Alles wieder offen: LVV setzt Bieterverfahren für die HL komm wieder auf Anfang
Ralf Julke
02.02.2012
Sitz der HL komm am Martin-Luther-Ring.
Foto: Ralf Julke
Nachdem der Stadtrat am 25. Januar dem Komplettverkauf der Stadtwerke-Tochter Perdata zugestimmt hat, gibt die Leipziger Stadtholdung LVV heute bekannt, dass das Verfahren um den Verkauf der Stadtwerke-Tochter HL komm nun mehr wieder für alle Bieter aus der ersten Verfahrensrunde geöffnet ist.
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In dieser Runde standen sowohl von Perdata als auch HL komm nur jeweils 49,9 Prozent zum Verkauf. Doch in beiden Fällen konnte für die angebotenen Anteile kein befriedigendes Gebot gefunden werden. Inzwischen wurden für die Perdata die Verhandlungen weitergeführt und ein 100prozentiger Verkauf vom Stadtrat abgesegnet.
Die LVV hat nun - in Umsetzung der Stadtratsbeschlüsse vom 9.2.2011 (Nr. 279/11) und vom 25.1.2012 (Nr. 675/11) Punkt 2.1.2 - entschieden, das Verfahren zur Veräußerung von Geschäftsanteilen an der HL komm auf den Stand vor Abgabe von indikativen Angeboten zurückzuversetzen. Alle damals im Verfahren befindlichen Bieter werden nunmehr förmlich aufgefordert, ihr Interesse an der HL komm erneut zu bekunden.
Sitz der HL komm am Martin-Luther-Ring.
Foto: Ralf Julke
Mit diesem Schritt werde den Bietern noch einmal die Möglichkeit gegeben, ein den Vorgaben des Gesellschafters Stadt Leipzig entsprechendes Angebot abzugeben, teilt die LVV mit. Demnach muss das Kaufpreisangebot mindestens dem Buchwert (inkl. Übernahme der Nettofinanzverbindlichkeiten von etwa 10,5 Millionen Euro) ohne Vorbehalte oder Nebenbedingungen entsprechen. Zudem müssten im strategischen Entwicklungskonzept des Bieters die Standortsicherung und die Sicherung der Arbeitnehmerinteressen vertraglich verankert werden.
Ziel sei nun, bis zum 21. März 2012 eine Entscheidung über den Ausgang dieses Verfahrens zu treffen.
Im Bieterfahren hatte die Versatel als bisher einziges Unternehmen ein Angebot für die HL komm unterbreitet. Da dieses jedoch nicht vollständig den Vorgaben des Gesellschafters entspricht, konnte die LVV dafür bisher keine Empfehlung aussprechen. Die LVV im Klartext: "Wir laden nun auch die Vertreter von Versatel ein, weiter am Verfahren teilzunehmen."
Die Stadt Leipzig ist 100%ige Gesellschafterin der LVV. Diese hält 100% der Anteile an den Stadtwerken Leipzig, deren Gesellschafteranteil an der HL komm ebenfalls bei 100% liegt.
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