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Die sächsiche Ministerin Petra Köpping.
·Politik·Sachsen

Zugangsbeschränkungen im sächsischen Einzelhandel entfallen komplett, Clubs dürfen ab 4. März ohne Abstand und Masken öffnen

Auf diese Entscheidungen haben Einzelhandel und Clubs lange gewartet: Bereits ab dem morgigen 23. Februar entfallen in Geschäften sämtliche Zugangsbeschränkungen. Zudem dürfen sich Geimpfte und Genesene wieder mit beliebig vielen Personen privat treffen. Ab dem 4. März folgt möglicherweise ein Befreiungsschlag für die Clubszene: Diese dürfen ohne Abstands- und Maskenregeln wieder öffnen. Unklar bleibt unterdessen, ob es ab Mitte März noch irgendwelche nennenswerten Corona-Beschränkungen geben wird.

Der Ranstädter Steinweg. Foto: Ralf Julke
·Wirtschaft·Mobilität

Neue Brücken und mehr Radwege: Stadt will in diesem Jahr rund 52 Millionen Euro in Straßen investieren

30 Millionen Euro für Investitionen und 21,9 Millionen Euro für Unterhalt und Instandsetzung will die Stadt Leipzig 2022 für Straßen einsetzen. Und da stecken auch drei Brücken drin, von denen eine fertig wird. Das Verkehrs- und Tiefbauamt plant in diesem Jahr unter anderem den Neubau der Waldstraßenbrücke sowie der zweiten Gustav-Esche-Brücke. Beide Querungen werden mit rund 5 Millionen Euro veranschlagt, die Arbeiten sollen im Herbst starten.

Das XL-Fahrzeug Nr. 20 von Solaris in der Windmühlenstraße. Foto: Ralf Julke

Neue Bahnen, neue Gleise: LVB wollen 2022 allein 111 Millionen Euro investieren

Um den Bedürfnissen einer gewachsenen und nachhaltigeren Stadt zu entsprechen, will Leipzig auch im Jahr 2022 weiter umfangreich in die städtische Infrastruktur investieren. Im laufenden Haushaltsjahr sind beim Verkehrs- und Tiefbauamt allein 30 Millionen Euro für Investitionen und 21,9 Millionen Euro für Unterhalt und Instandsetzung eingeplant. Die Straßen, Brücken und Gehwege in Leipzig sollen so sicherer und leistungsfähiger für alle Verkehrsteilnehmer werden.

·Politik·Kassensturz

Bürgerumfrage 2020: Hat sich die Sicht der Leipziger auf den Verkehr tatsächlich sprunghaft verbessert?

Am Montag, 21. Februar, stellten Stadt und LVB die wichtigsten Straßenbaumaßnahmen für 2022 vor. Bei der Gelegenheit verwies Baubürgermeister Thomas Dienberg fast ein bisschen stolz auf die Ergebnisse der „Bürgerumfrage 2020“, nach denen der Verkehr in Leipzig erstmals nicht mehr als größtes Problem verstanden wurde. Nannten in den Vorjahren immer über 60 Prozent den Leipziger Verkehr als größtes Problem, waren es auf einmal nur noch 47 Prozent.

Andreas Köllner: saitenwechsel. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

saitenwechsel: Ein Bändchen aphoristischer Gedichte aus einem stilleren Leipzig

So ein bisschen hat Andreas Köllner seinen Gedichtband unter den Schutz von Stefan Zweig gestellt, der sich am 23. Februar 1942 in Petropolis das Leben nahm. Das ist 80 Jahre her. Und natürlich war der Dichter aus Österreich in einer ganz anderen Situation „nahe jenem letzten Strand“ als der 1992 geborene Dichter aus Leipzig. Wenn man jung ist, fragt man ganz anders nach der Schwere oder Leichtigkeit der Existenz.

Auch Bundeskanzler Olaf Scholz (63, SPD), hier bei einem Wahlkampfauftritt in Leipzig 2021, ist in die Diplomatie zur Lösung des Ukraine-Konflikts involviert. Foto: LZ
·Der Tag

Montag, der 21. Februar 2022: Nervenkrieg um die Ukraine, ernüchternde Bilanz nach knapp zwei Jahren Einwanderungsgesetz, neuer Impfstoff verfügbar

Trotz eines vom Kreml angekündigten Truppenabzugs spitzt sich die Situation im Osten der Ukraine immer weiter zu. Unvermindert warnen die USA vor einem möglichen Einmarsch des russischen Militärs. Hoffnungen auf ein rasches Spitzentreffen zwischen den Staatschefs von Russland und den USA haben sich vorerst verflüchtigt. Nach rund zwei Jahren fällt die Bilanz des deutschen Gesetzes zur Einwanderung von Fachkräften ernüchternd aus und seit heute ist ein weiterer Impfstoff gegen das Coronavirus verfügbar. Die LZ fasst zusammen, was am Montag, dem 21. Februar 2022, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Erwartete Auswirkungen der Corona-Pandemie nach Altersgruppen. Grafik: Stadt Leipzig, Bürgerumfrage 2020
·Politik·Kassensturz

Bürgerumfrage 2020: Die berechtigte Sorge der Leipziger um Grundrechte und gesellschaftlichen Zusammenhalt

Manchmal liegen Erklärungen für die Verwerfungen in der Gegenwart auch in der Vergangenheit. Noch im Frühjahr 2020 glaubten ja zumindest einige Medien, die Corona-Pandemie würde ein ganz großer Auftritt für den Staat und die Deutschen würden miteinander richtig solidarisch sein. Aber dass beides nicht zutraf, machte dann die „Bürgerumfrage 2020“ sichtbar. Auch mit der durchaus verbreiteten Angst um die (dauerhafte) Einschränkung der Bürgerrechte.

Ehrungen für Frauen gibt es in Leipzig wenige. Das Denkmal für Clara Zetkin ist eines davon. Foto: Pia Benthin
·Politik·Engagement

AG Frauenprojekte ruft auf: Leipzig braucht mehr Straßennamen von Frauen

Dass Leipzig immer noch eine Stadt ist, die ihre Geschichte und Wichtigkeit in Männerkategorien denkt, haben zuletzt im Stadtrat einige Diskussionen über Straßenbenennungen, Schulbenennungen und Ehrenbürgerwürden deutlich gemacht. Alles Themen, die auf einer männerdominierten Geschichtsschreibung basieren. Wenn Frauen aber nicht mehr Öffentlichkeit bekommen, wird sich an ihrem „Vergessenwerden“ auch nichts ändern. Die AG Frauenprojekte startet deshalb einen Aufruf.

Svetlana Lavochkina: Die rote Herzogin. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Die rote Herzogin: Die gar nicht heldenhafte Ouvertüre für den großen Zaporoschje-Roman „Puschkins Erben“

Eigentlich – so erzählt Svetlana Lavochkina im Vorwort – sollte die Geschichte der roten Herzogin ursprünglich Teil ihres Romans „Puschkins Erben“ werden. Aber dann drohte sie den Roman zu sprengen: nicht teamfähig, zu eigensinnig, zu brutal. Schreibt Svetlana Lavochkina. Aber wie kann ein Roman über das Jahr 1932 im Reich Stalins nicht brutal sein? Erst recht, wenn man mit diesem Roman im ukrainischen Saporischschja (Zaporoschje) landet, einer jene Städte, die jetzt wieder von Putins Truppen bedroht sind.

