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Erste Ausstellung der Kustodie im neuen Augusteum: 180 Jahre flotter Wechsel am Augustusplatz

Ralf Julke
Die Ausstellung "1-2-3 Augusteum" wird gehängt.
Die Ausstellung "1-2-3 Augusteum" wird gehängt.
Foto: Ralf Julke
Der geplante Paukenschlag 2009, zum 600. Geburtstag der Uni Leipzig, ging ja bekanntlich daneben. Der neue Campus war nicht fertig. Das Paulinum wird erst mit fünfjähriger Verspätung im Dezember 2014 in Betrieb gehen. Die Leipziger und Leipzig-Besucher staunen trotzdem schon, wenn sie den eindrucksvollen Bau am Augustusplatz sehen. Und jetzt freut sich auch Rudolf Hiller von Gaertringen, der Kustos der Uni: Die Kustodie hat endlich wieder einen Ausstellungsraum.


Am Donnerstag, 18. Oktober, wurde er eröffnet. Am Morgen waren die Mitarbeiter der Kustodie noch bei der Arbeit. Auch im Neuen Augusteum gab es bis zuletzt Verzögerungen in den Bauabläufen. Das betraf auch den 180 Quadratmeter großen Ausstellungsraum für die Kustodie. Im Foyer des Augusteums befindet er sich an zentraler Stelle. Wer ins Audimax will, kommt hier vorbei. Wer in den Innenhof des Campus will, kommt hier vorbei. Selbst Touristen lassen sich von keinem Schild abschrecken. Wo Ausstellung dran steht, kann man reingehen. Und verblüfft stehen sie zwischen Transportkisten, Kartons, noch ungefüllten Vitrinen. Am Morgen des 18. Oktober sieht man noch, dass auch die erste Ausstellung in diesem extra für die Kustodie geschaffenen Raum richtig Arbeit macht.

"Dabei kriegen wir hier 600 Jahre Baugeschichte gar nicht unter", sagt Cornelia Junge, die Sammlungskonservatorin der Kustodie und die Kuratorin der ersten Ausstellung, mit der sich die Kustodie nach fünf Jahren erstmals wieder mit eigener Ausstellung zurückmeldet. Die letzte fand noch 2007 im Kroch-Haus statt. Heute ist dort das Ägyptische Museum beheimatet. Ein Lebenszeichen gab die Kunstsammlung der Uni dann 2009, im Jubiläumsjahr, noch einmal von sich. Da war sie mit dabei, im Alten Rathaus die Ausstellung "Erleuchtung der Welt" zu gestalten und mit Inhalt zu füllen. Da ging es vorrangig um die Rolle von Stadt und Universität im Zeitalter der Aufklärung. Leipzig war eines der Zentren der deutschen Frühaufklärung.

Die neue Schauseite zum Augustusplatz: Augusteum, Paulinim, Café Felsche (vlnr.).
Die neue Schauseite zum Augustusplatz: Augusteum, Paulinim, Café Felsche (vlnr.).
Foto: Ralf Julke

Man verdrängt dabei fast, dass die Universität damals noch in den alten Gebäuden des 1543 übernommenen Klosters hauste. Erst das Jahr 1830 änderte das gründlich. Und den Grund dafür kann, wer will, auch gleich im Foyer des Augusteums sehen: Hoch oben stehen die vier Statuen der "Regententugenden", die ihren Ursprung in Dresden haben. Dort stehen sie - ebenfalls in Naturgröße - am Denkmal des 1827 verstorbenen Königs Friedrich August I., desselben Burschen, nach dem der Augustusplatz benannt ist. "Ein richtig teures Denkmal", sagt Cornelia Junge. Doch 1830 war auch die Zeit einer Reform der sächsischen Staatsverfassung. Und mit einer simplen Kabinettsorder änderte man am 3. März 1830 auch den Status der Universität Leipzig, hob die alte Nationenverfassung auf, setzte die Ordinarienverfassung in Kraft und hob im Grunde auch die alte Selbstverwaltung aus den Angeln. Bis dahin wirtschaftete jedes Kolleg wirtschaftlich für sich. Was für den alten Gebäudebestand auch bedeutete: Es wurde immer nur ausgebessert, umgebaut und geflickt.

