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Gleichberechtigung

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Die Friedliche Revolution im Spiegel der Publikationen. Foto: Ralf Julke

Gegengewicht zu einseitigen Geschichtserzählungen: Offenes Feministisches Demokratiearchiv in Leipzig gegründet

In Leipzig entsteht ein Offenes Feministisches Demokratiearchiv. Hoppla, gibt’s denn noch nicht genug Archive dieser Art? Nicht unbedingt. Den eines liegt den Initiatorinnen schwer im Magen: Auch in der Erinnerung an die Friedliche Revolution von 1989 dominieren die Männer. Der Anteil der Frauen an der Revolution verschwindet im Nebel. Das soll sich ändern. Ein Stadtratsbeschluss […]

Die verschiedenen Tätigkeitsfelder von Frauen und Männern in Leipzig und Deutschland. Grafik: Stadt Leipzig, Quartalsbericht 1 / 2022

Quartalsbericht Nr. 1 / 2022: Warum Frauen auch in Leipzig immer noch schlechter bezahlt werden als Männer

„In vielen Lebensbereichen sind geschlechterbezogene Unterschiede festzustellen, verfügbare Ressourcen sind nicht geschlechtergerecht verteilt. Auf die Frage nach der Zufriedenheit mit dem Leben ganz allgemein, schätzen dennoch Frauen insgesamt ihr Leben mit 72 Prozent (sehr) zufrieden und damit ähnlich positiv ein wie Männer (74 Prozent“, stellt Kerstin Lehmann in ihrem Beitrag „Gleichstellung von Frauen und Männern […]

Nach der Tochter eines Rittergutsbesitzers benannt: die Aurelienstraße in Lindenau. Foto: Marko Hofmann

Gender Map LE: Wie wenige Straßen in Leipzig tatsächlich nach Frauen benannt sind

Der jahrhundertelange Zugriff der Männer auf die Leipziger Stadtpolitik hat natürlich auch im Leipziger Straßenraum seine Spuren hinterlassen. Genauer: bei den Straßenbenennungen. Von Geschlechter-Parität kann da keine Rede sein. Wie es genau aussieht, hat jetzt der Stadt.Raum.Gestalten e.V. einmal genauer unter die Lupe genommen. Straßenbenennung als „politischer Akt“ Die Ergebnisse seines Mapping-Projektes „Gender Map LE“ zu Straßennamen hat […]

Da und dort zu sehen: Leipziger Ampelmädchen. Foto: Ralf Julke

Ein Frauentag oder besser gleich 365?

Die Montagsmeldung vom mutmaßlich aus gezielten Schüssen herrührenden Tod der 26-jährigen Anastasija Jalanskaja erschütterte nicht nur ihre Freunde und Verwandten in Kiew. Sie kann als symbolisierend gelten für all die Einzeltodesfälle unter nicht direkt am Kriegsgeschehen Beteiligten. Trifft es zudem Menschen, die gerade in einer besonders menschlichen oder im speziellen Fall tierfreundlichen Aktion unterwegs gewesen […]

Natürlich ist auch Rosa Luxemburg unter den Frauenporträts vertreten. Foto: Ralf Julke

Wie Frauen Leipziger Geschichte machten: 200 Leipziger Frauenporträts sind jetzt online

Dass Geschichte völlig anders verlaufen wäre, wenn Frauen nicht auch immerfort fleißig mit zugepackt, eingegriffen und Männern den Rücken freigehalten hätten, hat sich ja als Erkenntnis auch in der Geschichtsschreibung ein bisschen durchgesetzt. Aber sichtbar wird es noch viel zu selten. Seit 2015 gibt es deshalb das Projekt „Frauen machen Geschichte – Leipziger Frauenporträts“ auf leipzig.de. Die Zahl der dort gewürdigten Frauen hat sich jetzt verdoppelt.

Das Gender-Quiz. Foto: Ralf Julke

Skandal! Louise-Otto-Peters-Gesellschaft überreicht heute offiziell das Gender-Quiz

Manchmal helfen auch farbenfrohe Postkarten, um etwas Schwieriges zu lernen. Etwas ganz Schwieriges. So wie die Sache mit der Gleichberechtigung. Die steht da und dort tatsächlich auf dem Papier und sogar in Gesetz und Verfassung. Nur im Alltag sorgt etwas dafür, dass wir Benachteiligungen und Ausgrenzungen meist gar nicht wahrnehmen. Wir halten das für normal, weil es noch immer die Norm ist. Ein Gender-Quiz könnte jetzt beim Lernen helfen.

