Artikel zum Schlagwort Vogelgrippe

Zur Gefügelpest braucht es endlich eine Strategie und ein risikoorientiertes Tierseuchenmanagement

Grüne ärgern sich über windelweichen Antrag der CDU/SPD-Koalition zur Stallpflicht für Geflügel

Foto: Ralf Julke

Man hat es schon fast vergessen, wie sächsische Kontrollbehörden im vergangenen Herbst und Winter immmerfort neue Sperr- und Beobachtungsbereiche im Zusammenhang mit der Vogelgrippe verordneten. Kaum wurde die eine Region wieder freigegeben, wurde andernorts ein toter Vogel gefunden. Doch am meisten gelitten haben die Geflügelzüchter. Und mit dem nächsten Herbst droht das nächste Chaos. Weiterlesen

Endlich wieder draußen!

Sachsen hebt allgemeine Stallpflicht für Geflügel auf

Auf Freilandeier aus Sachsen müssen Verbraucher in Kürze nicht mehr verzichten. Der Freistaat Sachsen hob am 20. März 2017 die allgemeine Stallpflicht für Geflügel auf. „Behördlich angeordnete Maßnahmen, die aufgrund der grassierenden Geflügelgrippe angeordnet wurden, gelten nur noch in den bestehenden Sperrbezirken und Beobachtungsgebieten“, informiert Dr. Birgit Brendel, Verbraucherzentrale Sachsen. Weiterlesen

Janina Pfau: Übertriebene Stallpflicht für Geflügel aufgehoben – Linker Antrag erfolgreich

Foto: DiG/trialon

Wie das Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz heute mitteilt, wird die Landesdirektion mit Wirkung zum 20. März die allgemeine Stallpflicht in Sachsen aufheben. Janina Pfau, Sprecherin der Linksfraktion für Verbraucherschutz, freut sich sehr darüber: „Eine dauerhafte Stallhaltung widerspricht den Erfordernissen des Tierschutzes. Erst vor zwei Tagen hatte die Linksfraktion deshalb beantragt (Drucksache 6/8885), die überzogene landesweite Stallpflicht sofort in eine risikoorientierte Stallpflicht (1 km rund um Fundorte der durch die Geflügelpest umgekommenen Wildvögel, Beobachtungsradius 3 km) umzuwandeln. Die Ministerin begründet die heutige Entscheidung damit, dass sich die Lage entspannt habe und immer weniger infizierte Wildtiere gefunden werden.“ Weiterlesen

Pfau/Kagelmann (Linke): Übertriebene Stallpflicht für Geflügel lockern

Foto: DiG/trialon

Die Linke fordert in dem Antrag zum Schutz vor Geflügelpest (Parlaments-Drucksache 6/8885), dass die landesweite Stallpflicht sofort in eine risikoorientierte Stallpflicht (1 km rund um Fundorte der durch die Geflügelpest umgekommenen Wildvögel) und 3 km Beobachtungsradius umgewandelt wird. Zugleich soll die geltende Risikoeinschätzung überprüft werden. Dazu erklärt Janina Pfau, Sprecherin für Verbraucherschutz der Fraktion Die Linke: „Schon knapp vier Monate gilt in Sachsen die Stallpflicht. Eine dauerhafte Stallhaltung ist aber insbesondere für Rassegeflügel gesundheitsgefährdend und widerspricht dem Tierschutz, da eine artgerecht Bewegung nicht mehr gewährleistet werden kann. Für die Tiere bedeutet eine reine Stallhaltung extremer Stress. Dieser führt zu Weiterlesen

Geflügelpest: Weiterer Befund erfordert längere Maßnahmen

Foto: Marko Hofmann

Die Maßnahmen für das als Beobachtungsgebiet geltende Stadtgebiet Leipzig werden um weitere 30 Tage verlängert. Grund ist ein amtlich festgestellter Ausbruch der Geflügelpest bei einem Wildvogel in Markkleeberg (Landkreis Leipzig) am 13. März. Darüber hinaus bleibt der am 24. Februar gebildete Sperrbezirk für die Leipziger Stadtteile Zentrum, Südvorstadt, Schleußig, Plagwitz, Lindenau und Leutzsch noch bis 17. März bestehen. Weiterlesen

Geflügelpest: Beobachtungsgebiet für Nutzgeflügel aufgehoben

Das aufgrund des Ausbruchs von Geflügelpest bei Nutzgeflügel seit dem 2. Februar 2017 bestehende Beobachtungsgebiet im Leipziger Norden wird aufgehoben. In den Stadtteilen Lützschena-Stahmeln, Wahren, Lindenthal, Wiederitzsch, Möckern, Gohlis, Eutritzsch, Seehausen, Mockau, Plaußig-Portitz, Thekla und Schönefeld-Abtnaundorf musste bis zum heutigen Tag jedes in Haltung verendete Geflügel gemeldet werden. Diese besonders scharfe Regelung gilt nun nicht mehr. Weiterlesen

Weitere Geflügelpestbefunde bei Wildvögeln im Landkreis Leipzig in Markkleeberg und in Markranstädt

Aufgrund von amtlich festgestellten Ausbrüchen der Geflügelpest bei Wildvögeln im Landkreis Leipzig in Markkleeberg und in Markranstädt am 3. März 2017 wird in den Leipziger Stadtteilen Hartmanns-dorf-Knautnaundorf, Knautkleeberg-Knauthain, Großzschocher, Kleinzschocher, Connewitz, Marienbrunn, Lößnig, Dölitz-Dösen, Probstheida, Meusdorf und Liebertwolkwitz für die Dauer von 21 Tagen ab dem 3. März ein Sperrbezirk gebildet. Weiterlesen

