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Brexit

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Volker Berghahn: Englands Brexit und Abschied von der Welt. Foto: Ralf Julke

Englands Brexit und der Abschied von der Welt: Volker Berghahn untersucht, welche Motive hinter dem Brexit-Abenteuer der Engländer stecken

Es war ein exemplarisches Beispiel dafür, wie populistische Politik wirkt und in die Hosen geht, dieser Brexit, der Europa fünf Jahre lang in Atem hielt, angefangen von David Camerons völlig unsinnigem Wahlversprechen, ein Referendum zum Verbleib Großbritanniens in der EU zu veranstalten, über Jahre der britischen Fingerhakeleien bis zum Austritt unter Boris Johnson. Nicht nur Volker Berghahn grübelt da, ob dieser Heckmeck vielleicht historische Gründe hat.

Autobahn im Leipziger Norden. Foto: Ralf Julke

Anerkennung von Fahrerlaubnissen aus Großbritannien abgelaufen

Die Brexit-Übergangsphase für die Fahrerlaubnis aus Großbritannien ist mit dem 30. Juni abgelaufen. Wer noch einen britischen Führerschein besitzt und dauerhaft in Deutschland lebt, sollte diesen schnellstmöglich umtauschen. Seit dem 1. Juli 2021 wird die deutsche Fahrerlaubnis benötigt, um ein Kraftfahrzeug führen zu können. Termine gibt es über die Seite www.leipzig.de/fahrerlaubnis.

James Hawes: Die kürzeste Geschichte Englands. Foto: Ralf Julke

Die kürzeste Geschichte Englands: James Hawes erzählt, warum es zwei Englands gibt und der Brexit der Putsch einer kleinen egoistischen Elite war

Darf der denn das? Der Bursche ist doch kein Historiker! - Zum Glück. 2017 schon erklärte er den Deutschen, warum ihre Geschichte mit dem Aufkommen Preußens so völlig aus dem Gleis geriet. Jetzt hat er sich auch die eigene, englische Geschichte vorgeknöpft. Mit dem Blickwinkel eines Mannes, dem die tradierten Erklärmuster studierter Historiker völlig schnuppe sind.

Carola Ruff: Very british. Foto: Ralf Julke

Very British: Eine herzhafte Liebeserklärung an die hierzulande kaum bekannte englische Küche

Eigentlich wäre ja derzeit die große Medienberichterstattung darüber fällig, wie der britische Premier Boris Johnson es nun schaffen will, Großbritannien aus der EU zu führen. Denn bis auf die feste Absicht auszutreten, liegt ja bislang immer noch kein einziger Umsetzungsvorschlag vor. Aber nun hat der Bursche selbst eine Corona-Infektion. Und ein kleines Büchlein macht jetzt – so völlig gegen den Trend – neugierig auf die so gern belächelte englische Küche.

Katja Meier (Grüne). Foto: Juliane Mostertz

Der Brexit steht bevor – vorerst keine spürbaren Auswirkungen

In der Nacht zum Samstag um 24 Uhr mitteleuropäischer Zeit, 23 Uhr britischer Zeit, treten die Briten aus der EU aus und der Brexit wird Realität. Für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen ändert sich zunächst nicht viel, denn das Austrittsabkommen sieht eine Übergangsphase bis Ende 2020 vor. Großbritannien wird bis dahin im Wesentlichen weiter wie ein Mitgliedsstaat behandelt. So kommt es zu keinem harten Bruch der Beziehungen zwischen der EU und Ihren Mitgliedstaaten mit Großbritannien.