Hanau-Gedenken am 19. Februar 2022. Foto: LZ
·Der Tag

Das Wochenende, 19./20. Februar 2022: Gedenken an Hanau-Opfer, linke Corona-Demo in Halle und Queen infiziert

Etwa 1.000 Personen haben sich am Samstag am Gedenken für die Opfer des Anschlags in Hanau vor zwei Jahren beteiligt. Einen neuerlichen „Corona-Spaziergang“ gab es hingegen nicht – zumindest nicht in Leipzig. In Halle waren es am Sonntag Linke, die gegen die Corona-Politik auf die Straße gingen. Außerdem: Die mutmaßlich dreifach geimpfte Queen hat sich mit Corona infiziert. Die LZ fasst zusammen, was am Wochenende, 19./20. Februar 2022, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Leipzigs Opernhaus.
·Leben·Gesundheit

Nachgereichte Zahlen: Auch in den Leipziger Eigenbetrieben liegen die Impfquoten über 70 Prozent

Am 9. Februar war es Thema in der Ratsversammlung und brachte Linke-Stadtrat Volker Külow gewaltig zum Staunen: Leipzigs Verwaltung kann eine Impfquote von über 87 Prozent vorweisen, weit über dem kläglichen sächsischen Durchschnitt von 65 Prozent. Külow hatte sehr detailliert nachgefragt. Er wollte auch die Zahlen im Pflegebereich in den Eigenbetrieben wissen. Denn wenn Verwaltungsmitarbeiter/-innen vorbildlich sind, muss das ja nicht für alle anderen auch gelten.

Freude am Fliegen: wenn es zu Nachtlärm wird, eher nicht. Foto: Michael Freitag
·Politik·Region

Flughafen Leipzig/Halle: Wird die neue Entgeltordnung Lärm und Emissionen tatsächlich teurer machen?

Es wird immer lauter am Frachtflughafen Leipzig/Halle. Und das nicht nur, weil Leipzig weit und breit der einzige Flughafen ist, der eine Rund-um-die-Uhr-Genehmigung für Frachtflüge besitzt, was gerade die nächtlichen Starts und Landungen besonders stark hat zunehmen lassen. Hier landen auch jede Mengte uralter Maschinen, die anderswo schon deshalb nicht landen würden, weil dort die Start- und Landeentgelte auch die Lärm- und Schadstoffklassen berücksichtigen. In Leipzig bisher nicht.

Mondnacht - Fünf vor Zwölf. Fotro: Ralf Julke
·Kultur·Lesungen

Mondnacht – Fünf vor Zwölf: Ein Gespräch zu einem Thema, das schon die Romantiker in Sorge versetzte

Natürlich kann man sich darüber wundern, dass auch schon die Klassiker und Romantiker vor 200 Jahren so ein intensives Verhältnis zur Natur hatten und ihre Angst darum, dass diese Schönheit für immer zerstört wird, in Worte fassten. Aber sie schrieben ja nicht ohne Grund darüber. Vor 200 Jahren begann die rücksichtslose Ausplünderung unserer Umwelt. Und kein Buch führt beides so eindrucksvoll zusammen wie der Sammelband „Mondnacht“, der am 21. Februar im Haus des Buches vorgestellt wird.

Die St.-Lukas-Kirche Chemnitz um 1910. Foto: Gemeinfrei, Urheber unbekannt,
·Bildung·Zeitreise

Verlorene Kirche in Chemnitz: die Lukaskirche

Kirchenbauwerke gehören in Mitteldeutschland zu fast jedem Ort. Im Alltag sind sie bekannt als Wahrzeichen, Ortsmittelpunkt oder Orientierungsmarke, sie haben architektonisch, kunsthistorisch und regionalgeschichtlich vielfältige Bedeutung. Doch die Zukunft vieler Kirchen ist bedroht: Dutzende von ihnen haben ihre Funktion verloren, einige sind bereits spurlos aus dem Ortsbild verschwunden. Zeit zur Erinnerung an verschwundene Kirchen – und was mit ihnen unwiderruflich verloren gegangen ist.

Chantal Remmert, Grit Hartung: Slowflowers. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Slowflowers: Das Buch, mit dem Chantal Remmert zeigt, wie jeder sich einen wilden Blumengarten schaffen kann

So schnell kann das gehen. Kaum sind Fotos und Buch fertig, entschwindet Erna Primula aus Leipzig. Noch einmal gibt es bezaubernde Bilder vom Garten hinterm Friedhof, faszinierende Blumenbouquets und ein mit Tipps angereichertes Plädoyer für die Slowflower-Bewegung. Und schon lautet die Anschrift nicht mehr Leipzig, sondern Schwäbisch Hall. Aber bei Slowflower geht es nicht nur um nachhaltigen Schnittblumenanbau.

Das Hanau-Gedenken am 19. Februar 2022 auf dem Leipziger Markt. Foto: LZ
·Leben·Gesellschaft

Leipziger/-innen gedenken des Terroranschlags von Hanau + Video

Genau zwei Jahre ist es her, als Tobias R. in eine Hanauer Shisha-Bar stürmt und um sich schießt. Der Notausgang ist auf Anweisung der Behörden verriegelt, eine Flucht ist unmöglich. Elf Menschen sterben an diesem Tag, erst neun seiner Opfer, später erschießt R. seine Mutter und dann sich selbst. Seine Tat bleibt von ihm, war rechtsextremistisch motiviert und traf jene, die in unserer Gesellschaft marginalisiert sind. Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar und Kaloyan Velkov. Das sind die Namen derer, die am 19. Februar 2020 von Tobias R. mitten aus dem Leben gerissen wurden.

·Politik·Leipzig

Burkhard Jung und Torsten Bonew ziehen Bilanz: Rekord bei den Gewerbesteuereinnahmen und hohes Investitionsniveau

Für gewöhnlich war der Februar vor einigen Jahren immer die Zeit, in der Oberbürgermeister Burkhard Jung ankündigte, wie viel die Stadt Leipzig im neuen Jahr alles würde bauen wollen. Aber dann kam ja bekanntlich Corona und sorgte für einige Sorgen um die Haushaltslage. Und so nutzte er diesmal am Freitag, 18. Februar, gemeinsam mit Finanzbürgermeister Torsten Bonew die Gelegenheit, die zwei zurückliegenden Jahre zu rekapitulieren. Denn im Frühjahr 2020 sah alles noch ganz anders aus. Und ganz und gar nicht rosig.

Henner Kotte: Astoria Leipzig. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Astoria Leipzig: Die unvollendete Geschichte eines Hotels am Ersten Platz

Es gibt Häuser in Leipzig, die haben ihren Platz auf der Titelseite Leipziger Zeitungen sicher, wenn es auch nur ein Fünkchen neue Nachrichten gibt. Das Astoria Hotel ist eines dieser Häuser. 2015 hätte es sein Hundertjähriges feiern können. Jetzt hat Henner Kotte so eine Art Biografie des Hauses zusammengestellt aus alten Akten, Prospekten und Zeitungsartikeln. Es sammelt sich ja was an in so einer Zeit.