CDU-Fachpolitiker fordern von Behörden zumutbare Auflagen für Landwirte und Geflügelzüchter

Kampf gegen Geflügelpest mit Augenmaß: Die Kirche muss im Dorf und der Hahn auf dem Mist bleiben

Foto: CDU Sachsen

Die Geflügelpest breitet sich weiter aus. In Sachsen gilt seit November 2016 eine landesweite Stallpflicht. Dabei sind die regionalen Auswirkungen der Krankheit aber sehr unterschiedlich. Dazu sagt der CDU-Agrarpolitiker Andreas Heinz: „Die Auflagen zur Bekämpfung der Geflügelpest sind gerade für kleine Landwirtschaftsbetriebe und die zahlreichen Rassegeflügelzüchter in Sachsen eine große Herausforderung. Ich fordere von den zuständigen Behörden deshalb Ausnahmegenehmigungen mit finanziell und logistisch zumutbaren Auflagen. Die Verhältnismäßigkeit muss gewahrt werden.“ Im Ernstfall betrifft das auch die Keulung der Tiere – hier sollte geprüft werden, ob eine zentrale Vorgehensweise im Seuchenfall nicht sinnvoller wäre. Weiterlesen

Weitere Geflügelpestbefunde bei Wildvögeln am Cospudener See, am Störmthaler See und am Elsterflutbecken

Aufgrund der heute, 24. Februar, getroffenen amtlichen Feststellung des Ausbruches der Geflügelpest bei einer Wildgans wird ein Sperrbezirk für die Dauer von 21 Tagen in den Stadtteilen Leipzig-Zentrum, Südvorstadt, Schleußig, Plagwitz, Lindenau und Leutzsch errichtet. Das Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsamt weist nachdrücklich darauf hin, dass weder verendete noch lebende Wildvögel vom Fundort weggebracht werden dürfen. In jedem Fall ist das Amt zu informieren, wenn tote oder kranke Wasservögel, Watvögel oder Raubvögel gefunden werden. Weiterlesen

Geflügelpest: Sperrbezirk im Süden und Südwesten verlängert

Aufgrund weiterer amtlicher Feststellungen des Ausbruches der Geflügelpest am 10. Februar 2017 bei Wildenten und einem Raubvogel in der Stadt Leipzig am Cospudener See werden die Maßnahmen für den am 7. Februar errichteten Sperrbezirk in den südlichen Stadtteilen um den Cospudener See um voraussichtlich mindestens 21 Tag verlängert. Betroffen sind die Stadtteile Knautkleeberg, Knauthain, Hartmannsdorf-Knautnaundorf, Rehbach, Großzschocher, Kleinzschocher und Connewitz. Weiterlesen

Geflügelpest: Sperrbezirk vom 18. Januar aufgehoben

Der am 18. Januar gebildete Sperrbezirk in den Stadtteilen Leipzig-Zentrum, Südvorstadt, Schleußig, Plagwitz, Lindenau und Leutzsch wird hiermit aufgehoben. Die für das Beobachtungsgebiet (gesamtes Stadtgebiet Leipzig) geltenden Maßnahmen bleiben weiterhin in Kraft. Ebenso gilt nach wie vor die Aufstallungspflicht für alle gehaltenen Vögel im gesamten Gebiet des Freistaates Sachsen. Weiterlesen

Immer neue Fälle von Vogelgrippe auch in der Region Leipzig

Kommen die pathogenen Keime in Wirklichkeit aus der industriellen Geflügelwirtschaft? + Video

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserEin Verdacht geht um. Und die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Mitteldeutschland (AbL) macht sie jetzt offiziell zum Thema: Kann es sein, dass die Ursache für die aktuell in Europa grassierende Vogelgrippe nicht die Wildvogelzüge sind, sondern diese Ursache in der hiesigen Massentierhaltung zu suchen ist? Weiterlesen

Amtlicher Verdacht des Ausbruchs der Geflügelpest im Landkreis Nordsachsen

Foto: Freistaat Sachsen, Laurence Chaperon

In einem Nutztiergeflügelbestand im Landkreis Nordsachsen wurden am 30. Januar 2017 über 250 tote Puten festgestellt. Untersuchungen der Landesuntersuchungsanstalt haben am 31.1.2017 das hochpathogene Geflügelpestvirus H5 festgestellt. Die Bestätigung durch das Friedrich-Löffler-Institut wird im Laufe des morgigen Tages erwartet. Der Nutztiergeflügelbestand wurde sofort durch die zuständige Behörde vor Ort gesperrt. Weiterlesen

Tierseuchen bei Wildtieren: Ergebnisse der Überwachung 2016 und Ausblick 2017

Wildtiere sind zum einen selbst von Tierseuchen betroffen, zum anderen können sie bekämpfungspflichtige Seuchen aber auch auf Haus- und Nutztierbestände und ggf. den Menschen übertragen. Daher werden im Rahmen der staatlichen Tierseuchenvorsorge auch regelmäßig Wildtiere in das Seuchenmonitoring miteinbezogen. So werden Proben von erlegtem Schwarzwild und von verhaltensauffälligen oder verendet aufgefundenen Füchsen, Marderhunden und Waschbären auf verschiedene Krankheiten untersucht. Zudem gibt es ein aktives (erlegte Vögel) und ein passives (Totfunde) Geflügelpest-Monitoring bei Wildvögeln. Weiterlesen