Cornelia Junge mit Applikation aus dem 2. Augusteum - dem Schmuck eines Treppengeländers.
Cornelia Junge mit Applikation aus dem 2. Augusteum - dem Schmuck eines Treppengeländers.
Foto: Ralf Julke
Denn die Einschränkung der Selbstverwaltung hatte auch eine positive Seite: Jetzt ging das Land Sachsen selbst als Investor zur Sache. Schon am 4. Dezember wurde der Grundstein für das erste Augusteum gelegt. Dem verstorbenen Sachsenkönig wurde auch mit dieser Benennung ein Denkmal gesetzt. Die alten Klostergebäude, die einst auf der östlichen Stadtmauer errichtet worden waren ("Und die das Wasser aus dem Stadtgraben aufgesogen hatten wie ein Schwamm", sagt Cornelia Junge), wurden abgerissen und der neue große Stadtplatz bekam seine erste Schaufassade gebaut.

1836 war dieses erste Augusteum fertig. Womit Architekt Albert Geutebrück und seine Auftraggeber nicht gerechnet hatten: Das Gebäude wurde binnen weniger Jahre zu klein, die Studentenfrequenz nahm kräftig zu. Nicht einmal 70 Jahre später musste der Universitätscampus neu geplant werden. Ein Projekt, bei dem diesmal Arwed Roßbach federführend war. Auch wenn die Landesregierung diesmal zögerte, nun noch ein neues, größeres Augusteum zu finanzieren. Es war Rektor Karl Bindung, der das Ministerium dann einfach austrickste und Roßbach ganz unverbindlich den Auftrag für einen Entwurf gab. Am Ende spielte Dresden doch mit - man wollte sich mit seiner Landesuniversität ja nicht unbedingt beschämen lassen.

Denn die Stadt Leipzig selbst hatte ja am Augustusplatz schon repräsentativ vorgelegt - 1864/68 mit dem Neuen Theater und 1882 mit dem Umbau des Bildermuseums.

Aus der Perspektive des Jahres 2012 begann so eine rasante Entwicklung. "Eine Taktzahl, da würde mancher New Yorker blass werden", sagt Hiller von Gaertringen. Fünf verschiedene Universitätskomplexe binnen 180 Jahren. Das klingt nach Leipziger Tempo. Ist aber auch Leipziger Tragik.

Letzte Arbeiten bei der Vorbereitung der Ausstellung.
Letzte Arbeiten bei der Vorbereitung der Ausstellung.
Foto: Ralf Julke
Der Titel der Ausstellung, die am Donnerstag eröffnet wurde, "Augusteum 1-2-3. Das Hauptgebäude der Universität im Spiegel der Zeiten", bezieht sich nur auf drei dieser fünf Epochen. 1 ist das erste Augusteum von Geutebrück, 2 das zweite von Roßbach, 3 das nagelneue, das in den letzten Jahren nach den Entwürfen von Erik van Egeraat entstand und dessen zentraler Bau auch wieder Augusteum heißt.

Die Ausstellung zeigt natürlich nicht nur die Entstehung dieser drei Augusteen (auch wenn das 3. Augusteum nur ganz kurz angerissen wird). Es geht natürlich auch kurz auf die alten Universiätsbauten aus der Klosterzeit ein, die bis 1830 standen. Und sie widmen zumindest ein kurzes Streiflicht auch der Kriegszerstörung im Roßbachschen Uni-Campus, dessen Augusteum sogar noch bis Juni 1968 stand.