Sturmschäden.
·Der Tag

Freitag, der 18. Februar 2022: Rahmenplan zur einrichtungsbezogenen Impfpflicht in Sachsen veröffentlicht, Sturmschäden durch „Ylenia“ und der nächste Orkan kommt

Das Sächsische Sozialministerium versendete heute Hinweise zur einrichtungsbezogenen Impfpflicht. Demnach muss medizinisches Personal bis zum 15. März den Nachweis über eine vollständige Impfung, eine Genesung oder ein Attest vorlegen. Außerdem: Auch in Sachsen sorgte Sturm „Ylenia“ für Schäden und der nächste Orkan folgt schon. Die LZ fasst zusammen, was am Freitag, dem 18. Februar 2022, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Informationsquellen während der Pandemie. Grafik: Stadt Leipzig, Bürgerumfrage 2020
·Politik·Kassensturz

Bürgerumfrage 2020: Das Internet gehört bei jüngeren Leipzigern längst zum Alltag

Wie sehr sich die Welt in den vergangenen Jahren verändert hat, machen schon die ersten Sätze zum Thema Internet in der Bürgerumfrage 2020 deutlich: „Das Internet ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Ob im gesellschaftlichen, beruflichen oder privaten Handlungskontext – ohne Internet sind eine Vielzahl von Aktivitäten und Teilhabemöglichkeiten kaum noch denkbar. (…) Auf gleichem Niveau wie im Bundesdurchschnitt geben neun von zehn Leipzigerinnen und Leipziger an, über einen Zugang zum Internet zu verfügen.“ 2003 waren es nur 40 Prozent.

Kinderbetreuung in Pandemie-Zeiten. Grafik: Stadt Leipzig, Bürgerumfrage 2020
·Politik·Kassensturz

Bürgerumfrage 2020: Die Schließung von Kindereinrichtungen ging fast komplett auf Kosten der Eltern

Augenblicklich tobt ja wieder die mediale Diskussion: Sollen Kitas und Schulen geschlossen werden? Bleiben sie offen? Werden die Kinder so zu unfreiwilligen Pandemie-Treibern? Oder kann es sich Deutschland gar nicht mehr leisten, die Kindereinrichtungen zu schließen? Denn die Frage dahinter lautet ja immer: Auf wessen Kosten geht das eigentlich? In der „Bürgerumfrage 2020“ gab es dazu eine eindeutige Aussage.

·Kultur·Ausstellungen

New York 9/11: Am 9. April wird das neue Panorama von Yadegar Asisi enthüllt

„Wir schauen auf 20 Jahre Krieg zurück. Auslöser waren die Anschläge von 9/11. Können wir mit dieser Erfahrung so weitermachen oder sind wir endlich in der Lage aus der Geschichte zu lernen?“, fragte sich Yadegar Asisi, als er sein neues Großprojekt im Panometer Leipzig begann. Auch 20 Jahre später erinnert sich jeder, der damals alt genug war, an die Ereignisse des 11. September 2001. Doch ist uns auch gänzlich bewusst, welche weitreichenden Folgen der Schicksalstag mit sich zog und sich nach wie vor auf unsere Gegenwart auswirkt?

Volker Reinhardt: Voltaire. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Voltaire: Die Biografie eines unbeirrten Aufklärers, der heute noch genauso aktuell ist wie zu Lebzeiten

Geht es in diesem Buch tatsächlich um Freiheit? Jedenfalls nicht um die Freiheit, die heute auf den Straßen herumgetragen wird wie ein Popanz. Denn die hätte Voltaire nicht unter Freiheit in sein Philosophisches Wörterbuch eingetragen, sondern eher unter Aberglauben und Egoismus. Denn die Grundbedingung menschlicher Freiheit war gerade für diesen Voltaire immer die Vernunft. Wer sich seiner Vernunft nicht zu bedienen weiß, ist nicht frei. Logisch, dass sich dieser Mann jede Menge Feinde machte. Und einige seiner Bücher noch heute Bestseller sind.

·Der Tag

Donnerstag, der 17. Februar 2022: „Leipzig liest“-Alternative entsteht, AfD muss Bußgeld zahlen und Debatte um Schwurbel-Sachsen + Video

Das Sturmtief Ylenia hat heute in weiten Teilen Deutschlands den Zugverkehr lahmgelegt, auch Sachsen war betroffen. Für morgen ist bereits der nächste Sturm angekündigt, der Sachsenforst spricht Warnungen aus. Außerdem muss die AfD wegen eines Verstoßes gegen das Parteiengesetz ein sechsstelliges Bußgeld zahlen und ein Bericht eines Bad-Schandau-Touristen über die Schwurbel-Narrative in der Sächsischen Schweiz sorgt für Gesprächsstoff. Die LZ fasst zusammen, was am Donnerstag, dem 17. Februar 2022, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Der Cospudener See ist ein Teil im Masterplan Grün der Stadt Leipzig
·Leben·Gesellschaft

Der Natur den Rücken stärken: Die kleinen und großen Erholungsorte Leipzigs zu sichern, ist ein Mammutprojekt

Leipzigs Seen, Wälder, Auen, Parks und Gärten sind das „grün-blaue Rückgrat der Stadt“, das „gepflegt, geschützt und entwickelt werden“ muss. So lautet der Anspruch, den das Dezernat Umwelt, Ordnung, Sport mit dem Handlungsschwerpunkt „Leipzig grün-blau“ verfolgt. Dabei gehe es darum, die Stadt fit für den Klimawandel zu machen, biologische Vielfalt zu erhalten, umweltgerechte Mobilität zu ermöglichen und insgesamt gerechte Umwelt- und Lebensverhältnisse zu schaffen, die die Gesundheit aller Bürger/-innen fördern. Ein Meilenstein ist bereits erreicht: Der „Masterplan Grün“ ist 2020 vorgelegt worden.

·Politik·Leipzig

Arbeitsprogramm 2023: Naturkundemuseum

Nach (sehr) langem Hin und Her steht nach Stadtratsbeschluss in 2020 fest: Das Naturkundemuseum, das an seinem jetzigen Standort in der Lortzingstraße aus bauordnungsrechtlichen Gründen nur eingeschränkt betrieben werden kann, wird den alten Bowlingtreff am Wilhelm-Leuschner-Platz wieder zum Leben erwecken.

·Politik·Leipzig

Matthäikirchhof: Keimzelle, DDR-Trutzburg, Zukunftslabor

Er gilt als einer der geschichtsträchtigsten Orte Leipzigs. Lange hatten Historiker gerätselt und geforscht, wo sich die früheste Burg der Stadt aus dem 10. Jahrhundert befand. Erst in den fünfziger Jahren erbrachten archäologische Arbeiten den Nachweis, dass sich zwischen Dittrichring und Großer Fleischergasse mal eine Befestigungsanlage erstreckt hatte – Burg und Siedlung der frühen „urbs libzi.“

·Politik·Leipzig

Große Versprechen: Soziale Stabilität durch ein Demenzdorf und eine Handvoll Kita-Plätze?

Leipzig schafft soziale Stabilität. Ein großes Versprechen, das Oberbürgermeister Burkhard Jung im Vorwort des Arbeitsprogramms 2023 erläutert: „Seit einigen Jahren sind wir die am schnellsten wachsende Großstadt Deutschlands (...). Es gibt keinen Wohnungsleerstand und aus der großen Arbeitslosigkeit ist ein nachgefragter Arbeitsmarkt geworden.“ Diese Entwicklung wolle man fortführen und sozial gerecht gestalten. Dafür wurden im Bereich der sozialen Stabilität sieben konkrete Vorhaben benannt, deren Umsetzung bis 2023 angestrebt wird.