Katja Meier (Grüne). Foto: Juliane Mostertz

Grüne setzen das Paritätsgesetz auf die Tagesordnung für die mögliche schwarz-grün-rote Koalition

Da haben die Sachsen 29 Jahre permanenter Männerpolitik hinter sich und bringen es zur Landtagswahl fertig, noch mehr weiße alte Männer in den Landtag zu wählen. Weniger als ein Drittel der Abgeordneten des neuen sächsischen Landtags sind Frauen. Während am Ende der 6. Wahlperiode (Stichtag: 30. August 2019) 34,9 Prozent der Landtagsabgeordneten weiblich waren, wird der Landtag in seiner ersten Sitzung einen Frauenanteil von nur noch 27,7 Prozent aufweisen, sofern alle gewählten Personen das Mandat annehmen.

Homepage der Feministischen Sommeruniversität. Screenshot: L-IZ

So aktuell wie vor 100 Jahren: Ohne Frauen keine Demokratie!

Bevor am Samstag, 29. Juni, das „Leipziger Frauen*festival“ startet, gibt es am Freitag und Samstag die Feministische Sommeruni Leipzig 2019 „Ohne Frauen keine Demokratie!“, die auch daran erinnert, dass Frauen in Deutschland vor 100 Jahren zum ersten Mal ihr Wahlrecht ausüben durften. Der Kampf der Frauenbewegung ist natürlich älter. Und er hat seine Wurzeln in Leipzig.

Ein paar leckere Tomaten zum Frauentag. Foto: Ralf Julke

Haben Sächsinnen eine angeborene Erwerbsneigung oder hat die Arbeitsagentur Tomaten auf den Augen?

Auch die Sächsische Arbeitsagentur hat sich zum Frauentag gemeldet. Und dass auch die Arbeitsagentur in ihrer Blase schwebt und die Welt durch eine Filterbrille anschaut, machte Klaus-Peter Hansen, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit, deutlich, als er flapsig sagte: „Ein Grund für die hohe Beschäftigungsquote im Vergleich zum bundesweiten Durchschnitt liegt vor allem an der traditionell hohen Erwerbsneigung der Frauen in Sachsen.“

Sarah Buddeberg. Foto: DiG/trialon

Linke legt Entwurf für ein Parité-Gesetz auch für Sachsen vor

Nicht nur 100 Jahre Frauenwahlrecht können in diesem Jahr gefeiert werden – es rückt auch die Neugründung des Freistaats Sachsen so langsam ins Visier und damit die Emanzipation im Sächsischen Landtag. Der aber, so kann Sarah Buddeberg vorrechnen, wird seit 1990 von Männern dominiert. „Noch nie war ein Landtag in Sachsen paritätisch mit Frauen und Männern besetzt.“

Stadträtin Nicole Wohlfarth (SPD) steht in der Kritik. Foto: L-IZ.de

Nicole Bärwald-Wohlfart antwortet Laura Stellbrink mit einem Brief

Am 9. November – zu 100 Jahren Frauenwahlrecht – meldete sich die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen in Sachsen, Laura Stellbrink, zu Wort und forderte in einer öffentlichen Stellungnahme Frauen zu mehr politischem Engagement auf. Ein wichtiges Thema, findet SPD-Stadträtin Nicole Bärwald-Wohlfarth. Aber Gleichberechtigung fängt schon in den Parteien an. Oder eben auch nicht. Sie schreibt Laura Stellbrink einen Brief.

Katja Meier (Grüne). Foto: Juliane Mostertz

Auch in Sachsen besetzen Frauen nur 25 Prozent der Führungspositionen

Die „Hans-Bremse“ funktioniert. Nicht nur in den Bundesministerien, auch in den Behörden des Freistaats Sachsen. Etwas, was jetzt die Grünen-Fraktion im Landtag thematisiert. Denn Katja Meier hat nachgefragt. Und die Zahlen dazu bekam sie von Gleichstellungsministerin Petra Köpping. Auch in Dresden sorgen die Hänse dafür, dass Hänse bei Beförderungen bevorzugt werden.

Rotes Ampel-Mädchen sagt: Halt! Foto: Ralf Julke

Erst an sechs Leipziger Kreuzungen leuchtet das Ampel-Mädchen

Vielleicht braucht es wirklich eine Anweisung. Oder einen Stadtratsbeschluss. Denn 2011 hat Leipzigs Verkehrs- und Tiefbauamt etwas begonnen, was deutschlandweit für ein kleines Aufsehen sorgte: Es montierte erstmals auch Ampelmädchen an Leipziger Lichtsignalanlagen. Bis dahin dominierte stadtweit das bekannte Ampelmännchen aus DDR-Zeiten, das seit 1994 in Leipzig auch ganz offiziell die Ampelweisungen gibt.

