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Psychologie

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Prof. Dr. Sarah Seidl, SRH Fernhochschule, analysiert die Jugendstudie aus psychologischer Sicht. Foto: SRH Fernhochschule

Psychologin zur jüngsten Jugendstudie: Sind die Jugendlichen gefangen zwischen Wissen und Tun?

Manchmal darf man einfach verblüfft sein, weil eine Studie uns den Spiegel vorhält. Denn wir ach so Erwachsenen reden ja gern über die jungen Leute, bilden unsere Urteile und Vorurteile und manche von uns lieben es, mit dem Finger auf „die Jugend“ zu zeigen. Als wäre die so ganz anders als wir und würden sich auch anders benehmen. Das Erschreckende aber ist: Wir sehen dort eigentlich nur, was für ein miserables Vorbild wir „Erwachsenen“ sind.

Studie der Universität Leipzig: Woher kommt der Montagsblues wirklich?

Es geht also nicht bloß Büroangestellten, Handwerkern, Schülern und Lehrerinnen so, dass der Wechsel vom Sonntag, an dem man sich irgendwie versucht hat zu erholen, zum Montag mit dem straff durchgetakteten Ablaufplan schwerfällt. Auch Studentinnen und Dozenten der Uni Leipzig kennen das Phänomen und haben ihn jetzt mal genauer unter die Lupe genommen, diesen Montagsblues.

Christian Hemschemeier: Vom Opfer zum Gestalter. Foto: Ralf Julke

Vom Opfer zum Gestalter: Wie man sich aus toxischen Beziehungen herausarbeiten kann

Alle Menschen suchen Liebe. Ganze Branchen leben davon, dass sie den Leuten Träume von einer ganz besonderen Liebe verkaufen. Doch überall gilt Tucholskys weise Erkenntnis: „... darum wird beim Happyend im Film jewöhnlich abjeblendt.“ Und zwar nicht nur im Film. Denn ob es wirklich Liebe ist, erfährt man erst nach dem 100-tägigen Honeymoon.

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Psychologie: Gefühlte Macht entscheidet über Liebesglück

Männer und Frauen sind in Beziehungen besonders zufrieden, wenn beide das Gefühl haben, die ihnen wichtigen Entscheidungen treffen zu können. Dabei geht es weniger um die tatsächliche, objektive Macht, sondern um die persönliche Wahrnehmung der Situation.

Lutz Jäncke: Von der Steinzeit ins Internet. Foto: Ralf Julke

Von der Steinzeit ins Internet: Warum das Internet, wie es heute ist, unser soziales Leben zerstört

Natürlich kann man alles programmieren, was einem als Techniker so einfällt. Man kann auch so tun, als hätte man von Orwells „1984“ oder Samjatins „Wir“ nie etwas gehört. Und die Verlautbarungen aus dem Silicon Valley verblüffen ja immer wieder durch ihre technische Sauberkeit, die jeden Bezug zu Literatur, Kultur und Psychologie vermissen lässt. So gesehen, ist Lutz Jänckes Buch mehr als nur eine Warnung.

Dr. Marcus Täuber: Falsch gedacht! Foto: Ralf Julke

Falsch gedacht! Wie man lernt, 5.000 Elefanten auf einmal zu bändigen

In den vergangenen Jahrzehnten haben ja Gehirnforscher aller Richtungen die Funktionsweise unseres Gehirns systematisch untersucht und faszinierende Entdeckungen gemacht darüber, was wo in unserem Gehirn bei welcher Gelegenheit passiert. Und trotzdem landen die meisten Menschen immer noch in Denkfallen. Weshalb unsere Welt eben leider auch so aussieht, wie sie aussieht.

Prof. Dr. Hannes Zacher. Foto: Swen Reichhold / Universität Leipzig

Leipziger Forschungsergebnis: Introvertierte Menschen erleben die Corona-Pandemie als weniger stressig

Vielleicht ist das sogar eine gute Erklärung dafür, warum die einen immer unruhiger und lauter werden, weil sie den Lockdown nicht mehr aushalten. Und die anderen kochen sich ein Süppchen, machen sich ein Weinchen auf und lesen die ganzen dicken Bücher, die sie sonst nie geschafft haben zu lesen. Bestimmte Persönlichkeitsmerkmale beeinflussen, wie stressig Menschen die Corona-Pandemie erleben, stellt nun der Leipziger Arbeitspsychologe Prof. Dr. Hannes Zacher fest.

Sandra Strauß, Schwarwel (Hrsg.): Nicht gesellschaftsfähig. Foto: Ralf Julke

Nicht gesellschaftsfähig: Sandra Strauß und Schwarwel haben im Corona-Jahr ein Herzensprojekt zum Buch gemacht

Eigentlich sollte es eher ein Buch mit 300 Seiten werden – aber dann war so viel Stoff beisammen, dass ein richtig schweres Buch mit 612 Seiten daraus wurde, das sich mit einem der großen Tabu-Themen unserer Zeit beschäftigt: den seelischen Leiden der Menschen, die in unserer Hochleistungsgesellschaft verdrängt und verachtet werden. Obwohl ziemlich viele Menschen davon betroffen sind. Man sieht sie meist nur nicht.