·Politik·Leipzig

Arbeitsprogramm: Was Leipzig bis 2023 schaffen möchte

Im Städteranking des Hamburger Weltwirtschaftsinstituts, das die wirtschaftliche Leistung, die Demografie-Entwicklung und die Standortfaktoren einer Stadt beurteilt, belegt Leipzig unter 30 deutschen Städten den zweiten Platz. „Nur München ist dynamischer“, schreibt Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) voller Stolz in einer städtischen Publikation.

Am Zöbigker Winkel in Markkleeberg. Foto: Ralf Julke
·Politik·Region

Der Stadtrat tagte: Deutliche Kritik am Entwurf zum Flächennutzungsplan Markkleebergs + Video

Eigentlich war es „nur“ eine Stellungnahme der Stadt Leipzig zum gerade diskutierten Flächennutzungsplan der Nachbarstadt Markkleeberg. Aber im Grunde war es eine große, dicke Missbilligung, die die Stadt in ihrer Stellungnahme formuliert hat. Und sie betrifft dasselbe Thema, mit dem auch einige Markkleeberger Initiativen die Vorlage in Markkleeberg kritisieren. Neben der massiven Ausweitung der Wohnbebauung geht es aus Leipziger Sicht auch um völlig ungelöste Fragen wie den steigenden Kraftverkehr und die überfällige Verlängerung der Straßenbahn.

Kaum noch erkennbar: die denkmalgeschützte Anlage im Gebiet der ehemaligen Rödel. Foto: Marko Hofmann
·Politik·Brennpunkt

Wunsch des Stadtbezirksbeirat Südwest geht in Erfüllung: Alter Rödel-Verlauf bekommt eine denkmalpflegerische Zielstellung

Manchmal braucht es eben doch die Anregungen direkt vor Ort, damit Dinge aus ihrem etwas verwilderten Dornröschenschlaf erwachen. So geschehen, als der Stadtbezirksbeirat Südwest beantragte, die Mittel aus dem eigenen Budget vielleicht dafür zu verwenden, aus dem Gelände des ehemaligen Rödel-Laufs bei Schleußig „eine Flaniermeile bis zum 31.07.2023“ zu machen.

Straßenbahn am Wilhelm-Leuschner-Platz. Foto: Ralf Julke
·Wirtschaft·Mobilität

Der Stadtrat tagte: LVB werden bis 2044 mit dem Leipziger ÖPNV beauftragt + Video

Eigentlich läuft der aktuelle Dienstleistungsauftrag der Stadt Leipzig mit den Leipziger Verkehrsbetrieben (LVB) noch bis 2028. Aber so kann man ÖPNV in einer Großstadt eigentlich nicht planen. So plant man bestenfalls Dienstleistungsaufträge für Catering und Toilettenpapier. Aber nicht für Planungen für ein komplettes Straßenbahnnetz, das nach Auftrag durch den Stadtrat weit über 2030 hinaus kräftig erweitert werden muss.

Rudimentärer Weg am Rand des Elster-Saale-Kanals. Foto: Marko Hofmann
·Politik·Brennpunkt

Der Stadtrat tagte: Der Radweg am Elster-Saale-Kanal kann gebaut werden + Video

Da war auch Ortsvorsteher Stefan Köster ein bisschen überrascht, denn irgendwie hatte er wohl doch ein Sträuben aus der Stadtverwaltung erwartet, nachdem der Ortschaftsrat Burghausen ein kleines Wunschpaket zum Radwegausbau am Elster-Saale-Kanal beantragt hatte. Doch gleich nach seiner kurzen Rede in der Ratsversammlung am 9. Februar übernahm OBM Burkhard Jung kurzerhand den Antrag des Ortschaftsrates. In Burghausen bekommt der Radweg auf dem Damm also eine spaziergängerfreundliche Gestaltung.

Christfried Böttrich: Petrus. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Petrus: Die Geschichte des Apostels, der ganz bestimmt kein Funktionär war

Wahrscheinlich ging es 2001 vor allem um die schöne Alliteration, als das von Christfried Böttrich geschriebene „Petrus“-Buch in der Reihe Biblische Gestalten den Untertitel „Fischer, Fels und Funktionär“ bekam. Tatsächlich ist aber die Geschichte Simons, der von Jesus den Namen Petrus verpasst bekam, alles andere als die Geschichte eines Funktionärs. Dass sich Böttrichs Rekonstruktion genau um diese Frage dreht, wird spätestens klar, wenn es um den Stuhl Petri geht.

·Der Tag

Mittwoch, der 16. Februar 2022: Öffnung von Clubs in Aussicht, vierte Corona-Impfung empfohlen und Tornadowarnung für Deutschland

Beim heutigen Corona-Gipfel einigten sich Bund und Länder auf die stufenweise Aufhebung der Corona-Maßnahmen bis Ende März. Wir haben die Beschlüsse zusammengefasst. Derweil wirbt das Sozialministerium Sachsen für die vierte Corona-Impfung. Außerdem: Der Deutsche Wetterdienst warnt vor einem Orkanduo, das Tornado-Gefahr birgt. Die LZ fasst zusammen, was am Mittwoch, dem 16. Februar 2022, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Die Juni-Ausgabe des Leipziger Amtsblatts.
·Politik·Leipzig

Neuer Vorstoß: Freibeuter wollen das Leipziger Amtsblatt digitaler und ökologischer machen

Wie oft wurde im Stadtrat schon über das Leipziger Amtsblatt diskutiert und über die Frage, ob es noch zeitgemäß ist, alle zwei Wochen große Stapel von gedruckten Amtsblättern in die Hausflure zu legen. Das verstört auch FDP-Stadtrat Sascha Matzke gewaltig. Gibt es denn keine moderneren Formen, den Leipzigern das Amtsblatt zukommen zu lassen? Oder wenigstens den Online-Zugang auf leipzig.de zu verbessern?

Sozialbürgermeister Thomas Fabian. Foto: Videostream der Stadt Leipzig, Screenshot: LZ
·Politik·Leipzig

Der Stadtrat tagte: Leipzig wird bei der Impfpflicht nicht herumeiern wie der bayerische Ministerpräsident + Video

Man kann aus dem Impfen und der Impfpflicht ein Politikum machen. Das versucht auch die AfD-Fraktion im Leipziger Stadtrat. Am 9. Februar war das in der Ratsversammlung gleich zweimal Thema. Aber bei der Anfrage zur angekündigten Impfpflicht in der Pflege wurde einmal mehr deutlich, wie sehr das falsche Verständnis von (Impf-)Freiheit kollidiert mit der Pflicht der staatlichen Verwaltungen, die gesundheitliche Unversehrtheit aller Bürger im Blick zu haben.

Baubürgermeister Thomas Dienberg beantwortet die Fragen zu den Garagengemeinschaften. Foto: Livestream der Stadt Leipzig, Screenshot: LZ
·Politik·Leipzig

Der Stadtrat tagte: Einige Garagengemeinschaften werden ihren Standort noch räumen müssen + Video

In der Vergangenheit kam es schon vereinzelt vor, dass die Stadt Leipzig Garagengemeinschaften kündigte, weil der Platz dringend etwa für eine Kita oder eine neue Schule gebraucht wurde. Es ist eng geworden in der Stadt. Und weil es allerenden an geeigneten Grundstücken fehlt, kann auch anderen Leipziger Garagengemeinschaften keine Bestandsgarantie gegeben werden. Das ist das Ergebnis einer Anfrage der Linksfraktion.

