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Seenotrettung

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Foto: LZ

Man lässt Menschen nicht ertrinken – Seenotrettung ist #unverhandelbar!

Im Rahmen des europaweiten Tags für die Seenotrettung im Mittelmeer rufen die Seebrücke Dresden und die Mission LIFELINE am 07.08.2021 zu einer Fahrraddemo auf. Diese startet 14:00 Uhr im Alaunpark. Sie führt weiträumig durch die Stadt zum Goldenen Reiter, wo sich 15:30 Uhr eine Kundgebung anschließt.

Dienstag, der 3. August 2021: Sachsen storniert COVID-19-Impfstoff, Streit um Immunisierung Minderjähriger, schwere Vorwürfe von Seenotrettern

Kein Ende des Streits in Sicht: Nach dem gestrigen Beschluss der Gesundheitsminister, auch jungen Menschen zwischen 12 und 17 Jahren ein Impfangebot gegen COVID-19 zu unterbreiten, regt sich Kritik von einigen Medizinern und der Ständigen Impfkommission. Während die Regeln zum Infektionsschutz in Leipzig indes wieder verschärft wurden, musste Sachsen mangels Nachfrage zehntausende Impfdosen beim Bund abbestellen. Außerdem: Private Seenotrettungsorganisationen, die geflüchtete Menschen im Mittelmeer aufnehmen, erheben nicht zum ersten Mal massive Anschuldigungen gegen die EU und auch konkret Deutschland. Die LZ fasst zusammen, was am Dienstag, dem 3. August 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Quelle: Seebrücke Leipzig

Kundgebung heute um 16 Uhr auf dem Augustusplatz: CommemorAction

Als Teil eines internationalen Aktionstages veranstalten die Leipziger Ortsgruppe der Seebrücke und Alarm Phone am 09.02.2021 um 16 Uhr eine Kundgebung  auf dem Augustusplatz. Es wird 91 Menschen gedacht, die vor einem Jahr auf dem Mittelmeer verschollen sind und seitdem als vermisst gelten. 

Thomas Fabian (SPD), Sozialdezernent Leipzigs. Foto: LZ

Der Stadtrat tagt: Leipzig wird Teil der „Städte sicherer Häfen“ und ruft zum Spenden auf + Video

Flucht, Seenotrettung und die Situation in den griechischen Lagern sind mittlerweile fast komplett aus der Berichterstattung verschwunden. Der Stadtrat hat das Thema am Mittwoch, den 14. Oktober, zumindest für eine halbe Stunde wieder auf die Tagesordnung gesetzt und beschlossen, dass Leipzig dem Bündnis „Städte sicherer Häfen“ beitreten soll. Zudem darf sich „Mission Lifeline“ über einen Spendenaufruf freuen.

Ensemble Klänge der Hoffnung. Foto: Roland Quester

Klänge der Hoffnung gegen das Sterben im Mittelmeer

Mit einem Benefizkonzert in der Leipziger Nikolaikirche will die Stiftung Friedliche Revolution die Rettung von in Seenot geratenen Flüchtlingen im Mittelmeer unterstützen. Das Konzert ist für Sonntag, 4. Oktober, um 17.00 Uhr vorgesehen. Es steht unter dem Motto „Klänge der Hoffnung – gegen das Sterben im Mittelmeer“. Musikalisch gestaltet wird der Abend vom Ensemble „Klänge der Hoffnung“, das im Rahmen des gleichnamigen Stiftungsprojektes Musiker aus dem Iran, Polen, Syrien, Italien und Deutschland vereint.

Klänge der Hoffnung. Foto: Roland Quester

Gohliser Kultur- und Informationsabend zu Flucht und Engagement

Laut der UNHCR (United Nations High Commissioner of Refugees) starben im Jahr 2018 täglich sechs Menschen im Mittelmeer auf der Flucht vor Krieg, Hunger und Verfolgung. Das Seenotrettungsschiff Lifeline versucht, möglichst viele vor dem Ertrinken zu retten. Diese humanistische Initiative unterstützen die Veranstalter des Gohliser Kultur- und Informationsabend zu Flucht und Engagement am 15. November im Budde-Haus – Soziokulturelles Zentrum Leipzig mit einem Kultur- und Informationsabend.

Rettungswesten von Mission Lifeline in Leipziger Kirchen. Ev.-Luth. Kirchenbezirk

Sechs Rettungswesten der Mission Lifeline für Leipziger Kirchen

Seit nunmehr über einem Jahr wird die Seenotrettung im Mittelmeer systematisch behindert und kriminalisiert. Die Folge ist, dass tausende Menschen sterben. Ein neuer trauriger Höhepunkt wurde am vergangenen Wochenende durch die Verhaftung der Kapitänin der Sea-Wach 3, Carola Rackete, erreicht. Auch wenn Carola Rackete inzwischen wieder auf freiem Fuß ist, steht sie dennoch weiter unter Anklage, während das Sterben im Mittelmeer fortschreitet.