"Aber die Universitätsangehörigen, die sich noch an dieses Augusteum erinnern, verbinden es fast ausschließlich mit dem legendären Hörsaal 11, in dem Hans Mayer seine Vorlesungen hielt", erzählt Cornelia Junge. An die architektonische Schönheit des Bauensembles erinnern sich die wenigsten, obwohl das Augusteum nach den Bombenschäden des 2. Weltkriegs durchaus wieder hätte saniert werden können. Aber die Unterlagen aus dieser Zeit zeigen auch, wie vehement die neue Universitätsleitung gegen den Wiederaufbau ankämpfte und damit den Boden bereitete - nicht nur für die Sprengung der Paulinerkirche, sondern auch für die anschließende Sprengung des Augusteums.

"Die seltsamerweise wesentlich weniger Protest mit sich brachte als die Sprengung der Paulinerkirche", sagt Junge. Es existieren auch nur wenige Fotografien und Dokumente über die Spätzeit des Augusteums. Was erst recht tragisch ist, weil in den Bombennächten des 2. Weltkriegs auch das Rentamt der Universität mit seinen Archivalien, Bildern und Fotodokumentationen verloren ging. Nur manche Dublette hat sich im Stadtgeschichtlichen Museum der Stadt Leipzig erhalten.

Gebaut wurde ja dann der so triste sozialistische Campus, dessen auffälligste architektonische Lösung der als Buch (wahlweise auch als Fahne) gestaltete "Weisheitszahn" war. Der heute ganz belanglos City-Hochhaus heißt und nicht mehr der Uni gehört.

Das ist Bauphase 4.

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Diesen Wechsel der Epochen, Baustile und durchaus komplexen Zusammenhänge mit der jeweiligen Staatsmacht darzustellen, versucht die erste Ausstellung im neuen Ausstellungsraum im Augusteum. Sie soll zuallererst natürlich auch die Studierenden ansprechen, die über die Geschichte der jetzt zu sehenden Architektur ja meist noch nichts wissen. Aber auch für Leipziger ist die Ausstellung spannend. Immerhin sind 170 Exponate zu sehen - darunter einige Stücke, die bislang im Sächsischen Staatsarchiv oder in Privatsammlungen gut versteckt waren, etliche Originalstücke aus den Trümmern des 2. Augusteums. Bis hin zu einer herrlichen Applikation aus einem der gusseisernen Geländer im Roßbachschen Augusteum, 1968 von einem Universitätsangehörigen klammheimlich aus dem zur Sprengung vorgesehenen Gebäude getragen.

Denn wer beim Sicherstellen solcher Reliquien erwischt wurde, musste damit rechnen, sich als Dieb am sozialistischen Eigentum vor Gericht wiederzufinden.

Wichtig für alle, die die Ausstellung nicht verpassen möchten: Sie ist nur für einen kurzen Zeitraum zu sehen. Künftig finden im Ausstellungsraum der Kustodie drei bis vier Ausstellungen pro Jahr statt. Zwei sind jeweils mit dem laufenden Semester gekoppelt.

Die Ausstellung "Augusteum 1-2-3. Das Hauptgebäude der Universität im Spiegel der Zeiten" kann vom 19. Oktober bis 21. Dezember 2012 und vom 3. bis 31. Januar 2013 jeweils von Montag bis Freitag von 11:00 bis 18:00 Uhr und zur Abendöffnung mittwochs bis 19:00 Uhr besichtigt werden. Sonnabends, sonntags und an Feiertagen ist sie geschlossen.

Kleines Trostpflaster für alle, die mal vor verschlossener Tür stehen: Im Foyer kann man die vier "Regententugenden" sehen und drei der großen Büsten, die ebenfalls einmal im Augusteum standen. Wer die Burschen nicht gleich erkennt: Es sind Lessing, Leibniz und Goethe, alle drei dereinst Studenten der Uni Leipzig. Wenn das mal kein Ansporn ist ...



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