Volkshochschule Leipzig. Foto: Stadt Leipzig

Männer und Frauen zwischen Anspruch und Realität: Wie aktuell ist das Grundgesetz?

Die BürgerrechtsAkademie öffnet ihre Türen erstmals am 23. und 24. März für Neugierige, Suchende und Fragende. Sie will ein Ort des Austausches und der Diskussion über Grundrechte sein und kommt damit den Bedürfnissen vieler und Leipziger entgegen. Hier wird der Staub vom Grundgesetz gewischt und erlebbar, wie spannend und aktuell es ist. Den Auftakt bilden zwei Veranstaltungen zum Art. 3 Absatz 2 GG: Reale Ungleichheit und der Gleichheitsanspruch von Frauen. Um diesen Artikel haben die Mütter und Väter des Grundgesetzes lange gerungen – heute ist die Gleichberechtigung in Deutschland umgesetzt. Wirklich?

Gedenktafel am Ort, wo Clara Wiecks Geburtshaus stand. Foto: Ralf Julke

Eine bedenkenswerte Petition einer Leipziger Musikerin an die Ratsversammlung

Selbst dem neuen Direktor des Museums der bildenden Künste Alfred Weidner fiel es auf, als er durch Leipzig spazierte. Leipzig ist zwar der Geburtsort der deutschen Frauenbewegung – aber im Stadtbild fällt das nicht auf. Und in der Politik fällt es auch kaum auf. Ein Thema, das die Leipziger Musikerin Birgit Lawerenz nun seit geraumer Zeit beschäftigt. Deswegen stellt sie immer wieder unbequeme Einwohneranfragen zu dieser Sache mit Frauen und Männern.

CSD in Leipzig. 3.000 auf dem Augustusplatz. Foto: René Loch

3.000 Menschen demonstrieren am Christopher Street Day in Leipzig + Bildergalerie

Großer Erfolg für die Organisatoren des diesjährigen Christopher Street Day: Etwa 3.000 Menschen haben sich an einer bunten und stimmungsvollen Demonstration durch die Leipziger Innenstadt beteiligt – das waren etwa 1.000 mehr als im Vorjahr. Sie betonten dabei Erfolge wie die „Ehe für alle“, warnten aber zugleich vor einer weiter bestehenden Diskriminierung von Menschen, deren sexuelle Identität oder Orientierung nicht der gesellschaftlichen Norm von Heterosexualität und Mann-Frau-Ordnung entsprechen.

Von Männern geliebt: Frauen in gehobener Position. Foto: Ralf Julke

Neues Genderranking der Heinrich-Böll-Stiftung

Frauen gibt’s im Leipziger Rathaus jede Menge. Und allerlei schöne Bekundungen zur „Charta für Gleichstellung“. Aber wenn dann die Heinrich-Böll-Stuiftung mal wieder untersuchen lässt, wie es wirklich mit Frauen in den politischen Führungspositionen der deutschen Großstädte aussieht, landet Leipzig diesmal auf einem mittelmäßigen Rang 36 von 73 untersuchten Städten. Punktgleich mit Dresden.

Zeit läuft: Uhr am Neuen Rathaus. Foto: Ralf Julke

Leipzig bleibt auch mit Gleichstellungsaktionsplan eine Macho-Stadt

Was für eine flockige Antwort. Wirklich wissen will Leipzigs Verwaltung sichtlich nicht, wie viel Gleichberechtigung im Leipziger öffentlichen Dienst schon herrscht – und wie viel nicht. Schon vor einem Jahr fragte eine Gruppe engagierter Leipzigerinnen im Rathaus an, wie es um Frauen in Führungspositionen steht. Mit entsprechend luftiger Antwort. Nun ging es der Musikerin Birgit Lawerenz ganz ähnlich.

CSD muss politisch bleiben – Linke Veranstaltungen zur CSD-Woche

„Ich freue mich, dass es jedes Jahr mehr gelingt, den CSD in Leipzig politischer zu gestalten“, freut sich Marco Böhme, Leipziger Linke Abgeordneter des sächsischen Landtages. „Denn hier geht es nicht nur um Partys, sondern um Selbstverständlichkeiten, die leider keine sind. Es geht also nicht nur um die Akzeptanz von Schwulen und Lesben, sondern verdammt noch mal um ein gleichberechtigtes Leben in dieser Gesellschaft für alle! Noch immer ist es für viele Leute ein Problem, wenn sich zwei Männer auf offener Straße küssen oder Hand in Hand laufen.

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