·Wirtschaft·Mobilität

Nach der Nicht-Entscheidung zum Triftweg: Wem gehört der Straßenraum?

Der BUND Leipzig fragt sich, wie die Stadt mit der gerechten, sicheren und klimaneutralen Raumverteilung zwischen Straßen, Rad- und Fußwegen umgeht? - Es mag wohl niemand bestreiten, dass es in Leipzig immer enger wird. Es fehlen nicht nur wichtige Grün- und Freiflächen, von denen viele der Überbauung zum Opfer gefallen sind. Der Kampf um Platz findet auch auf der Straße statt, denn mit dem Einwohnerwachstum wächst auch die Zahl der Autos.

Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal versucht Antworten zu geben zum nicht umgesetzten Schallschutzfensterprogramm. Foto: Livestream der Stadt Leipzig, Screenshot: LZ
·Politik·Leipzig

Der Stadtrat tagte: Gibt es 2023 endlich Geld für Schallschutzfenster an lauten Hauptstraßen in Leipzig? + Video

Das konnte Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal dann in der Ratsversammlung am 9. Februar nicht mehr einfach weglächeln. Die Grünen-Fraktion hatte vorher angefragt, was aus dem 2019 vom Stadtrat beschlossenen Schallschutzfenster-Programm geworden ist. 200.000 Euro hatte der Stadtrat pro Jahr dafür bereitgestellt, dass Hausbesitzer an stark befahrenen Hauptstraßen solche Fenster von der Stadt gefördert bekommen. Das Geld aber wurde nie ausgegeben.

Leipzig bleibt friedlich: Plakat am Haus der Demokratie. Foto: Ralf Julke
·Politik·Engagement

Leipzig bleibt friedlich: Weltfriedensort statt Militär und Waffentransporte am Flughafen Leipzig/Halle

In einer gemeinsamen Presseerklärung fordern die Initiative „Leipzig bleibt friedlich!“, der Linke-Bundestagsabgeordnete Sören Pellmann und der Stadtrat Bert Sander aus der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen die Stadtoberhäupter Leipzigs dazu auf, die Stadt der Friedlichen Revolution als Weltfriedensort zu etablieren und sich vernehmbar gegen Waffentransporte und Rüstungsansiedlungen am Flughafen Leipzig/Halle zu positionieren. Das Erbe von 1989 müsse gelebt werden und dürfe nicht zum bloßen Städtemarketing verkümmern.

Ob er bei Putin etwas erreicht hat? Mitten im Ukraine-Konflikt besuchte Bundeskanzler Olaf Scholz heute den russischen Präsidenten. Foto: Photothek, Thomas Koehler
·Der Tag

Dienstag, der 15. Februar 2022: Scholz zu Gast bei Putin, vorsichtiger Optimismus im Ukraine-Konflikt und Aussicht auf Lockerungen in der Pandemie

Mitten im schwelenden Konflikt um die Ukraine und der Kriegsangst wurde Bundeskanzler Scholz am Dienstag von Russlands Präsident Putin empfangen. Beide Politiker zeigten sich danach dialogbereit – zudem verkündete Russland heute einen ersten Teilabzug seines Militärs aus der russisch-ukrainischen Grenzregion. Verhaltene Zuversicht gibt es auch in der Pandemie-Entwicklung, was den Ruf nach spürbaren Lockerungen immer lauter werden lässt. Die LZ fasst zusammen, was am Dienstag, dem 15. Februar 2022, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

15 Jahre hinter Gittern verändern den Menschen - und doch gibt es manchmal Momente der Hoffnung. Foto: Pixabay
·Leben·Gesellschaft

15 Jahre hinter Gittern – eine Ex-Gefangene erzählt (Teil 2): Psychoterror, Resignation, Zuversicht

Trotz aller geographischen, rechtlichen, soziologischen und strukturellen Unterschiede gäbe es etwas, was man als die „menschliche Ursituation des Gefangenseins“ bezeichnen könne, bemerkten der schweizerische Jurist Alfred Abegg und der deutsche Kriminologe Rüdiger Herren schon im Jahr 1965: „Ist ein Mensch in die ‚Grenzsituation des Gefangenseins‘ gestellt, so tauchen oftmals archetypische Angst- und Todesvorstellungen aus dem Dämmer seines Unbewussten auf. Auch beim modernen Strafgefangenen bricht manchmal die Urangst, die Existenzangst in nackter Form, durch und ergreift Besitz von seinem Bewusstsein.“

Sozialbürgermeister Thomas Fabian antwortet auf die Nachfrage von Volker Külow. Foto: Videostream der Stadt Leipzig, Screenshot: LZ
·Politik·Leipzig

Der Stadtrat tagte: Impfquote bei Leipziger Pflegepersonal deutlich höher als Sachsen-Durchschnitt + Video

Auch das ist so eine Diskussion, die derzeit durch Sachsen wabert: Wie hoch ist eigentlich die Impfquote im öffentlichen Dienst und insbesondere beim Pflegepersonal? Immerhin gingen ja zahlreiche Meldungen durch die Presse, dass tausende Pflegekräfte jetzt auf einmal mit Stellengesuchen angeblich nach einer neuen Arbeitsstelle suchen, weil sie sich nicht impfen lassen wollen. Die meisten wohl getürkt. Wie sieht es da aber in Leipzig aus, wollte die Linksfraktion wissen.

So könnte die Merseburger Straße aussehen. Visualisierung: Ökolöwe
·Politik·Leipzig

Tempo 30 und Abpollerung: Wie viele autofreie Straßen sind in Leipzig möglich?

Die Diskussion um Tempo 30 hat in allen deutschen Großstädten 2021 richtig Fahrt aufgenommen. Auch wenn es noch eine Weile dauern wird, bis sich der Bund dazu aufrafft, in Städten Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit zu akzeptieren. Bis dahin werden auch Städte wie Leipzig jeden vorgeschlagenen Straßenabschnitt akribisch untersuchen, ob da eine Tempodrosselung überhaupt machbar ist. Aber eine Antwort aus dem Verkehrs- und Tiefbauamt (VTA) erfreut jetzt die SPD-Fraktion.

OBM Burkhard Jung gibt Siegbert Doese Paroli. Foto: Videostream der Stadt Leipzig, Screenshot: LZ
·Politik·Leipzig

Der Stadtrat tagte: Von „friedlichen Spaziergängern“ kann keine Rede sein + Video

„Und drittens, Herr Droese, ich kann nicht akzeptieren, dass Sie die Situation heute in einer demokratischen Gesellschaft mit den Protesten von '89 auch nur in Verbindung bringen.“ Das sagte Oberbürgermeister Burkhard Jung am 9. Februar, als AfD-Stadtrat Siegbert Droese noch einmal versuchte, eine Anfrage seiner Fraktion zu den sogenannten „Spaziergängen“ öffentlich zu machen. Dazu bietet die Nachfragemöglichkeit im Stadtrat natürlich Gelegenheit. Aber Burkhard Jung parierte mit sehr präziser Klinge.