Marian Rojas Estapé: Wie du bewirkst, dass dir Gutes geschieht. Foto: Ralf Julke

Wie du bewirkst, dass dir Gutes geschieht: Wie jeder selbst sein bestes Ich im Leben verwirklichen kann

Der Titel klingt natürlich so, als wäre das ein Motivationsratgeber für Start-up-Gründer. Man kann nur hoffen, dass die Buchhändler dieses 2018 erstmals auf spanisch erschienene Buch der Psychiaterin Marian Rojas nicht in das smarte Emoji-Regal stellen, sondern eher in das Regel, das meistens mit „Lebenshilfe“ beschriftet ist. Obwohl eigentlich in eine gute Buchhandlung ein Regal mit dem Titel „Sinn des Lebens“ gehört.

Dr. Hans-Georg Häusel: Life code. Foto: Ralf Julke

Life code: Warum Emotionen das ganze menschliche Handeln bestimmen und unsere Menschenwelt so verrückt ist, wie sie ist

Dr. Hans-Georg Häusel ist einer der renommierten Psychologen in Deutschland. Einer, der die Psyche des Menschen nicht als abstraktes System betrachtet, sondern im Lauf seiner Forscherlaufbahn viel dazu beigetragen hat zu verstehen, wie sehr Emotionen alles menschliche Handeln beeinflussen. 2013 machte er mit dem Buch „Kauf mich! Wie wir zum Kaufen verführt werden“ Furore. Und mit „Life Code“ erklärt er jetzt eindrucksvoll, wie Emotionen uns handeln lassen. Bis in die Politik hinein.

Wilhelm Wundt im Labor im Kreise seiner Assistenten und Institutsgehilfen. Foto: Institut für Psychologie der Universität Leipzig

Grimma und Universität Leipzig ehren Wilhelm Wundt: Die Wundt-Eiche im Clara-Zetkin-Park bekommt ihre Plakette wieder

Er gehört zu den bekanntesten Wissenschaftlern, die an der Uni Leipzig forschten. Auch eine Straße ist in Leipzig nach ihm benannt: Am Montag, 31. August, jährt sich der Todestag von Wilhelm Maximilian Wundt (1832 bis 1920) zum 100. Mal. Im Jahre 1879 gründete Wundt, nach seiner Berufung zum Professor für Philosophie an die Universität Leipzig, das weltweit erste Psychologische Institut an einer Universität.

Prof. Dr. Hannes Zacher. Foto: Swen Reichhold / Universität Leipzig

Wer die Coronakrise als Herausforderung sah, hat sich auch im Shutdown wohler gefühlt

Wir strecken mittendrin in einer Veränderung, von der die meisten noch nicht einmal ahnen, wie sehr sie unser Leben umkrempeln wird. Und ein Leipziger Forschungsergebnis zeigt jetzt ganz und gar nicht überraschend, dass Menschen, die Veränderungen als Herausforderung begreifen, auch mit den Corona-Folgen besser zurechtkommen. Dabei hat auch Prof. Dr. Hannes Zacher nicht damit rechnen können, dass Corona einmal seine Langzeit-Studie beeinflusst.

Wolfgang Schmidbauer: Kaltes Denken, Warmes Denken. Foto: Ralf Julke

Kaltes Denken, Warmes Denken: Wie Partnerschaften und Gesellschaften entgleisen, wenn Ängste das Mitgefühl auffressen

Wolfgang Schmidbauer gehört zu den bekanntesten Psychoanalytikern Deutschlands, also zu jenem Berufsstand, der mit seinen Patienten direkt über all das redet, was sie bedrückt, belastet und verunsichert. Wenn das Leben mental zur Sackgasse wird, dann landet man „auf der Couch“. Rein bildhaft gesprochen. Und eigentlich gehört auch die Bundesrepublik längst auf die Couch. Denn falsches Denken macht auch Gesellschaften krank. Ein psychoanalytischer Blick auf eine verstörte Gesellschaft.

Prof. Dr. Julian Schmitz. Foto: Privat

Studie untersucht Auswirkung der Behandlung psychisch kranker Eltern auf deren Kinder

Kinder- und Jugendpsychologe Prof. Dr. Julian Schmitz und seine Kollegen des Instituts für Psychologie der Universität Leipzig untersuchen seit Beginn dieses Jahres, wie sich die Behandlung psychisch kranker Eltern auf deren Kinder auswirkt. Neben Forschern der Universität Leipzig sind derzeit Wissenschaftler aus sechs weiteren deutschen Universitäten an dieser Studie beteiligt.

Dr. Alexander Yendell. Foto: Swen Reichhold/Universität Leipzig

In der Gewaltprävention bei Kindern und Jugendlichen wird zu wenig getan

Nach dem Anschlag in Halle/Saale warnt ein Experte der Universität Leipzig davor, die Ursachenforschung zu sehr auf die politische Dimension zu konzentrieren. Das beflügle potenzielle Nachahmer, da die Täter unbewusst als politische Freiheitskämpfer dargestellt würden, sagt Soziologe Dr. Alexander Yendell, der Mitglied des Kompetenzzentrums für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung (KReDo) der Universität Leipzig ist.

Wolfram Ette: Das eigensinnige Kind. Foto: Ralf Julke

Das eigensinnige Kind: Ein Essay über das Drama des zur Anpassung gebrachten Kindes

„Das eigensinnige Kind“ ist eigentlich ein Märchen, das die Brüder Grimm veröffentlicht haben. Eins der kürzesten und bedrückendsten – und damit wohl auch eins der wahrsten, das einen tiefen Einblick zulässt in die hochproblematische Dreiecksbeziehung Kind – Eltern – Gesellschaft. Denn wer kennt sie nicht, diese eigensinnigen Kinder, die immer wieder rebellieren gegen das Erzogenwerden und Bravseinmüssen? Die meisten waren selbst mal welche.

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