Martin Dulig, Landesvorsitzender der SPD Sachsen. Foto: Götz Schleser

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig zum Austritt Großbritanniens aus der EU

»Der Austritt Großbritanniens aus der EU ist eine politische Zäsur für Europa. Und er hat auch eine emotionale Dimension. Er schärft unser Bewusstsein dafür, was wir an Europa haben und für welche Werte und Errungenschaften das vereinte Europa steht – allem voran Frieden, Rechtsstaatlichkeit, Freizügigkeit und gelebte Solidarität über die Ländergrenzen hinweg. Deshalb ist der Brexit für alle Europäer eine schmerzhafte Entscheidung, die wir aber respektieren müssen. Obwohl die Briten sich nun von der EU abgewendet haben, streckt Sachsen weiterhin die Hand in Richtung Großbritannien aus.«

Das Stimmungsbild auf den Straßen von London war wieder gemischt. Foto: Michael Freitag

Haltungsnote: Besuchen Sie Europa, solange es noch steht!

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 74, seit 20. Dezember im HandelDemnächst ist Weihnachten. Doch der Autor, im Hauptberuf immerhin literarischer Profikiller, hatte in den letzten Tagen so seine Schwierigkeiten damit, sich der saisonbedingten Fröhlichkeit voll hinzugeben. Wahrscheinlich lag es daran, dass er zwischen seinen schriftlichen Morden und Mordversuchen zu oft Zeitungen liest. Was man da erfährt, gibt ja keinen echten Grund für ausgelassene Tänze um den Weihnachtsbaum.

Europa-Fahne. Foto: Ralf Julke

Delitzscher Kamingespräch: Brexit im Schloss

Für die einen ist der Brexit ein Krimi mit ungewissem Ausgang, für andere eine Seifenoper mit hohem Unterhaltungswert: Wird Großbritannien die Europäische Union tatsächlich verlassen? Unter welchen Bedingungen? Welche Auswirkungen hat ein Ausstieg des Vereinigten Königreiches aus der EU auf alle anderen Mitglieder?

Oliver Schenk, Chef der Staatskanzlei und Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten. Foto: Pawel Sosnowski

Oliver Schenk zum Ergebnis des Sondergipfels der Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union

„Viele haben für das derzeitige ‚Brexit-Theater‘ wenig Verständnis. Dennoch sollten alle Möglichkeiten genutzt werden, einen geordneten Brexit zu erreichen. Wir sind gut beraten, hier einen kühlen Kopf zu bewahren, auch wenn es angesichts der Totalblockade im Unterhaus nicht leicht fällt. Der gefundene Beschluss der EU-Regierungschefs bietet dafür eine Basis. Die EU zeigt sich hier sehr flexibel. Mir ist wichtig, dass wir einig sind und der Kompromiss gemeinsam getragen wird. Nun liegt der Ball bei den Briten“, betonte Schenk.

Schönes Erinnerungsstück ... Foto: Ralf Julke

Verliert Sachsen mit Großbritannien seinen drittwichtigsten Außenhandelspartner?

Irgendwie sorgt die Weltpolitik auch immer wieder dafür, dass Sachsens Exportindustrie in Handlungszwänge kommt. Mal war es Griechenland, das als Handelspartner ausfiel, dann gab es die Russland-Sanktionen. Aber das ist alles eher Kleinkram gegen das, was droht, wenn Großbritannien ohne Abkommen aus der EU ausscheidet. Denn Großbritannien ist der drittgrößte Außenhandelspartner Sachsens. Sachsens Statistiker sind jedenfalls besorgt.

Kassensturz. Foto: Ralf Julke

Die Folgen des Brexit lassen sich mit typischen idealen Modellrechnungen nicht erfassen

Was wir derzeit in England erleben, ist ja in gewisser Weise ein elitäres Schmierentheater. Ein ganzes Parlament behandelt den Austritt aus der EU so, als wäre das nur ein bisschen politischer Aschermittwoch. Dann ist der Klamauk vorbei, England ist raus und der Laden brummt wieder. Dabei wachsen die Befürchtungen, dass ein Brexit ohne Austrittsregelung hart und chaotisch wird. Das IWH in Halle hat versucht, das in Arbeitsplätze umzurechnen.