Die Brücke der B2 zerschneidet das Parkgelände der agra. Foto: Matthias Weidemann
·Politik·Brennpunkt

Der Stadtrat tagte: Wie gut stehen die Chancen für eine Landesgartenschau im agra-Gelände? + Video

Manchmal geht es nur um ein Zeichen. Zum Beispiel an Leipzigs kleine Nachbarstadt Markkleeberg, die sich seit Jahren darum bemüht, eine Landesgartenschau bei sich zu organisieren. Dazu gibt es aber praktisch nur das agra-Gelände. Und das wieder teilt sich Markkleeberg mit Leipzig. Logisch, dass die CDU-Fraktion gemeinsam mit der SPD-Fraktion beantragte, die Voraussetzungen für eine gemeinsame Bewerbung zu prüfen.

Gold ist ein wahrer Mythos und Symbol von Reichtum, als Krisenschutz jedoch nur bedingt tauglich. Foto: Erik Stein/Pixabay
·Wirtschaft·Verbraucher

Mythos Gold: Schlechter als sein Ruf?

Unvergänglicher Glanz, ästhetische Anmut, Wertbeständigkeit – Gold ist einer der globalen Menschheitsmythen. Das berühmte Edelmetall war Motiv von Kriegen und Eroberungsfeldzügen, untermauerte den dauerhaften Herrschaftsanspruch von Dynastien, versprach die Chance auf Reichtum, der am Ende nur wenigen wirklich zuteilwurde. Doch was ist wirklich dran am Potenzial von Gold?

Baumfällung am Wilhelm-Leuschner-Platz. Foto: LZ
·Politik·Leipzig

Der Stadtrat tagte: Die Novellierung der Leipziger Baumschutzsatzung wird auf März vertagt + Video

Am Ende war der Antrag der Linksfraktion zur Leipziger Baumschutzsatzung dann doch etwas zu knifflig. Nicht, was die Kosten für eine Ersatzpflanzung betrifft. Die entsprechen ja schon lange nicht mehr den realen Kosten für Neupflanzungen. Aber am Horizont wetterleuchtete in der Debatte am 9. Februar in der Ratsversammlung die durchaus brisante Tatsache, dass Flächen für Neupflanzungen sehr knapp geworden sind und es auch die Stadt Leipzig kaum zeitnah schafft, Ersatzbäume zu pflanzen.

·Der Tag

Montag, der 14. Februar 2022: Scholz in der Ukraine, Herzchen in den Augen und Pyro am Augustusplatz + Video

Die Lage an der ukrainischen Grenze findet derzeit keine Entspannung. Am heutigen Montag brach Bundeskanzler Olaf Scholz in die Ukraine auf, um vor Ort Gespräche zu führen. Am morgigen Dienstag führt ihn sein Weg direkt weiter nach Russland. Außerdem: Erstmals seit etwa vier Monaten wurden im Freistaat Sachsen keine neuen Todesfälle im Zusammenhang mit Corona gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz aber stieg weiter an. Im Zuge einer Corona-Demo am Augustusplatz zündeten unbekannte Personen indes Pyrotechnik auf dem Dach eines Hauses. Die LZ fasst zusammen, was am Montag, dem 14. Februar 2022, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

·Wirtschaft·Metropolregion

Ex-Buchmesse auch 2023? Ein Gespräch mit Messe-Direktor Oliver Zille + Video

Seit Montag, den 7. Februar 2022, geisterten die ersten Absagegerüchte rings um die Leipziger Buchmesse 2022 herum, verdichteten sich am Dienstag und bestätigten sich schon einen Tag darauf in einer Pressemitteilung der Leipziger Messegesellschaft. Die Buchmesse 2022 ist Geschichte, rund einen Monat, bevor sie beginnen konnte, endeten die Vorbereitungen auch zu „Leipzig liest“, der Antiquariatsmesse und der Manga-Comic-Con. Was blieb, waren Enttäuschung und die Frage nach dem Warum, auch über Corona hinaus. Buchmesse-Direktor Oliver Zille, bis zum Beginn der Pandemie 2020 gewohnt, steigende Besucherzahlen verkünden zu können, im Interview mit der LZ.

·Politik·Brennpunkt

Der Stadtrat tagte: Gutspark Zweinaundorf bekommt ein Entwicklungskonzept und Rückkauf des Stadtgutes Mölkau wird geprüft + Video

Der Ortschaftsrat Mölkau wurde 2002 nicht erhört. Und was sich Stadtverwaltung und Stadtrat damals dachten, als sie das Stadtgut Mölkau verkauften, nachdem zuvor Millionen DM hineingesteckt worden waren, um ein vom bfb betreutes Stadtgut draus zu machen, ist auch nicht mehr herauszubekommen. Als Ortsvorsteher Klaus-Ruprecht Dietze am 9. Februar in der Ratsversammlung einen Brief des Ortschaftsrats aus dem Jahr 2002 vorlas, war das auf jeden Fall der emotionale Höhepunkt der Debatte um das „Wie nun weiter?“

Bootsbetrieb auf der Weißen Elster. Foto: Ralf Julke
·Politik·Leipzig

Der Stadtrat tagte: Wie viele gewerbliche Boote passen eigentlich in den Leipziger Gewässerknoten? + Video

Gemütlich ist es an schönen Tagen auf den Leipziger Fließgewässern ganz bestimmt nicht. Gerade im Gewässerknoten um Karl-Heine-Kanal, Stadtelster und Elstermühlgraben geht es dann meist sehr eng und gedrängt zu. Eigentlich kein erholsamer Zustand, stellten Isa Isensee und Falk Bruder in ihrer gemeinsamen Einwohneranfrage fest, mit der sie eigentlich erfahren wollten, ob es eigentlich Grenzen für dieses Zuviel gibt.

Reif für den Komplettumbau: die Karl-Tauchnitz-Straße. Foto: Ralf Julke
·Politik·Brennpunkt

Der Stadtrat tagte: Gute Radwege in der Karl-Tauchnitz-Straße gibt es nicht vor 2025 + Video

Immer öfter wird der letztlich unzureichende Zustand Leipziger Radwege Thema in der Ratsversammlung. Am 9. Februar gleich mehrfach. Denn Straßen überall im Stadtgebiet weisen akute Mängel in der Wegeführung für Radfahrer aus. Dazu gehört auch die Karl-Tauchnitz-Straße. Noch 2022 soll es hier noch viel brisanter werden, denn in der Friedrich-Ebert-Straße zwischen Karl-Tauchnitz-Straße und Westplatz wird die Fahrbahndecke erneuert. Der Kfz-Verkehr wird dann durch die Karl-Tauchnitz-Straße umgeleitet.

Thomas Kumbernuß bei seiner kurzen Rede zum Triftweg. Foto: Videostream der Stadt Leipzig, Screenshot: LZ
·Politik·Leipzig

Der Stadtrat tagte: Thomas Kumbernuß zieht seinen Antrag zum Triftweg zurück + Video

Auch das gibt es: Ein Stadtrat zieht seinen Antrag zurück, weil er zu viele Angriffe aus der Bevölkerung gegen die Mitarbeiter der Leipziger Stadtverwaltung erlebt. Natürlich geht vieles nicht voran in der Stadt. Das hat Gründe – fehlende Gelder, fehlende Fördermittel, aber auch nicht besetzte Stellen. Die „Einsparungen“ vergangener Jahre holen Leipzig immer wieder ein – selbst bei der eigentlich simplen Frage, ob der Triftweg in Marienbrunn nun eine Fahrradstraße werden kann.