Seebrücke-Demo am 4. August 2018 in Leipzig. Foto: LZ

Sea-Watch 3: Freilassung der Kapitänin unterstreicht Bedeutung der Arbeit von Seenotrettern

Am Dienstagabend wurde Carola Rackete, Kapitänin der Sea-Watch 3, in Italien aus dem Hausarrest entlassen. Rackete war am Samstag, den 29. Juni 2019, mit dem Rettungsschiff und 40 Geflüchteten an Bord unerlaubt in den Hafen der italienischen Insel Lampedusa gefahren. Mehr als zwei Wochen hatte das Schiff zuvor auf offener See ausharren müssen, weil ihnen kein sicherer Hafen zugewiesen worden war. Carola Rackete wurde festgenommen und stand seit Montagnachmittag in Agrigent vor einem Ermittlungsgericht.

Seebrücke-Demo am 4. August 2018 in Leipzig. Foto: LZ

Mahnwache am 2. Juli: #FreeCarola – Seenotrettung ist kein Verbrechen

Wir rufen gemeinsam mit Seebrücke Leipzig zur Mahnwache für die Capitänin Carola Rackete auf. Das Sterbenlassen von Menschen und unterlassene Hilfeleistung sind im Mittelmeer zur Normalität geworden. Wer hilft, wird kriminalisiert. Das wollen wir nicht stehen lassen und rufen die bundesrepublikanische Politik dazu auf, sich für die Freilassung der Capitänin einzusetzen, dafür zu sorgen, dass Menschen im Mittelmeer gerettet werden und dass Seenotrettung endlich entkriminalisiert wird.

Demonstrierende tragen das Boot durch die Innenstadt. Foto: Lucas Böhme

Leipziger „Seebrücke“ demonstriert mit einem Schlauchboot für Seenotrettung

Noch immer sterben jährlich mehrere hundert bis tausend Menschen im Mittelmeer, weil sie während ihrer Flucht nach Europa in Seenot geraten und nicht gerettet werden können. Private Seenotretter werden von einigen europäischen Staaten nicht wie Helden, sondern wie Kriminelle behandelt. Gegen solche und ähnliche Zustände protestierte die „Leipziger Seebrücke“ erneut am Montag, den 13. Mai. Zudem rief die Organisation zur Teilnahme an einer Demonstration am Sonntag auf.

Juliane Nagel (MdL, Linke) Foto: LZ

Stadtratsbeschluss zur freiwilligen Aufnahme von aus Seenot geretteten Geflüchteten jetzt mit Leben erfüllen

Seit Mittwoch, 3. April, und somit seit fünf Tagen irrt das Rettungsschiff der NGO Seaeye auf dem Mittelmeer herum. An Bord sind 64 Personen, darunter auch Frau und Kleinkinder. Italien wie auch Malta verweigern das Anladen des Schiffes und damit einen „sicheren Hafen“ für die betroffenen Menschen. Bundesinnenminister Horst Seehofer erklärte, dass Deutschland bereit sei einen Teil der Menschen aufzunehmen.

Foto: Linxxnett

Diskussionsveranstaltung: Kein Land in Sicht für die Seenotrettung?

Die Irrfahrt der Lifeline, Beschlagnahmung von Schiffen, geschlossene Grenzen und Häfen: Der innereuropäische Machtkampf um die Flüchtlingspolitik wird auf dem Mittelmeer ausgetragen. Wo zivile Rettungsschiffe dafür sorgen, dass nicht noch viel mehr Menschen sterben. In der Veranstaltung wollen wir uns den aktuellen Realitäten der Seenotrettung vor Libyen widmen, politische Hintergründe erörtern und Spenden sammeln für eine Fortsetzung der dringend notwendigen Rettungsmissionen im Mittelmeer, die unter immer gefährlicheren Bedingungen Leben retten.

Flüchtlingsunterkunft an der Alten Messe. Foto: Ralf Julke

Linke beantragt: Auch Leipzig sollte Geflüchtete aus dem Mittelmeer aufnehmen

Im Juni mehrten sich die Nachrichten aus Italien, dass der neue italienische Innenminister dort das Anlegen von Rettungsschiffen mit aus dem Mittelmeer geborgenen Geflüchteten zunehmend verhinderte. Seitdem vergeht kaum eine Woche, in der das unmenschliche Gefeilsche um die aus Seenot Geretteten nicht in irgendeiner Form weitergeht. Seitdem haben mehrere deutsche Bundesländer und Städte signalisiert, dass sie bereit sind, die Geretteten aufzunehmen. Leipzig als Aufnahmestadt wurde im Juni von der Linksfraktion thematisiert.

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