Oliver Schenk, Chef der Staatskanzlei und Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten. Foto: Pawel Sosnowski

Sachsen trifft Vorbereitungen für Brexit

Die Staatsregierung will mit Blick auf den Brexit nicht unvorbereitet sein und hat deswegen einen entsprechenden Gesetzentwurf auf den Weg gebracht. „Unser Ziel ist es, mit dem Gesetz für Rechtsklarheit zu sorgen“, betonte Europaminister Oliver Schenk am Mittwoch im Landtag.

Oliver Schenk, Chef der Staatskanzlei und Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten. Foto: Pawel Sosnowski

Europaminister zu Brexit-Entscheidung in Großbritannien: Austritt ohne jedes Abkommen verhindern

Sachsens Europaminister Oliver Schenk zur gestrigen Entscheidung des britischen Parlaments über das Brexit-Austrittsabkommen: „Ich bedauere sehr, dass sich gestern für das Brexit-Austrittsabkommen im britischen Unterhaus so wenig Zustimmung fand. Damit stehen die Zeichen auf einen ungeordneten Brexit, den so genannten „Hard-Brexit“. Das kann keine Seite wirklich wollen“, sagte Schenk am Mittwoch in Dresden.

Remigiusz Smolinski. Foto: privat

Brexit: Verhandlungsexperte Smolinski warnt vor Lose-Lose-Lösung

Heute stellt die britische Premierministerin Theresa May den schriftlichen Antrag zum Austritt ihres Landes aus der Europäischen Union. Nachdem das Austrittsverfahren nach Artikel 50 des Lissaboner Vertrags eingeleitet wird, haben die EU und das Vereinigte Königreich zwei Jahre Zeit, die Austrittsbedingungen zu verhandeln sowie die Regeln zu vereinbaren, die die zukünftige Beziehung zwischen beiden bestimmen werden. Remigiusz Smolinski, Honorarprofessor für Verhandlungsführung an der HHL Leipzig Graduate School of Management, sieht wichtige Hebel bei beiden Parteien, ihre Verhandlungsmacht punktuell oder dauerhaft stärken zu können. Jedoch wendet er ein: „Wenn diese Mächte aufeinander prallen, besteht das Risiko, Fronten zu verhärten und die Lösungsorientierung zu verlieren. Das wiederum könnte in einer Lose-Lose-Lösung münden.“

Post-Brexit-Diskussionen: Chancen einer gemeinsamen Asyl- und Migrationspolitik für Europa

Die Einwanderungsbewegung nach Europa des Jahres 2015 sowie die Hindernisse für eine gemeinsame europäische Migrationspolitik stehen im Mittelpunkt der post-Brexit-Diskussionen zur Zukunft des europäischen Projekts. Gründete das Projekt ursprünglich auf einem Versprechen von Frieden und Wohlstand, konzentrieren sich die heutigen Vorschläge für eine Vertiefung der Europäischen Union fast ausschließlich auf ein vage gehaltenes Versprechen von Sicherheit.

Schottland und der Brexit. Quelle: VHS

Ein zweites Referendum? Schottland und der Brexit

Mit einer Diskussion über Schottland und den Brexit setzt die Volkshochschule ihre Veranstaltungsreihe zum Austritt Großbritanniens aus der EU am Donnerstag, dem 12. Januar, von 19 bis 21 Uhr, in der Löhrstraße 3-7, fort.

Bernhard Moltmann, Gastforscher beim Leibnitz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung. Foto: HSS

Ist der Frieden auf der Insel in Gefahr? – Nordirland und der Brexit

In Zusammenarbeit mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung lädt die Volkshochschule zur Diskussion über das Themna „Ist der Frieden auf der Insel in Gefahr? – Nordirland und der Brexit“ am Donnerstag, dem 8. Dezember, 19 bis 21 Uhr, in die Löhrstraße 3 - 7, ein.

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