Oliver Teutsch: Die Akte Klabautermann. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Die Akte Klabautermann: Die Geschichte eines beinahe nicht geschriebenen Welt-Bestsellers

Schreiben kann man nur aus Betroffenheit. So falsch war der Riecher von Johannes R. Becher nicht, als er 1946 im kriegszerstörten Berlin ausgerechnet Hans Fallada die Gestapo-Akte zu Elisa und Otto Hampel in die Hand drückte, um aus dem Leben und dem Sterben dieser beiden den ersten großen deutschen Nachkriegsroman zu machen. Ein Roman, der nach dem frühen Tod von Hans Fallada zwar zum Bestseller wurde, seinen tatsächlichen Siegeszug um die Welt aber erst 2009 antrat.

·Der Tag

Das Wochenende, 12./13. Februar 2022: Neonazis und Gegenprotest in Dresden, Steinmeier als Bundespräsident wiedergewählt, Nervenkrieg um Ukraine geht weiter

Begleitet von massivem Gegenprotest marschierten in Dresden am Sonntag mehrere hundert Neonazis durch die Stadt, um mit Verweis auf die Bombardements der Alliierten am Ende des Zweiten Weltkriegs wieder einmal einen Opfermythos in Bezug auf Deutschland zu pflegen. In Berlin wurde Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier durch die Bundesversammlung erwartungsgemäß für eine zweite Amtszeit bestätigt und auf internationaler Bühne steigt die Angst vor einer kriegerischen Auseinandersetzung um die Ukraine weiter. Die LZ fasst zusammen, was am Wochenende, dem 12. und 13. Februar 2022, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

·Politik·Brennpunkt

Der Stadtrat tagte: Planungen zur Lyoner Brücke und zum Kanaldurchstich sollen vorgezogen werden + Video

Ein Großteil des Leipziger Stadtrates träumt noch immer davon, mit dem Boot durch den Lindenauer Hafen in den Elster-Saale-Kanal zu paddeln. Ein kleiner Teil will sogar weiterpaddeln bis Hamburg. Und so kam am 9. Februar das alte Traumprojekt „Von der Elster an die Alster“ wieder auf die Tagesordnung der Ratsversammlung, diesmal beantragt von der AfD-Fraktion. Aber nicht nur SPD-Stadtrat Andreas Geisler nannte diesen Antrag reineweg „utopisch“.

Tina Trompter bei ihrer Rede zum Antrag aus dem SBB Nordost. Foto: Videostream der Stat Leipzig, Screenshot: LZ
·Politik·Brennpunkt

Der Stadtrat tagte: Bis zum Sommer muss klar sein, wann die Wodanstraße radfahrerfreundlich umgebaut wird + Video

Die Versäumnisse holen Leipzig alle wieder ein. Auch die nicht verschuldeten. Denn dass Leipzig sein Investitionsprogramm für Straßen und Brücken bis 2020 nicht geschafft hat, hat viele Gründe – fehlende Planer waren einer, fehlende Fördergelder ein anderer. Fehlende Baukapazitäten haben es verschärft. Aber manchmal fehlte auch einfach der Wille, was beim Leipziger Radnetz besonders eklatant sichtbar wird. Selbst in scheinbar abgelegenen Ortschaften wie Thekla und Heiterblick.

·Leben·Gesellschaft

Liveticker zum 13. Februar in Dresden: Neonazis „gedenken“, Gegenprotest will blockieren + Video

Bei den Luftangriffen der Alliierten auf Dresden kamen im Februar 1945 mehr als 20.000 Menschen ums Leben. Für Neonazis und andere Rechtsradikale ist der 13. Februar von großer Bedeutung. An diesem Tag fand in Dresden einst jährlich der größte Naziaufmarsch Europas statt, um unter anderem mit deutlich überhöhten Todeszahlen den Opfermythos zu nähren. Beständiger Gegenprotest hat die Aktivitäten über die Jahre stark schrumpfen lassen. Auch 2022 möchten Neonazis wieder demonstrieren. Die LZ wird im Liveticker über die wichtigsten Entwicklungen informieren.

·Politik·Brennpunkt

Der Stadtrat tagte: Dölitz-Lößnig-Dösen-Marienbrunn bekommt ein gemeinwesenorientiertes Stadtteilzentrum + Video

Am Ende wird es zehn Jahre gedauert haben, bis Dölitz-Lößnig-Dösen-Marienbrunn in der Johannes-R.-Becher-Straße 22 das Stadtteilzentrum bekommt, das schon 2016 im Stadtrat debattiert wurde. Nicht ganz grundlos betonte Linke-Stadträtin Juliane Nagel, dass diese Ortsteile im Leipziger Süden gern übersehen werden. Und vergessen, könnte man hinzufügen. Aber das wollte ein gemeinsamer Antrag von Grünen, Linken und SPD jetzt endlich ändern.

Sophia Kraft (Grüne) bei ihrer Rede zum Wärmeplan. Foto: Videostream der Stadt Leipzig, Screenshot: L-IZ
·Politik·Leipzig

Der Stadtrat tagte: Leipzig bekommt 2023 einen Wärmeplan + Video

Stück für Stück entwickelt sich Leipzig zu einer Stadt, die nicht mehr mit Verbissenheit an einer umweltschädlichen Vergangenheit festhält, sondern die Herausforderungen der Zukunft annimmt. Erst wirkte der Antrag der Grünen-Fraktion im Leipziger Stadtrat „Kommunaler Wärmeplan für eine klimaneutrale Wärmeversorgung in Leipzig“ wie ein exotischer Vogel. Undenkbar. Viel zu mutig. Unbezahlbar. Aber was dann am 9. Februar in der Ratsversammlung geschah, war ein klarer Abschied von den Bedenkenträgern und Schaffen-wir-nicht-Propheten.

Die Kirche im Jahr 1948. Foto: Roger Rössing, Quelle: Deutsche Fotothek, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6535746
·Bildung·Zeitreise

Verlorene Kirche in Leipzig: Die Matthäikirche – Leipzigs dreifacher Phoenix

Kirchenbauwerke gehören in Mitteldeutschland zu fast jedem Ort. Im Alltag sind sie bekannt als Wahrzeichen, Ortsmittelpunkt oder Orientierungsmarke, sie haben architektonisch, kunsthistorisch und regionalgeschichtlich vielfältige Bedeutung. Doch die Zukunft vieler Kirchen ist bedroht: Dutzende von ihnen haben ihre Funktion verloren, einige sind bereits spurlos aus dem Ortsbild verschwunden. Zeit zur Erinnerung an verschwundene Kirchen – und was mit ihnen unwiderruflich verloren gegangen ist.

·Wirtschaft·Mobilität

Radfahrstreifen auf dem Promenadenring: Stellungnahme zum ADAC-Sachsen-Brief „Verkehrspolitik am Innenstadtring”

Anlässlich der kommenden Markierung von Radfahrstreifen am Dittrichring hat sich der ADAC Sachsen mit stark verkürzenden Aussagen über die LVZ am 27. Januar 2022 an die Öffentlichkeit gewandt und von einer „Zerstörung des Verkehrssystems“ gesprochen. Zu den teils vernunftwidrigen Aussagen bezieht der ADFC Leipzig Stellung und macht auf die undifferenzierten Behauptungen und die ungenaue Nutzung von Statistik aufmerksam.

