manche Beziehungen sind noch älter, auch das Jahr 2008 taucht auf. Der anstehende Prozess gegen die Beteiligten am Überfall vom 11. Januar 2016 in der Connewitzer Heinze-Straße und eine weitere Akte könnten auch neue Erkenntnisse zu offenen Straftaten bringen. Denn offenbar haben sich langjährige Strukturen verfestigt.

215 Personen wurden am 11. Januar 2016 noch am Tatort in Gewahrsam genommen. Foto: L-IZ.de

Überfall auf Connewitz (2): Junge Lok-Ultras politisch missbraucht?

ExclusivDie Mobilisierung für den 11. Januar 2016 richtete sich nicht nur an Angehörige der rechten Szene. Die Leipziger Gerüchteküche berichtet direkt nach dem Überfall bereits von einer unverfänglichen Wortwahl, um junge Lok-Fans aus der erlebnisorientierten Ultraszene zur Teilnahme am Überfall zu bewegen. Tatsächlich befinden sich auf der Liste zahlreiche Namen junger Fußballfans aus Leipzig und Umgebung, die nicht vor 1995 geboren sind. Manche zeigen in ihren Facebook-Profilen offene Sympathien für die blau-gelbe Ultrakultur, wie sie von der Gruppe „Gauner Lok“ gelebt wird.

Wohl bald wegen schweren Landfriedensbruch angeklagt. Einer der Verhafteten vom 11. Januar 2016 auf der W.-Heinze-Str. Foto: L-IZ.de

Überfall auf Connewitz (1): Die Spur der Täter

ExclusivSie kamen wie aus dem Nichts. Am 11. Januar fielen über 200 Hooligans und Rechtsextremisten über den linksalternativen Szenekiez in Leipzig-Connewitz her. In der Wolfgang-Heinze-Straße hinterließen die Angreifer eine Schneise der Verwüstung. Nun liegen den Redaktionen der L-IZ.de und der Leipziger Zeitung die Namen der 215 Tatverdächtigen vor.

Fußball-EM: Sächsische Hooligans offenbar an Krawallen in Lille beteiligt

Aus dem französischen Lille erreichten uns am Sonntag Bilder, auf die wir gut und gerne hätten verzichten können. Medienberichten zufolge lieferten sich über 50 Hooligans vor dem ersten Vorrundenspiel der Nationalelf Rangeleien mit Anhängern aus der Ukraine. In die Auseinandersetzungen waren offenbar sächsische Rechtsextremisten involviert.

Grüne erwarten Auskunft zur möglichen Beteiligung sächsischer Fußballhooligans an Ausschreitungen in Frankreich

Zu den gewalttätigen Ausschreitungen deutscher Hooligans bei der Europameisterschaft in Frankreich in den vergangenen Tagen erklärt Valentin Lippmann, innenpolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Sächsischen Landtag: „Die Bilder, die gewaltbereite deutsche Fans anlässlich der Fußball-EM erzeugen, sind erschreckend und beschämend. Diese Gewalt muss alle friedliebenden Fußballfans mit Abscheu erfüllen.“

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