·Leben·Satire

Rodig reflektiert: Wege aus dem Elend

Nichts Neues im Osten. Das Virus durchseucht noch jede Nachricht, Trendsportart Spazierengehen ist der heißeste Scheiß seit 1742 und der Russe will Krieg. Die ewig gleiche Wiederholung des Ewiggleichen wiederholt sich ewig gleich einer ewiglichen Wiederholung. Ihr Kolumnist ist nachhaltig penetriert vom nimmermüden Stampfen der Neuigkeiten, Neuheiten und sogenannten Innovationen, die einen elektrifizierten Schwanz noch neuerer Neuheiten nach sich ziehen.

Das Moor von Bagno Kusowo ist eines der am besten erhaltenen baltischen Hochmoore in Nordpolen. Der Standort gibt Aufschluss über die Häufigkeit von Bränden und die Vegetationsänderungen im letzten Jahrtausend. Foto: Mariusz Lamentowicz
·Bildung·Forschung

Pandemieforschung in der Vergangenheit: Der Schwarze Tod schlug nicht überall mit gleicher Wucht zu

In Geschichtsbüchern stehen oft erschreckende Feststellungen: Die Hälfte der europäischen Bevölkerung soll in der Pestwelle von 1347 bis 1352 gestorben sein. Aber belegbare schriftliche Zeugnisse gibt es dafür nur punktuell. Wie bekommt man heraus, ob dieses Bild tatsächlich für den ganzen Kontinent zutrifft? Pollendaten helfen, ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen. Und sie zeigen, dass es auch im 14. Jahrhundert die großen Städte waren, wo sich in diesem Fall das Pest-Bakterium besonders leicht ausbreiten konnte.

Das alte Krystallpalast-Gelände mit Blick zu einstigen Paketpostamt, dem heutigen A&O-Hotel. Foto: Ralf Julke
·Politik·Leipzig

Nach OVG-Urteil: Leipzigs Gästetaxe muss auf den Prüfstand

Wie macht man eine Gästetaxe rechtssicher? So richtig ist das Leipzig nicht gelungen, als Leipzig 2019 eine Gästetaxe einführte, um damit touristische Angebote zu finanzieren. In der Corona-Zeit wurde sie zwar ausgesetzt, weil in den Beherbergungsstätten die Übernachtungszahlen und Einnahmen einbrachen. Aber die Berliner Hotel- und Hostelgruppe a&o war bis vor das Oberverwaltungsgericht Bautzen gezogen, um die Rechtmäßigkeit der Taxe gerichtlich prüfen zu lassen. Und bekam nach eigener Auskunft am 9. Februar recht.

·Kultur·Lebensart

12,5 Millionen Euro für die Unterwasserwelt: Historisches Aquarium im Zoo nach Modernisierung wiedereröffnet

Seit 2019 wurde es umgebaut. Jetzt ist es endlich fertig und in einer ganz neuen Schönheit im Zoo Leipzig zu besichtigen: das 112 Jahre alte Aquarium, das jetzt auch ermöglicht, den Fischen von unten beim Schwimmen zuzuschauen. Am Freitag, 11. Februar, wurde das neue Schmuckstück des historischen Gründer-Gartens eröffnet und lädt ab sofort ein, in die außergewöhnliche Mannigfaltigkeit der Unterwasserwelt einzutauchen.

Robert Blums Rede auf dem Balkon des Alten Rathauses am 3. März 1848. Foto: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
·Politik·Engagement

Mutige öffentliche Redner gesucht: Ab 2024 vergibt die Stadt Leipzig den Robert-Blum-Demokratiepreis

Demokratiepreise gibt es schon eine Menge. Aber ausgerechnet die Stadt der Friedlichen Revolution vergab bislang keinen. Aber das soll sich jetzt ändern, konkret im Jahr 2024. Und er soll nach dem bekanntesten aller Leipziger Revolutionäre benannt sein: Robert Blum, der für Leipzig auch in der Nationalversammlung saß und 1848 vor Wien füsiliert wurde. Eigentlich hätte sich Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke die erste Preisvergabe schon 2023 gewünscht.

Ralph Grüneberger: Lisa, siebzehn, alleinerzogen. Cover: Gmeiner Verlag
·Bildung·Bücher

Lisa, siebzehn, alleinerzogen: Worum es im fernen Jahr 1991 tatsächlich ging

Geschichte lässt einen nicht los, die eigene schon gar nicht. Und: „... die Vergangenheit ist Vergangenheit – und nicht vorbei“, zitiert Ralph Grüneberger seinen Schriftstellerkollegen Friedrich Christian Delius im Leitspruch für dieses Buch. Und irgendwann muss das alles erzählt werden. Und wenn es 30 Jahre dauert und die Corona-Auszeit endlich die Ruhe verschafft, die Geschichte zu Ende zu erzählen. Dabei geht es um mehr als die 17-jährige Lisa.

·Der Tag

Freitag, der 11. Februar 2022: Kurze Demo gegen Repression, Einigung zu Abschiebungen und das Problem mit der Kamenzer Straße + Videos

Etwa 200 Personen haben sich am Abend zu einer weiteren Anti-Repressions-Demonstration versammelt – diesmal in der Innenstadt. Dort blieb es allerdings bei einer kurzen Kundgebung, weil die Polizei einen Aufzug nicht erlaubte. Außerdem: Die sächsische Koalition hat sich auf mehr „Humanität“ bei Abschiebungen geeinigt und die Stadt Leipzig wollte laut „Spiegel“ das von Neonazis genutzte Objekt in der Kamenzer Straße kaufen. Die LZ fasst zusammen, was am Freitag, dem 11. Februar 2022, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Protestaktion am Störmthaler See. Foto: UferLeben e.V.
·Politik·Region

Gastbeitrag zur Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit: Quo vadis kommunale Bürgerbeteiligung in Großpösna?

„Erfolgreiche Bürgerbeteiligung muss als Prozess verstanden werden“ (Netzwerk Bürgerbeteiligung). Die Beteiligung endet deshalb auch nicht mit einem Abschlussbericht. Zumal wenn ein Projekt vorgibt, modellhaft zu sein, ergibt sich die Motivation für eine Nachbetrachtung. Als einer von zwei Bürgervertretern in der Lenkungsgruppe des sächsischen Modellprojektes „Quo vadis kommunale Bürgerbeteiligung 2? Etablierung nachhaltiger Beteiligungsmodelle in Sachsen“ berichte ich über meine Erfahrungen, weil ich denke, dass sie für andere Bürger als Teilnehmende in Beteiligungsprozessen, aber auch für Moderatoren, Gesellschaftswissenschaftler und Politiker interessant sein könnten.

·Wirtschaft·Metropolregion

Konjunktur im IHK-Bezirk Leipzig: Vierte Corona-Welle, Lieferengpässe und fehlende Fachkräfte

In dieser Woche legten die sächsischen IHKs die Ergebnisse ihrer Konjunkturumfrage zum Jahresbeginn vor. Natürlich gibt es auch die einzelnen Ergebnisse für jeden Kammerbezirk. Und mit dem Blick auf die Leipziger Ergebnisse wird deutlicher, welchen starken Einfluss Gastronomie und Hotellerie auf die Stimmungslage haben. Denn ohne ihre riesigen Enttäuschungen läge die Leipziger Wirtschaft viel deutlicher im positiven Bereich.

Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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